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VerBIS Arbeitshilfe - Bearbeiten von Bewerberdaten durch Träger

ks712

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Ich habe gerade im Internet folgendes gefunden "VerBIS Arbeitshilfe - Bearbeiten von Bewerberdaten durch Träger (Maßnahmen nach § 45 SGB III und Transfermaßnahmen) 19.08.2013 Version PRV 13.02"

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A04-Vermittlung/A042-Vermittlung/Publikation/pdf/Bearbeiten-Bewerberdaten.pdf

Für mich ist es sehr interessant, zu sehen, was die Maßnahmeträger dort alles machen dürfen bzw. welche Daten sie eigentlich alles einsehen können.

Ist das überhaupt rechtens? Wenn man eine EGV vorgelegt bekommt, wo der Zugriff auf VerBis verlangt wird und man damit nicht einverstanden ist, dann unterschreibt man die nicht. Dann kommt die EGV per VA. Und somit hat der MT Zugriff auf all meine Daten?

Oder verstehe ich das falsch?

LG und schönen Tag wünsche ich.
 

Lilastern

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@ks712;

Du kannst dem Maßnahmeträger den Zugriff auf Verbis verweigern.
Das würde ich schriftlich machen, damit du den Zugriff auf Verbis nicht erlaubst.

Das ist keine Pflicht und das geht den gar nichts an.
 

ks712

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Das ich den Zugriff verweigern kann, ist mir schon klar, aber ob die MT sich da dranhalten bezweifel ich sehr stark.
 

Lilastern

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Das ich den Zugriff verweigern kann, ist mir schon klar, aber ob die MT sich da dranhalten bezweifel ich sehr stark.
Wenn dieser Maßnahmeträger gegen den Datenschutz verstößst, kannst du den Datenschutzbeauftragten von deinem zuständigen Bundesland darüber informieren.
 

gelibeh

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Das ich den Zugriff verweigern kann, ist mir schon klar, aber ob die MT sich da dranhalten bezweifel ich sehr stark.
Dann beantragt man nach der Maßnahme Akteneinsicht und da auch in die elektronische Akte.
Es gibt ein paar Sachen, die MT und JC untereinander Austauschen dürfen, aber dafür brauchen die nicht den Zugriff auf Verbis.

Edit: Das halte ich aber für sehr bedenklich, was der MT da zu sehen bekommt. Wo ist denn das ein selektiver Datenzugriff? Der kann meinen Lebenslauf, Einreisestatus, Aufenthaltstitel etc. einsehen.

Und da will der Bundesdatenschützer behaupten, dass man den Zugriff erlauben muss. Jedenfalls einer hat das behauptet, dass der MT das alles wissen darf.
 
E

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Das ich den Zugriff verweigern kann, ist mir schon klar, aber ob die MT sich da dranhalten bezweifel ich sehr stark.

ohne account können die auch nicht drauf zugreifen
bzw muss freigeschaltet sein dein Profil
solang das nicht ist können die auch nicht druff zugreifen^^
 

gelibeh

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ohne account können die auch nicht drauf zugreifen
bzw muss freigeschaltet sein dein Profil
solang das nicht ist können die auch nicht druff zugreifen^^
Und woher weißt Du, dass das JC den Account nicht doch freischaltet? In manchen EGVs wird nicht auf den Datenzugriff hingewiesen und ich wette fast, dass der MT doch einen Account hat.
 

ks712

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Also zu dem Account der MT kann ich nur sagen, dass während meiner Ausbildung, auch Maßnahmen durch die Jobcenter betreut worden und mein Ausbildungsbetrieb musste für jede Maßnahme einen VerBis Account anlegen, dass stand sogar in den Vertragsunterlagen. Der Account musste mit Beginn der jeweiligen Maßnahmen freigeschalten sein und dort mussten auch regelmäßig Daten über JEDEN TN eingetragen werden.

Außerdem sind die MT auch dazu verpflichtet sich über die jeweiligen TN, die per Jobcenter zugewiesen werden, ein umfangreiches Bild mit den Datensätzen in VerBis zu machen.
 

ks712

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ohne account können die auch nicht drauf zugreifen
bzw muss freigeschaltet sein dein Profil
solang das nicht ist können die auch nicht druff zugreifen^^
Welchen Account meinst du? Ich würde mal sagen, dass die MT nach erfolgter Zuweisung, Einsicht in die VerBis (geführte) Akte der Agentur / des Jobcenters haben.
 
