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VBFF-Tenus e.V. und kein Ende

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Martin Behrsing

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Gemauschel bei Zusatzjobs? Jetzt wird ermittelt



Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat im Fall möglicher Mauscheleien bei der Beschäftigung von Ein-Euro-Jobbern in Herne die Ermittlungen aufgenommen.


Betroffen ist der Träger VbFF Tenus. Der Verband zur beruflichen Förderung und Fortbildung soll unter anderem für Ein-Euro-Jobber Steuergelder kassiert haben, ohne sie in eine Beschäftigung zu vermitteln (wir berichteten). Nach WAZ-Informationen wurden im Laufe der Woche ehemalige Zusatzjobber zur Zeugenaussage bei der Polizei einbestellt. Die Staatsanwaltschaft wollte aus "ermittlungstechnischen Gründen" gegenüber der WAZ nur bestätigen, dass die Anzeige der Arbeitsagentur gegen Verantwortliche des VbFF eingegangen ist.

Unklar ist, ob VbFF Tenus überhaupt noch tätig ist. Ehemaligen Mitarbeitern zufolge wurde das Büro an der Schüchtermannstraße geschlossen. Eine Aussage, die gegenüber der WAZ gestern erst bestätigt, dann widerrufen wurde. Die Tätigkeit werde reduziert fortgesetzt. Weiterer Bericht: Seite 3

12.08.2005
WAZ

"Wir sind alle vorher geimpft worden"


Mögliche Mauscheleien bei der Beschäftigung von Ein-Euro-Jobbern - "VbFF Tenus" steht weiter unter Druck. Neue Vorwürfe betreffen den Verein in Bochum.

Die WAZ nahm bei ihrer Recherche Kontakt zu einer Frau auf, die bis Juni beim VbFF an der Diekampstraße in Bochum tätig war. Begonnen hatte die Ein-Euro-Jobberin im Dezember - "freiwillig und anfangs mit einem guten Gefühl", sagt sie. Das gute Gefühl habe sich schnell verflüchtigt. Die Frau hatte sich mit dem Träger ihres Zusatzjobs viel Ärger eingehandelt.

Ihre Aussagen decken sich mit dem, was andere Ex-Mitarbeiter und Ein-Euro-Jobber gegenüber der WAZ bereits berichtet hatten. Die Auflistung merkwürdiger Vorgänge in Herne und Bochum füllt inzwischen viele Seiten.

Im Dezember hatte die Bochumerin angefangen. Ihre Aufgabe: im Sekretariat helfen. Tatsächlich habe sie einen Tag nach ihrer "Anstellung" das Büro komplett geschmissen, ohne Einarbeitung. Sie war Sekretärin für eine Projektleiterin und 44 Ein-Euro-Kräfte - bewilligt für Hilfstätigkeiten in der Altenpflege und in Kindergärten. Ihre Vorgängerin, eine Festangestellte, sei tagsdrauf entlassen worden.

Kurze Zeit später gab es erste Unstimmigkeiten mit der Arbeitsagentur. "Wer ist Frau XY", hätte diese gefragt, als sich die Bochumerin regelmäßig am Telefon meldete. Die Agentur schritt ein. Eine Ein-Euro-Jobberin dürfe da nicht alles regeln. Von nun an sollte die Frau nicht mehr ans Telefon, nicht mehr an die Tür. Diesen Job habe dann eine junge Frau erledigt, die aus Duisburg geschickt worden sei. Die Bochumerin habe ihren Dienst fortgesetzt. Ihr Namensschild an der Bürotür sei abmontiert worden.

Auch der Einsatz der 44 Ein-Euro-Kräfte in Altenheimen und Kindergärten habe nicht wie der Agentur gemeldet stattgefunden. "Wir hatten Schwierigkeiten, die Leute unterzubringen", so die Bochumerin. Im Höchstfall seien 36 Zusatzkräfte im Einsatz gewesen, meist weniger. Ein-Euro-Jobber ohne Beschäftigung hätten sich am Computer vergnügt, vor allem im Internet-Chatroom von "Eden City". Die gesetzlich vorgeschriebene Qualifizierung habe nie stattgefunden.

Ebenfalls bemerkenswert: Nach der Berichterstattung der WAZ im Mai über mögliche Mauscheleien beim VbFF in Herne haben Kontrollen an der Diekampstraße stattgefunden - mit zweifelhaftem Erfolg. Bei einem Termin sei der Bochumerin geraten worden, "für anderthalb Stunden in die Stadt zu gehen". Statt in der City umherzuirren, habe sie so lange in einem Treppenhaus gewartet, bis die Überprüfung beendet gewesen sei. "Die Kontrollen waren angemeldet. Wir sind vorher alle geimpft worden", bestätigt eine andere Ex-Angestellte des VbFF.

