Veränderungsmitteilung, ab wann war sie gültig, womit kann ich rechnen?

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Sanrasaa

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Hallo liebes ELO-Forum,

Bis dato lebte ich gemeinsam mit meiner Freundin (Berufstätig) in einer Mietwohnung und bezog ALG2.
Hierbei wurde mir der (mMn.) lächerliche Betrag von ca. 460€ monatlich ausgezahl mit der Annahme seitens des JC meine Freundin könne mit ihrem Gehalt (ca. 1000€ netto Monatlich) mich mit versorgen.
Glücklicherweise ist meine Miete gering, Genossenschaftswohnung, und so krochen wir über die Runden mit etwa 500€ im Haushalt nach Abzug aller anfallenden Kosten. Und uns so zu ernähren war grad so machbar.

Nun ist meine Freundin allerdings auch Arbeitslos, was wir dem JC per Veränderungsmitteilung am 22.04.19 mitteilten.
Diese wurde uns am 18.04. ausgestellt auf Anfrage da meine Freundin bereits als Mitbewohnerin meiner BG gemeldet war und somit lediglich eine Änderung einzureichen sei.
Nach einer "kurzen" Wartezeit erhielten wir am 30.04. eine Antwort in welcher wir darüber Benachrichtigt wurden "Man wisse bereits das meine Freundin hier wohne und mehr ginge aus dieser Veränderungsmitteilung nicht hervor".
Anscheinen habe ich da einen Fehler gemacht, auf jeden Fall habe ich diesen Postwendend per Mail richtig gestellt. Somit ist das JC nun darüber in Kenntniss gesetzt wie der Sachverhalt liegt.
Bei unserem besuch am 18.04. erhielt meine Freundin auch ihren Termin zur Besprechung ihrer EGV welche dann 06.05. zustande kam.

Inzwischen ist uns das Geld ausgegangen, denn natürlich erhielt ich zum ende des Aprils lediglich die bereits bekannten ca. 460€ ohne Anpassungen jeglicher Art.
Auch auf ein Schreiben seitens des JC bezüglich einer Änderung des ALG2 Betrags für meine BG warten wir seither.
Das gesamte finanzielle Guthaben meiner BG schreibt rote Zahlen (ist also im Minus) und kann nicht weiter ausgereizt werden.

Daher habe ich nun folgende Fragen:
1. Ich wurde damals darüber Aufgeklärt das die Zahlung von Geldern ab dem 01. des Monats zählt in welchem der Antrag eingereicht wurde. Gilt das auch hier bei der veränderung? Wenn ja, mit Nachzahlen ab welchem Monat kann ich rechnen?
2. Wie lang darf das Amt überhaupt brauchen um diese Veränderung wirksam zu bearbeiten? Das erscheint mir sehr lang dafür das mir bereits Zugesichert wurde das die korrigierte Veränderung vorliegt.
3. Leider bin ich nicht im Stande derzeit persönlich beim Amt vorzusprechen. Kann ich auch per Mail auf eine dringende Auszahlung pledieren wenn ich einen aktuellen Kontoauszug von mir und meiner Freundin anhänge?
4. Wird das Geld künftig wie gewohnt vollständig auf meinem Konto eingehen oder Anteilig über mein und das Konto meiner Freundin verteilt?
5. Wie schätzt ihr die Sachlage ein ob ich zum Ende dieses Monats endlich die korrekten Beträge erhalte? Und wird diese Zahlung auch die Gelder für April/Mai zusätzlich enthalten? (so denn das im April bereits gültig war?)

Ich würde gern vermeiden beim Amt persönlich erscheinen zu müssen da sich dies Negativ auf meine Psyche auswirkt und auch im Gegensatz zu dem steht was mein behandelnder Arzt mir bis auf weiteres rät.

Grüße an euch alle und danke für eure Antworten:
Sanrasaa
 

Onkel Tom

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Ist schon mal gut, das JC die Änderungsmitteilung bestätigt hat. Hat deine Freundin
anbei nachweislich einen Antrag auf ALG-Leistungen eingereicht ?
Ich frage deswegen danach, weil eine Änderungsmitteilung alleine nicht ausreicht und
anbei kein Automatismus besteht, darauf Leistungen nach dem SGB zu bewilligen.
Der Antrag auf ALG, der auch damit verbunden ist, deiner Freundin finanzieller Situation
dem SB nach zu weisen, löst ewentuelle Ansprüche aus.
 

Nena

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Sie braucht keinen Antrag zu stellen, sie war vorher schon Teil der BG. Die einzige Veränderung ist, dass sie ihre Arbeit verloren hat.
 

Onkel Tom

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Wenn sie wegen ihres Einkommen kein Anspruch auf Leistungen hatte, ist sehr wohl
der Antrag erforderlich.. Außer über eine Veränderungsmitteilung habe ich hier noch
nicht zu weiteren "Hilfebedarfsprüfungen" zu lesen bekommen ;)
 

Helga40

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In einer BG ist jeder hilfebedürftig. Das Einkommen wird auf die Mitglieder aufgeteilt. Es bedarf daher keines Antrags auf ALG2.

