Untersuchung Wer sind die Nichtwähler?

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wolliohne

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Wer sind die Nichtwähler?

In einer interessanten Untersuchung geht Armin Schäfer vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung angesichts sinkender Wahlbeteiligungen der Frage nach, wer die Nichtwähler sind, von welchen Faktoren die Wahlbeteiligung abhängt und wie sich das auf die Wahlergebnisse der Parteien auswirkt. Von Wolfgang Lieb.
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SPD-Chef im BamS-Interview: Kentert die SPD mit Steinbrück, Herr Gabriel?
BamS: In Umfragen dümpelt die SPD im Schnitt 13 Prozentpunkte hinter der Union. Wie will Ihre Partei diesen Rückstand in den fünfeinhalb Monaten bis zur Wahl noch aufholen?
Gabriel: Mal abgesehen davon, dass der wirkliche Wahlkampf noch nicht begonnen hat, geht es am Ende doch darum, wer eine Koalitionsmehrheit in Deutschland erreicht. Und eines ist wohl schon heute klar: CDU/CSU und FDP werden die nicht mehr bekommen.
Die SPD muss vor allem die Menschen wieder erreichen, die überhaupt nicht mehr wählen gehen. Unser Gegner ist nicht die CDU, sondern das Ohnmachtsgefühl vieler Menschen, die nicht mehr daran glauben, dass sich demokratisches Engagement und Wählengehen lohnt.
Quelle: BamS Anmerkung WL: Dass die SPD vor allem die Menschen wieder erreichen muss, die überhaupt nicht mehr wählen gehen, damit hat Gabriel sicher völlig Recht. Siehe dazu „Wer sind die Nichtwähler?“.
Ob diese Menschen aber mit folgenden Aussagen des Kanzlerkandidaten erreicht werden?
„Zeit: Als Ministerpräsident in NRW haben Sie einst gesagt: “Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft des Landes tun, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen und nur für sie.” Das klingt anders als heute.
Steinbrück: Nein. Ich bin unverändert der Meinung, dass die SPD dringend jene ansprechen muss, die die Lastesel des Sozialstaates sind. Diese Menschen dürfen wir nicht überfrachten, weil sie sonst den Solidarvertrag aufkündigen.“
Selbst wenn Steinbrück so denkt, wie er spricht, könnte er sich als Spitzenkandidat und damit Repräsentant seiner Partei im Wahlkampf nicht wenigstens ein wenig auf diejenigen zubewegen, die auf den Sozialstaat angewiesen sind? Warum sagt er nicht einfach, ich suche Wähler unter denjenigen, die Solidarität brauche und unter denjenigen, die bereit sind Solidarität zu üben.
Dazu passt: Warum wählen so viele die CDU?
Für die Besserverdienenden scheinen die Christdemokraten also mittlerweile erste Wahl zu sein. Für die sozial Benachteiligten ist die Union kaum eine Option: In der Wählerschaft der CDU/CSU finden sich mit einem Anteil von 9,3 Prozent die wenigsten Arbeitslosen. Und von all jenen, die monatlich ein Haushaltseinkommen von unter 1.000 Euro haben, wählen lediglich 5,7 Prozent die CDU/CSU.
Allerdings hat die einzig andere Volkspartei, die SPD, ihre Wählerschaft und ihr Ideal der sozialen Gerechtigkeit spätestens mit der “Agenda 2010″ verraten…Die SPD liegt in der Wählergunst mit durchschnittlich 25 Prozent (Ende März im DeutschlandTRend: 27 Prozent) derzeit weit abgeschlagen hinter der CDU …
So viele Bürgerinnen und Bürger wählen die CDU ja gar nicht mehr. Stattdessen verliert die Partei kontinuierlich Stimmen. Allein zwischen 1990 und 2009 ist die absolute Zahl derjenigen, die bei der Bundestagswahl ihr Kreuz für die Christdemokraten gemacht haben, von 17,0 auf 11,8 Millionen zurückgegangen – also um fast ein Drittel. Da die Wahlbeteiligung aber wegen der großen Unzufriedenheit insgesamt sinkt, fällt der Rückgang der CDU-Stimmen nicht so auf. Dass beispielsweise nicht die SPD profitiert, liegt auch daran, dass sie im Kern für die gleiche Politik wie die CDU steht: Schuldenbremse, Auslandseinsätze der Bundeswehr und Sozialabbau (Agenda 2010). Nicht umsonst konnten in der Vergangenheit Parteien wie DIE LINKE oder die Piraten relativ große Erfolge verbuchen – zumindest solange, wie die Wählerinnen und Wähler den Eindruck hatten, dass sie sich vom etablierten Politikbetrieb abheben.
Quelle: Telepolis
 
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