Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghausen) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

makelovenothartz

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Dieser Zettel vom AfA Inkasso Recklinghausen (siehe: angehängte Bilddatei) flatterte völlig unvermittelt bei mir herein und hat mir den ganzen Tag versaut.

Gegenstand der mir erst hiermit überhaupt eröffneten Forderung (ca. 600€) ist wohl eine Mietkaution (3 seinerzeitige Kaltmieten) von vor inzwischen knapp über 9 Jahren (bin dort vor 7 Jahren ausgezogen und erst kürzlich erneut, anderenorts, in ALG2-Bezug gekommen), die die seinerzeitige Immobilienverwaltung dem seinerzeitigen JobCenter wohl angeblich zurück gezahlt haben soll(te) - wozu mir allerdings eindeutige Belege fehlen.

Allerdings behauptet das AfA Inkasso, mir bereits per Ende 2012 die Angelegenheit (wohl ebenfalls angeblich damals ohne Mahnkosten) vorgelegt zu haben, was allerdings nie geschehen ist.

Eine klassische Konstruktion eines Druckmittels, würde ich auf den ersten Blick denken (vgl. Abmahnbetrug).

Welche Einschätzung haben andere zu dieser Angelegenheit?

Durch Recherchen wie per Recklinghausen site:elo-forum.org - Google-Suche gelangt man ja schnell zur Auffassung, dass hier maschinell und ohne Prüfung von Sachverhalten einfach geradezu willkürlich wirkende Forderungen aufgestellt werden, deren Einzelheiten dann auch nur auf explizite Anfragen hin überhaupt in Erfahrung gebracht werden können.

Ich musste schließlich sogar raten, wofür das seinerzeitige JobCenter mir etwas geliehen haben könnte, woraufhin wohl zwingend eine dritte Partei (nämlich wohl die hierfür einzig infrage kommende seinerzeitige Hausverwaltung) mich in die Bringschuld geraten lassen haben hätte können; vorausgesetzt, jene seinerzeitige Hausverwaltung wäre ihrer vertraglichen Verpflichtung zur Rückzahlung des seinerzeitigen Darlehens nach Beendigung des Mietverhältnisses nie nachgekommen, worüber mir aber leider keinerlei Informationen vorliegen.

Ich besitze in derartigen Angelegenheiten leider überhaupt keine Expertise und habe auch nur knapp zwei Wochen zur Erwiderung dieses Mahnschreibens.

Wäre hier prinzipiell eine Beantragung einer Beratungshilfe bei meinem Amtsgericht die beste Lösung, oder könnten mir andere Foren-Teilnehmer in dieser Sache eventuell den/die entscheidenden Hinweise vermitteln, da ich aus meiner eigenen Recherche zu diesen Themen (habe mich gerade erst(malig zudem) hier angemeldet) einfach nicht schlauer werde.
 

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makelovenothartz

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

Danke für den Link. So wie es mir scheint, bräuchte ich den seinerzeitigen Darlehens-Bescheid von 2007, um die genauen Rückzahlungsmodalitäten zur seinerzeitigen Mietkaution nachvollziehen zu können.

Allerdings fällt mir gerade Folgendes ein: Ich hatte mit der Hausverwaltung seinerzeit nach dem ordentlich vollzogenen Auszug Mitte 2009 einen Rechtsstreit, der in einem Urteil zu meinen Lasten mündete.

Jene Kosten hatte ich dann auch (2010) voll beglichen - die Hausverwaltung hatte Nacherfüllungsforderungen in offensichtlich viel zu großer Höhe veranschlagt, die ich - mangels Plausibilität - nicht bereit war, zu begleichen, woraufhin ich mich daher zu einem Verfahren entschied, was mir auch einige Monatsmieten an seinerzeitiger, m.E. höchst fragwürdig begründeter Nacherfüllungsforderungen, per seinerzeitigem Gerichtsbeschluss - in Summe - erspart hatte.

Nach Begleichung jener sämtlicher gerichtlich anerkannter Forderungen müsste doch eigentlich meine Bringschuld gegenüber der seinerzeitigen Hausverwaltung vollends erfüllt gewesen sein und diese hätte doch wohl spätestens zu diesem Zeitpunkt die Mietkaution in voller Höhe (bei der Wohnungsabgabe wurde schließlich rein gar nichts bemängelt) an das seinerzeitige JobCenter zurückgezahlt haben müssen, welches dieses Darlehen der Mietkaution wohl weiterhin, womöglich gar irrtümlicherweise, als ausstehend verbucht.

