Vage Umzugsgedanken - überhaupt Chance auf Hilfe? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Albimann

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Schönes Wochenende zusammen. Vielleicht denk ihr gleich: Was ein Spinner, aber ich möchte dennoch kurz meine Idee vorstellen.
Ich bin seit geraumer Zeit ALG2-Empfänger, habe hier aber (NRW) dank einer freundlichen SB in Sachen Jobs ein paar gute Schritte getan. Eine Weiterbildung erfolgreich absolviert, ein anderes Eisen noch im Feuer. Zudme eine weitere Weiterbildug angefangen, die ich selbst zahlen muss. (noch 900 Euro) ABER: Alles wäre letztlich eine selbständige Tätigkeit, ein Jobangebot wäre in diesen Branchen ein 6er im Lotto. Hilfe für den Einstieg in die Selbständigkeit hat mir meine SB auch angeboten (IHK, Experten in Rente).
Jetzt aber mein Problem: Ich leide seit einiger Zeit an Depressionen, hatte zuletzt Pech mit meinem Therapeuten, der aus persönlichen Gründen die Behandlung abbrechen musste. Wir hatten allerdings bereits herausgearbeitet, dass ich in meiner Heimatstadt nicht glücklich werde. Familiär bedingt, andere Ursachen, hier fühle ich mich gehemmt und bin unglücklich hier.
Auch aufgrund einer Atemwegserkrankung spiele ich schon länger mit dem Gedanken, in den Norden Deutschlands zu ziehen (Küste). Aber ist das überhaupt möglich bei mir? In einigen Richtlinien habe ich gelesen, dass z.B. erhebliche Mängel einer Wohnung einen Umzug rechtfertigen. Bei mir tropft es rein, es schimmelig und ist kalt. Da ich selber Eigentümer dieses Mini-Hauses bin, könnt ihr euch vorstellen, dass ich mit ALG2 kaum etwas ansparen kann, um Sanierungskosten zu zahlen. Aber reicht das auch für einen Umzug in andere Bundesländer? Von NRW nach Niedersachsen wären es ca. 350 km.
Gesunde Menschen denken sicher: Was ein Dummbeutel. Ich selbst sage aber: Mich bedrückt hier alles. Ich würd am liebsten morgen losfahren und alles zurücklassen. Hauptsache weg. Nur, wovon zahlen? Ich hab keine Reserven, woher auch? Dass es am neuen Wohnort sofort alles besser würde, das kann ich nicht versprechen. Aber ich weiss, dass es hier nicht besser wird.

So, jetzt hab ich mich wieder verzettelt. Meine Fragen:

- Reichen meine "Gründe" überhaupt für einen Umzug aus?
- Welche Minimalkosten könnten vom JC übernommen werden? Und welches JC wäre das?
- Wie geht sowas überhaupt? Wie findet man eine Wohnung im neuen Wohnort? Werden da Kosten übernommen? Wie kriegt man eine Besichtigung hin?

Wäre nett, wenn ihr mir weiterhelfen könntet. Der fehlende Psychotherapeut macht mich schon irre genug.


Danke!!!!!


Und bitte nicht zu heftig draufhauen. Ich neige dazu, Sachen zu so schreiben, dass sie für mich absolut schlüssig sind, bei anderen aber ganz anders rüberkommen.
 
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Als erstes solltest du mal schauen ob es einen Käufer für dein Haus gibt,dann hättest du schon mal Geld für den Umzug usw.
 

BlackForest

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Don Quichote und die Windmühlen der Bürokratie - wenn du außerhalb deines Kreises ziehen willst mußt du wirklich alles abchecken und auch dann kann es noch sein daß du auf der Straße landest.
 

gizmo

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Hallo und erstmal Herzlich Willkommen.

Du scheinst da mehrere Baustellen zu haben.

Was dein Umzug in den Norden betrifft, hinziehen kannst du wo du willst, solltest nur versuchen das das jetzige JC einen Umzug für angemessen hält.

Jetzt mal zu deinem Haus, hier kannst du Renovierungskosten nach Antrag erhalten.

Du solltest dein Haus zur Alterssichrung(Rente) bestimmen lassen, dann brauchts du es nicht verkaufen.

