Untervermietung an Schwester od. doch lieber nur Besuch - Was ist zu beachten? (1 Betrachter)

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LilaSpinne

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Hallo Community!

Folgendes wird in Kürze eintreten:

Die Schwester einer Bekannten zieht aus einem anderen Bundesland zu ihr, da sie in der Stadt der Bekannten eine Festanstellung bekommen hat. Vorher war sie (Schwester) im ALG2-Bezug. Sie ist U25 allerdings durfte sie ausziehen, Umzugsgenehmigung liegt vor, zuletzt war sie offziell OFW.

In der Anfangszeit möchte die Bekannte (ALG2) ihr einen Raum in ihrer Wohnung zur Verfügung stellen bzw. untervermieten (Zustimmung durch Vermieter ist erfolgt) bis die Schwester eine eigene Wohnung anmieten kann (Vorlage der Gehaltsnachweise erforderlich, daher wohl 3-4 Monate).

Die Schwester kann im ersten Monat definitiv KEINE Miete zahlen, da das erste Gehalt erst in der Mitte des Folgemonats gezahlt wird. Zufluss an Bekannte also auch erst im Folgemonate. Gedanke hierzu ist, dass die Miete generell im Rahmen des Untermietverhältnisses erst NACHTRÄGLICH gezahlt wird.

Bekannte bezieht ALG2 und hatte früher schon WG-Mitbewohner. Ein gemeinsames Wirtschaften findet in keinem Fall statt, denn es handelt sich auch in diesem Fall um eine normale WG, die auf kurze Zeit begrenzt ist.

Was ist im Untermietvertrag zu beachten?
Gibt es Alternativen?
Mit welchen Hindernissen durch das Jobcenter ist ggf. zu rechnen? Muss die Bekannte schon zu Beginn eine Haushaltsgemeinschaft widerlegen?
Wann muss das Jobcenter der Bekannten benachrichtigt werden? Reicht eine Veränderungsmitteilung und eine Kopie des Untermietvertrages zum Mietbeginn?

Ich weiß ;) viele, viele Fragen... aber lieber vorab die Dinge klären, als zu lange zu warten und dann nur noch Scherben kehren zu können.

Freue mich auf Antworten von den Profis :)

LG
die LilaSpinne
 
E

ExitUser

Gast
Ich sehe den Sinn nicht ganz. Das JC zahlt doch die Miete eh, ob auf zwei Personen verteilt oder nicht ...

Familienbesuch, wobei man mit dem Vermieter klären sollte, ob er dann höhere Nebenkosten verlangt. Drei Monate hört man da oft als Grenze.
 

LilaSpinne

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Ich sehe den Sinn nicht ganz. Das JC zahlt doch die Miete eh, ob auf zwei Personen verteilt oder nicht ...

Die Schwester steht nicht im ALG2-Bezug.
Nur die Bekannte erhält ALG2.
Die Schwester würde - wie in einer normalen WG - ganz normal den Anteil für das angemietete Zimmer zahlen.

Familienbesuch, wobei man mit dem Vermieter klären sollte, ob er dann höhere Nebenkosten verlangt. Drei Monate hört man da oft als Grenze.

Die Nebenkosten werden nach Fläche berechnet... evt. wird sich geringfügig, was an den personenbezogenen Kosten (könnte Müll sein?) ändern.

Wasser und Heizung wird nach Verbrauch abgerechnet.
Die Schwester MUSS sich in der Wohnung anmelden. Aktuell ist sie noch OFW in einem anderen Bundesland. Und wie das so ist... ohne einen festen Wohnsitz hat man es nicht gerade leicht ... fängt schon an bei einem Handyvertrag und ähnlichem.
 

Hartzeola

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Was ist im Untermietvertrag zu beachten?
Ein echtes Mietverhältnis



Ein Untermietvertrag ist rechtlich gesehen ein echtes Mietverhältnis mit allen üblichen Rechten und Pflichten. Auch für diese Form des Mietvertrags gelten nämlich die gesetzlichen Bestimmungen des Mietrechts, zum Beispiel in Bezug auf Kündigungsfristen. Ein Untermietvertrag unterscheidet sich der Form nach nicht von anderen Mietverträgen, er regelt die Höhe der Miete und der Nebenkosten, die Mietdauer und einiges mehr.
Hier können Sie sich einen Mustervertrag kostenlos herunterladen:


Muster als Download
Untermietvertrag

Mit welchen Hindernissen durch das Jobcenter ist ggf. zu rechnen?
https://www.elo-forum.org/diskussio...l-hartz-iv-empfaenger-untermieter-melden.html
 
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ExitUser

Gast
Also für mich wäre das ein Familienbesuch. Der Zeitraum ist begrenzt und überschaubar, so dass man sicher mit dem Vermieter reden kann, was die Nebenkosten angeht.

Die Schwester könnte sich später durch eine Sachspende (dringend benötigtes Küchengerät etc.) bedanken.
 

LilaSpinne

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Also für mich wäre das ein Familienbesuch...

Kann die Schwester dann trotzdem ganz offiziell ihren Wohnsitz dort anmelden? Als Besucher... ohne Mietvertrag?

Der Zeitraum ist begrenzt und überschaubar, so dass man sicher mit dem Vermieter reden kann, was die Nebenkosten angeht...

Die BK werden flächenmäßig abgerechnet, HK und Wasser nach Verbrauch.. ggf. käme noch etwas für Müll und/oder "Verwaltung" dazu. Dieses aber eher gering und zweitrangig.
.......
 
E

ExitUser

Gast
Anmelden kann sie sich sicher. Dafür braucht es heute keinen Nachweis mehr.

Es gibt für Wohnungslose allerdings immer auch die Möglichkeit, sich in einer Institution (Caritas, Wohnungslosenhilfe etc.) eine Meldeadresse einzurichten.

Bei mir stand solange die alte Adresse im Ausweis. Das war nie ein Problem. ...

Die beiden müssen natürlich wissen, wie sie es handhaben. Den Mietvertrag würde ich dann allerdings erst mit der ersten Mietzahlung einrichten. Dann gibt es beim Amt auch keine unnötigen Nachfragen. Letztendlich werden sie sich dort ja freuen, dass sie weniger zahlen müssen.
 
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