Unwürdig! Werden Hartz IV-Empfänger bald zu Zwangsarbeitern? (1 Betrachter)

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Sowhat

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Aha, dachte immer das will nur die AFD? Jetzt hat es die Frau Nahles längst auf dem Programm?
Bin erschüttert.
 

Allimente

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Darauf gibt es nur eine Antwort: Arbeitsunfall, Krankmeldung, A....lecken...Ruhe!
 

DoppelPleite

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Arbeitsunfall? na dat lassen wir mal lieber sein :icon_wink:

Glaube so ganz einfach ohne unterschriebener EGV wird es wohl nicht sein, wie war das nochmal mit Zoll und Schwarzarbeit oder einer Klage vor dem Arbeitsgericht um den Lohn einzuklagen?

In fremder Firma kostenlos eingesetzt, da kommen mir 1000 & 1 Frage an den Vorarbeiter, den Mitarbeitern, dem Chef, um auch nichts falsch zu machen.

Chef wo muss ich hin zeigen Sie mir das mal - bitte. Mach ich es richtig, wie meinen Sie das zu fegende Abteil war auf der anderen Straßenseite?

Wann ist Frühstückspause, man hab ich einen Hunger geben Sie mir einen Café aus und eine Bockwurst, muss ja schliesslich umsonst arbeiten. Kommt mir fast vor wie Zwangsarbeit.

Mir geht es gar nicht so gut Heute, ich werde jetzt zum Arzt gehen - tut mir Leid Sie müssen alleine weiter arbeiten. Danke für das Frühstück!

Mein Arzt meinte es würde mich innerlich aufwühlen, kostenlos in einer völlig fremden Firma eingestellt zu werden. Er macht sich Sorgen um meine Gesundheit, wo Sie grad da sind ich habe Hunger wann war nochmal Frühstückspause.

Heute ist der 27.September mein Geld hat nicht gereicht, normalerweise gehe ich um die Zeit immer Pfandflaschen sammeln. Man hab ich einen Hunger könnten Sie mir 5 Euro leihen?

Eventuell auch mit offenen Karten spielen, wenn ich hier nicht umsonst arbeiten gehe, will man mir mein bisschen Sozialgeld kürzen. Früher war ich Fest angestellt, gute soziale Kontakte, bis der Abstieg ins Hartz4 kam, erst sollte ich mein erspartes aufbrauchen, dann musste ich mit Lamas spazieren gehen über so eine seltsame Maßnahme die mich eingliedern sollte.

Hätte damals wohl niemals CDU/SPD gewählt wenn ich gewußt hätte wie unmenschlich man behandelt wird ohne einen festen Job. Danke dass Sie mir Ihr Ohr geliehen haben, ich geh jetzt wieder zum Arzt, was mir fehlt behalte ich lieber für mich :icon_evil:


Muss doch irgendwie kaputt zu kriegen sein! :redface:
 

Lighthouse

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Hallo miteinander,

dieses System würde ich vollumfänglich unterstützen, weil es in Holland zu hervorragenden Ergebnissen geführt hat und das über Jahrzehnte.

Der Arbeitslose bekommt ein Gespräch mit seinem Sachbearbeiter, der eruiert, wie seinem Gesprächspartner optimal zu helfen ist. Ergebnis der Besprechung eine Zweitbesprechung nach ärztlicher Untersuchung, da Herr Mustermann depressiv ist und Einschaltung des Fördermaßnahmenleiters, der feststellt, dass Herr Mustermann Lücken in seinem Leistungsvermögen hat.

Die Ergebnisse werden mit Herrn Mustermann besprochen. Der kommt als erste Maßnahme in eine Behandlung um seine Erkrankung zu bessern/zu beenden. Dann geht Herr Mustermann auf die Ausbildungs-Baustelle und wird dort geschult und zwar so lange, bis er in die Anstellung kommt.

