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vbw und Staatsministerin Haderthauer: Arbeitsmarkt von Fesseln befreien

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#1
Brossardt erteilt Verlängerung der Altersteilzeit eine Absage

(lifepr) München, 27.07.2009 - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. sieht den deutschen Arbeitsmarkt in einem Spannungsfeld zwischen hoher Arbeitslosigkeit und drohendem Fachkräftemangel. Daher fordert sie, den Arbeitsmarkt zu entfesseln, um die Folgen der Rezession abzumildern. vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte auf dem vbw-Kongress "Deutschland hat Zukunft! Den Arbeitsmarkt entfesseln": "Der Faktor Arbeit ist finanziell zu stark belastet und senkt den Anreiz für Unternehmen, Arbeitsplätze einzurichten. Vorrangiges Ziel der nächsten Bundesregierung muss daher sein, die Sozialversicherungsquote wieder deutlich unter die 40-Prozent-Marke zu drücken." Der einzig sinnvolle Weg dorthin bestehe in einer Abkopplung der Sozialversicherungsbeiträge vom Lohn. Bei der Krankenversicherung habe die vbw deshalb den regionalen Gesundheitskombi entwickelt. "Dieser ist aber nur ein Zwischenschritt hin zu einem echten Pauschalprämienmodell ohne Gesundheitsfonds".

Der von Bundesarbeitsminister Scholz vorgeschlagenen Verlängerung der Altersteilzeit erteilte Brossardt eine Absage: "Die Verlängerung einer von der Bundesagentur geförderten Altersteilzeit wäre nicht finanzierbar und zudem ordnungspolitisch falsch. In Zeiten demografischen Wandels und wachsenden Fachkräftebedarfs sind Frühverrentungsanreize das falsche Signal." Auch eine Änderung beim Hartz IV-Schonvermögen lehnte Brossardt ab: "Das Arbeitslosengeld II ist eine staatliche Fürsorgeleistung, die sich nach der Bedürftigkeit des Einzelnen richtet. Schon heute werden durch Freibeträge große Teile der Altersvorsorge aus dem anrechenbaren Vermögen ausgeblendet. Eine weitere Verwässerung dieses Prinzips durch erweiterte Ausnahmen führt zu Missbrauch und stellt das Konzept des Fördern und Forderns in Frage."

Auch im Arbeitsrecht sieht Brossardt Handlungsbedarf: So müsse die sachgrundlose Befristung eines Arbeitsverhältnisses bis zur Dauer von fünf Jahren möglich sein und das Kündigungsschutzrecht Beschäftigungsaufbau und sozialen Schutz in Einklang bringen.
vbw und Staatsministerin Haderthauer: Arbeitsmarkt von Fesseln befreien

Wie die Unternehmer das "Abkoppeln der Sozialversicherungsbeiträge" sehen, sah man schon länger, der Arbeitnehmer hat die Kosten alleine zu übernehmen.

Eine "sachgrundlose Befristung" ist auch alles andere als "Sozial" und ansonsten wird hier wieder versucht, das "Hire and Fire" Prinzip einzuführen.
 

pinguin

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#2
Der einzig sinnvolle Weg dorthin bestehe in einer Abkopplung der Sozialversicherungsbeiträge vom Lohn.
Negativ; das wird nicht passieren, weil dann auf den Staat noch mehr Kosten zurollen.

So müsse die sachgrundlose Befristung eines Arbeitsverhältnisses bis zur Dauer von fünf Jahren möglich sein.
Negativ; es sei denn, Mitarbeiter wünschen dieses ausdrücklich. Für jede Befristung, die von der Firma ausgeht und das bereits geltende Maß übersteigt, ist eine Kaution an den Staat zu leisten. Befristungen oder Mehrfachbefristungen sind zu erschweren.

ciao
pinguin
 
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  Th.Starter/in  
#3
Negativ; das wird nicht passieren, weil dann auf den Staat noch mehr Kosten zurollen.

Aber positiv für die AG.

Negativ; es sei denn, Mitarbeiter wünschen dieses ausdrücklich. Für jede Befristung, die von der Firma ausgeht und das bereits geltende Maß übersteigt, ist eine Kaution an den Staat zu leisten. Befristungen oder Mehrfachbefristungen sind zu erschweren.

ciao
pinguin
Bei befristeten Verträgen kann man besser mit der Angst der AN spielen, denn wenn die sich mehr so anstrengen, wie es der AG haben will, gibt es eben keine Verlängerung. Also auch wieder Positiv für die AG und die ungehinderte Ausbeutung der AN wird politisch (und gesetzlich) eingeführt.
 

Bienchen

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#4
in diesem Land hier wundert mich gar nichts mehr.

Die Arbeitgeber und deren Verbände wollen nur immer reicher werden und das Volk bis auf's Blut ausbeuten.

Dass hier was total schief läuft, sieht ein Blinder. Aber die Steuerzahler, welche ebenfalls blind und wahrscheinlich auch noch dazu taub sind, bekommen es nicht mit.

Schon jetzt unterstützt der Steuerzahler das Vorgehen der Politiker und Arbeitgeber.
Die Arbeitgeber zahlen nur Minilöhne und deshalb muss mit Hartz IV augestockt werden. Und woher kommt das Geld zum Aufstocken?? Genau, vom Steuerzahler. Aber genau dieser Steuerzahler, welcher jetzt noch Steuern zahlt, kann sehr schnell in ebenfalls so eine Situation kommen.
Praktisch beutet die eigene Bevölkerung ihre Landsleute aus. So etwas ist nur noch zum :icon_kotz2:

Wenn aber die Löhne so weit sinken, dass kaum noch einer Steuern zahlt, wird entweder die Grenze für die Steuern weiter gesenkt oder es gibt keine Aufstockbeträge mehr. Dann ist die Zeit gekommen für die Unterbringung der Menschen in Massenunterkünften (Buchenw.... lässt grüßen), wo sie nur zum Arbeiten noch heraus dürfen.

In diesem Land kann einem schon Angst und Bange werden. Wenn ich dann noch den Hosenanzug sehe, welcher für die Verschlimmerung der Lage eine große Verantwortung trägt und den Menschen noch dazu ins Gesicht grinst, kann sie nur froh sein, dass ich ihr nicht mal begegne!!!
 

pinguin

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#5
Bei befristeten Verträgen kann man besser mit der Angst der AN spielen, denn wenn die sich mehr so anstrengen, wie es der AG haben will, gibt es eben keine Verlängerung. Also auch wieder Positiv für die AG und die ungehinderte Ausbeutung der AN wird politisch (und gesetzlich) eingeführt.
Sicher ist Deine Aussage richtig, aber:

1.) befristete Verträge erschweren dem Staat eine reale Langfristeinschätzung über die zu erwartenden Steuer- und Sozialeinnahmen;
2.) firmenseitig befristete Verträge sorgen bei den Mitarbeitern infolge der dadurch unsicheren Zukunft für Ängste, die im Zweifelsfalle auf die Gesundheit schlagen und damit zu einer potentiell größeren Belastung der Krankenkassen führen;
3.) firmenseitig befristete Verträge sorgen gesamtgesellschaftlich für eine stärkere Überalterung der Gesellschaft, denn wem keine vernünftige Zukunftsplanung möglich ist, wird bei außreichender Selbstbeherrschung keine Familie gründen;

Dies sind jetzt nur 3 Beispiele, die jederzeit gegen eine Befristung sprechen; man möge bei diesem Thema doch bedenken, daß auch eine Firma dem gesamtgesellschaftlichen Allgemeinwohl verpflichtet ist.

ciao
pinguin
 
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