Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist tot

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Curt The Cat

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Der venezolanische Präsident Hugo Chávez ist tot. Dies teilte am Dienstag sein Stellvertreter Nicolas Maduro mit. Chávez hatte an einer Krebserkrankung gelitten.

Einen fast zwei Jahre dauernden Kampf gegen den Krebs hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez verloren. Er starb am Dienstag in Caracas. Dies teilte am Dienstag sein Stellvertreter Nicolás Maduro in einer Fernsehansprache mit. Chávez hatte an Krebs gelitten, der zuerst im Becken festgestellt wurde. Die Regierung hatte erst am Montag erklärt, das Immunsystem des 58-jährigen Staatsoberhauptes sei so geschwächt, dass eine neue schwere Infektion aufgetreten sei. Er starb laut Maduro um 16:25 Uhr venezolanischer Ortszeit.
Venezuelas Präsident Hugo Chavez ist tot - SPIEGEL ONLINE

 

ZynHH

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Erst der Papst abgehauen, jetzt Chavez tot....

Mein Beileid seinen Angehörigen.

Bekommen die Armen Us-Amerikaner denn weiterhin ihr billiges Öl?
 

Sinuhe

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Chávez war ein guter Politiker. R.I.P


Ja,er hat Venezuela zu dem gemacht was es heute ist:

Trotz hoher Erdöleinnahmen sind Venezuelas Staatsausgaben kaum noch überschaubar. Darum hat die Regierung die Landeswährung um fast ein Drittel abgewertet. Beobachter fürchten: Das wird nicht reichen.
Abwertung : Venezuela bleibt nur der radikale Währungsschnitt - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

Bei vielen Rechtsanwälten und Immobilienmaklern in Süd-Florida lässt die weitere Regentschaft von Chávez die Kassen klingeln. “Wir erwarten einen verstärkten Exodus aus Venezuela. Immer mehr Unternehmer versuchen das Land zu verlassen und suchen Liegenschaften in Key Biscayne. Bereits am Dienstag erhielten wir zahlreiche Anrufe und E-Mails von Kunden aus Venezuela”, berichtet der Immobilienmakter Enrique García.
Venezuela: Wiederwahl von Hugo Chávez beschleunigt Exodus nach Florida » Venezuela » latina press Nachrichten
 

Curt The Cat

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@Sinuhe

Tjo ... so is' das, wenn das Kapital feststellt, daß es sich nicht mehr
weiter ungeniert bereichern kann - dann verlassen die Ratten das für sie sinkende Schiff, um woanders dann weiter ungehindert ihrer Gier zu frönen und atmen dann eben in Key Biscayne oder sonstwo anderen Menschen die Luft weg ...

So what?


:icon_wink:
 
E

ExitUser0090

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Revolutionär aus Berufung

Venezuela Auch ohne Hugo Chávez wird die Bolivarische Revolution Bestand haben. Wem sie dienen wollte, wurzelt tief im kollektiven Bewusstsein Lateinamerikas
Vorbild Bolivar

Es ist dem Visionär Chávez zu verdanken, dass sich Lateinamerika heute mit nie gekanntem Selbstbewusstsein präsentiert, den USA die Stirn bietet und ein Verständnis von Souveränität und Würde in sich trägt, das die Befreier vom spanischen Kolonialismus im 19. Jahrhundert beflügelt hat.
Venezuela
 

hartaber4

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Nach Ansicht Jean Zieglers hat der Reformprozess in Venezuela mit den als "Misiones" bekannten Sozialprogrammen tatsächlich messbare Erfolge vorzuweisen. "Dazu gehört dort auch der Zugang zu Grundnahrungsmitteln", so Ziegler, der zugleich auf die "Misión Milagro" gegen Erblindung verwies. Diesem Programm liege die Erkenntnis zugrunde, dass Erblinden meist durch den Mangel an Vitamin A verursacht wird. Allein aus diesem Grund verliere weltweit alle drei Minuten ein Mensch sein Augenlicht, so Ziegler. "Die Misión Milagro hat in Venezuela zu einem erheblichen Rückgang der ernährungsbedingten Erblindung geführt", urteilte er.


.........


