Urlaub nach befristetem Arbeitsverhältnis möglich Sanktionen/Kürzungen/Sperrzeit?

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Starscream3001

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Hallo zusammen,

ich würde gerne nach dem mein befristetes Arbeitsverhältnis ausläuft für 5 Wochen Urlaub machen. Bzw. ich würde zwei Wochen bevor mein Vertrag ausläuft schon verreisen, wäre dann nach den zwei Wochen offiziell Arbeitslos und würde dann weitere drei Wochen im Urlaub verbringen. Wie gehe ich hier am besten vor ? normalerweise müsste ich mich ja am ersten Tag ohne Beschäftigung persönlich arbeitslos melden. Das könnte ich ja entsprechend nicht, da ich da schon im Urlaub bin.

Was würde denn passieren, wenn ich das persönliche arbeitslos melden erst nach den drei Wochen machen würde? für mich wäre es völlig ok, für diese Zeit kein ALG zu erhalten. Danach würde ich jedoch gerne ALG beziehen, am besten ohne Sanktionen/Kürzungen oder Sperrzeiten. Ist das möglich?

Andere Möglichkeit:
Ich könnte mich jedoch auch an dem Tag arbeitslos melden, an dem ich zwar eigentlich noch offizielle Beschäftigt bin, aber dies meiner letzter Tag auf der Arbeit war, da ich zwei Wochen vor meinem letzten Tag noch Urlaub habe. Dann könnte ich natürlich auch den Urlaub offiziell anmelden. Habe aber gelesen, dass ein solch langer Urlaub meinst abgelegt wird bzw. in den ersten 3 Monaten nach Arbeitlosigkeit werden sowieso fast alle Urlaubsanträge wohl abgeleht. Deswegen ist diese Variante wohl ehr nicht sinnvoll oder? vielleicht ist es also besser den Urlaub einfach zu "verheimlichen"? oder hätte dies schwere Sanktionen/Kürzungen/Sperrzeiten zu bedeuten, nach dem ich wieder aus dem Urlaub zurück wäre?

Dank für Eure Hilfe!

LG
 

Starscream3001

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Sry vergessen zu schreiben. ICH BIN SCHON "Arbeitssuchend" GEMELDET. Das kann man drei Monate vorher machen. Jedoch habe ich es so verstanden, dass man sich am ersten Tag der arbeitslosigkeit persönlich "arbeitslos" melden muss. Oder liege ich da falsch?
 

Starscream3001

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Und was würdest du mir raten Kerstin?

Variante 1: Am letzten Tag auf der Arbeit (mein Vertrag läuft erst 2 Wochen danach aus) arbeitslos melden und meinen Urlaub offiziell beantragen/melden (Ablehnug ist sehr wahrscheinlich). Was wäre wenn ich trotz abgelehnten Urlaub den Urlaub antreten würde?

Variante 2: Am letzten Tag auf der Arbeit (mein Vertrag läuft erst 2 Wochen danach aus) arbeitslos melden und meinen Urlaub antreten ohne bescheid zu geben? hätte ich Konsequenzen zu erwarten, wenn das ganze auffliegt?

Variante 3: Erst arbeitslos melden, wenn ich nach dem 5 Wochen Urlaub zurück gekommen bin. Hätte ich auch bei diesem Szenario Konsequenzen zu erwaren?
 

Feuerfisch

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Hallo,

bei mir war es so.
Ich wurde zum 23.3. gekündigt und am 25.3. bin ich auf Reha gekommen bis zum 18.4.
Habe Jobcenter bescheid gesagt das ich ab 24.3 arbeitslos bin aber erst auf Reha muss.
Mir wurde mitgeteilt das ich mich erst ab 19.4. Arbeitssuchend melden muss(reicht aber telefonisch) persönlich erst ab 23.4.
Angerufen habe ich am 18.4. da sagt die Dame ich muss am 18.4. nach der Reha noch persönlich erscheinen nicht erst am 23.4,da ich sonst kein Geld bekommen würde bzw eine Sperre.