E

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Welchen Account meinst du? Ich würde mal sagen, dass die MT nach erfolgter Zuweisung, Einsicht in die VerBis (geführte) Akte der Agentur / des Jobcenters haben.
nein haben die nicht solang dein Profil nicht dafür freigeschaltet worden ist

darum untersagt man dem JC den zugriff darauf
 

gelibeh

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Außerdem sind die MT auch dazu verpflichtet sich über die jeweiligen TN, die per Jobcenter zugewiesen werden, ein umfangreiches Bild mit den Datensätzen in VerBis zu machen.
Wo steht das. Es haben Gerichte entschieden, dass man einem MT keinen Lebenslauf geben muss, was nutzt das denn, wenn der Zugriff auf den Lebenslauf in Verbis hat? Was geht den MT an, welchen Einreisestatus/Aufenhaltsgenehmigung ich habe?

Es muss einen Austausch zwischen JC und MT wegen dem Maßnahmerfolg geben, aber dafür braucht der keinen Zugriff auf einen großen Teil dieser Daten.
 

ks712

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Wo steht das. Es haben Gerichte entschieden, dass man einem MT keinen Lebenslauf geben muss, was nutzt das denn, wenn der Zugriff auf den Lebenslauf in Verbis hat? Was geht den MT an, welchen Einreisestatus/Aufenhaltsgenehmigung ich habe?

Es muss einen Austausch zwischen JC und MT wegen dem Maßnahmerfolg geben, aber dafür braucht der keinen Zugriff auf einen großen Teil dieser Daten.
In der HEGA-07-2012-Produktionsorientierte-Taetigkeiten-MAT-Anlage (1)

steht z. B. das "...Bei Vergabemaßnahmen erteilt das Jobcenter dem Maßnahmeträger (nach Zustimmung der/des eLb) den Zugriff auf eine Kopie von Teilen des Bewerberdatensatzes. Die technische Umsetzung ist vom Jobcenter vor Beginn der MAT sicherzustellen.
Mit diesem Verfahren wird auch das teilnehmerbezogene Berichtswesen unterstützt.
Der Träger aktualisiert in der Kopie des Bewerberdatensatzes die Daten unter Berücksichtigung der Maßnahmeergebnisse. Am letzten Teilnahmetag wird die überarbeitete Kopie des Bewerberdatensatzes zusammen mit dem teilnehmerbezogenen Bericht elektronisch der IFK übermittelt. Danach hat der Träger keinen Zugriff mehr auf die Bewerberdaten.
Die IFK prüft die Aktualisierungen des Maßnahmeträgers und entscheidet über eine Übernahme in VerBIS. ..."

Wenn man als elo nicht weiß, dass man da zustimmen muss, haben die MT Zugriff auf meine Daten. Und manche JC schreiben doch gleich in die EGV, dass man den MT Zugriff auf das VerBIS geben muss.
 
E

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Und manche JC schreiben doch gleich in die EGV, dass man den MT Zugriff auf das VerBIS geben muss
und dasist der Knackpunkt
solang der elo keine Zustimmung dem JC erteilt
sollte keine freischaltung auf dein Profil erfolgen

was in den HEGAS drin steht ist pillepalle
das interessiert keinen
fackt ist was das gesetz zuläst

solltest mal lesen ab § 69 SGB X ist interessant^^^
 

gelibeh

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sollte keine freischaltung auf dein Profil erfolgen
Sollte. In einigen EGVs steht das aber nicht drin. Bist Du sicher, dass die den Account dann nicht freischalten? Ich nicht.

Ich würde, auch wenn der Passus nicht in der EGV steht, zukünftig immer ein Schreiben fertig machen, in dem ich dem Datenzugriff/-weitergabe untersage.
 
E

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Sollte. In einigen EGVs steht das aber nicht drin. Bist Du sicher, dass die den Account dann nicht freischalten? Ich nicht.

Ich würde, auch wenn der Passus nicht in der EGV steht, zukünftig immer ein Schreiben fertig machen, in dem ich dem Datenzugriff/-weitergabe untersage.
Die beste Lösung. Aber selbst dann ist die Sache nicht sicher, denn wer wird das schon nachprüfen können, wenn Amt und Träger sich über Stillschweigen einig sind. Und kommt das dennoch ans Licht - na und, Sachbearbeiter hat ein Häkchen "falsch gesetzt", deswegen werden keine Köpfe rollen.
Was wiegt mehr, die Arbeitkraft des Sachbearbeiters oder ein eLb ...
 