Zugleich wandte er sich gegen die weitgehend negative Berichterstattung über die linksgerichteten Regierungen in Lateinamerika. "Medien sind weitgehend und gerade auch in Westeuropa Herrschaftsinstrumente", so sein Urteil: "13,5 Prozent der Weltbevölkerung sind Weiße und die beherrschen den Planeten jetzt seit 500 Jahren. Die Weltsicht, die von ihnen vermittelt wird, ist in erster Linie auch ein Herrschaftsinstrument."


Die "Diffamation etwa gegen Hugo Chávez und die Bolivarische Revolution" sei permanent. Ziegler erinnerte daran, dass Hugo Chávez seit 1999 an der Regierung ist. Er habe in dieser Zeit acht Mal demokratische Wahlen gewonnen, das letzte Mal im vergangenen Oktober. Die Wahlprozesse seien von keinem seriösen Beobachter bestritten worden, nicht einmal von der Opposition, "die ja äußerst aggressiv und ferngesteuert ist".
Ziegler führte aus: "Wenn man als Ausländer in Caracas zu Gast ist und morgens die Tagespresse unter der Hoteltür durchgeschoben bekommt, kann man sich ein Bild davon machen. Dort wird Chávez regelmäßig als Krimineller tituliert."



UNO-Funktionär lobt Sozialpolitik der ALBA-Staaten | Portal amerika21.de
 

Sinuhe

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Klar,schuld sind natürlich die Medien.
Was hat Chávez aus dem Land gemacht,in dem die Bevölkerung eigentlich genauso Reich sein könnte,wie in den Golf Staaten

Bei einer Niederlage Chavez’ werde endlich der von einem Demagogen propagierte nicht lebensfähige Sozialismus des 21. Jahrhunderts weggefegt, erhofft sich Rosa. Die Inhaberin eines Restaurant mit deutschen Spezialitäten hat das Vertrauen in den Amtsinhaber schon vor Jahren verloren. Vor allem durch die Politik, immer mehr Betriebe zu verstaatlichen, habe dem Land sehr geschadet. Die Folge seien Lebensmittelknappheit, Korruption bis in die höchsten Ebenen, eine desolate Gesundheitsversorgung und eine nie dagewesene Welle der Gewalt.
Korruption und Gewalt Kernthemen der Präsidentschaftswahlen in Venezuela » Venezuela » latina press Nachrichten

Doch es sind nicht nur die Landbesetzungen, die zugenommen haben unter Chávez. Auch die Kriminalität grassiert: Die Zahl der Morde hat sich verdreifacht. Nach Uno-Angaben weist das Land heute weltweit die höchste Mordrate auf. Und laut Transparency International ist in Lateinamerika nur Haiti noch korrupter als Venezuela.
Korruption, Kriminalität, Verstaatlichung: Im Reich des Señor Hugo Chávez - Seite 2 - International - Politik - Handelsblatt

Eine deutliche Gefährdung sowohl für Individual- als auch für Gruppenreisende stellt die hohe Kriminalitätsrate in Venezuela dar. Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. Auch Deutsche sind davon betroffen gewesen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas, ist unvermindert hoch. Auch außerhalb der Städte ist mit Gewaltkriminalität zu rechnen.
Auswärtiges Amt - Reise- und Sicherheitshinweise

Und dann wird er von einigen als großer Staatsmann gelobt.
Nein,er hat das Land zugrunde gerichtet.

Seinem Familien-Clan schanzte er politische Ämter zu, ganz gleich ob sie dafür geeignet waren oder nicht. Die Besetzung hoher Ämter mit linientreuen oft korrupten Funktionären statt mit qualitativ geeigneten Fachleuten sorgte dafür, dass Industrie und Handel stagnierten und vielerorts sogar zusammenbrachen. Die Venezolaner haben sich an Mangel und Misswirtschaft genauso gewöhnt wie an Stromausfälle und Propaganda.
Ein Spruch, den sich die Menschen in Caracas' Slums gerne erzählen, charakterisiert die Politik des "Comandante Presidente" wie kein anderer: Chávez hat die Armen mit Brot beworfen, anstatt ihnen beizubringen, wie man es backt.
Venezuela : Hugo Chávez

So sieht sie nämlich aus,die Realität,die der "große Staatsmann" in Venezuela geschaffen hat.
 