Unter Umständen muss ein Alg 1 Antrag gestellt werden.

Der TE sollte daher folgendes beantworten:

1. Wie lange hat sie gearbeitet?
2. Wann floss der letzte Lohn?
3. Hat sie sich bei der Agentur für Arbeit persönlich arbeitslos gemeldet und Alg 1 beantragt?
 

Sanrasaa

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1. Wie lange hat sie gearbeitet?
2. Wann floss der letzte Lohn?
3. Hat sie sich bei der Agentur für Arbeit persönlich arbeitslos gemeldet und Alg 1 beantragt?
1. Gearbeitet hat sie über die dauer der letzten 18 Monate. Im März war ihr letzer Arbeitstag.
2. Der letzte Lohn (Auszahlung von Resturlaub und ein paar wenige Tage arbeit) kam im April.
3. Da ihre Tätigkeit eine Werkstudententätigkeit (nicht Sozialversicherungspflichtig) war, besteht kein Anspruch auf ALG1. Ein persönliches Vorsprechen und ein Unterschreiben einer EGV hat bereits stattgefunden.
 

Helga40

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Das JC wird aber den Ablehnungsbescheid des Alg 1 haben wollen. Das sollte sie schnellstmöglich erledigen.

Ist sie weiterhin Studentin?
 

Sanrasaa

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Das JC wird aber den Ablehnungsbescheid des Alg 1 haben wollen. Das sollte sie schnellstmöglich erledigen.

Ist sie weiterhin Studentin?
Ablehnungsbescheid des ALG1 wurde nicht angefragt, lediglich nach Exmatrikulationsnachweis und Nachhweis für das Ende ihrers Arbeitsverhältnissis so wie Einkommensnachweis der letzten 3 Monate wurde gebeten. Diese sind auch schon eingereicht.

Sie ist Exmatrikuliert.
 

Helga40

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Ich wurde damals darüber Aufgeklärt das die Zahlung von Geldern ab dem 01. des Monats zählt in welchem der Antrag eingereicht wurde. Gilt das auch hier bei der veränderung? Wenn ja, mit Nachzahlen ab welchem Monat kann ich rechnen?

Es wird dann wohl ab April überrechnet.

2. Wie lang darf das Amt überhaupt brauchen um diese Veränderung wirksam zu bearbeiten? Das erscheint mir sehr lang dafür das mir bereits Zugesichert wurde das die korrigierte Veränderung vorliegt.

Von einer Zusicherung kann ich zwar nichts lesen, aber so langsam sollte es bearbeitet werden. Wobei aus deinem Beitrag nicht erkennbar ist, seit wann das Amt tatsächlich weiß, was du mit der Veränderungsmitteilung bezwecken wolltest. Denn du schreibst ja selbst, dass da was schief gelaufen ist. Demnach scheint das JC erst seit Anfang Mai von der Veränderung zu wissen. Wie die Personalsituation vor Ort aussieht, weiß auch niemand.

3. Leider bin ich nicht im Stande derzeit persönlich beim Amt vorzusprechen. Kann ich auch per Mail auf eine dringende Auszahlung pledieren wenn ich einen aktuellen Kontoauszug von mir und meiner Freundin anhänge?

Können kannst du, Mail ist aber die denkbar schlechteste Variante der Kommunikation. Wieso kann deine Freundin nicht hin? Sie ist doch vorrangig die, die jetzt ohne Geld dasteht.

4. Wird das Geld künftig wie gewohnt vollständig auf meinem Konto eingehen oder Anteilig über mein und das Konto meiner Freundin verteilt?

Solange ihr nichts anderes angebt, geht dann alles auf dein Konto (im Zusammenhang mit der Vertretungsvermutung nach § 38 SGB II).

5. Wie schätzt ihr die Sachlage ein ob ich zum Ende dieses Monats endlich die korrekten Beträge erhalte? Und wird diese Zahlung auch die Gelder für April/Mai zusätzlich enthalten? (so denn das im April bereits gültig war?)

Das kann man nicht abschätzen. Sieh zu, dass ihr eure Notlage gegenüber dem JC verdeutlicht. Ich fürchte, dass noch ein paar Unterlagen gefordert werden, z. B. zum Vermögen, Kontoauszüge etc. und - wie schon geschrieben - Alg1.
 

Sanrasaa

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Da liegt der Hase im Pfeffer. Due hast keien Nachweis über den Zugang dieser Mail.
Von einer Zusicherung kann ich zwar nichts lesen, aber so langsam sollte es bearbeitet werden.
Diese Zusage bekam meine Freundin bei dem Termin zur aushandlung ihrer EGV verbal mitgeteilt. (Wörtlich wirds wohl etwa gewesen sein: "Ja die Mail hab ich gelesen" seitens des SB)
 
E

ExUser 2606

Gast
Okay, besser als nichts, aber ein toller Nachweeis ist das auch nicht.

Ich würde es mal mit eier Sachstandsanfrage versuchen, aber bitte nicht wieder per Mail.
 
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