Verbraucherinsolvenz,Freiberuflich tätig...ALGII berechtigt?

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Luna87

Gast
Hallo,

ich muss über kurz oder lang eine Verbraucherinsolvenz anmelden.

Nach der Erföffnung kann ich freiberuflich tätig werden,allerdings wird dann gepfändet,denn es wird nach dem fiktiven Gehalt gegangen,welches ich in einem Beschäftigungsverhältnis in meinem Ausbildungsberuf bekommen würde.

Jetzt meine Frage wenn dann alles gepfändet wird,bin ich dann voll ALGII berechtigt?
 

noiram

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Hallo,

ich muss über kurz oder lang eine Verbraucherinsolvenz anmelden.

Nach der Erföffnung kann ich freiberuflich tätig werden,allerdings wird dann gepfändet,denn es wird nach dem fiktiven Gehalt gegangen,welches ich in einem Beschäftigungsverhältnis in meinem Ausbildungsberuf bekommen würde.

Jetzt meine Frage wenn dann alles gepfändet wird,bin ich dann voll ALGII berechtigt?
Beim Arbeitseinkommen liegt die Pfändungsgrenze bei 999,99€ ohne Unterhaltspflicht.
 
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Luna87

Gast
Nicht bei einer Selbstständigkeit,dort gibt es keine Pfädungsgrenzen,hier wird von einem fiktiven Gehalt ausgegangen...durch einen Rechtsanwalt bestätigt.
 

noiram

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Nicht bei einer Selbstständigkeit,dort gibt es keine Pfädungsgrenzen,hier wird von einem fiktiven Gehalt ausgegangen...durch einen Rechtsanwalt bestätigt.
Naja, bei einen Selbständigen wird natürlich nicht der Gewinn des Unternehmens als Grundlage genommen, der muss z. B. noch seine KK und ähnliches bezahlen. Trotzdem muss ihm soviel bleiben, dass er leben und existieren kann. Und wenn man ein fiktives Gehalt errechnet, dann muss es ja auch einen Sinn haben um nämlich eine Grenze fest zulegen.
 
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Luna87

Gast
Nein,dass ist ja der Punkt.
Es wird so viel gepfändet wie ich in meinem Ausbildungsberuf verdienen würde.

Der Insolvenzverwalter verweist dann klar auf die Arge,aber ich weiss nicht ob ich da noch einen vollen Anspruch drauf hätte.
 

noiram

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Nein,dass ist ja der Punkt.
Es wird so viel gepfändet wie ich in meinem Ausbildungsberuf verdienen würde.

Der Insolvenzverwalter verweist dann klar auf die Arge,aber ich weiss nicht ob ich da noch einen vollen Anspruch drauf hätte.
Verstehe ich nicht !
 

Koelschejong

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Naja, bei einen Selbständigen wird natürlich nicht der Gewinn des Unternehmens als Grundlage genommen, der muss z. B. noch seine KK und ähnliches bezahlen. Trotzdem muss ihm soviel bleiben, dass er leben und existieren kann. Und wenn man ein fiktives Gehalt errechnet, dann muss es ja auch einen Sinn haben um nämlich eine Grenze fest zulegen.
Selbstverständlich wird der Gewinn genommen, was denn sonst. Und der RA hat durchaus Recht, es wird ein fiktives Einkommen zu Grunde gelegt, guckst Du § 295 Abs. 2 InsO
 
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Luna87

Gast
Hier einen Auszug vom Rechtsanwalt

Die Pfändungsgrenze beginnt bei 990 € Nettoeinkommen und erhöht sich je nach Einkommen und bestehenden Unterhaltspflichten.


Der gesetzliche Pfändungsschutz ist allerdings nur für Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit vorgesehen.


Das Einkommen eines Unternehmers, das bekanntlich aus Zahlungseingängen besteht, unterliegt nicht diesem automatischen Pfändungsschutz.
 

noiram

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Selbstverständlich wird der Gewinn genommen, was denn sonst. Und der RA hat durchaus Recht, es wird ein fiktives Einkommen zu Grunde gelegt, guckst Du § 295 Abs. 2 InsO
Vielleicht rede ich hier vorbei aber ich rechnete jahrelang für jemanden die Buchhaltung, der private Insolvenz hatte . Der musste nie im Leben soviel zahlen, dass er in SGB II gekommen wäre,der hat nie etwas bezahlt weil er nach KK noch etwas um die 800,00€ übrig hatte.
 