E

ExitUser

Gast
@Sinuhe

Tjo ... so is' das, wenn das Kapital feststellt, daß es sich nicht mehr
weiter ungeniert bereichern kann - dann verlassen die Ratten das für sie sinkende Schiff, um woanders dann weiter ungehindert ihrer Gier zu frönen und atmen dann eben in Key Biscayne oder sonstwo anderen Menschen die Luft weg ...

So what?


:icon_wink:
Darf ich ein wenig korrigieren?
Die "Ratten" haben nicht einfach so das Schiff verlassen. Sie sind verjagt worden,
schon ein kleiner Unterschied.

Das Kapital allerdings ist geblieben, in Form von Öl.

Trotzdem versank das Land im Chaos.
 

Sinuhe

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@Sinuhe

Tjo ... so is' das, wenn das Kapital feststellt, daß es sich nicht mehr
weiter ungeniert bereichern kann - dann verlassen die Ratten das für sie sinkende Schiff, um woanders dann weiter ungehindert ihrer Gier zu frönen und atmen dann eben in Key Biscayne oder sonstwo anderen Menschen die Luft weg ...

So what?


:icon_wink:

Viele Unternehmer haben das Land verlassen,weil es schlicht und ergreifend nicht mehr möglich war,den Betrieb aufrecht zu erhalten.Wer nicht weiss,ob er für 1 oder 3 Stunden oder überhaupt keinen Strom am Tag hat,der wird irgendwann aufhören zu produzieren.

Warum liegt ein Land,mit den Zweitgrößten Erdölreserven der Welt im Pro Kopf Einkommen nicht auf der Höhe von Kuwait,Saudi Arabien,Brunei,sondern auf dem 61.Platz mit gerade 11 000 $ ?
 
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ExitUser0090

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Ui, da haben die NeoCons hier im Forum ja richtig Schaum vorm Mund.
 

sixthsense

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@Sinuhe

Immerhin hat er die Eier gehabt, nicht den Kriechköter der Banken und der U.S. zu sein. Solche couragierten Politiker braucht die Welt.

Ist schon klar dass das Dir auch wieder bitter aufstößt.
 

tarantel

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Irans Staatschef Ahmadinedschad stellt Chávez auf eine Stufe mit Jesus, na dann man zu .
 
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Redwing

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AW: Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist tot - aber nicht der Mythos!

Ich wollte Elostan noch länger als fast ein halbes Jahr mit Abwesenheit strafen und erst kurz vor der Wahl zurückkehren, nach diesem unglaublichen Zwischenfall im September, doch der internationale GAU jetzt zwingt mich zur vorzeitigen Rückkehr. Wobei es bei den üblichen sporadischen Operationen bleiben wird. Aber ich sehe es auch gar nicht ein, diesen einst sozialen, revolutionären, systemkritischen Hort dem bezahlten und unbezahlten Unterwandererpack aus der system-/rechtspopulistischen Propagandaecke zu überlassen. Und wenn einer meint, besagtes Pack decken zu müssen, dann hat er ein Problem mit dem Redwing... :cool:

Hugo Chavez ist von uns gegangen; mit Entsetzen nahm ich dies gestern im Videotext zur Kenntnis und wäre am liebsten gleich in den Krieg gezogen. Z.B. gegen all jene erbärmlichen Heuchler der kapitalistischen Politik weltweit, die jetzt rumsülzen und sich insgeheim eins lachen. Elendige Yuppies wie Pesterwelle etwa, der Freiheit vom Umfang des Geldbeutels abhängig macht wie etwa ein Gauck, aber auch kapitalistische Pestbeulen inoffiziellerer Art, die ganz unverhohlen ihr Gift versprühen.
Ich hielt Chavez für den derzeit aussichtsreichsten bekannteren Politiker weltweit (den ich kenne), gleich nach Evo Morales. Und genau wie Evo Morales und Bolivien, so muß Venezuela jetzt konsequent am Ball bleiben und den Sozialismus des 21. Jahrhunderts weiter vorantreiben und ausbauen. Denn es braucht eine Alternative zum paradoxen, kannibalistischen und sozialdarwinistischen Wirtschaftsfaschismus des Kapitalismus - jener Diktatur der reichen Minderheit. Dieses kranke System, das sich meist "Demokratie" zu nennen wagt ("Volksherrschaft"), aber keineswegs daran gebunden ist, und wo letztlich auch nur eine kleine Minderheit profitiert - eine Minderheit, die alle Schaltstellen inklusive der Medien durchsetzt -, animiert national wie global zum lebensvermiesenden Dumpingwettrennen, denn "Wettbewerbsvorteil"/"Standortvorteil" ist geringer Anspruch. Und so geht es mit der Abwärtsspirale der Lebensqualität für die Massen denn immer weiter, nur damit eine reiche Minderheit nicht zugunsten der Allgemeinheit zurückstecken muß und weiter ihren Überfluß ausbauen kann - und damit die globale Wirtschaftsmafia zufrieden rülpst und ihre Jagdreviere hat. Die Völker werden für die Wirtschaft unterworfen, und wer nicht irgendwie als robotoide Ressource verwertet werden kann, der landet zunehmend auf dem Müllhaufen. Chavez und Morales aber haben begriffen, daß die Wirtschaft für das Volk dazusein hat - genau wie die Politik! Daß sie die Bedürfnisse der Massen zu befriedigen hat und nicht umgedreht! Und da eine Privatwirtschaft - gemäß ihrer BWL-Sektiererdoktrin - Profitmaximierung um jeden Preis ganz oben auf der Agenda hat, kann dabei im großen Ganzen auch nichts Gutes bei herauskommen - wie wir immer wieder sehen. Die Gefälle erreichen wieder Extremstausmaße (wobei der Prozeß längst noch nicht abgeschlossen ist), und so zieht die konsumabhängige Marktwirtschaft sich einmal mehr selbst den Boden unter den Füßen weg. Der Kollaps steht bevor, doch während so viele ratlos rumeiern und keine echte Alternative in Erwägung zu ziehen wagen - oder ganz bewußt das Raubtiersystem möglichst lange auf Kosten der Massen künstlich am Leben halten wollen -, bot, nein bietet Chavez uns tatsächlich eine Alternative. Und das ist Vorbild für die ganze Welt - eine Leuchtfeuer für all jene, die sich dem kurzsichtigen Totsparerdiktat und der verkappten Wirtschaftsdiktatur nicht unterwerfen wollen und noch Ansprüche ans Leben stellen.
Doch so strahlend, idealistisch und charismatisch der großartige Commandante auch war; es besteht, wie auch in Kuba, eine gewisse Gefahr, wenn eine gute Sache zu sehr an eine einzelne Person geknüpft ist. Von daher hoffe ich, es finden sich neue würdige Commandantes und das Volk sieht dieses edle Projekt mit Chavez nicht sterben. Es schuldet Chavez, diesen großartigen Traum weiter zu verfolgen - und schuldet es sich selbst. Doch muß man dabei auch auf Feinde von innen achten, muß darauf achten, daß sich nicht rückgratlose Umfaller in Venezuelas Regierung hinstellen und nur so tun, als würden sie Chavez' Idee weiter verfolgen. Kurzum: Wir müssen aufpassen, daß sich keine "Sozialdemokraten" in Venezuela einschleichen... ;-) Wir brauchen Konsequenz und kein konspiratives Umfallertum!

So, erst im Herbst schrieb ich voller Freude einen Text anläßlich der erwartungsgemäßen Wiederwahl des großen Chavez. Ich werde das hier mal hinübertragen, denn dort steht auch noch mal, was es braucht und was es nicht braucht. Und es braucht eine Alternative zu diesem x-fach gescheiterten, archaischen Egomanensystem namens Kapitalismus mit all seinen Unrechtsstaaten.

Der Text:

So sehet doch; es hat sich Großartiges ereignet:

(Der Link funzte nicht mehr)