Minimina

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Wo steht das. Es haben Gerichte entschieden, dass man einem MT keinen Lebenslauf geben muss, was nutzt das denn, wenn der Zugriff auf den Lebenslauf in Verbis hat? Was geht den MT an, welchen Einreisestatus/Aufenhaltsgenehmigung ich habe?

Es muss einen Austausch zwischen JC und MT wegen dem Maßnahmerfolg geben, aber dafür braucht der keinen Zugriff auf einen großen Teil dieser Daten.
Das ist auch meine Meinung, definitiv!

Trotz allem hat bei mir das SG und der Datenschutzbeauftragte bestätigt, daß ein selektiver Datenzugriff auf VerBis erlaubt und ok ist (lt. EG-VA).

Auf meine weitergehende Anfrage beim Datenschutz welche Daten genau das sind, was selektiv ist und welche Fragen genau noch zur Mitwirkungspflicht gehören und welche nicht, auf die Antwort warte ich mittlerweile schon seit fast 2 Monaten.

Klar kann ich jetzt gegen den Widerspruchsbescheid klagen, aber das wird dann wohl erst nach 2 Jahren vors BSG gehen, so dass in der Zwischenzeit eben nicht klar ist was Sache ist, zumindest für mich, weil das SG nun mal so entschieden hat.

LG MM
 

gelibeh

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Auf meine weitergehende Anfrage beim Datenschutz welche Daten genau das sind, was selektiv ist und welche Fragen genau noch zur Mitwirkungspflicht gehören und welche nicht, auf die Antwort warte ich mittlerweile schon seit fast 2 Monaten.
Dann schieb doch das Schreiben dort oben hinterher und frag, ob diese ganzen Daten über den selektiven Datenzugriff abgefragt werden dürfen. Besonders der Aufenthaltsstatus etc machen mir Bauchschmerzen, was will der MT damit. Der soll den Maßnahmeerfolg dokumentieren, mehr nicht.
Aber selbst dann ist die Sache nicht sicher, denn wer wird das schon nachprüfen können, wenn Amt und Träger sich über Stillschweigen einig sind.
Natürlich nicht, aber wenn ich misstrauisch bin, beantrage ich Akteneinsicht. Und ob das mit einem Häkchen setzen getan ist?
 

Minimina

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Der soll den Maßnahmeerfolg dokumentieren, mehr nicht.
Natürlich nicht, aber wenn ich misstrauisch bin, beantrage ich Akteneinsicht. Und ob das mit einem Häkchen setzen getan ist?
Genau! Vor der Maßnahme und nach der Maßnahme Akteneinsicht, so dass dokumentiert und überprüft werden kann, was der MT gemeldet hat.

LG M
 
E

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Auf meine weitergehende Anfrage beim Datenschutz welche Daten genau das sind, was selektiv ist und welche Fragen genau noch zur Mitwirkungspflicht gehören und welche nicht, auf die Antwort warte ich mittlerweile schon seit fast 2 Monaten
wenn das SG das auch gesagt hat das die selektive zugreifen dürfen
dann würde ich die anfrage auch an den richter stellen was das im Detail bedeutet ^^

sich nicht nur auf den Datenschutz berufen auch das SG in die pflicht nehmen wenn die schon sowas zulassen sollten die das auch erklähren können
 
E

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Gast
Auf meine weitergehende Anfrage beim Datenschutz welche Daten genau das sind, was selektiv ist und welche Fragen genau noch zur Mitwirkungspflicht gehören und welche nicht, auf die Antwort warte ich mittlerweile schon seit fast 2 Monaten.
Zumindest hinsichtlich der Frage, welche Daten für den Träger einsehbar sind, kannst du dich in der VerBIS Arbeitshilfe für Träger selbst informieren. Es werden dem Träger angezeigt:

- die Stammdaten (Name, Adresse, Kontaktdaten, Geburtsdatum etc.). Siehe S. 15 der Arbeitshilfe.
- der Lebenslauf. Siehe S. 17 der Arbeitshilfe.
- die Kenntnisse/Fähigkeiten/Lizenzen. Siehe S. 22 der Arbeitshilfe.
- die Bewerberbetreuung (Kontaktdaten des Hauptbetreuers). Siehe S. 28 der Arbeitshilfe.
- Außerdem wird, wenn das Bewerbungsmanagement für Dritte freigeschaltet ist, das Stellengesuch angezeigt, welches bearbeitet werden kann. Siehe S. 10-11 sowie S. 30 ff. der Arbeitshilfe.
 