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Luna87

Gast
Mir wurde gesagt ich solle die Freiberufliche Tätigkeit aufnehmen,wenn das Verfahren eröffnet ist,dann wird ein fiktives Gehalt genommen (das haben mir mehrere Stellen bestätigt).

Ich weiss einfach nicht ob ich ALG Anspruch habe wenn mir alles genommen wird,wenn nicht kann ich die Tätigkeit nicht annehmen.
 

noiram

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Hier einen Auszug vom Rechtsanwalt

Die Pfändungsgrenze beginnt bei 990 € Nettoeinkommen und erhöht sich je nach Einkommen und bestehenden Unterhaltspflichten.


Der gesetzliche Pfändungsschutz ist allerdings nur für Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit vorgesehen.


Das Einkommen eines Unternehmers, das bekanntlich aus Zahlungseingängen besteht, unterliegt nicht diesem automatischen Pfändungsschutz.
Na und, besagt doch nicht, dass wenn jemand selbständig ist das er benachteilig werden muss. Wird eben der Bedarf ausgerechnet wie bei SGB II und den Rest kann er behalten aber hier kommts ja so raus als ob alles weg ist und der Betroffene SGB II nehmen muss.
 
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Luna87

Gast
Ja ganz genau,und der Rechtsanwalt sagte der Insolvenzverwalter würde auch auf das ALGII verweisen
 

Koelschejong

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Das ist korrekt, Du hast natürlich trotz der Inso einen Anspruch auf ALG II.

Ich bin aber überfragt, ob Dir dann auch die Freibeträge verbleiben, oder ob die gepfändet werden.
 
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Luna87

Gast
Nehmen wir an,mir wird tatsächlich alles gepfändet,bin ich dann wieder voll ALGII berechtigt?
 

Koelschejong

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Ja, die Pfändung hat mit dem ALG II Anspruch nichts zu tun und der ALG II Betrag ist auf jeden Fall unpfändbar.
 
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Luna87

Gast
Genau,das ist mir auch bekannt.

Ich dachte nur,wenn mir tatsächlich alles gepfändet wird,dass die Arge dann sagt,ihr Pech,von uns gibt es in dieser Situation nichts.
 

Koelschejong

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Nein, da brauchst Du keine Angst zu haben, das darf das Jobcenter nicht sagen.
 
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ExitUser

Gast
Nein, da brauchst Du keine Angst zu haben, das darf das Jobcenter nicht sagen.
nun erstmal wird NIE alles gepfändet. Das Existenzminimum muss bleiben, hieße ja sonst das der Steuerzahler die Schulden anderer zahlt , wenn man dadurch in ALG II fallen würde, obwohl man arbeitet.

soweit ich weiß, sollte man die selbstständigkeit erst in der Wohverhaltensphase beginnen. Da ist das eigentliche Insolvenzverfahren also abgeschlossen. Soll den Vorteil haben, dass dann schon ein fiktives Einkommen zur Berechnung des Anteils vom Einkommen als Grundlage genommen wird. Dieser Teil bleibt aber dann für die gesamte Zeit gleich, egal wieviel man tatsächlich einnimmt.

Bsp : (wahllose Zahlen) Einkommen wird mit 1500 Euro Netto veranschlagt. Pfändbar laut Tabelle 500 Euro. Diese 500 Euro ,üssen dannimmer abgeführt werden egal ob man 1500 oder 20000 einnimmt. Nimmt man weniger ein, kann man eine Aussetzung bei Gericht beantragen (Beim Start in die Selbtständigkeit)

Der Unterschied liegt wohl drain, wenn man sich direkt Selbstständig macht muss der Inso Verwalter ALLES abzeichnen und zudem wird monatlich jedes mal neu festgelegt. Zudem ist manwährend des Insolvenzverfahren nicht voll geschäftsfähig und das kann hinderlich sein. In der wohlverhaltensphase stellt sich das halt einfacher dar. Man kann dann auch wieder Vermögen anschaffen.

Zum fiktiven EInkommen noch, das ersetzt ja gerade das nicht vorhandene EInkommen...sprich die Pfändungstabelle greift hier.Sonst müsste man kein fiktives Einkommen als Grundlage nehmen. Der Pfändungsfreie Betrag gilt für jeden, weil ansosnten der Staat ran müsste. Der wird sich hüten Schlden anderer zu tilgen.

So habe ich das alles verstanden. Ansosnten hier mal Silvia V fragen die ist doch Profi in diesem Bereich
 
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