Das ganze hat in Holland nur einen Haken den ich allerdings sehr begrüße. Nehmen wir als Beispiel Herr Mustermann hätte im Monat bei rund 30 Tagen 900 € Einnahmen vom Staat (unser ALG 2), dann wären das 30 € kalendertäglich. Dieses Geld bekommt der Arbeitslose nur, wenn er in Maßnahmen ist. Dabei ist es egal ob er im Krankenhaus, Sportverein oder auf der Ausbindungsstelle ist.

Nun hat er zehn Tage keinen Bock, wie man so schön sagt. Legt er das Attest eines Arztes vor, dann wird weitergezahlt. Hat er kein Attest, so wird ihm für die 10 Tage kein Geld überwiesen.

Dieses System favorisiere ich, weil dann niemand sagen kann, dass Arbeitslose faul sind.

Gruß
Lighthouse
 

flandry

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Also, wenn du sooooo ungeschickt bist. :peace:

Aber Fragen nach Arbeitsschutz, Mitbestimmung (Vertretung durch den Betriebsrat) usw. sind im Interesse des Arbeitnehmers. Und das Gericht möchte ich sehen, das sagt: Das sind keine Arbeitnehmer.
Da schließt sich die Frage nach Sozialversicherung an, besonders die der Rentenversicherung.
Sobald auch nur 1 die passenden Fragen stellt und das vor Gericht durchzieht fliegt der Politik die ganze Sozialversicherung um die Ohren.:icon_twisted:
 
E

ExitUser

Gast
Diese Versuche gabs ab etwa Mitte der 90er Jahre in ähnlicher Form schon einmal in der damaligen Sozialhilfe.

Gemeinnützige Tätigkeit hieß das damals. Anfangs 3 Stunden die dann auf 5 gesteigert wurden. Allerdings nur in den Kommunen oder Städten eben Landschaftspflege, Hilfe zB. in Einrichtungen wie Kindergärten, Bibiliotheken, Kirchen etc. oder eigens dafür geschaffenen kommunalen Trägern.

Anfangs noch freiwillig, später sanktionsbewährt wenn man sich weigerte solche Tätigkeiten anzunehmen.

Allerdings wurde selbige noch vergütet mit etwa 120 bis 180 DMark im Monat die man zusätzlich hatte und welche nicht angerechnet wurden.

Dazu gabs auch noch in der Sozialhilfe Kleidergeld zwei mal im Jahr und eine Weihnachtszuwendung...

Bis die Agenda 2010 kam...

liesa
 

Gollum1964

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Moin moin,

mein Neffe wohnt in Bremerhaven. Er bezieht trotz Ausbildung seit Jahren Hartz4 und hat auch schon die Hosen voll.
Wer den Arbeitsmarkt in Bremerhaven/ Cuxhaven allerdings kennt, weiß, daß die Arbeitslosigkeit dort in erster Linie strukturell bedingt ist, da der Arbeitsmarkt nichts hergibt außer Touristik und öffentlicher Dienst. Dort liegt es zumeist nicht daran, daß die Arbeitslosen nicht "beschulbar" sind.
 

götzb

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Wie erfolgt dann das "Angebot" zu diesen Dreck ?
Per Zuweisung oder JobAngebot ?
Job mit 0€ würde sich irgendwie mit Mindestlohn schneiden. :icon_evil:

Patentrezept für derartige Opfer die sich nicht entziehen können, kann dann nur sein sich durch Sabotage zu wehren.
 

Der Auflehnende

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Wie erfolgt dann das "Angebot" zu diesen Dreck ? ...
Durch Zuweisung, also Verwaltungsakt. Es handelt sich hierbei um Förderung von Arbeitsverhältnissen nach § 16e SGB II. Daran werden einige Anforderungen gestellt. Das JC muss entsprechend in der Zuweisung darlegen, warum eine Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht möglich ist. Ein Satz wie "Langzeitarbeitslose einfach nur weiterzubilden hilft nicht, denn viele von ihnen sind einfach nicht mehr beschulbar" erfüllt die Voraussetzung nach § 16e Abs. 3 SGB II nicht.