Insofern erschließt sich mir hier auch gar nicht, woraufhin da im Einzelnen noch offene Forderungen gegen mich existieren sollten. Wie sollte ich denn wohl angesichts dessen auf diesen Mahnbescheid des AfA Inkasso reagieren? Vielleicht genau das mitteilen, was ich hier bereits selber geschrieben habe?
 

juergen1958

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

Hallo,
ist denn eine so alte Forderung nicht schon verjährt?
Viele Grüße
Jürgen
 
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Gast1

Gast
AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

makelovenothartz, bitte füge in Deine Beiträge Leerzeilen ein, sie sind sehr schwer zu lesen. Danke.
 

Wutbuerger

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

Mir scheint jemand hat eine neue Geldquelle entdeckt -- nicht rückgezahlte Darlehen.
Da fordern wir einfach mal alle ausstehenden Darlehen zurück , auch wenn die Rückzahlung ausgesetzt ist oder noch gar nicht fällig wurde. Und wer nicht freiwillig zahlt dem behalten wir einfach 10% ein .
Ein hoch auf die Körperschaften öffentlichen Rechts. Forderungen aufstellen und Inkasso aus einer Hand .
 

makelovenothartz

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

makelovenothartz, bitte füge in Deine Beiträge Leerzeilen ein, sie sind sehr schwer zu lesen. Danke.
Danke für den Hinweis. Ich habe soeben Leerzeilen nachträglich in meinen vorherigen Beiträgen eingefügt.
 

makelovenothartz

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

Den Erwiderungen der anderen Diskussionsteilnehmer entnehme ich eine gewisse Unklarheit hinsichtlich der anzuratenden Vorgehensweise. Ich möchte mich dieser Unklarheit hiermit solidarisch anschließen und allen versichern, dass auch mir unklar ist, wie ich denn mit dieser Situation, die ja nunmal eine für mich seither offene Angelegenheit mit Klärungsbedarf ist, umgehen soll :popcorn:
 
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Gast1

Gast
AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

makelovenothartz, ich schaue mir Deine Sache morgen noch mal an, zur Zeit ist mein Hirn leer, ich habe heute zu viel hier im Forum nachgedacht und analysiert. Morgen geht es mir wieder besser. Aber ich kenne mich mit Mieter-Vermieter-Angelegenheiten zu schlecht aus, das sei vorausgeschickt.

Ich mache erstmal Feierabend hier.

Vielleicht gibt es aber auch andere User hier, die mehr als ich wissen.
 

AndreasB

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

ist denn eine so alte Forderung nicht schon verjährt?
Die Forderung gegen die Hausverwaltung ist auf jeden Fall verjährt, die regelmäßige Verjährungsfrist nach BGB beträgt 3 Jahre zum Jahresende. Falls die also nicht gezahlt hat, ist da nach den geschilderten Fakten nichts mehr zu holen.

Wenn das Jobcenter in 2012 per Bescheid die Rückzahlung des Darlehens gefordert hat, dann verjährt diese Forderung entsprechend § 52 Abs. 2 SGB X erst nach 30 Jahren, nachdem der Bescheid rechtskräftig geworden ist.
 

makelovenothartz

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

Die Forderung gegen die Hausverwaltung ist auf jeden Fall verjährt, die regelmäßige Verjährungsfrist nach BGB beträgt 3 Jahre zum Jahresende. Falls die also nicht gezahlt hat, ist da nach den geschilderten Fakten nichts mehr zu holen.

Wenn das Jobcenter in 2012 per Bescheid die Rückzahlung des Darlehens gefordert hat, dann verjährt diese Forderung entsprechend § 52 Abs. 2 SGB X erst nach 30 Jahren, nachdem der Bescheid rechtskräftig geworden ist.
Das Jobcenter hat aber mir gegenüber überhaupt erst eben jetzt, und zwar per Mahnung, die Angelegenheit angezeigt, bzw. mich überhaupt erst jetzt in dieser Weise hiervon in Kenntnis gesetzt. Mir war vorher kein etwaiger Bescheid von Ende 2012 zugestellt worden.

Ich hatte bis dato - also bis diese Mahnung hereinflatterte - gar keinen blassen Schimmer, dass hier noch eine etwaige Versäumnis hinsichtlich der seinerzeitigen Rückzahlung des Darlehens über die seinerzeitige Mietkaution bestanden hätte.

Ist denn nicht alleine diese perfide Vorgehensweise des JobCenters schon Grund zur Rüge und zur Infragestellung dieses sämtlichen Vorgehens?

Schließlich hätte ich ja auch nur im Falle der tatsächlich erfolgten Zustellung des ursprünglichen, angeblichen Bescheides von Ende 2012 noch gerade so die Frist zur Belangung der seinerzeitigen Hausverwaltung (Auszug Mitte 2009) wahren können, was ja, aufgrund der per 2012/2013(?) eingetretenen Verjährung des Anspruchs gegenüber der seinerzeitigen Hausverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt nun schon längst nicht mehr möglich ist.