E

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Gast
Genau! Vor der Maßnahme und nach der Maßnahme Akteneinsicht, so dass dokumentiert und überprüft werden kann, was der MT gemeldet hat.
Es reicht in der Regel völlig aus, das JC nach Ende der Maßnahme schriftlich aufzufordern, einem mitzuteilen, welche Informationen der Maßnahmeträger übermittelt hat. Dann gibt es eine Kopie des Endberichts und fertig. Das geht schnell und unkompliziert und ist insofern erfolgversprechender als der Antrag auf erneute Akteneinsicht (wenn schon vor der Maßnahme eine solche Akteneinsicht erfolgt ist), als das JC eine erneute Akteneinsicht nach kürzester Zeit mit ziemlicher Sicherheit ablehnen würde mit Verweis auf Unverhältnismäßigkeit bzw. mit Verweis darauf, dass sich an den gespeicherten Sozialdaten nichts geändert habe.

Oft ist dieser Endbericht übrigens viel nichtssagender, als manche hier vermuten (2-3 Zeilen Text a la "Kunde war anwesend, arbeitete mit, keine Änderung"). Diese häufige Kürze liegt daran, dass die Mitarbeiter beim Maßnahmeträger oft eben auch nicht sonderlich motiviert sind, für das wenige Geld, was sie erhalten, auch noch umfassende Berichte zu verfassen. Viele Maßnahmeträger händigen dem "Kunden" selbst auch diesen Endbericht aus.
 

Minimina

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Zumindest hinsichtlich der Frage, welche Daten für den Träger einsehbar sind....
Du Schlaumeier. Das ist mir alles bekannt. Es geht nicht darum welche Daten einsehbar sind, sondern wo es gesetzlich geregelt ist, das der MT OHNE MEINE ERLAUBNIS diese Daten einsehen darf!!!

Und genau um diese Information drückt sich sowohl das JC, als auch das Sozialgericht und der Bundesdatenschutz in meiner Sache.

Ganz unabhänig davon, daß der Datenschutz schon in der Vergangenheit bei gleichartigen Maßnahmen noch gegen den "selektiven Zugriff" ausgesprochen hat. Wohlgemerkt BEVOR der Bundesdatenschutz eine eigene extra für AlG Zweier aufgerüstete Abteilung hatte!

Es reicht in der Regel völlig aus...
Ja und wenn der Schutzmann sagt er darf mich ohne Grund zu Hause besuchen, dann mach ich ihm nen schönen Kaffee fertig....

Spar Dir Deine SB-Gelabere für Deine SB-Kollegen auf lieber @Burns Torn :icon_tonne:

LG MM
 

gelibeh

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Und was gehen den MT meine Anschrift, Telefonnummer, Familienstand, Aufenthaltsstatus etc an? Wozu braucht der die, um mit mir eine Maßnahme durchführen zu können?
 

0zymandias

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Da habe ich allerdings auch erhebliche Bedenken.

Mit den Stammdaten alleine kann man schon eine ganze Menge heraus bekommen, z.B. in unterschiedlichen Kombinationen auf Google und entsprechende Analyse (DataMining). Gibt es bei einer Rückwärtssuche z.B. keine weiteren Telefonnummern unter der Adresse, handelt es sich wahrscheinlich um ein Einfamilienhaus, etc. pp.

Erfahrungsgemäß gibt es nach jedem Bewerbungstraining nicht nur eine signifikante Zunahme von ZAF-Rufen sondern auch von den beliebten "Sie haben ja sowas von total gewonnen!"-Anrufen.
Freilich ist das nicht weiters verwunderlich, da ja die Zuleitung in wirtschaftliche Interessengruppen hinein verordnet wurde.
Inwieweit die Problematik zeitlich kumulativ ist, ist zur Zeit unklar. Die Datensätze werden irgendwo gespeichert und vielleicht verschwinden sie im Daten-Nirvana.
Vielleicht werden sie aber weitergereicht, angereichert, analysiert,....