Die meisten der dortigen SGB II-Leistungsempfänger werden, wie im Rest der Republik, sich dagegen aus Angst oder/und Unwissenheit nicht zu Wehr setzen. Soweit das dortige JC keinen anderweitigen Gegenwind erhält, voller Erfolg für JC und Arbeitgeber.
 

Gemcitabine

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Die meisten der dortigen SGB II-Leistungsempfänger werden, wie im Rest der Republik, sich dagegen aus Angst oder/und Unwissenheit nicht zu Wehr setzen. Soweit das dortige JC keinen anderweitigen Gegenwind erhält, voller Erfolg für JC und Arbeitgeber.
Ich sehe da auch keinen großen Unterschied zu dem jetzt schon bestehenden Zwangsjobs....
Ich sehe regelmäßig auf meinen Wegen die Grünpfleger -- der Gipel war ja während einer Hitzewelle befreiten die einen Radweg zu Kaufland (bisschen außerhalb) von Unkräutern, habe sie dort morgens gesehen und auch mal mittags.
Sie haben das super ordentlich gemacht und bekamen von mir auch ein Lob... allerdings auch nur aus Höflichkeit und Bequemlichkeit. Angebrachter wäre ja ein Tadel gewesen.

ok, wahrscheinlich erhalten die noch eine minihafte Aufwandsdingens, aber das ist ja auch lächerlich und geht eh mindestens zur Hälfte für zusätzliche Getränke, Essen usw drauf.

Es gibt meinen Beobachtungen nach mindestens immer 4 - 5 solcher Grünlings-Trupps parallel, die von Müllsammeln über Grünflächenpflege bei Obi (dort ebenfalls in der größten Sonne und Mittagshitze; Freundin von mir hat das mal gemacht) bis Waldaufräumen alles erledigen.

Und es finden sich immer Leute, die das mitmachen. Sogar teilweise noch freiwillig. Für manche ist scheinbar die soziale Isolation ein Problem, das sie anders, eigenverantwortlich nicht gelöst bekommen. Dann werden eben solche Tätigkeiten angenommen und sogar danach gefragt. Glaubt man kaum, ist aber so.
 

götzb

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Da wäre im Zusammenhang interessant, ob dann irgendwelche Unterschriften verlangt werden, die Firmen wollen sich doch irgendwie absichern, und wer dann nicht unterschreibt, darf dann "leider" nicht teilnehmen.
 

Vizekanzler

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Habe zum Glück eine Bescheinugung des Vertrauensarzt des JC das ich Rücken habe. Das wird mir wohl den größten Unsinn vom Hals halten. Kann allen anderen auch empfehlen. :bigsmile:
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Kann allen anderen auch empfehlen. :bigsmile:
Also ich würde es eher als Glück empfinden, wenn ich keine Rückenschmerzen mehr hätte.

Ich verstehe ja, dass das Thema einigen Unbehagen bereitet, finde es aber teilweise bedenklich wie mit dem Thema Unfall und Krankheit in dem Zusammenhang argumentiert wird.

Und dann wundert man sich, dass teilweise AU angezweifelt werden.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass keiner gezwungen wird.
Jedem steht frei sich abzumelden und auf dem Sofa liegenzubleiben.

Dann allerdings ohne Unterstützung der Solidargemeinschaft.

Und nicht falsch verstehen, grundsätzlich halte ich von solchen Maßnahmen auch nichts.

Zwangsarbeit (und auch Sklave) ist allerdings ein Begriff, den manche anscheinend nicht einordnen können.
 
E

ExitUser

Gast
Ansonsten kann ich nur sagen, dass keiner gezwungen wird.
Jedem steht frei sich abzumelden und auf dem Sofa liegenzubleiben.

Dann allerdings ohne Unterstützung der Solidargemeinschaft

Seltsame Einstellung.
Wenn ich arbeite, dann will ich, dass Beiträge für die Rentenversicherung gezahlt werden, dann will ich auch, dass ich mir Anspruch auf ALG I erarbeite.
Dies alles ist in den Fällen nicht gegeben.

Also würde ich auf dem Sofa liegenbleiben.