Zum Umzug bitte mal ein Atest vom Arzt verlangen und dann die Notwendigkeit beim Amtsarzt bestätigen lassen. Dann kann das JC nicht dagegen haben.

Erst aber das Haus im Bestand sichern, ich weis nur das es möglich ist. Kenntnisse wie, kann vielleicht ein anderer Elo was zu sagen.

Hier mal Info:

https://www.elo-forum.org/attachmen...be_-_meine_grundrechte_beim_gang_zum_amt-.pdf

sozialrechtsexperte: Bei Hartz IV - Empfängern können gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 SGB II (in Kraft ab 1. April 2011) als Bedarf für die Unterkunft auch unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur bei selbst bewohntem Wohneigentum im
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Albimann,

ich bin vor 2 Jahren aus gesundheitlichen Gründen von Hessen nach Niedersachsen gezogen. Das Amt benötigt dafür (wie schon geschrieben) ein Attest vom Arzt. Bei mir war es auch wegen Atemwegsproblemen.

Ich habe zwar keine Fahrtkosten für Wohnungsbesichtigungen etc. bekommen, aber ich habe mir immer genau dann, wenn ich hoch musste, ein Vorstellungsgespräch besorgt und diese Kosten dann abgerechnet. Da gabs keine Probleme.

Als ich dann endlich eine Wohnung gefunden hatte, stellte ich Antrag auf Umzugskosten, welcher auch gewährt wurde. D.h. Amt bezahlte mir LKW für den Transport und 50,- € Verpflegungspauschale für meine Helferlein.

Drück dir die Daumen, dass es bei dir auch so reibungslos geht.
 

Albimann

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Erstmal danke für eure Antworten. Und das nicht gleich kam: Aha, ein Spinner, der auf Staatskosten ein Haus am Meer will.

Die Sache mit meinem jetzigen Minihaus - da hatte ich nie in Erwägung gezogen, dass da eventuell Ansprüche zur Sanierung bestehen könnten. Aber vl. fass ich das Thema mal in einem Extra-Beitrag an, denn gerade das Thema Alterssicherung war der Grund, warum ich mich für die Ruine entschieden hatte. Auch wenn ich hier nicht baden, nicht duschen kann.

Ein Minihaus im Rücken wäre natürlich toll. Aber grundsätzlich gilt für mich, dass ich hier in der Heimatstadt einfach zu nix mehr komme. Die Atemwegserkrankung ist sicherlich ein Aspekt, den ich auch mal mit meinem Hausarzt besprechen werde. Schlimmer bei mir ist allerdings "der Kopf", also ein psychisches Problem. Und wie das greifbar gemacht werden soll, das ist mir noch ein Rätsel.
Ich würde sooooo gerne wieder arbeiten, eigenes Geld verdienen, nicht "betteln" gehen und eine Perspektive haben. Aber wer nicht. :) Nur so stehe ich mir momentan selbst im Weg. Aber ich will euch ja nicht volljammern.
Hilfe beim Umzug brauche ich in jedem Fall. Finanziell kann ich das nicht stemmen, mir bleibt einfach am Ende des Monats nix über. Kartons packen kann ich selber, einen LKW beladen auch, genauso eine Wohnung streichen. Aber ich könnte einfach nicht den LKW bezahlen, nichmal die Spritkosten für Wohnungsbesichtigungen. Und dabei kommt ja noch erschwerend hinzu, dass ich einen Hund habe, mich also nicht jeder Vermieter nimmt. :icon_evil:
 
G

gast_

Gast
Auch aufgrund einer Atemwegserkrankung spiele ich schon länger mit dem Gedanken, in den Norden Deutschlands zu ziehen (Küste).
Laß dir die Notwendigkeit von deinem Arzt bestätigen, dann hast du einen wichtigen Grund.

Allerdings: Ich frage mich, ob du weißt, auf was du dich da einläßt...

wo genau willst denn hin?
 

Speedport

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Erstmal danke für eure Antworten. Und das nicht gleich kam: Aha, ein Spinner, der auf Staatskosten ein Haus am Meer will.