Handelt es sich bei dieser Vorgehensweise nicht um ein rechtswidriges Verhalten (erst mahnen, dann behaupten, ein Bescheid sei vor 4 Jahren zugestellt worden) seitens des seinerzeitigen JobCenters?

Und entstehen mir hierdurch wiederum in Folge der nicht erfolgten Bescheids-Zustellung von Ende 2012 Regressansprüche in voller Höhe gegenüber dem JobCenter, weil hierdurch die Ansprüche gegenüber der seinerzeitigen Hausverwaltung verjährt sind, was mir natürlich zur Eintreibung bei der Hausverwaltung die Hände bindet, und, wie schon laufend erwähnt, nur durch die erfolgreiche, fristgerechte (vor Ende 2012) Zustellung des seinerzeitigen, fraglichen Bescheides an mich hätte verhindert werden können?


Sollte ich vom AfA Inkasso bzw. dem beauftragenden JobCenter nicht erst mal sämtliche Druck-, Versand- und Zustell-Nachweise über den fraglichen Bescheid von 2012 einfordern und ggf. die Behörde nochmal explizit auf diese Situation und insbesondere auf deren säumige Mitteilung (2016 per Mahnung, anstatt spätestens 2012 per Bescheid!) mit Hinblick auf meine inzwischen verjährten Ansprüche gegenüber der seinerzeitigen Hausverwaltung verweisen?
 

ZynHH

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

Warum hast du dich bei auszug nicht um die Kaution gekümmert?
Du hast doch entsprechende Verträge geschlossen und dir war klar, das du dich um deine! Kaution kümmern musst.

Du hattest dir Geld geliehen, um die Kaution zahlen zu können.
 

AndreasB

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

Ist denn nicht alleine diese perfide Vorgehensweise des JobCenters schon Grund zur Rüge und zur Infragestellung dieses sämtlichen Vorgehens?
Du kannst nicht wissen, ob das Jobcenter Schuld daran ist, dass Dir der Bescheid nicht zugegangen ist. Also ist es wohl verfrüht, das Wort "perfide" zu benutzen.

Schließlich hätte ich ja auch nur im Falle der tatsächlich erfolgten Zustellung des ursprünglichen, angeblichen Bescheides von Ende 2012 noch gerade so die Frist zur Belangung der seinerzeitigen Hausverwaltung (Auszug Mitte 2009) wahren können, was ja, aufgrund der per 2012/2013(?) eingetretenen Verjährung des Anspruchs gegenüber der seinerzeitigen Hausverwaltung zum jetzigen Zeitpunkt nun schon längst nicht mehr möglich ist.

Handelt es sich bei dieser Vorgehensweise nicht um ein rechtswidriges Verhalten (erst mahnen, dann behaupten, ein Bescheid sei vor 4 Jahren zugestellt worden) seitens des seinerzeitigen JobCenters?

Und entstehen mir hierdurch wiederum in Folge nicht Regressansprüche in voller Höhe gegenüber dem JobCenter, weil es ja eben nicht im Jahr 2012 die erfolgreiche Zustellung des seinerzeitigen, fraglichen Bescheides an mich vorgenommen hatte?
Nicht das Jobcenter ist dafür verantwortlich, sich um die Mietkaution zu kümmern. Du warst der Mieter und das ganze liegt in Deiner Verantwortung. Das Jobcenter hat auch keine Pflicht, Dich daran zu erinnern.


Sollte ich von denen erst mal sämtliche Nachweise, einschließlich Zustell-Nachweise über den fraglichen Bescheid von 2012 einfordern und ggf. die Behörde nochmal explizit auf diese Situation und insbesondere auf deren säumige Mitteilung (2016 per Mahnung, anstatt spätestens 2012 per Bescheid!) mit Hinblick auf meine inzwischen verjährten Ansprüche gegenüber der seinerzeitigen Hausverwaltung verweisen?
Ich würde als erstes bei der Hausverwaltung von damals nachfragen, ob die einen Nachweis über die zurückgezahlte Mietkaution haben. Vielleicht liegt ja auch nur ein Fehler beim Jobcenter vor.

Ansonsten kannst Du natürlich die Nachweise anfordern, ob es was bringt, hängt letztendlich auch von den Bedingungen des Darlehens ab. Ich bin überfragt, ob es hilfreich ist, den Zugang des Bescheides zu bestreiten. Ohne den Bescheid könnte die Forderung des Jobcenters verjährt sein, da in dem Fall die allgemeine Verjährungsfrist nach BGB greift. Vielleicht kann dazu jemand anderes etwas schreiben.
 

makelovenothartz

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Warum hast du dich bei auszug nicht um die Kaution gekümmert?
Du hast doch entsprechende Verträge geschlossen und dir war klar, das du dich um deine! Kaution kümmern musst.

