USA: Hinrichtung dauerte zwei Stunden

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ExitUser

Gast
Phoenix - Joseph Wood schnaubte, schnappte Hunderte Male nach Luft - eine Stunde, nachdem ihm eine tödliche Injektion verabreicht worden war. Es dauerte eine weitere Stunde, bis der verurteilte Doppelmörder im US-Bundesstaat Arizona tot war. So beschreiben Woods Anwälte die Hinrichtung, die erneut die Frage nach der Verletzung der US-Verfassung durch solche Exekutionen aufwirft. Diese verbietet ungewöhnliche und grausame Bestrafungen.


Woods Verteidiger hatten versucht, die Hinrichtung mit einem Eilantrag vor dem Obersten Gerichtshof der USA zu stoppen; ihrem Mandanten sollten lebensrettende Medikamente verabreicht werden. Der Antrag war nicht erfolgreich. So dauerte Woods Todeskampf von 1.52 Uhr bis 3.49 Uhr.

Quelle:

Qualvolle Hinrichtung in Arizona: Mörder stirbt nach zwei Stunden - SPIEGEL ONLINE
 

roterhusar

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Und alle Zuschauer sind die ganze Zeit hinter der Glasscheibe gesessen?
 

Neudenkender

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Der Ärmste! Mir kommen die Tränen ... zwei Stunden bis zum Sterben! Wie furchtbar.

Dabei hatte er doch lediglich seine Freundin (29) und ihren Vater (55) warmherzig erschossen, weil die sich von ihm trennen wollte ...

Ach so, um die Opfer geht es ja hier nie. Die sind ja auch schon sehr lange tot. Seit 1989, um genau zu sein. 25 Jahre weiter Zeit hingegen hatte Herr Woods, sich auf seine zwei Stunden vorzubereiten.

What a wonderful world this is!

https://www.nytimes.com/aponline/2014/07/23/us/ap-us-arizona-execution-drugs.html?_r=0
 
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Don Vittorio

Gast
Abgesehen davon,dass ich sowieso aus verschiedenen Gründen gegen die Todesstrafe bin,kann ich nicht verstehen,was daran so schwer ist,dem Kandidaten bei der Vielfalt von Medikamenten die es gibt ,einen schnellen Tod zu bereiten.
Bisher wurde ja bei Hinrichtungen mittels Spritze Pentobarbital eingesetzt,allerdings liefert der Hersteller es wohl nicht mehr zum Zweck der Hinrichtung,von daher ist es wohl schwierig zu Beschaffen.
In der Veterinärmedizin wird Pentobarbital auch zum Einschläfern von Elefanten oder Nashörnern eingesetzt.Die Wirkung ist sehr schnell und schmerzlos.In der Schweiz wird es zur Sterbehilfe eingesetzt.
Aber selbst wenn das Mittel nicht mehr beschafft werden kann,es gibt doch noch andere Narkosemittel,die in entsprechender Dosierung sofort zur Bewusstlosigkeit und dann zum Atemstillstand führen.Oder eine Überdosis Heroin,dass ja tonnenweise in den Asservatenkammern liegt.
Aber ganz besonders gehören diese grausamen Methoden mit Gas oder dem Elektrischen Stuhl abgeschafft.Wenn schon eine Hinrichtung,dann wäre die Guillotine auch humaner.
Aber es scheint dass man in den USA nicht wirklich darum bemüht ist,das Sterben der Todeskandidaten zu erleichtern.Es ist eine Schande im 21.Jahrhundert,wenn ein Land wie die USA immer noch Menschen hinrichten.
Sie sollen die Täter wirklich Lebenslang wegsperren,das ist gerechtfertigt,aber sich nicht selbst als Mörder betätigen.

Und @ Neudenkender,Du hast scheinbar noch nicht bemerkt,wir leben nicht mehr im Mittelalter.
 

Neudenkender

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Und @ Neudenkender,Du hast scheinbar noch nicht bemerkt,wir leben nicht mehr im Mittelalter.

Doch, doch keine Sorge - hat Mr. Wood doch seine Samaritertaten in einer Autowerkstatt begangen. Und die gibt es ja erst frühestens seit Erfindung des Autos ... und da setzen wir mal großzügig 1886 an. Also nix mit Mittelalter!

Aber als "Argument" ist das mit dem Mittelalter, der Steinzeit usw. natürlich immer eine prima Totschlagkeule - um im sprachbildlichen Kontext zu bleiben.

Ich lege jetzt zwei Gedenkminuten für Gene und Debbie ein. Andere mögen derweil das gar schreckliche Schicksal des ehrenwerten Mr. Wood beweinen.
 
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Don Vittorio

Gast
Andere mögen derweil das gar schreckliche Schicksal des ehrenwerten Mr. Wood beweinen.

Nein,das tue ich nicht,aber mir wäre es lieber,er würde in einer Zelle bis zum natürlichen Exitus vor sich hinschmoren.

Erwiesenermaßen gibt es Unzählige die man schon unschuldig hingerichtet hat,die würde ich eher beweinen.