Die Sache mit meinem jetzigen Minihaus - da hatte ich nie in Erwägung gezogen, dass da eventuell Ansprüche zur Sanierung bestehen könnten. Aber vl. fass ich das Thema mal in einem Extra-Beitrag an, denn gerade das Thema Alterssicherung war der Grund, warum ich mich für die Ruine entschieden hatte. Auch wenn ich hier nicht baden, nicht duschen kann.

Ein Minihaus im Rücken wäre natürlich toll. Aber grundsätzlich gilt für mich, dass ich hier in der Heimatstadt einfach zu nix mehr komme. Die Atemwegserkrankung ist sicherlich ein Aspekt, den ich auch mal mit meinem Hausarzt besprechen werde. Schlimmer bei mir ist allerdings "der Kopf", also ein psychisches Problem. Und wie das greifbar gemacht werden soll, das ist mir noch ein Rätsel.
Ich würde sooooo gerne wieder arbeiten, eigenes Geld verdienen, nicht "betteln" gehen und eine Perspektive haben. Aber wer nicht. :) Nur so stehe ich mir momentan selbst im Weg. Aber ich will euch ja nicht volljammern.
Hilfe beim Umzug brauche ich in jedem Fall. Finanziell kann ich das nicht stemmen, mir bleibt einfach am Ende des Monats nix über. Kartons packen kann ich selber, einen LKW beladen auch, genauso eine Wohnung streichen. Aber ich könnte einfach nicht den LKW bezahlen, nichmal die Spritkosten für Wohnungsbesichtigungen. Und dabei kommt ja noch erschwerend hinzu, dass ich einen Hund habe, mich also nicht jeder Vermieter nimmt. :icon_evil:
Grundsätzlich gilt:

Wer glaubt, durch einen Umzug/eine Auswanderung seine Probleme beheben zu können, wird in den meisten Fällen bald feststellen, daß seine Probleme mit umgezogen/ausgewandert sind.
 
G

gast_

Gast
Grundsätzlich gilt:

Wer glaubt, durch einen Umzug/eine Auswanderung seine Probleme beheben zu können, wird in den meisten Fällen bald feststellen, daß seine Probleme mit umgezogen/ausgewandert sind.
Da hast du vollkommen recht, meist ist das so.

Allerdings: Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Probleme wie z.B. Asthma bei einem Umzug an die Nordsee wie weggeblasen sein können.
 

Albimann

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Guten Abend. Was den Umzug der Probleme betrifft, dazu hatte ich bereits etwas geschrieben. Wenn möglich bitte ich dies zu respektieren, denn gerade bei diesem etwas heiklerem Thema vertraue ich eher einem Fachmann. Nicht böse sein. :icon_smile: Und leicht mache ich mir die Sache sicherlich nicht. Allein schon, weil ich vertrauensvolle neue Ärzte/Therapeuten finden müsste, was keine leichte Aufgabe ist.

Was einen möglichen Umzug betrifft, so scheint ja die erste Hürde das "Ja" vom Jobcenter zu sein. Wobei ich mich frage warum, denn ein JC hier sollte doch froh sein mich loszuwerden. Um so langfristig Kosten sparen zu können und einen recht unliebsamen "Kunden" loszuwerden. Gegenwind hätte ich eher vom JC der neuen Stadt/des neuen Kreises erwartet.

Mal vorausgesetzt, dass es dieses "Ja" vom JC hier geben würde, wie ist denn der weitere Ablauf, wie sind die Verfahrenswege? Erst Wohnungen in der neuen Heimat suchen? Erst das generelle Ja vom hiesigen JC abwarten und dann Wohnungen suchen? Wann das möglich neue JC informieren, bzw. wer zeichnet einen Mietvertrag ab? Ein Umzug muss ja ordentlich geplant sein, also praktisch von heut auf morgen reibungslos laufen.

@Kiwi: Das ist z.Zt. einfach nur ein "Wunsch" nach Interessenlage. Die Ecke um Aurich herum. Und zwar aufgrund der Nähe zu den Niederlanden, die ich in meine Weiterbildungen bereits einbezogen habe. Und allein schon das Geld für Sprachkurse bei der VHS schlagen schon ordentlich in Portemonnaie. Aber was solls, weiterbilden muss man sich ja.
 
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