Weiß also nicht wie du jetzt weitermachen sollst.Bei mir war es so wie ich geschrieben habe.

Schöne Grüße
Gerald
 

Nena

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Wenn Du der AfA mit der Arbeitslosmeldung zwei Wochen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit gleich einen neuen Arbeitsvertrag präsentierst, werden sie nichts gegen die Ortsabwesenheit einzuwenden haben.
 

Buerosklave

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ich würde gerne nach dem mein befristetes Arbeitsverhältnis ausläuft für 5 Wochen Urlaub machen. Bzw. ich würde zwei Wochen bevor mein Vertrag ausläuft schon verreisen, wäre dann nach den zwei Wochen offiziell Arbeitslos und würde dann weitere drei Wochen im Urlaub verbringen. Wie gehe ich hier am besten vor ? normalerweise müsste ich mich ja am ersten Tag ohne Beschäftigung persönlich arbeitslos melden. Das könnte ich ja entsprechend nicht, da ich da schon im Urlaub bin.

Du kannst dich auch vorher schon arbeitslos melden.

Habe aber gelesen, dass ein solch langer Urlaub meinst abgelegt wird bzw. in den ersten 3 Monaten nach Arbeitlosigkeit werden sowieso fast alle Urlaubsanträge wohl abgelehnt.

Versuch macht klug. :-D Schildere dein Anliegen einfach beim Amt. Je nach Laune wird sowas entweder abgelehnt oder auch nicht. Pauschal kann man sowas nicht sagen. Bei mir wurde es Ende April/Anfang Mai nicht abgelehnt (da befand ich mich in der gleichen Situation wie du). Allerdings waren es bei mir auch nur 5 Tage, die mein Urlaub in die Arbeitslosigkeit "hineinreichte".


vielleicht ist es also besser den Urlaub einfach zu "verheimlichen"? Oder hätte dies schwere Sanktionen/Kürzungen/Sperrzeiten zu bedeuten, nach dem ich wieder aus dem Urlaub zurück wäre?

Das ist eine schlechte Idee. Ich kann nur für die hiesige AfA sprechen, aber mein erster Beratungstermin war 2 Wochen nach Eintritt der Arbeitslosigkeit. Ich vermute,dass das in anderen "Filialen" ähnlich kurzfristig gehandhabt wird.
 

DerSegler

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Hallo, ich habe das gerade hinter mir. Du kannst Dich, wie schon geschrieben von anderen, auch vorher arbeitslos melden. Aber dann musst du auch der Arbeitsagentur zur Verfügung stehen für Einladungen ins Amt oder verpflichtende Bewerbungsmaßnahmen nach Beedigung des Arbeitsverhältnisses, aber das willst du ja gerade nicht.

Ich habe mich normal Arbeitssuchend gemeldet 3 Monate vorher, bin dann nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in den Urlaub gegangen und habe mich dann nach meinem Urlaub arbeitslos gemeldet. Dafür habe ich eine Sperre bekommen von 1 Woche ! Grund war nicht, dass ich mich zu spät arbeitslos gemeldet habe, sondern dass ich mich nur online arbeitssuchend gemeldet hätte und nicht noch zusätzlich persönlich. Das ich nach der Arbeitssuchendmeldung eine Einladung hatte bei meiner Bearbeiterin mit Meldeverpflichtung hatte, zählt angeblich nicht. Ich hab es nicht weiter ausgefochten, da ich eh noch Urlaubsabgeltung hatte und die Zeit der Sperre in die Urlaubsabgeltung gefallen ist.

Schlußendlich, die Gefahr besteht, dass du 1 Woche Sperre bekommst und du Widerspruch einlegen musst. Ich hatte vorher mit dem SOVD gesprochen und auch der sagte, dass es keine Verpflichtung gibt, sich arbeitslos zu melden. Du bekommst nur eben keine Leistungen, also kein ALG1 und keine Kranken-/Rentenversicherung. Du bist generell 30 Tage nachversichert in der Krankenkasse.