Wie oft kommt es in der US-Justiz zu Fehlurteilen? Juristen und Mathematiker haben 7482 Todesurteile untersucht. Nach ihren Berechnungen sind vier Prozent der Verurteilten unschuldig - aufgeklärt würden die Fälle jedoch kaum.

Todesstrafe in den USA: Vier Prozent der Verurteilten sind unschuldig - SPIEGEL ONLINE

Eine Regierungsstatistik hat in den USA eine neue Debatte über die Todesstrafe ausgelöst. Jeder siebte zu Tode Verurteilte in den USA ist unschuldig, so eine Studie der US-Regierung.

Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt - Berliner Zeitung

Für Dich sind das wohl Kollateralschäden.
 

Neudenkender

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Für Dich sind das wohl Kollateralschäden.

Unterstellende Vermutung.

Lenkt auch vom Thema ab. Mich wunderte lediglich, wie in dem obigen Text AUSSCHLIESSLICH Mr. Wood und seine letzte Atemstunde beschrieben wurde. NULL Erwähnung seiner Opfer. Good (bad) ol' Germany as it lives and breathes ...

ICH halte es im Wesentlichen eher mit den Opfern sowie den Angehörigen von Debbie und Gene, um mal aus dem oben verlinkten NYT-Artikel zu zitieren:

Some family members of the victims said they were not concerned about the execution method, The Associated Press said.

“This man conducted a horrific murder and you guys are going, ‘Let’s worry about the drugs,’ ” Richard Brown, brother-in-law of Debra Dietz, told The A.P. “Why didn’t they give him a bullet? Why didn’t we give him Drano?”
 
P

Public Enemy

Gast
Dabei sieht man wieviel Humanität Amerikas Justiz besitzt. Für mich ist auch unbegreiflich, wie ein Mensch, auch wenn Mörder, jahrelang in der Zelle auf sein Schicksal warten muss. Wenn Todesstrafe, dann so schnell wie möglich, wenn die Indizien 100 % sind. Aber das Wort Kollateralschaden trifft es wohl sehr gut.
 

Hexe45

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@Neudenkender
:danke:

Du bist Krankenschwester, wie ich einem anderem Thread entnehme.

Als Medizinerin möchte ich dich als Krankenschwester nicht um mich haben.
Ich sehe eals sehr problematisch an, auf dich dann auch noch aufpassen zu müssen.

Wir in der Medizin sollten uns auf´s Leben konzentrieren.

Ich gebe "Neudenkender" insoweit recht, daß auch die Leiden der Opfer zu sehen sind.
Ich bin gegen die Todesstrafe, weil ich meine das Menschen einander nicht umbringen sollen.

Mir gehts nicht um den Täter, es ist ein Scheusal, aber ich halte es für besser, einen Mord nicht mit einem Mord zu sühnen.
Lieber lebenslänglich wegsperren.

Als Medizinerin darf dies alles keine Rolle spielen, ich habe zu helfen----und zwar jedem.
Und ich darf kein "Danke Schild" hochhalten, wenn man Qualen die zwei Stunden andauern billigt.

Gut es ist die Meinung von Neudenkender, ich habe da eine andere aber jeder darf seine Meinung haben.

Doch wenn man Medizinerin ist, darf man diese Einstellung nicht billigen, wir haben zu helfen.
Andernfalls hätte ich nicht in die Medizin gehen dürfen.

Von daher bedaure ich es, daß sich die Examenskommision Falle von dallith offenbar geirrt hat, sie zur Krankenschwester berufen zu haben.
 
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ExitUser

Gast
Der Ärmste! Mir kommen die Tränen ... zwei Stunden bis zum Sterben! Wie furchtbar.

Dabei hatte er doch lediglich seine Freundin (29) und ihren Vater (55) warmherzig erschossen, weil die sich von ihm trennen wollte ...

Ach so, um die Opfer geht es ja hier nie. Die sind ja auch schon sehr lange tot. Seit 1989, um genau zu sein. 25 Jahre weiter Zeit hingegen hatte Herr Woods, sich auf seine zwei Stunden vorzubereiten.

What a wonderful world this is!

Voll daneben!

Aber Dein Problem...

Hier begibt sich nämlich der Staat auf dasselbe Level wie der hingerichtete Mörder.

.
 

Neudenkender

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Nö. Absolute Punktlandung.

Aber dass das Leute nicht begreifen in ihrer Hörigkeit dem hier inzwischen absolut herrschenden, allerdings eben auch demokratisch voll legitimierten Prinzip der nahezu ausschließlichen Täterzentriertheit, ist auch klar. Gipfelt dann darin, quasi Berufsverbot zu fordern, weil jemand, ohne sich näher zu äußern, ein "Danke"-Schild hochhält. Eine Art vorauseilender Gesinnungsjustiz aufrund eines minimalen Indizes. Toll!

Daher gilt mein Beileid nochmals den Opfern und Angehörigen. Wie auch die Schwester von Debbie äußerte, so in etwa in der "Tonight"-Sendung: "Excruciating??? It was excruciating to see my dad and my sister lying there dead in a pool of blood."
 
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ExitUser

Gast
Daher gilt mein Beileid nochmals den Opfern und Angehörigen.

Meines ebenfalls.

