Untersuchung:Eiskalte deutsche Chefs

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Kuhle Wampe

Gast
Führungsstil : Jeder dritte Chef ist ein harter Hund - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

Der Chef soll menschlich sein und nicht nur harter Hund: Das predigen Berater seit Jahren. Doch jeder dritte Boss in Deutschland tritt so autoritär und grob auf wie eh und je

Nein, es nicht nicht nur "jeder dritte". Die Efahrungen, die ich früher gemacht habe und die, die viele mir bekannte Leute heute machen, sprechen eine andere Sprache.

Der Prototyp des deutschen Arbeitgebers sieht heutzutage so aus, mal so und oft in einer LightVersion, was die Menschenfeindlichkeit aber auch kaum besser macht;

Oliver Samwer, der mittlere von drei Brüdern, die die erfolgreichsten Internetunternehmer in Deutschland sind, schließt seinen Brief mit den Worten: "Ich bin im Internet der aggressivste Typ des Planeten. Ich werde sterben, um zu gewinnen, und ich erwarte dasselbe von Euch."

Für Forscherin Wagner ist Oliver Samwer der Prototyp des jungen, knallharten Chefs. "Solche Führungskräfte geben ihren Mitarbeitern keinen Rückhalt bei Schwierigkeiten", sagt Wagner. Wenn es hart auf hart kommt, stehe ich ohne die Unterstützung da – das sagen vor allem diejenigen, die von harten Hunden geführt werden.

Kleine "Samwers" ist Alltag in deutschen Unternehmen, wenn auch nicht ganz in dieser brutalen Ausprägung.Aber brutal genug, dass immer mehr Menschen vor die Hunde gehen, sozial,ideell und auch finanziell.

"Schwäche können Sie zu Hause bei Ihrer Frau zeigen. Dort können Sie, wenn Sie wollen, auch heulen oder jammern. Aber nicht draußen. Das habe ich nie gemacht. Rate ich auch keinem." Es herrsche, sagt Mehdorn "am Markt das Gesetz der Gesunden und Starken, nur die überleben".

Ich weiss nicht, wie es Euch geht: Ich habe keine Lust auf diese Arbeitswelt, solange sie so ist.
Ich halte sie deshalb weit von mir weg.
 

Faulkatze

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Moin, Kuhle Wampe!
Jepp, SO sehe ich das auch.
Ich habe auch nicht die geringste Lust mehr auf diese asoziale Arbeitswelt.
Muss jetzt um meine Erwerbsminderungsrente kämpfen, die Verlängerung wurde abgelehnt.
Wenn ich daran denke, dass ich mich unter Umständen demnächst wieder vor dem Schreibtisch eines/einer SB im Mobcenter wiederfinde, werde ich schon allein davon noch kranker in meiner Seele.
Dann vielleicht in Ü50-Massnahmen gepresst, wegen Statistikglättung, in "für-lau-Praktika".... mir wird übel.
Abgesehen davon vermute ich auch einfach mal, dass ich eh keine Arbeitsstellen... ich vermeide hier bewusst das Wörtlein "Job", weil es sich wie Ferienarbeit anhört.... mehr bekomme.
Wie wirkt denn ein Lebenslauf, in dem schon 3 Jahre Rente erwähnt sind.
Und Zeitarbeit? Wegwerf-Arbeiter sein?
omg..never.
Ich habe in meinem Leben viel und mit wechselnden Tätigkeiten gearbeitet...bis zum letzten Arbeitsplatz war alles soweit ok....
Aber was ich derzeit so um mich herum mitbekomme, lese..
Nein, ich mag nicht mehr... :icon_sad::icon_kotz:
 
E

ExitUser

Gast
Nicht zu vergessen: Vermieter!
eiskalt deutsch.

Oh ja, wenn ich an meine vorherige Vermieterin denke, da könnte ich Geschichten erzählen.

Aber ich habs ihr denk dem Mieterschutzbund so richtig gezeigt:biggrin:

Aber was die Chefs angeht, das war in den 80er teilweise auch schon so.
Wenn ich da so an meinen Ausbildungsbetrieb denke, da gab es sogar Tritte in den Allerwertesten.
Und das nicht nur so zum Spaß.
 