Was dann schon die Weitergabe ganzer Lebensläufe an Bedenken auslöst, möchte ich erst andenken, wenn ich hier genug von diesen nassfesten Papiertüten habe :biggrin:
 

0zymandias

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[...]Oft ist dieser Endbericht übrigens viel nichtssagender, als manche hier vermuten (2-3 Zeilen Text a la "Kunde war anwesend, arbeitete mit, keine Änderung"). Diese häufige Kürze liegt daran, dass die Mitarbeiter beim Maßnahmeträger oft eben auch nicht sonderlich motiviert sind, für das wenige Geld, was sie erhalten, auch noch umfassende Berichte zu verfassen. Viele Maßnahmeträger händigen dem "Kunden" selbst auch diesen Endbericht aus.
Das mag gerne, auch als Regelfall, so sein.

Mir persönlich und einigen anderen aus dem erwähnten Training ist es aber passiert, dass die herzhaft ungeliebte Dozentin, deren Qualifikation im Scheitern als Bauzeichnerin und Webprogrammiererin bestand, Vorschläge für Langzeitmaßnahmen machte.

Das hätte mir 6 Monate Tertia eingebracht.

Und es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich in dieser Branche die Leute das Geld gegenseitig zustecken, denn ausgerechnet ein MT schreibt eine Empfehlung für eine Maßnahme :biggrin:

Auf jeden Fall ausdrücklich :danke: für das Aufzeigen einer weiteren Möglichkeit zur Einsichtnahme.
 
E

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Gast
Und es ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich in dieser Branche die Leute das Geld gegenseitig zustecken, denn ausgerechnet ein MT schreibt eine Empfehlung für eine Maßnahme :biggrin:
Ja, die generieren so die eigenen Folge-Aufträge. Das kenne ich nur zu gut. Das ist normal, dass einen als pAp auch die Maßnahmeträger anrufen und z.B. schildern: "Der Herr X hat so toll mitgearbeitet und ist so engagiert, jetzt sollte er, um seine Kompetenz noch weiter zu steigern, im Anschluss gleich noch unsere Maßnahme blabla absolvieren!"

Und wenn die dann gefüllt werden muss, weist man ihn eben zu, ohne sich auch nur für eine Sekunde die Frage zu stellen, warum der Herr X, wo er doch so engagiert ist, gleich noch eine Maßnahme absolvieren soll. Denn wie gesagt: Denken ist unerwünscht. Immerhin: Die JC-Oberen freut es. Und wenn man viel Glück hat, ist der Kunde spätestens nach der 7 oder 8 Maßnahme so genervt von der Dauer-Aktivierung, die in der Maßnahme eigentlich ja zu einem Dauer-Rumsitzen verkommt, dass er lieber bei einer ZAF anfängt, als nochmal eine Maßnahme zu absolvieren.

Heißt im Ergebnis: Maßnahmen sind aus Sicht des Jobcenters immer ein Erfolg! Wenn der "Kunde" in einer Maßnahme nach der anderen seine Zeit absitzt, ist das ein Erfolg, weil er für die gesamte Maßnahmezeit dann nicht mehr als arbeitslos geführt wird (Statistikerfolg). Wenn der "Kunde" durch die Dauerzuweisungen so genervt ist, dass er sich Arbeit sucht, ist das sogar dreifacher Erfolg (Statistikerfolg + Integrationserfolg + Leistungsverringerungserfolg). Wenn der "Kunde" dagegen die Maßnahme nicht antritt oder unerlaubt abbricht, ist es immer noch insofern ein Erfolg, als die dann erfolgende Leistungskürzung der Disziplinierung dient und den ALGII-Zahlbetrag verringert (Einsparerfolg und Konditionierungserfolg).

Und selbst wenn man es schafft, nach erfolgtem Antritt einer Maßnahme sanktionslos wieder aus der Maßnahme genommen zu werden, ist dies immer noch ein Erfolg, weil im Controlling nur der Maßnahme-Eintritt abgebildet wird. Ist ein Kunde erst mal angetreten, zählt das als Erfolg, egal, ob er am nächsten Tag wieder abbricht. Also: Was will man mehr? Ursel freut sich immer, egal wie man sich verhält. Maßnahmen sind so oder so TOP! :icon_daumen::icon_pfeiff:
 

Minimina

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Heißt im Ergebnis: Maßnahmen sind aus Sicht des Jobcenters immer ein Erfolg!
Das ist allerdings richtig! Im Coaching und der Psychoanalyse nennt sich das "Abdecken aller Möglichkeiten" und ist in fast jedem Lebensbereich anwendbar. Mittlerweile wird diese Art des Handelns oftmals angewendet um für die "Versuchskaninchen" und als "unwürdig" erachtete Lebendformen unausweichliche Dilemmas zu erschaffen, um eine lebenfeindliche menscherschaffene Umwelt für eine Mehrheit zu erschafften von einer sadistisch gestörten Minderheit.