Die westlichen Medien wollten ein Kopf-an-Kopf-Rennen gesehen haben, doch im Grunde bestand nie ein Zweifel, daß Chavez sich auch diesmal der klaren Mehrheit des durch ihn befreiten Volkes sicher sein kann. Und so wird er für weitere Jahre leuchtendes Vorbild für eine kriselnde Welt, in der sich an allen Enden und Ecken der Kapitalismus seinem üblichen, alle paar Dekaden kommenden Ende nähert, sein und den revolutionären Umbau in Venezuela vorantreiben können. Chavez und auch Morales in Bolivien haben begriffen, daß man sich diesem bösartigen, disfunktionalen, bloß einer reichen Minderheit dienenden System nicht anpaßt, sondern echte Alternativen schaffen muß. Konsequent wie ein Redwing (na ja, fast) setzen sie diese Volksbefreiungsagenda um, bauen Gefälle ab und machen sich, gleich Kuba, unabhängiger von der Weltmarktdumpingmafia, die alle Länder gegeneinander ausspielen will. Während überall die bankrotten kapitalistischen Staaten umgehen wie die Sheriffs von Nottingham, um ihre klammen Kassen so kurzsichtig wie kurzfristig mit den letzten aus der Masse des Volkes gepreßten oder auf deren Kosten ersparten Cents zu stopfen, da man die reiche Minderheit und die im Hintergrund herrschende Wirtschaftslobby ja nicht antasten will, wurde in Venezuela konsequent verstaatlicht. Gelder, die früher primär in die Taschen gieriger Auslandsinvestoren und lokaler Bonzen flossen, fließen nun direkt ins einst so sehr verarmte Volk. So daß es wenigstens für grundlegende Dinge reicht - in kapitalistischen Staaten zunehmend in Frage gestellt - und gewisse Perspektiven ermöglicht. Ein sozialer Staat muß die Kontrolle über die Wirtschaftsmafia übernehmen, die ihrer Verantwortung und ihrer Versorgungsaufgabe gegenüber dem Volk ganz offenkundig von sich aus nicht gerecht wird. Es geht ihr um Profitmaximierung um jeden Preis - gemäß der Adam Smitschen, neoliberalen Marktsektiererei -, und nicht um Volksversorgung und erträgliche, gerechte Arbeitsplätze. Und deshalb wird im Neosozialismus die Wirtschaft dem Volke unterworfen und nicht umgekehrt. Privatwirtschaft funktioniert nicht - da muß man sich nur einmal mehr umsehen. Gefälle weiten sich mit exponentialer Geschwindigkeit aus in der kapitalistischen Krisenwelt und rauben den Massen die systemnotwendige Konsumkraft, während in Venezuela und Bolivien der Karren allmählich durch restabilisierenden Gefälleabbau und eine Rückgewinnung der Staatssouveränität aus dem Dreck gezogen wird. Vor Chavez war die Exkrement am dampfen, doch allmählich wird es besser, wenngleich man angesichts der kapitalistischen Katastrophe und der Massenarmut zuvor natürlich keine Wunder von heut auf morgen erwarten darf. Doch sieht man sich die sozialdarwinistischen Wirtschaftsfaschoregime in Lateinamerika so an oder frühere Zustände in Venezuela und Bolivien, so weiß jeder dieser Landsleute, was er an einem Chavez oder Morales hat. Und so wurde denn auch abermals entschieden. Der Verräter, der, nach dem schäbigen, us-kriechenden "Sozialdemokraten"-Vorbild aus Brasilien, den Kapitalismus wieder einen miefenden Stinkefuß in die Tür bekommen lassen wollte und den Status der echten Alternative in Venezuela zu verwaschen suchte, hat eine bittere Niederlage erlitten. Das konspirative Yuppietum hatte keine Chance in dem Land und wird es auch in Zukunft nicht. Denn der Kaputtalismus ist ein x-fach gescheitertes Auslaufmodell und der Weg des Chavez eine treffsichere Antwort darauf. Immer mehr kapitalistische Regime werden fallen und nicht der wegweisende Neosozialismus des Hugo Chavez - eines der vielversprechendsten Politiker weltweit derzeit, wie ich denke. Und ich könnte heulen, wenn ich sehe, wie sich Venezuela und Co. mit idealistischen, vorausdenkenden, volksnahen Politikern fit für die Zukunft machen, während wir und andere Länder immer weiter in den neoliberalen, wirtschaftsfaschistischen Sumpf geführt werden von armseligen, kurzsichtigen Wirtschaftsmarionetten a la Merkel! In Venezuela und Co. müssen ein paar, die zuviel haben, zurückstecken, damit es den Massen besser geht, im Endstadiumskapitalismus dagegen läuft es genau andersrum.

Congratulations, Mr. President - wen interessieren eigentlich die implodierenden USA?

Klar,schuld sind natürlich die Medien.
Was hat Chávez aus dem Land gemacht,in dem die Bevölkerung eigentlich genauso Reich sein könnte,wie in den Golf Staaten.