2010

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Da in D jeglicher Zusammenhalt fehlt, muß jeder für sich entscheiden was das Beste ist u. wie er vorgeht gegen diese Monster v. SB u. AG.
Wer chronische Krankheiten hat steht doch gar nicht so schlecht da, um sich etwa einer Dumm Maßnahme zu entziehen.
Nicht jammern, sondern sich zur Wehr setzen.
 
M

Minimina

Gast
Auch wieder so eine euphemistische Verballhornung:

Befehlen ist nicht Führen!

Und der Deutsch ist nun mal ein Befehls- und Stiefellecktierchen weil er soviel Angst hat.

Als Herr General, einen schönen Befehlsstil haben sie an sich :icon_party:

LG MM
 
K

Kuhle Wampe

Gast
Da in D jeglicher Zusammenhalt fehlt, muß jeder für sich entscheiden was das Beste ist u. wie er vorgeht gegen diese Monster v. SB u. AG.
Wer chronische Krankheiten hat steht doch gar nicht so schlecht da, um sich etwa einer Dumm Maßnahme zu entziehen.
Nicht jammern, sondern sich zur Wehr setzen.

EBEN. Und so weiss ich seit geraumer Zeit, mich beiden Personengruppen fast vollständig zu entziehen.Nicht aus Faulheit, sondern einfach aus Selbstschutz. Lieber wäre mir, auf eine Arbeitswelt zu treffen, mit der man sich wenigstens partiell identifizieren könnte.

Ist aber nicht -- und so mache ich meinen Stiefel eben so, wie ichs tue und werde keinen Millimeter davon abweichen.
 
K

Kuhle Wampe

Gast
Hallo,@Faulkatze!!

Ich habe auch nicht die geringste Lust mehr auf diese asoziale Arbeitswelt.

Würde die deutsche Arbeitswelt auf wenigstens halbwegs ethischen Grundsätzen beruhen (Leistung: gerne-- aber dabei ethisch-soziale Behandlung durch die Chefs und eine angemessene Vergütung), ich wäre explizit NICHT die Person, die sich unbegrenzt der Erwerbsarbeit entziehen wollte.Ganz entziehe ich mich der Arbeit auch jetzt nicht,mit einer kleineren Teilzeitstelle nicht in der Wirtschaft, aber es stimmen eben die Rahmnenbedingungen.

So aber sage ich ganz offen: Nein, ich will absolut nichts damit zu tun haben, was in der deutschen Wirtschaft vor sich geht. Ich verachte das zutiefst.


Wie wirkt denn ein Lebenslauf, in dem schon 3 Jahre Rente erwähnt sind.
Genau richtig, sieht man, was es massenhaft für Jobs gibt. Man hat dann Glück mit so einem Rentenlebenslauf, weil es nahezu ausgeschlossen ist, dass man da mit solchen Jobs zwangsbeglückt wird.


Aber was ich derzeit so um mich herum mitbekomme, lese..

Das ist einfach jenseits alles vorstellbaren, wie BRD-Arbeitgeber mit den Menschen umgehen.
Beispiele?

--Frauen, deren Kinder als "nervtötende Bälger" bezeichnet werden (ohne dass der AG sie kennt), weil die Mutter zu hause bleiben muss, wenn sie krank sind und das auch tuen.(AG: Ein Dienstleister im Reinigungsbereich)

--ein älterer Mann, der augenscheinlich am Herzinfarkt stand (und den er dann auch bekam und nur glücklich überlebte), der von seinem AG um somehr getriezt wurde, je kränker er sich fühlte (AG:Ein Sicherheitsunternehmen, das vom JC monatlich 1 Dutzend Opfer bekommt)

-- eine ältere Frau, die ihren akut erkrankten Mann pflegen musste und vom AG gesteckt bekam, wann der denn endlich "eingehe", damit die Frau "ihre Pflicht" am Arbeitsplatz erfüllen kann.(Automobilzulieferer, Service)

All das ist mir, ich schwöre es!!, so zu Ohren gekommen und ich werde ohnmächtig vor Zorn auf diese deutschen Arbeitgeber.



