Urteil nach Hammerangriff auf einen Jobcentermitarbeiter aus Nürtingen (1 Betrachter)

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Tel_ko-Richter

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Am 12.03.2020 verurteilte das LG Stuttgart einen 33jährigen Mann zu einer Haftstrafe von drei Jahren und 10 Monaten.

Der Täter hatte am 14.11.2019 einen Mitarbeiter des Jobcenters in Nürtingen mit einem 440 Gramm schweren Hammer angegriffen, nachdem ihm am Morgen des Tattages ein Ablehnungsbescheid vom Jobcenter zugegangen war. Wie den Medien zu entnehmen ist, war die Ablehnung mit „fehlender Mitwirkung“ begründet.

Urteil nach Hammerangriff auf einen Jobcentermitarbeiter aus Nürtingen
 

götzb

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Jetzt muss der Bekloppte Kloppende zumindest 3 Jahre sich keine Sorgen um Kost und Logis machen.
Und für ein Tagesprogramm ist wohl im Knast auch gesorgt.
 

iSlave

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Die Begründung des Täters ist der Hammer.
 

Stauer

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Die Emotionen des armen Mannes kann ich sehr gut nachvollziehen.
Dennoch: Gewalt ist keine Lösung.
Ich kenne einen, der immer einen Beistand mitnimmt, aus Angst, daß er einen SB totschlägt. Der ist mehr nebenbei Schutz des Arbeitslosen. Am meisten schützt der den SB. Das scheint vielen SB's nicht klar zu sein. Ich denke, daß das viele so machen, wie der, den ich kenne.
Wenn der SB einfach nur behauptet, der Arbeitslose habe nicht alles an Papieren beigebracht, wie es so oft schon bei anderen Leistungsempfängern vorkam, trifft ihn sogar eine Mitschuld, in meinen Augen. Wahrscheinlich ist deshalb das Strafmaß nicht so hoch. Mich wundert nur, daß der so schnell abgeurteilt wurde.
Der Staatsanwalt sieht das als Mordversuch. Ich auch. Der Hammer sieht verdammt neu aus. Wenn dem so ist, dann war das schon geplant. Eine geplante Tat zählt als Mordmerkmal. Der ist zuerst in aller Ruhe einkaufen gegangen und dann seelenruhig ins JC rein. Meldet sich unten an, wartet bis er dran ist, fährt mit dem Fahrstuhl hoch und sucht dann gezielt jenen SB auf, der ihm seine bloße Existenz verweigert. Alle Menschen, die ihm bis dahin begegnet sind, blieben unbehelligt. Darum ist das kein versuchter Totschlag im Affekt. Es fand kein Versuch statt, eine Einigung zu erzielen, so wie sich das ließt.
Von der Möglichkeit, sich an ein SG zu wenden, machte er keinen Gebrauch. Das wäre aber besser gewesen.
 

Tel_ko-Richter

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Der Hammer sieht verdammt neu aus. Wenn dem so ist, dann war das schon geplant. Eine geplante Tat zählt als Mordmerkmal. Der ist zuerst in aller Ruhe einkaufen gegangen und dann seelenruhig ins JC rein . . . . .
Sorry, das könnte zwar eine nette Geschichte für Märchenerzähler werden . . .

Aber: dieser 500 gr. - Hammer ist aus einem Verkaufssortiment für ein Symbolbild verwandt worden. Die Tatwaffe wird mit 440 gr. angegeben.
So steht es auch im Text:

"Die vollständige Verweigerung von Existenzsichernden Leistungen ist faktisch die Fortsetzung von 100%-Sanktionen mit anderen Mitteln.

(Ps. das gewählte Symbolbild zeigt ein Ursache-Wirkung-Prinzip wie es sich in dem künstlich geschaffenen "sozialen Brennpunkt Jobcenter" * hundertfach wiederholt. Leider auch im Märkischen Kreis. Der Hintergrundbescheid ist der Fallbeschreibung Klage107 entnommen.)"

(*Also die wachsende Aggression, nicht die tatsächlichen Übergriffe mit Tatwerkzeugen.)
 
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