Du kannst auch vorher zur Arbeitsagentur gehen und die sollen Dir zeigen, wo im Gesetz steht, dass es für eine verspätete "Arbeitslos"meldung eine Sperre gibt :). Wirst du nicht finden, auch nicht in dem kleinem, netten Heftchen ( Merkblatt für Arbeitslose), dass jeder bekommt.

VG
Frank
 
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Buerosklave

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Du kannst auch vorher zur Arbeitsagentur gehen und die sollen Dir zeigen, wo im Gesetz steht, dass es für eine verspätete "Arbeitslos"meldung eine Sperre gibt :). Wirst du nicht finden, auch nicht in dem kleinem, netten Heftchen ( Merkblatt für Arbeitslose), dass jeder bekommt.

So eine Sperre gibts ja auch nicht. Sie müssen die Arbeitslosmeldung lediglich nicht rückwirkend anerkennen, sondern erst ab dem Zeitpunkt der Meldung (d.h. du bist streng genommen während deines Urlaubs nicht krankenversichert gewesen).

Die Arbeitssuchendmeldung muss tatsächlich auch persönlich erfolgen, was insbesondere deswegen schwachsinnig ist, weil die BA selbst das auch online ermöglicht. Streng genommen bietet die BA hier mal wieder einen rechtlich unverbindlichen "Service" an. Hab mir selbst auch eine einwöchige Sperre eingehandelt, weil ich zu spät dran war mit der persönlichen Meldung.
 

Kerstin_K

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Die Arbeitssuchendmeldung muss tatsächlich auch persönlich erfolgen, was insbesondere deswegen schwachsinnig ist, weil die BA selbst das auch online ermöglicht. Streng genommen bietet die BA hier mal wieder einen rechtlich unverbindlichen "Service" an. Hab mir selbst auch eine einwöchige Sperre eingehandelt, weil ich zu spät dran war mit der persönlichen Meldung.
Das glaub ich noch nicht so ganz. Ich war 2017 dreiMonate bei der AfA gemeldet. Habe mich online arbeitssuchend gemeldet. Einige Wochen später wurde ic dannangerufen, um Detail aus meinem Profil mit mir abzustimmen (Das Profil wurde dabei verschlimmbesstert.) Nochmal Wochen später dann die erste Einladung von der Vermittlungsfachkraft. Den Termin habe ich aus beruflichen Gründen verschieben lassen. Der neue Termin wüde dann von der SB abgesagt, die kurzfristig erkrankte. Zustande gekommen ist ein Termin dann erst nach der Arbeitslosmeldung. Sperrzrit gab es keine.
 

Buerosklave

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Das glaub ich noch nicht so ganz. Ich war 2017 dreiMonate bei der AfA gemeldet. Habe mich online arbeitssuchend gemeldet. Einige Wochen später wurde ic dannangerufen, um Detail aus meinem Profil mit mir abzustimmen (Das Profil wurde dabei verschlimmbesstert.) Nochmal Wochen später dann die erste Einladung von der Vermittlungsfachkraft. Den Termin habe ich aus beruflichen Gründen verschieben lassen. Der neue Termin wüde dann von der SB abgesagt, die kurzfristig erkrankte. Zustande gekommen ist ein Termin dann erst nach der Arbeitslosmeldung. Sperrzrit gab es keine.