Mir scheint, letztlich war es kein Zufall, dass die NS-Ideologie gerade in Deutschland zu solchen Auswirkungen führen konnte, wie sie geschichtlich einmalig sind.
 

jimmy

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Wer die Ellenbogen nicht spitzt, erreicht nicht das, was in den Massenmedien als erstrebenswert propagiert wird. Was diese Ellenbogenspitzer alle vergessen, ist, dass Sie mit dem ganzen Geld nur denen imponieren können, die sich sonst nicht für Sie interessieren würden. Ganz großes Kino!
Wer chronische Krankheiten hat steht doch gar nicht so schlecht da, um sich etwa einer Dumm Maßnahme zu entziehen.
Nicht jammern, sondern sich zur Wehr setzen.
Denk dran, JEDER Mensch bewertet einen, und die meisten sehen einen NIE so, wie man a) wirklich ist, und b) wie man sich selber sieht. Und wenn du - aus welchem Grund auch immer - in die Situation kommst dich Verbal äussern zu müssen, wirst du dir schnell Dinge anhören müssen, die du nicht hören möchtest.
Und wenn du keine Konsequenzen ausstrahlst, wird man dir deine Recht absprechen. Oder wie kommt es, dass die rhetorisch begabten häufiger die Rente durchgeboxt bekommen, während die rhetorisch schlechter gestellten sich weiter quälen müssen, obwohl Sie an den gleichen Beschwerden leiden?
 

ZynHH

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Kann man nicht Kuhle Wampe und Steamhammer wieder unter einem Nick zusammenführen..... sonst entsteht noch der Eindruck es gäbe mehr als einen davon....:popcorn:
 

hartaber4

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Hallo,@Faulkatze!!



Würde die deutsche Arbeitswelt auf wenigstens halbwegs ethischen Grundsätzen beruhen (Leistung: gerne-- aber dabei ethisch-soziale Behandlung durch die Chefs und eine angemessene Vergütung), ich wäre explizit NICHT die Person, die sich unbegrenzt der Erwerbsarbeit entziehen wollte.Ganz entziehe ich mich der Arbeit auch jetzt nicht,mit einer kleineren Teilzeitstelle nicht in der Wirtschaft, aber es stimmen eben die Rahmnenbedingungen.

So aber sage ich ganz offen: Nein, ich will absolut nichts damit zu tun haben, was in der deutschen Wirtschaft vor sich geht. Ich verachte das zutiefst.



Genau richtig, sieht man, was es massenhaft für Jobs gibt. Man hat dann Glück mit so einem Rentenlebenslauf, weil es nahezu ausgeschlossen ist, dass man da mit solchen Jobs zwangsbeglückt wird.




Das ist einfach jenseits alles vorstellbaren, wie BRD-Arbeitgeber mit den Menschen umgehen.
Beispiele?

--Frauen, deren Kinder als "nervtötende Bälger" bezeichnet werden (ohne dass der AG sie kennt), weil die Mutter zu hause bleiben muss, wenn sie krank sind und das auch tuen.(AG: Ein Dienstleister im Reinigungsbereich)

--ein älterer Mann, der augenscheinlich am Herzinfarkt stand (und den er dann auch bekam und nur glücklich überlebte), der von seinem AG um somehr getriezt wurde, je kränker er sich fühlte (AG:Ein Sicherheitsunternehmen, das vom JC monatlich 1 Dutzend Opfer bekommt)

-- eine ältere Frau, die ihren akut erkrankten Mann pflegen musste und vom AG gesteckt bekam, wann der denn endlich "eingehe", damit die Frau "ihre Pflicht" am Arbeitsplatz erfüllen kann.(Automobilzulieferer, Service)

All das ist mir, ich schwöre es!!, so zu Ohren gekommen und ich werde ohnmächtig vor Zorn auf diese deutschen Arbeitgeber.



Mir scheint, letztlich war es kein Zufall, dass die NS-Ideologie gerade in Deutschland zu solchen Auswirkungen führen konnte, wie sie geschichtlich einmalig sind.


Aber das goutiert die/der Deutsche doch seit etlichen Wahlen.... (aktiv und passiv).... weiter so am 22.09.13 !:icon_party:
 

hartaber4

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Wer die Ellenbogen nicht spitzt, erreicht nicht das, was in den Massenmedien als erstrebenswert propagiert wird.