Drängt sich die Frage auf, warum die neue Bochumer ARGE, das Job-Center von Stadt und Arbeitsagentur, weiter mit dem VbFF zusammenarbeitet? Und warum haben nicht auch die Bochumer Anzeige erstattet? Seit April lagen der Arbeitsagentur Berichte über die angeblichen Unregelmäßigkeiten an der Diekampstraße vor. Eine Ex-Angestellte, die in Gesprächen mit der Agentur ihren Bericht erläutert hatte, wurde eigenen Angaben zufolge als Buhmann hingestellt. "So blöd bin ich lange nicht behandelt worden." Bis heute habe sie weder von ARGE noch von der Arbeitsagentur erneut gehört.

Die Bochumer ARGE-Chefin Susanne Schomburg räumte auf WAZ-Nachfrage Probleme mit VbFF Tenus in der Vergangenheit ein. Aber: "Diese sind abgestellt worden." Bei drei Überprüfungen seien keine weiteren Fehler festgestellt worden. Die letzte Kontrolle fand Schomburg zufolge am 17. Mai statt. " Es gibt keine neuen Erkenntnisse." Eine aktuelle Befragung von Ein-Euro-Jobbern habe zudem ergeben, dass alle zufrieden seien. Entsprechend gebe es auch keinen Anlass für unangemeldete Besuche. "Wir sind nicht die Polizei", so Susanne Schomburg.

Im Laufe dieser Woche hat der VbFF in Bochum neue Ein-Euro-Jobber bewilligt bekommen. Die ARGE will den Träger weiter im Auge behalten. Gebe es neue Erkenntnisse über Unregelmäßigkeiten, so Schomburg, behalte sie sich vor, die Bewilligung sofort zu widerrufen.

12.08.2005 Von Kai Wiedermann
WAZ

Anbei die ganzen Geschichte siehe Anhang
 

vagabund

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Gemauschel bei Zusatzjobs? Jetzt wird ermittelt

Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat im Fall möglicher Mauscheleien bei der Beschäftigung von Ein-Euro-Jobbern in Herne die Ermittlungen aufgenommen.


Betroffen ist der Träger VbFF Tenus. Der Verband zur beruflichen Förderung und Fortbildung soll unter anderem für Ein-Euro-Jobber Steuergelder kassiert haben, ohne sie in eine Beschäftigung zu vermitteln (wir berichteten). Nach WAZ-Informationen wurden im Laufe der Woche ehemalige Zusatzjobber zur Zeugenaussage bei der Polizei einbestellt. Die Staatsanwaltschaft wollte aus "ermittlungstechnischen Gründen" gegenüber der WAZ nur bestätigen, dass die Anzeige der Arbeitsagentur gegen Verantwortliche des VbFF eingegangen ist.

Unklar ist, ob VbFF Tenus überhaupt noch tätig ist. Ehemaligen Mitarbeitern zufolge wurde das Büro an der Schüchtermannstraße geschlossen. Eine Aussage, die gegenüber der WAZ gestern erst bestätigt, dann widerrufen wurde. Die Tätigkeit werde reduziert fortgesetzt. Weiterer Bericht: Seite 3

12.08.2005
Quelle: klick

:daumen: Martin :mrgreen:
 

Heiner Peters

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Wie? Neue Ein-Euro-Jobber für diesen Verein? :dampf:
Das darf ja wohl nicht wahr sein! :uebel: :uebel:
Angemeldete Kontrollen, ja super! Da hätten sie es ja auch gleich bleiben lassen können. :kratz: :laber: :party:
Vielleicht kommt jetzt mehr raus, wenn die Staatsanwaltschaft da ermittelt. Obwohl, so ganz viel Hoffnung hab ich da auch nicht.
 

Martin Behrsing

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Leider ist so etwas die traurige Realität. Naja, vielleicht gibt es ja morgen abend nach der Frontalsendung ein Umdenken bei der Bochumer Arbeitsagentur. Viel Hoffnung habe ich aber nicht, weil die ein sehr, sehr dickes Fell haben. Die waren letztes Jahr schon mal mit Report dick in den Schlagzeilen.
 