Ach, und warum war sie es dann VOR Chavez nicht und wurden große Bevölkerungsgruppen vom Nötigsten ausgeschlossen, du Honk!? Gab es da noch kein Öl? Oh doch, und die ausländischen Konzerne, welche diese Rohstoffe ausgebeutet und das Gros des Gewinnes außer Landes geschafft haben, anstatt es der breiten Masse der Bevölkerung zukommen zu lassen. Was Einheimische angeht, haben vielleicht ein paar Lokalraffkes profitiert; das wars.

Und was die Kriminalität angeht, so hat dein neoliberaler Freund Calderon in Mexiko z.B. auch nicht grad eine gute Figur gemacht, von den USA ganz zu schweigen, denn Not schafft im Kapitalismus "Kriminalität", also erspare uns deine einseitige Propaganda auf dem Niveau des schwarzgelbbraunen Ladens, bei dem ich dich gerade angemeldet gesehen habe. Manch einer mag Unterwanderer wie dich hier gern sehen - ich aber definitiv nicht, und ich werd weiter gegen euch kämpfen; mit oder ohne den Segen von Elostans Regierung. :icon_cool:

Abschließend erlaube ich mir, angesichts der Tatsache, daß es wieder mal den Falschen erwischt hat, Gandalf zu zitieren: "Viele, die leben, verdienen den Tod, und einige, die tot sind, verdienen das Leben". ... ;-)

Redwing back - tribute to Chavez
 

Sinuhe

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@ Redwing

Warum kommen von Dir und Deinen Genossen im Geist immer persönliche Anpöbeleien statt Fakten?
Natürlich hat die breite Bevölkerung vor Chávez auch nicht viel vom Ölreichtum gehabt.
Aber Chávez war angetreten das zu ändern,dazu hatte er fast 1 1/2 Jahrzehnte Zeit gehabt und was ist daraus geworden?

Und Fingerzeige zu anderen Ländern wie Mexico sind ebenfalls wenig Hilfreich,es geht nicht um Mexico oder die USA,es geht hier alleine um Venezuela,das in Korruption und Kriminalität versinkt,trotz Chávez,der dem Volk eigentlich etwas ganz anderes versprochen hatte.
Wie heisst es so schön?An ihren Taten soll man sie messen.

Aber es war schon immer so,dass es Menschen gibt,die nur sehen,was sie sehen wollen und alles andere verdrängen.
Wie viele Italiener,die immer wieder einen Berlusconi wählen.Selektives Wahrnehmen ist nunmal eine menschliche Eigenart.
 
R

Redwing

Gast
Warum kommen von Dir und Deinen Genossen im Geist immer persönliche Anpöbeleien statt Fakten?

Das Eine schließt das Andere bei mir keineswegs aus, aber ab und an muß ja auch mal etwas Befriedigung in Justitias Namen sein. ;-)

Natürlich hat die breite Bevölkerung vor Chávez auch nicht viel vom Ölreichtum gehabt.

Sie hatte WENIGER davon - insbesondere die ganzen Armen.

Aber Chávez war angetreten das zu ändern,dazu hatte er fast 1 1/2 Jahrzehnte Zeit gehabt und was ist daraus geworden?

Was meinst du wohl, warum er immer wieder gewählt wurde und solch einen Rückhalt in der Bevölkerung hat? Weil er "versagt" hat? Na, sicher doch. :icon_cool: Daß man, angesichts des früheren Zustandes von Venezuela (und das gilt auch für andere Länder), nicht sofort ein glänzendes Utopia herbeizaubern kann, ist klar, aber das entwickelt sich langsam. Früher wurde den Ärmsten gar Nahrung verweigert, Chavez aber sorgte u.a. dafür, daß dies nicht mehr geschieht und die Supermärkte solch eine Selbstverständlichkeit nicht zu verweigern haben.
Ein Fehler meines Erachtens - das mögen mitunter auch Linke anders sehen - war es, daß er nur eine Teilverstaatlichung betrieb und erst peu a peu mehr dazukam; ICH würde ALLES verstaatlichen. Denn sowie die Raffkes ausscheren können bzw. sowie wieder Profitmaximierung oben steht, wird es fragil und entstehen Abhängigkeiten des Volksstaates von der Wirtschaft.

...
Wie heisst es so schön?An ihren Taten soll man sie messen.