Und auf Deine Unterstützung würde ich pfeiffen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Es steht jedem frei, auf Unterstützung zu verzichten.
Falls Du das nicht machst, bin ich leider auch dabei mit meinen Steuern und Abgaben.

Manche merken hier leider nicht mehr die Realitäten.
Das ist ein großes Problem, hauptsächlich aber für die Betroffenen.

Und ich wiederhole gerne, dass ich von den hier genannten Maßnahmen der Arbeit grundsätzlich auch nichts halte.

Bezeichnend ist dennoch, welche Ansichten zur Vermeidung hier kursieren.
Darum ging es mir.

Ich zahle gerne Steuern und Sozialabgaben und auch viel, allerdings ungerne für Menschen die sich zur Vermeidung von Maßnahmen unrechtmäßig krank geben.
 

götzb

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Robbi lies mal...
Die Betreuung übernehmen die Jobcenter, die Finanzierung läuft über zusätzliche öffentliche Gelder.
Also über wertvolles Steuergeld.
Steuerzahler muss dafür zahlen, damit derartige Zwangsarbeit organisiert werden kann.
 

flandry

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Dabei heißt es doch immer: mit öffentlichen Geldern muss sparsam umgegangen werden.
Und jetzt wird noch mehr öffentliches Geld ausgegeben???
Den Sinn verstehe ich nicht.:glaskugel:
Kann mich jemand aufklären?
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ja, weiß ich und bin dagegen.

Hier sind alle so verbohrt, dass meine Kernaussage der Vermeidung durch Krankheit oder Arbeitsunfall völlig untergeht.

Nochmal: Ich finde es unverschämt, Krankheit oder Arbeitsunfall vorzutäuschen, um sich dieser Maßnahme zu verwehren.

Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die wirklich krank sind oder Arbeitsunfälle haben.

Wer jemals Verantwortung für Arbeitssicherheit und Personal hatte, kann das evtl. nachvollziehen.

Unter Zwangsarbeit verstehe ich was anderes.


Aber okay, bin raus hier.
Der ein oder andere sollte mal über den eigenen Tellerrand schauen und andere Sichtweisen akzeptieren.

Das hilft auch evtl. der eigenen Zukunft.
 

Vidya

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Manche merken hier leider nicht mehr die Realitäten. Das ist ein großes Problem, hauptsächlich aber für die Betroffenen. Und ich wiederhole gerne, dass ich von den hier genannten Maßnahmen der Arbeit grundsätzlich auch nichts halte. ..Ich zahle gerne Steuern und Sozialabgaben und auch viel, allerdings ungerne für Menschen die sich zur Vermeidung von Maßnahmen unrechtmäßig krank geben.
Widerspricht sich vollkommen, was Du da von Dir gibst -und solch eine Meinung nützt nur der Maßnahmeindustrie, die auch nur Vorgaben von 10 bis 30 Prozent der Arbeitsvermittlung hat. Und das auch nur in den wenigsten Maßnahmen überhaupt. Wer sich so um seine Steuern sorgt, der sollte sich lieber Gedanken darum machen -warum für einen sinnlosen Kurs bis zu 700 Euro pro Teilnehmer im Monat ZUSÄTZLICH gezahlt werden sollen.

Wenn ein Arbeitsloser so etwas vermeiden hilft -dann ist auch gegen eine AU nichts einzuwenden. Oder warum soll der Arbeitslose dabei helfen - noch mehr Steuergelder sinnlos zu verschwenden?

Und Übrigens: in der Realität verschwendeten auch Steuerzahler das Geld von anderen Steuerzahlern mit vorsätzlicher AU. Beispiel:

Bei der insolventen Fluglinie Air Berlin hatten sich mal 200 Piloten gleichzeitig krankschreiben lassen. Dies kostete den Steuerzahler mal eben 200 Millionen Euro.

JDas ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die wirklich krank sind oder Arbeitsunfälle haben. Wer jemals Verantwortung für Arbeitssicherheit und Personal hatte, kann das evtl. nachvollziehen.
So wird eine nachvollziehbare Argumentation daraus.
 
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