Zwischen "Zuckerbrot und Peitsche" gibt es noch andere Führungsmodelle.... konsequentes Handeln gehört trotzdem sicher dazu...
 
K

Kuhle Wampe

Gast
Zwischen "Zuckerbrot und Peitsche" gibt es noch andere Führungsmodelle.... konsequentes Handeln gehört trotzdem sicher dazu...

Allgemein hat man aber den Eindruck,daß "Peitsche" aber das bevorzugte Modell zur Durchsetzung der Arbeitgeberinteressen ist.Weil sich viele Arbeitnehmer eben auch widerstandsfrei peitschen lassen.Ansonsten wäre man von der Methode längst abgerückt.
 

hartaber4

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Allgemein hat man aber den Eindruck,daß "Peitsche" aber das bevorzugte Modell zur Durchsetzung der Arbeitgeberinteressen ist.Weil sich viele Arbeitnehmer eben auch widerstandsfrei peitschen lassen.Ansonsten wäre man von der Methode längst abgerückt.

Genau....

Ich hatte auch mal das Vergnügen in einer Ausbeuter-Bude meinen Frondienst zu leisten....

Als mir das kollegiale Gejaule auf den Sack ging, hatte ich den Vorschlag gemacht:

Lass uns doch mal in den Arbeitskampf ziehen..... und die Gewerkschaft kontakten...


Pffffffffft...Luft war schlagartig raus ....... "Äh....passt gerade nicht"..... "Bin nicht in der Gewerkschaft" .... "mein Ratenkredit"....usw.


Mit solchen Deppen kann man sich als AG natürlich nur ins Fäustchen lachen....

hatte mich dann schnell wegbeworben... auf Dauer ist das ungesund... weil man dann auf dem Tarifniveau von Frisören landet oder ähnlich niedrig
 
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Kuhle Wampe

Gast
Man muss begreifen, @hart aber 4, daß man tatsächlich nicht viel machen kann in den Firmen, das ist eine traurige Tatsache. Das liegt an den vielen "Mitarbeitern", die in der Regel genau so reagieren, wie Du beschreibst und die ich mit den gleichen Begriffen bezeichne wie Du. Andere Worte gibt es dafür nicht.

Natürlich folgern schon gewissenlose Arbeitgeber daraus, sie können ihre Daumenschrauben immer enger justieren. Und sie tun es.Und alle machen es mit.

Man kann sich nun überlegen, was man tut: Fleissig mitmachen, malochen, bis der Infarkt kommt, selbst davon nichts haben, dafür zu beobachten, wie die Wagen und die Behausungen der Arbeitgeber immer feister werden?

Im Betrieb darauf hinweisen? Geht nicht...der deutsche Arbeitnehmer ist im Querschnitt dämlicher Untertan.Ich habe mitbekommen, wie einige mir bekannte Arbeitnehmer, die ich auf Inge Hannemann angesprochen habe, empört waren. Nicht wegen dem, was ihr angetan wurde, sondern, weil sie "ihrem Chef in den Rücken gefallen ist". Typen, die nicht gut verdienen in ihren Jobs. Zeitarbeiter, Security und ähnlicher Jobmüll. Die würden solche Bestrebungen nach Gerechtigkeit noch dem AG melden gehen und sich toll dabei fühlen.Als Vollstrecker des Volkswillens...

Sich aus der deutschen Arbeitswelt fern halten? Die Lösung erscheint bequem, manchen vielleicht zu bequem, aber sie ist die einzig zukunftsfähige.

Man kann höchstens darauf zählen, dass in einigen Jahren einige dieser Typen, die im Moment auch den miesesten Unternehmertypen die Stange halten, neben einem stehen werden und sagen "Hätte ich damals doch..."

Aber das bringt auch keine Befriedigung.
 
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Allgemein hat man aber den Eindruck,daß "Peitsche" aber das bevorzugte Modell zur Durchsetzung der Arbeitgeberinteressen ist.Weil sich viele Arbeitnehmer eben auch widerstandsfrei peitschen lassen.Ansonsten wäre man von der Methode längst abgerückt.

Arbeit ist nix für Weicheier.:icon_twisted:
 

jimmy

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