Ändert aber nichts daran, daß der Staat hier auch kriminell handelt.

Und wenn er fünf Stunden "hingerichtet" wird, werden die Opfer nicht mehr lebendig.

Einzig primitive Rachgelüste werden befriedigt.

(Stichwort "Niedere Beweggründe")
 

Hexe45

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, Gipfelt dann darin, quasi Berufsverbot zu fordern, weil jemand, ohne sich näher zu äußern, ein "Danke"-Schild hochhält. Eine Art vorauseilender Gesinnungsjustiz aufrund eines minimalen Indizes. Toll!
,"

Bei allem Respekt, aber fast hätte ich gefragt ob du nen Knall hast, aber das wäre beleidigend.

Aber dein letzter Satz ist unter aller Kanone.

In der Medizin zu arbeiten, bedeutet Menschen zu helfen.
Und Leid zu lindern.

Und eine Medizinerin sollte niemals ein Danke Schild hochhalten, wenn es darum geht, daß ein Mensch über zwei Stunden leidet, auch wenn es sich hier um ein Scheusal handelt.

Glaube mir, daß ich als Medizinerin das entsetzliche Leid der Opfer nicht vergesse.

Und würde ich dich persönlich kennen- und du benötigst mediz. Hilfe, ich würde alles tun um dir zu helfen.

Da würde dein letzter echt übler Satz gegen mich nicht geringste Rolle spielen.

Ich habe einen Eid geleistet und wenn ich etwas schwöre, sollte ich das sehr,sehr ernst nehmen.

Und wenn ich eine Krankenschwester bin, halte ich nicht einfach nur kommentarlos das " Danke Schild" hoch.

Ich habe dir doch nicht einmal deine Meinung abgesprochen, auch wenn ich selbige nicht teile.
 

Hexe45

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@ Neudenkender

Jetzt biste mit deinen Hasstiraden wohl zu weit gegangen.

Ich glaube nicht, daß ich mich von dir hier derart beleidigen lassen muß.

Wo Argumente fehlen, kommt dann der blanke Hass.

So kriegt das Wort neudenkend aber eine bizarre Definition.
 

Neudenkender

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Ich habe einen Eid geleistet und wenn ich etwas schwöre, sollte ich das sehr,sehr ernst nehmen.

Ja, das hat mir - nicht nur in Doitschland - schon immer gewisse Sorgen bereitet, dass Leute einen Eid schwören, um sich dann daran halten meinen zu müssen, "no matter what". Gleich, ob auf Hippokrates, einen Kaiser, eine Fahne oder auf sonstwas/sonstwen.

Ich hingegen versuche lieber, jeweils situationsadäquat mein Handeln zu gestalten. (Was natürlich auch nicht immer klappt, c'est la vie ...)

Aber das ist eben meine Meinung. Schön, dass du mir diese als solche prinzipiell lassen willst, aber im gleichen Atemzug implizierst, ich würde das in deinem Fall nicht so handhaben - was ich nirgends geschrieben hatte. Eide ja, Lesen nein. Toll!

Nuff said.
 

Hexe45

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, aber im gleichen Atemzug implizierst, ich würde das in deinem Fall nicht so handhaben - was ich nirgends geschrieben hatte. Eide ja, Lesen nein. Toll!

Nuff said.

Ach ja, habe ich das????

Woooo?????
Soviel zum Thema Lesen

Vielleicht was zum Thema Eid. Würde ich feststellen daß es verbrecherisch ist allen Menschen zu helfen, würde ich mich an diesem Eid nicht gebunden fühlen.
 

Neudenkender

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Hasstiraden ...blanke Hass.

Wie ich schon diagnostizierte, prätentiöse Interpretationshoheit.
Immer schön Leute in gleich in Ecken stellen wollen.
Jede Aussage als persönliche Beleidigung auffassen, gleichzeitig aber selbst haltlos kräftig in alle Richtungen austeilen.
Reduziert die Komplexität des Daseins. Toll!

Und dann noch der Name ...
Angenommen Gebildete mit großem Latinum würden eventuell schreiben: "Nomen est omen".
 

Neudenkender

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Ich glaube, das hast Du ganz allein schon getan. :wink:

Oh, sprich, in welcher/n befinde ich mich denn? Du weißt das doch ganz bestimmt. Gib mir doch bitte großzügig diese Hilfe der Orientierung ... Denn von den Deutungsoberen lernen, heißt ... ja, was eigentlich?
 

Hexe45

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Sorry, aber nun kann ich über dich leider nur noch schmunzeln.
Geht eben nicht, mit dir zu diskutieren.

Also mache ruhig weiter damit mich in Frage zu stellen.

Zweifel mein Examen ruhig an, aber du lockst mich dait nicht aus der Reserve.

Hier kennen mich einige real, die andern mögen sich ihr Urteil bilden.

Mir ist längst klar, du könntest niemals zugeben, daß du zuweit gegangen bist.

Ich kann das schon, auch wenn es mir nie leicht fällt.

Eine hier hätte das Recht dazu- miit ihr wäre ich bereit das zu diskutieren.

Mit dir nicht, du hast dich selber ausgebremst.
 
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