Eine Situation wird analysiert und alle möglichen Ergebnisse durchgespielt. Danach wird ein Szenario entwickelt wie die Anfangssituation gestaltet werden muß um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Dazu ist nur ein startk gestörtes Verhältnis zum Leben an sich nötig, was heutzutage der Normalzustand ist. Das nennt sich dann unter anderem "Wissenschaft" und wird durch "Experten" definiert, erschaffen, durchgeführt und kontrolliert.

LG MM
 
E

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[...] Dazu ist nur ein startk gestörtes Verhältnis zum Leben an sich nötig, was heutzutage der Normalzustand ist. Das nennt sich dann unter anderem "Wissenschaft" und wird durch "Experten" definiert, erschaffen, durchgeführt und kontrolliert.
Offtopic: Das, was du da ansprichst, wird von Experten aber gleichwohl auch massiv kritisiert. Siehe etwa hier und hier.
 

KARLderWEHRER

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Hallo BurnsTorn,

dein Post von 14:01 Uhr zeigt auf, wie hirnverbrannt das ganze System einfach nur ist. Sorry für diese Einschätzung meinerseits, aber so ist es eben.

Warum gründen die JC selbst eigentlich nicht selbst, irgendwelche Tochter-/Unterfirmen und verschieben dann ihre Kunden einfach so lange, bis die Statistik stimmt? Dann könnten die sich ihre schönsten Zahlen doch einfach selbst basteln.
 
E

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Warum gründen die JC selbst eigentlich nicht selbst, irgendwelche Tochter-/Unterfirmen und verschieben dann ihre Kunden einfach so lange, bis die Statistik stimmt? Dann könnten die sich ihre schönsten Zahlen doch einfach selbst basteln.
Vermutlich tut die BA das deshalb nicht, weil 1) das sehr schnell durch die Presse ginge und es dann einen Aufschrei des Entsetzens gäbe, und 2) die BA als quasi neu-organisiertes Unternehmen stark der Ideologie der Marktfreiheit anhängt und im Vergabe-Verfahren daher lieber private Anbieter zum Zuge kommen lässt, die sich im Preiskampf gegenseitig unterbieten. Im Klartext: Es ist billiger und entspricht eher der Ideologie der Marktfreiheit, wenn eben der Markt das regelt.
 

Surfing

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Zumindest hinsichtlich der Frage, welche Daten für den Träger einsehbar sind, kannst du dich in der VerBIS Arbeitshilfe für Träger selbst informieren. Es werden dem Träger angezeigt:

- die Stammdaten (Name, Adresse, Kontaktdaten, Geburtsdatum etc.). Siehe S. 15 der Arbeitshilfe.
- der Lebenslauf. Siehe S. 17 der Arbeitshilfe.
- die Kenntnisse/Fähigkeiten/Lizenzen. Siehe S. 22 der Arbeitshilfe.
- die Bewerberbetreuung (Kontaktdaten des Hauptbetreuers). Siehe S. 28 der Arbeitshilfe.
- Außerdem wird, wenn das Bewerbungsmanagement für Dritte freigeschaltet ist, das Stellengesuch angezeigt, welches bearbeitet werden kann. Siehe S. 10-11 sowie S. 30 ff. der Arbeitshilfe.
Der Lebenslauf gehört also auch dazu?!

Das ist ja genau das was man einem MT nie aushändigen sollte.

Und dieser Lebenslauf enthält welche Angaben? Beruflicher Werdegang, Ausbildung und Weiterbildung?
 
E

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Und dieser Lebenslauf enthält welche Angaben? Beruflicher Werdegang, Ausbildung und Weiterbildung?
Das kommt ganz drauf an, welche Daten der pAp eingepflegt hat. In der Regel sind es:

- Schulbesuch
- Wehr/Zivildienst
- Ausbildung/Studium
- berufliche Tätigkeiten (sv-pflichtig, selbstständig und geringfügig)
- Zeiten der Arbeitslosigkeit

In der Standardeinstellung (bei fast allen Profilen) werden die Organisationsnamen NICHT angezeigt, d.h. im Lebenslauf steht dann z.B. nur Studium: Ökonomie (Abschluss Diplom/Uni). Der Name der Uni taucht nicht auf. So ist es auch mit Arbeitgebern.