Du hattest dir Geld geliehen, um die Kaution zahlen zu können.
Ich war damals begründbarer Auffassung, dass die damalige Hausverwaltung die Angelegenheit direkt mit dem JobCenter regeln würde, quasi analog dazu, wie das JobCenter denen zu Beginn jenes Mietverhältnisses direkt die Kaution überwiesen hatte, und nicht erst mir zur Nachträglichen Weiterleitung an die Hausverwaltung, sondern direkt an eben diese, und dann abschließend eben schriftlich oder wie auch immer von der Hausverwaltung nach der seinerzeitigen Beendigung des ALG2-Bezuges die Rückzahlung der Kaution erbeten hätte.

Ich hatte jedenfalls nie vom JobCenter bezüglich der seinerzeitigen Kaution bzw. deren etwaiger Fälligkeit irgendwelche Mitteilung erhalten, eben bis jetzt.

Daher gehe ich auch davon aus, dass hier ein krasses Versäumnis der Mitteilungspflicht seitens des seinerzeitigen JobCenters vorliegt, und nicht etwa ich zu diesem Zeitpunkt zu belangen wäre.

Ich denke, ich werde mal bei nächster Gelegenheit das Sozialgericht aufsuchen und mir ggf. einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen.

Die Sache stinkt nämlich gewaltig. Vielleicht spekulieren die JobCenter bzw. die AfA sogar darauf, dass Leute die ganzen uralten Unterlagen einerseits nach langer Zeit inzwischen entsorgt haben, den Überblick verloren haben, oder ganz einfach, dass die damit durchkommen, frech zu behaupten, ein Bescheid sei schon vor Jahren verschickt worden, hier's die Mahnung, und jetzt zahl mal bitte.

Ich erlaube denen aber jedenfalls schon aus Prinzip nicht, mit mir in dieser idiotischen Weise umzugehen.
 

makelovenothartz

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AW: Unvermittelte Mahnung zu Mietkautionsrückzahlung (Darlehen) (AfA Inkasso Recklinghau

Ohne den Bescheid könnte die Forderung des Jobcenters verjährt sein, da in dem Fall die allgemeine Verjährungsfrist nach BGB greift. Vielleicht kann dazu jemand anderes etwas schreiben.
Ah! Jetzt wüsste ich eigentlich nur noch gerne, ob diese Mutmaßung denn wohl stimmt - oder eben doch nicht. Denn wäre es so und die Forderung des JobCenters ist mangels Bescheid-Zustellung an mich per spätestens 2012 bereits nach BGB verjährt, werde ich mich, wahrheitsgemäß und - notfalls - auch an Eides statt, auf die Nicht-Zustellung fraglichen Bescheides von 2012 berufen, und damit müsste die Angelegenheit dann auch beendet werden.

Weiterhin halte ich es aber für prüfenswert, inwieweit das JobCenter denn prinzipiell berechtigt ist, diese Daten so derart lange vorrätig zu halten, um diese dann gewissermaßen "aufzutauen", unter Bemühung fiktiver (oder gar fingierter?!) "einst zugestellter Bescheide" ein "nicht-bezahlt"-Etikett dran zu heften, und im Grunde längst verjährte Forderungen (ob nun legitimerweise oder nicht) auf's Gerate-Wohl den Inkasso-Knechten vorzuwerfen.

Unbescholtene Bürger sollten derart perfiden Umtrieben opportunistischer Behörden-Geier jedenfalls nicht auf den Leim gehen müssen. Hier fehlen eindeutig effektive Kontrollmechanismen innerhalb der Behörde, um derartige Stümpereien im Vorfeld auszuschließen; und seit dem diese erst mal fehlen, halte ich die Frage durchaus für berechtigt, ob deren Fehlen nicht gar beabsichtigt ist und etwa zur Füllung deren angeblich leerer Kassen zu Lasten von ansonsten, der eingetretenen Verjährung halber, im Grunde nicht mehr belangbarer Leute dient...

Ich erbitte also abschließend noch eine Ergänzung seitens der Forenteilnehmerschaft dazu, ob in diesem Fall die erst jetzt und per Mahnung mitgeteilte Forderung, mangels vom JobCenter ins Feld geführter, jedoch für mich absolut un-plausibler (da schlicht nicht erfolgter!) Bescheid-Zustellung per spätestens Ende 2012, inzwischen in vollem Umfang nach BGB tatsächlich verjährt sein sollte.

Das wäre dann auch schon alles von meiner Seite.

Erst mal vielen herzlichen Dank für die Mühe, die ihr euch alle mit mir, für mich und auch für andere mit gleich oder ähnlich gelagerten Fragen hier heute gegeben habt.

Ich bin wirklich sehr froh und sogar verblüfft darüber, derart effektiv Hilfe bekommen zu haben, und das auch noch am Wochenende!
 
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