Bei mir wars so: Ich hatte im Vorfeld gegoogelt, ob ich persönlich zum Amt muss und habe insgesamt 3 verschiedene Infos gefunden: a) es geht nur persönlich, b) geht auch über das Callcenter, c) geht auch online.
Also hab ich am letztmöglichen Tag (Ende Januar 2019 und 3 Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit) versucht, die BA per Telefon zu erreichen, wurde von dort in die zuständige AfA weitergeleitet, wo ich nach 2 erfolglichen Versuchen von jeweils ca 45min klingeln (!) aus der Leitung geschmissen wurde. Also hab ich abends meine alten Zugangsdaten für die Webseite der BA rausgesucht und konnte auf die Art tatsächlich online eine Arbeitsuchendmeldung absetzen. Damit war die Sache für mich erstmal erledigt und ich sah meine Pflicht als erfüllt an.
Eine Woche später kam dann eine Einladung für eine weitere Woche später zwecks persönlicher Arbeitssuchendmeldung. Und weil diese persönliche Arbeitssuchendmeldung natürlich erst im Februar war, hab ich ´ne 1wöchige Sperre bekommen. Daher meine Aussage: Online ist zwar möglich, wird aber offenbar von der BA nicht als ausreichend anerkannt, die lassen trotzdem nur die persönliche Meldung gelten. Absoluter Irrsinn also.

Die Arbeitsuchendmeldung habe ich so spät gemacht,weil mein Chef sich eigentlich bis Ende Januar entscheiden wollte,ob er meinen AV nochmal verlängert (sprich: ich wollte mich nicht erst unnötig arbeitssuchend melden). ). Dummerweise kam dann noch ein technisches Problem in der Firma dazwischen und ich kam nicht dort weg (Ausfall der IT inkl. Zwangsurlaub für die Beschäftigten...da wird Cheffe den Admin garantiert nicht weglassen!). Daher erst der Versuch, die Arbeitssuchendmeldung telefonisch und dann per Webseite zu absolvieren.
 

Buerosklave

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Genau das ist die Rechtsgrundlage, auf die sie sich auch bei mir berufen haben. Das ist mal wieder so ein schönes Beispiel, wo vermeintlicher "Kundenservice" und rechtliche Gegebenheiten voneinander abweichen. Wer kommt denn auf die Idee, dass etwas, was explizit auch online angeboten wird, rechtlich vollkommen sinnlos ist ? Anders gesagt: sie bieten was an, von dem sie wissen, dass es sowieso nicht ausreicht. Was soll der Blödsinn ?
Wenn ich sowieso zum Amt muss,kann ich mir auch die Mühe sparen, das online/per Telefon vorab zu machen.
 

DerSegler

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Ich kann auch bestätigen, was Bürosklave erlebt hat, auch mir wurde eine Sperre auferlegt von einer Woche. Ich habe für mich das Geschreibsel der Agentur so interpretiert ( in der Antwort auf meinen Widerspruch), dass man sich eben zusätzlich zur Arbeitssuchenmeldung online noch "Arbeitssuchend" persönlich melden muss. Ich hatte auch einen Termin bei meinem persönlichem " Berater" und dachte, damit ist das " persönlich arbeitssuchend" erledigt. Manchmal habe ich aber auch den Eindruck, die da Briefe schreiben, wissen selbst den Unterscheid zwischen arbeitsuchend und arbeitslos nicht.
 

Badener

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Hallo,
es steht irritierend "überall" soweit ich das weiß (ist auch nachlesbar) wird ALG1 erst dann gezahlt wenn man sich persönlich gemeldet hat! Da wird wohl kein Weg dran vorbei führen. Wie es die Agentur dann handhabt wenn man sich 3 Wochen zu spät dort anmeldet ist vermutlich von Agentur zu Agentur unterschiedlich. Entweder 1.man geht das Risiko ein und meldet sich "zu spät" (man sollte aber auch für den Fall des Falles ... Erkrankung im Urlaub und entsprechend Schwierigkeiten mit der Krankenversicherung bedenken) oder 2. man geht vorher hin und versucht es seinem SB zu erklären 3. verschweigt es und fährt in Urlaub ;-) !
Ich würde vorher machen und dem SB erklären das ich nach dem bisherigen super stressigen Job erst mal den Kopf frei bekommen muss und dafür zwingend meinen schon gebuchten Urlaub antreten muss. ;-)
Viel Glück!
LG
 
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