Wie gesagt: Hat das Volk immer wieder an den Wahlurnen... :icon_cool:

Aber es war schon immer so,dass es Menschen gibt,die nur sehen,was sie sehen wollen und alles andere verdrängen.

Ja, du zum Beispiel.

Wie viele Italiener,die immer wieder einen Berlusconi wählen.Selektives Wahrnehmen ist nunmal eine menschliche Eigenart.

Im Kapitalismus ist Geld mit Macht und Einfluß gleichzusetzen, und der Duce II bringt auch gleich noch sein eigenes Propagandaimperium mit. Dennoch sollte die gefühlte Realität die Mehrheit der Italiener eigentlich so langsam mal aufwachen lassen - aber das gilt auch für Griechenland, Deutschland, USA und Co.

Redwing over - hasta la victoria siempre
 

Sinuhe

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Was meinst du wohl, warum er immer wieder gewählt wurde und solch einen Rückhalt in der Bevölkerung hat?


Wie war das noch?

Während seiner Regierungszeit errichtete Stalin eine totalitäre Diktatur, ließ im Rahmen politischer „Säuberungen“ mehrere Millionen vermeintliche und tatsächliche Gegner verhaften, in Schau- und Geheimprozessen zu Zwangsarbeit verurteilen oder hinrichten sowie Millionen weiterer Sowjetbürger und ganze Volksgruppen besetzter Gebiete in Gulag-Strafarbeitslager deportieren. Viele wurden dort ermordet oder kamen durch die unmenschlichen Bedingungen ums Leben.

Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion wirkt die jahrzehntelange Glorifizierung Stalins durch einen in der sowjetischen Geschichte einzigartigen Personenkult bis heute nach. Nach Stalins Tod leitete sein Nachfolger Nikita Chruschtschow eine für sowjetische Verhältnisse ungewöhnlich offene und scharfe öffentliche Abrechnung mit Stalins Person und Wirken, eine „Entstalinisierung“ ein. Dies wurde von späteren Regierungen nicht fortgeführt und teilweise sogar zurückgenommen. Im Jahr 2009 ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes WZIOM zur Einstellung der Befragten zu Stalin: 37 % positiv, 28 % egal, 24 % negativ.
Josef Stalin

Und die DDR Volkskammer wurde ja auch immer mit über 99 % wiedergewählt.
 

olivera

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....Warum liegt ein Land,mit den Zweitgrößten Erdölreserven der Welt im Pro Kopf Einkommen nicht auf der Höhe von Kuwait,Saudi Arabien,Brunei,sondern auf dem 61.Platz mit gerade 11 000 $ ?

Fakten? - aus wikipedia:

Saudi-Arabien mit ähnlich großer Bevölkerung (~30 Mio. EW): ca 3-fache Ölfördermenge wie Venezuela (Das Erdöl von Venezuela stammt vor allem aus dem Orinoco-Gebiet, gegenüber dem leichter gewinnbaren saudischen Erdöl muss das venezolanische Öl auch stärker verarbeitet werden), und trotzdem nur doppeltem BIP (20.000$)

Kuwait: 31.482 US$

Brunei: 36.584 US$

& for good measure Katar: 98.329 USD (warum die Saudis da nicht mithalten...? tss..)

...es geht hier alleine um Venezuela...
- schon klar, hattest nur eben gefragt :icon_kinn:
 

hemmi

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Er ruhe in Frieden.
Für eines bewundere ich ihn, er hat die US Konzerne aus dem Land gejagt, und die beherrschen die kapitalfaschistische Presse ala Blöd.
Wäre der 11. September nicht passiert wäre Schorsch Dabbelju wohl in Venezuela einmarschiert.:icon_sad:
 

sixthsense

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Personenkult Chavez

Wahlbetrug Chavez


Noch Fragen?

Gibt es dafür irgendwelche stichhaltigen Beweise - abgesehen von irgendwelchen westlichen Propagandabehauptungen? Wenn ja, durch welche Institution wurde der Wahlbetrug wie und wann festgestellt?

Ansonsten ist diese Behauptung ganz klar als VERSCHWÖRUNGSTHEORIE anzusprechen. :cool: Hierzulande kennt man sich mit Wahlbetrug ja aus (vgl. BVerfG, Urt. v. 25.07.2012, 2 BvF 3/11, 2 BvR 2670/11, 2 BvE 9/11)
 
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