Heiner Peters

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Nur eines leuchtet mir nicht ein, einerseits vegibt die Arbeitsagentur Bochum an Tenus neue EEJ, andererseits ermittelt der Staatsanwalt in Bochum gegen diesen Verein. Auf Anzeige der Regionaldirektion. Wie passt das zusammen?
 

vagabund

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Tja die ARGE Bochum meint, wenn ein EEJ einmal genehmigt ist, ist er auch rechtmäßig. :motz:
Da können dann auch neue EEJobber vermittelt werden.
Da kann man nachweisen und begründen, dass die Zuweisung und der EEJ rechtswidrig ist - die halten daran fest "die Maßnahme ist doch bewilligt". :kratz:
 
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 Eine aktuelle Befragung von Ein-Euro-Jobbern habe zudem ergeben, dass alle zufrieden seien. Entsprechend gebe es auch keinen Anlass für unangemeldete Besuche. "Wir sind nicht die Polizei", so Susanne Schomburg.
Ach, haben die jetzt keinen Außendienst mehr, der kontrolliert? Oder ist der zu sehr damit beschäftigt, in anderer Leute Betten rumzuschnüffeln? :motz:

Auf alle Fälle sitze ich heute um 21.00 Uhr vor meinem Fernseher.
 

Martin Behrsing

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Trägergeflecht macht Ermittlern den Durchblick schwer

Trägergeflecht macht Ermittlern den Durchblick schwer


Berufliche Bildung und Qualifizierung finden oft in einem Dschungel von Firmengeflechten statt. Das macht den Ermittlern - auch im Falle VbFF - die Arbeit schwer.


In der Ein-Euro-Zone gibt es reichlich Vorwürfe gegen einen Träger von "Arbeitsgelegenheiten": Bochumer VdFF weist Verbindung zurück Bei den Vorwürfen gegen den VbFF-Tenus (Herne) geht es unter anderem um Zweckentfremdung von Ein-Euro-Jobbern: Die Rede ist vom Einsatz der eigentlich Qualifizierungsbedürftigen als Akquisiteure von neuen Ein-Euro-Jobs oder als Dozenten. Auch seien im Höchstfall 36 der 44 Zusatzkräfte im Einsatz gewesen - meist weniger.

Eine ehemalige Sekretärin versicherte gegenüber der Bochumer Arbeitsagentur, die Betreuung der Ein-Euro-Jobber stecke voller Mängel. So finde keine Eignungsfeststellung statt und gebe es keine qualifizierte pädagogische und psychosoziale Begleitung. Zuletzt - so die Sekretärin - sei sie "zusammen mit zwei Praktikanten, einer Auszubildenden und einer Ein-Euro-Jobberin in Bochum allein für sämtliche Vorgänge verantwortlich" gewesen.

Die Bochumer Arge bestätigte gestern auf WAZ-Anfrage: "Die uns vorgelegten Anträge zur Bewilligung von Arbeitsgelegenheiten wurden vom Träger ,Verein zur beruflichen Förderung von Frauen in NRW e.V.´ gestellt."

"Seit Beginn der Zusammenarbeit mit dem Träger Ende des letzten Jahres" - so die Arge weiter - "wurden 22 Plätze im Bereich Erziehung (u.a. in Zusammenarbeit mit Elterninitiativen) und 22 Plätze im Bereich der Seniorenbetreuung (in Zusammenarbeit mit Seniorenzentren und ambulanter Krankenpflege) bewilligt. Im Bewilligungsverfahren befinden sich 13 Plätze in der Seniorenbetreuung sowei 11 Plätze in der unterstützenden Kinder- und Jugendarbeit (Einsatzorte: Bochumer Primar- und Realschulen)."

Die Ex-Sekretärin versichert jedoch, ihren Arbeitsvertrag mit dem VbFF-Tenus (Sitz in Herne) geschlossen zu haben. Zwar habe sie in der Diekampstraße gearbeitet, ihre Vorgesetzte sei allerdings in Herne tätig.

Sofern es sich um dasselbe Maßnahmen-Paket handelt, müsste die Verflechtung zwischen dem VbFF-Tenus in Herne und dem VbFF NRW in Bochum weit enger sein, als man einzuräumen bereit ist. In Herne firmieren unter derselben Adresse wie VbFF-Tenus (Schüchtermannstraße) eine weitere "Tenus GmbH", die "Frauen IT-Akademie" oder die "Bildungsakademie Tenus". Meist ist als Geschäftsführerin Pera Jordeva benannt.

"Tenus" sei lediglich als Kooperationspartner für eine größere Maßnahme benannt worden, die dann nicht stattgefunden habe, versichert VbFF-NRW-Vorsitzende Angelika Ließ. Jordeva allerdings sei Mitglied im Bochumer VbFF - und habe in diesem Jahr "längere Zeit ehrenamtlich für uns etwas getan". Freilich unterhält der VbFF NRW auch ein Regionalbüro in Herne. Klar - in der Schüchtermannstraße.


16.08.2005 Von Kai Wiedermann und Tom Jost
WAZ 16.08.2005
 

Dragon

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Hier mal ein paar dieser Firmen. Interessantweise sind davon die meisten nicht mehr zu finden und alle Inhalte von der Tenus seite entfernt.
Ich habe das mal zurückverfolgt und auch bei der denic rechechiert. Verantworlicher admin c ist interessantweise meist die tenus bzw. deren chefin.

