Unterschiede bei Eingliederungsvereinbarung und Vorschlag einer Arbeitsgelegenheit

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Jürgen3

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Welche Arbeitszeiten gelten bei einem Zusatzjob/1-Euro-Job,wenn in der EGV und dem Vermittlungs-/Arbeitsgelegenheitsvorschlag unterschiedliche Zeiten und Tätigkeiten angegeben sind ?[ja ich weiß, hätte ich mir vorher genauer durchlesen sollen]

Eingliederungsvereinbarung:

Art der Tätigkeit: Lagerarbeiter
zeitlicher Umfang: 30 Stunden pro Woche


Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung

Arbeitszeit: 37 Wochenstunden
5-Tage-Woche, 7,5 Stunden täglich [was 37,5 Stunden wären?]
zeitlicher Umfang: 37 Stunden/wöchentlich
Lage und Verteilung: Teilzeit - flexibel [was ist dann Vollzeit?]

Einsätze je nach Bedarf in den Abteilungen Lager/Logistik/Transport
Mögliche Tätigkeitsbereiche: ca. 10 werden aufgeführt [sehr weit gefasst]

Was genau ist mit folgendem Satz gemeint?
"Fast die Hälfte der Arbeitszeit besteht aus praxisnahen Qualifizierungsbausteinen vor Ort und in Betrieben des 1.Arbeitsmarktes"

edit

Träger der Maßnahme ist "Arbeit und Bildung e.V."
 

Paolo_Pinkel

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AW: Unterschiede bei Eingliederungsvereinbarung und Vorschlag einer Arbeitsgelegenhei

Welche Arbeitszeiten gelten bei einem Zusatzjob/1-Euro-Job,wenn in der EGV und dem Vermittlungs-/Arbeitsgelegenheitsvorschlag unterschiedliche Zeiten und Tätigkeiten angegeben sind ?[ja ich weiß, hätte ich mir vorher genauer durchlesen sollen]

Eingliederungsvereinbarung:

Art der Tätigkeit: Lagerarbeiter

Meines wissens ist das keine zusätzliche Tätigkeit. Schreib mal ein wenig mehr zu der Maßnahme bzw. dem Träger.

zeitlicher Umfang: 30 Stunden pro Woche

Laut aktueller Rechtssprechung ist das vom Stundenumfang her ok.

Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung

Arbeitszeit: 37 Wochenstunden
5-Tage-Woche, 7,5 Stunden täglich [was 37,5 Stunden wären?]
zeitlicher Umfang: 37 Stunden/wöchentlich
Lage und Verteilung: Teilzeit - flexibel [was ist dann Vollzeit?]

Einsätze je nach Bedarf in den Abteilungen Lager/Logistik/Transport
Mögliche Tätigkeitsbereiche: ca. 10 werden aufgeführt [sehr weit gefasst]

Was genau ist mit folgendem Satz gemeint?
"Fast die Hälfte der Arbeitszeit besteht aus praxisnahen Qualifizierungsbausteinen vor Ort und in Betrieben des 1.Arbeitsmarktes"

Praktkum in Betrieben die dir Kenntnisse vermitteln sollen.
Gruss

Paolo
 

physicus

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AW: Unterschiede bei Eingliederungsvereinbarung und Vorschlag einer Arbeitsgelegenhei

Was genau ist mit folgendem Satz gemeint?
"Fast die Hälfte der Arbeitszeit besteht aus praxisnahen Qualifizierungsbausteinen vor Ort und in Betrieben des 1.Arbeitsmarktes"
damit soll wohl verdeckt werden, das du eigentlich vollzeit arbeitest...
zumindest kommt mir das bei 37,5 stunden die woche so vor.

gruß physicus
 
R

Rounddancer

Gast
AW: Unterschiede bei Eingliederungsvereinbarung und Vorschlag einer Arbeitsgelegenhei

Was genau ist mit folgendem Satz gemeint?
"Fast die Hälfte der Arbeitszeit besteht aus praxisnahen Qualifizierungsbausteinen vor Ort und in Betrieben des 1.Arbeitsmarktes"
M.E. bedeutet dies: Die leihen Dich aus.