Der "Kunde" kann aber natürlich wünschen, dass alles veröffentlicht wird, auch das ist möglich, aber wie gesagt eher unüblich. (Es kommt aber gerade bei den "Kunden" durchaus vor, die mal in sehr angesehenen Unternehmen wie Porsche, Audi etc. qualifiziert beschäftigt waren, die wollen das dann veröffentlicht haben).

Wenn man sehen will, wie das aussieht, aber man selbst keine Profilzugangsdaten hat und die auch nicht wünscht, rüfe man einfach mal die Jobbörse im I-Net auf und klicke dann im hellblau unterlegten Kasten rechts oben auf "Jobbörse für Arbeitgeber". Dann gebe man einfach irgendwas ein, z.B. "Arbeitskräfte" / "Lager- und Transportarbeiter" / "München"

Dann rufe man ein beliebiges Profil auf und bekommt einen Eindruck davon, was Arbeitgeber sehen. Das geht alles ohne eigenen Account.
 

Surfing

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Mir ist bekannt dass Angaben zur Tätigkeit im Profil-/Lebenslauf konkret benannt werden. Beispiel: Maurer, Bäcker, Friseurin, Ing. Hochbau - der jeweilige Firmenname wird aber weggelassen. Zeiträume von-bis werden benannt.
 
E

ExitUser

Gast
Warum gründen die JC selbst eigentlich nicht selbst, irgendwelche Tochter-/Unterfirmen und verschieben dann ihre Kunden einfach so lange, bis die Statistik stimmt? Dann könnten die sich ihre schönsten Zahlen doch einfach selbst basteln.
Wird doch gemacht, allerdings nicht direkt von den JC, sondern von den Kommunen. Einfach mal nach "Frankfurter Werkstatt" googlen ...
 

bLum

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Edit: Das halte ich aber für sehr bedenklich, was der MT da zu sehen bekommt. Wo ist denn das ein selektiver Datenzugriff? Der kann meinen Lebenslauf, Einreisestatus, Aufenthaltstitel etc. einsehen.
...wenn ich das PDF richtig interpretiere darf bzw. kann der MT sogar deinen Lebenslauf ändern!

Schreibrechte: Lebenslauf, Fähigkeiten, Stellengesuche,
Bewerbungen (schreibend, wenn das Be-werbungsmanagement frei-geschaltet ist, ansonsten lesend), Stellenangebote suchen und die Anlagenverwaltung!!!

Hossa! :icon_kotz:
 
E

ExitUser

Gast
...wenn ich das PDF richtig interpretiere darf bzw. kann der MT sogar deinen Lebenslauf ändern!

Schreibrechte: Lebenslauf, Fähigkeiten, Stellengesuche,
Bewerbungen (schreibend, wenn das Be-werbungsmanagement frei-geschaltet ist, ansonsten lesend), Stellenangebote suchen und die Anlagenverwaltung!!!

Hossa! :icon_kotz:
Ja, der Maßnahmeträger kann Änderungen im Profil vornehmen. Es soll genau das ja auch tun. Letztlich ist es ein Outsourcing: Der pAp hat keine Zeit/Lust, das ganze Profiling und Aktualisieren/Pflegen von "Kunden"-Daten selbst zu erledigen, daher wird eine Maßnahme (oder eher: hunderte Maßnahmen) eingekauft, wo das dann geschieht.

In der Regel erhält der Träger für die Dauer der Zuweisung ein Lese- und Schreibrecht. Eigentlich soll und darf das nur erteilt werden, wenn der "Kunde" dazu seine Zustimmung erteilt, es passiert in der Realität aber halt auch, dass auf sowas keine Rücksicht genommen wird. In VerBIS genügen wenige Klicks, dann ist das Bewerberprofil für einen bestimmten Zeitraum für einen Träger freigeschaltet.

Meist gibt es dann auch einen Abschlussbericht (was wurde gemacht, wie unfähig ist der "Kunde"), der in der Anlagenverwaltung hochgeladen wird, wobei der pAp dann entscheidet, ob diese Anlage für den "Kunden" sichtbar ist oder nicht.
 
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