Webdesign

www.aka-bb.de
www.aka-tkt.de
www.aqtiv-bz.de
www.aqtiv-dls.de
www.bfs-tenus.de
www.bildungsakademie-tenus.de
www.fit-aka.de
www.giz-ruhr.de
www.hit-akademie.de
www.ma-bochum.de
www.ma-herne.de
www.tenus.de
www.vbff.de
www.vbff-tenus.de
 

vagabund

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Barney schrieb:
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 Eine aktuelle Befragung von Ein-Euro-Jobbern habe zudem ergeben, dass alle zufrieden seien. Entsprechend gebe es auch keinen Anlass für unangemeldete Besuche. "Wir sind nicht die Polizei", so Susanne Schomburg.
...
:motz: Und warum klagen dann Ein-Euro-Jobber gegen die ARGE Bochum, wenn sie soooo zufrieden sind, Frau Schomburg? :pfeiff:
 
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Hallo Ihr Lieben,
habe heute bei der Kripo in Herne meine Aussage gegen die Tenus gemacht. Mal sehen, was dabei rauskommt.
Gruß elmake
 

Martin Behrsing

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Ermittlungen wegen Betrugs mit Ein-Euro-Jobs

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Ermittlungen wegen Betrugs mit Ein-Euro-Jobs

Bochum · Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt wegen Betrugs mit Ein-Euro-Jobs. Dem Verband zur beruflichen Förderung und Fortbildung (VbFF) "Tenus" in Herne werde vorgeworfen, von der Agentur für Arbeit öffentliche Mittel zur Förderung von Ein-Euro-Jobs widerrechtlich erlangt zu haben, sagte Staatsanwalt Wolfgang Dörsch am Mittwoch. Die Qualifizierungsbedürftigen sollen etwa als Dozenten für weitere Ein-Euro-Jobber eingesetzt worden sein. Gemeinnützige Aufgaben seien nicht wie vorgeschrieben erfüllt worden.

Die Ermittlungen erstrecken sich laut Staatsanwaltschaft auch auf Fälle in Bochum. Die Agentur für Arbeit in Bochum, zu der auch der Bezirk Herne gehört, bestätigte, dass Strafanzeige gestellt worden ist. Die VbFF-Tenus stehe "peinlich genau auf dem Prüfstand", sagte ein Sprecher. Sollte sich herausstellen, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht möglich sei, werde diese eingestellt. Die VbFF-Tenus verweigerte eine Stellungnahme. Das Erwerbslosen Forum Deutschland in Bonn wirft der Bochumer Agentur vor, schon lange von dem "Betrug" gewusst, jedoch nicht gehandelt zu haben. "Der Fall in Herne ist kein Einzelfall", sagte Martin Behrsing vom Forum
http://www.f-r.de/ressorts/nachrichten_und_politik/nachrichten/?cnt=713167&
http://www.elo-forum.org/pr.htm
 

vagabund

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Kann man Strafanzeige nur stellen, wenn man selber betroffen ist oder auch wenn man "nur" Kenntnis eines solchen Mißbrauchs bei EEJs hat?
 

Martin Behrsing

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Man kann (und ist bei Bekanntwerden einer Straftat sogar verpflichtet) selber eine Strafanzeige stellen. Allerdings müssen dafür eindeutige Beweise vorliegen, sonst kann man nämlich wegen Geschäftsschädigung und Verleumdung drann kommen. Alos so etw3as sollte 100% dicht sein.
 

Martin Behrsing

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Selbst dem Justizportal NRW ist der Fall eine Meldung wert

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs mit Ein-Euro-Jobs



Mittwoch, 17. August 2005 16.05 Uhr


Bochum (dpa/lnw) - Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt wegen Betrugs mit Ein-Euro-Jobs. Dem Verband zur beruflichen Förderung und Fortbildung (VbFF) «Tenus» in Herne werde vorgeworfen, von der Agentur für Arbeit öffentliche Mittel zur Förderung von Ein-Euro-Jobs widerrechtlich erlangt zu haben, sagte Staatsanwalt Wolfgang Dörsch am Mittwoch. Die Qualifizierungsbedürftigen sollen etwa als Dozenten für weitere Ein-Euro-Jobber eingesetzt worden sein. Auch seien keine gemeinnützigen Aufgaben wie vorgeschrieben erfüllt worden. Statt Hilfe bei Hausaufgaben zu leisten, seien die Arbeitslosen anderweitig beschäftigt worden.
http://www.justiz.nrw.de/IndexSeite/Presse/dpa_ticker/DPA_18082.html
 
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