In der Hoffnung, daß einer der Betriebe sagt: "Toll, den Mann brauchen wir auf Dauer!"
 
E

ExitUser

Gast
AW: Unterschiede bei Eingliederungsvereinbarung und Vorschlag einer Arbeitsgelegenhei

Dieser Job ist ja gar nicht zusätzlich! Außerdem sollten die EEJ nicht länger als 30 Stunden pro Woche gehen! Der Job ist rechtswidrig. Sag mal, willst du denn den wirklich machen? Wenn nicht, dann stelle doch mal die EGV und die Zuweisung hier rein. Selbst wenn die EGV unterschrieben ist, müssen diese Jobs rechtskonform sein.
 

Jürgen3

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AW: Unterschiede bei Eingliederungsvereinbarung und Vorschlag einer Arbeitsgelegenhei

Erstmal vielen Dank für die Antworten.

Zur Maßnahme selbst:
Es werden anscheinend Haushaltsgegenstände und Möbel abgeholt und repariert/restauriert. Diese werden dann in einem Sozialkaufhaus verkauft.

Laut Eigenaussage erfolgt "Qualifizierung in den Bereichen Einzelhandel, Lagerung, Transport, Aufarbeitung, Reinigung und Pflege sowie Marketing.
Es handelt sich dabei um einen Qualifizierungsbetrieb in der Gebrauchtgüterbranche, in dem vielfältige theoretische und praktische Kenntnisse erworben werden können."

Träger ist "Arbeit und Bildung e.V.", ein "Bildungsträger und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, mit sozialpädagogischer und fachlicher Ausrichtung."


Die von mir unterschriebene EGV sagt 30 Stunden pro Woche, dagegen steht auf dem Vermittlungsvorschlag:
Arbeitszeiten: 37 Wochenstunden, Montags bis Samstags, 5-Tage-Woche, Früh- und Spätschichten zwischen 8 Uhr und 18,30 Uhr


Praktika sind ja schön und gut, aber ich möchte nicht als Urlaubsvertretung irgendeines Mitarbeiters enden.
Kann ich so ein Praktikum ablehnen, wenn erkennbar keine Qualifizierung erfolgt, sondern z.B. eine normale Arbeitsleistung?
 
E

ExitUser

Gast
AW: Unterschiede bei Eingliederungsvereinbarung und Vorschlag einer Arbeitsgelegenhei

Nun hast du dummerweise die EGV unterschrieben und dich dazu verpflichtet, an diesem EEJ teilzunehmen. Dieser Job ist nicht zusätzlich und er wird dich auch nciht in Arbeit bringen. Passt er den überhaupt in deine Integrationsstrategie?

Eigentlich müsste man hier eine Feststellungsklage beim Sozialgericht einreichen. Man müsste richterlich prüfen lassen, ob die EGV rechtmäßig ist und ob der Job zusätzlich ist. Nur dann kommst du hier sanktionsfrei davon. Und solange der Richter entscheidet, würde ich den Job antreten und alles aufschreiben was du machst. Wenn der Richter nämlcih feststellt, dass der Job nicht zusätzlich ist, kannst du den Lohn für die geleistete Arbeit einklagen und die ARGE darf den Job nicht mehr besetzen.

Falls du dich schon auf den Lohn gefreut hast: Es bringt dir nichts, denn man wird ihn dir anrechnen. Du kannst dir damit aber sehr viel Respekt bei deiner ARGE verschaffen.

Wenn du jetzt nur den Job wegen fehlender Zustäzlichkeit ablehnst, werden die dich wegen Verstoß einer Pflicht in der EGV sanktionieren wollen. Das bringt m.E. nichts oder nicht viel. Das sollte man gründlich machen.
 
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