[URLAUB + ALG I] kurz nach Arbeitslosigkeit (1 Betrachter)

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Mickey84

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Hallo Leute,

ein Freund von mir beendet mitte Juli seine Ausbildung und wollte eigentlich anfang August für 2 Wochen in den Urlaub.
Ohne drum rum zu reden...
Ich habe gelesen, dass die Chancen in den ersten 3 Monaten die Abwesenheit genehmigt zu bekommen praktisch bei 0 liegen.

Abgesehen davon, dass er vielleicht Glück hat und in diesem Zeitraum keinen Termin bekommt, gibt es eine andere Möglichkeit, außer sich krankschreiben zu lassen ?

Danke und viele Grüße
 

Fritz Fleißig

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Ich habe gelesen, dass die Chancen in den ersten 3 Monaten die Abwesenheit genehmigt zu bekommen praktisch bei 0 liegen.
Das stand früher mal in der EAO (Erreichbarkeitsanordnung) des Arbeitsamtes, ist aber in der Neufassung, ich glaube schon seit 2008, nicht mehr enthalten. Dein Freund sollte einfach darauf verweisen, daß er seinen Urlaub schon langfristig geplant und eventuell Buchungen vorgenommen habe.

Alternative: den Bezugsbeginn des ALG auf die Zeit nach dem Urlaub verlegen oder sich für die Zeit des Urlaubs aus dem Leistungsbezug abmelden. Die Krankenversicherung ist in dieser Zeit durch die einmonatige beitragsfreie Nachversicherungszeit gewährleistet. Die Anspruchstage, während der er kein ALG erhalten hat, bleiben ihm erhalten.

Die Idee mit dem Krankschreibenlassen sollte er sich tunlichst aus dem Kopf schlagen. Wenn er krank ist, muß er alles unterlassen, was seine Genesung gefährdet. Reisen sind also meist nur möglich, wenn sie vom Arzt als bedenkenlos angesehen werden (also im Sinne eines "Erholungsurlaubs" sind).
 

Mickey84

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Hallo,

zuerst einmal vielen Dank für die Antwort.

Gebucht hat er noch nicht. Das wollte er anfang nächsten Monats.
Die Gefahr ist eben, wenn das nicht genehmigt wird, hat er ein Problem.
 

Fritz Fleißig

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Aber er hat es sicher schon geplant und freut sich auf den verdienten Urlaub.

Er sollte einfach Selbstbewußtsein zeigen und hier von Anfang an mit offenen Karten spielen. Der Urlaub ist schon für die warme Jahreszeit eingeplant, und damit fertig. Auf solche Mätzchen wie eine fiktive Krankschreibung sollte er sich gar nicht erst einlassen.

Schlimmstenfalls fällt er für die Zeit seiner Abwesenheit aus dem Bezug von ALG heraus. Das führt aber zu keiner Sperrzeit, sondern diese Anspruchstage werden später wieder angehängt.

Ihm muß aber klar sein, daß er im Kalenderjahr nur Anspruch auf maximal drei Wochen bezahlte(!) Ortsabwesenheit hat.
 
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