Untermieter: Heizkostennachzahlung beantragt - SB verlangt komplette Rechnung ungeschwärzt (1 Betrachter)

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Fragemeier

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Hallo zusammen,

ich habe beim JC einen Antrag auf Übernahme einer Heizkostennachzahlung eingereicht. Da laut Mietrecht für einen Untermieter keine eigene Nebenkostenabrechnung erstellt werden muss (das hat meine Vermieterin vor Abschluss des Vertrages anwaltlich klären lassen), reiche ich immer nur die geschwärzte Fassung der Gesamtrechnung ein. Mehr gibt meine Vermieterin auch nicht frei.

Kenntlich sind in jedem Fall die Adresse meiner Vermieterin (als Kundin des Versorgers), die Gesamthöhe der Nach- /Rückzahlung und der neue Abschlag. Mein vereinbarter Anteil steht im Mietvertrag, ich nenne ihn aber auch jedes Mal beim Einreichen in der Rechnung.

Als Antwort kam nun, dass ohne eine komplett ungeschwärzte Rechnung (also auch mit allen ursprünglich daran hängenden Seiten) innerhalb der gestellten Frist keine Bearbeitung möglich ist.

Ich habe offenbar eine neue SB (anderer Name), es könnte auch eine Urlaubsvertretung sein.

Meine Antwort: ich könne das Ansinnen direkt widerlegen - Verstoß gegen den Datenschutz, mit Hinweis auf die vorherige SB, die die letzte Rechnung durchgewinkt hat.

Bei einem Blick in alte Mails stellte sich heraus, dass ich letztes Mal nichts beantragt hatte, da meine Vermieterin die sehr geringe Nachzahlung selbst übernommen hatte. Ich habe also eine Mail nachgeschoben mit dieser Korrektur (sinngemäß: "logo wurde es durchgewunken, das war ja nur der Vollständigkeit halber eingereicht" plus "am Datenschutz ändert das aber nichts").

Dann (seit Mittwoch) ohne Fristsetzung auf eine Antwort gewartet, was ich insofern gern auch noch ein paar Tage tue. Brückentage halt, aber aus demselben Grund droht die Frist zum Einreichen der kompletten Rechnung (bis 05.11.) auszulaufen. Ich dachte daher, ich versuche, mir einen zeitlichen Puffer zu geben und melde mich gleich hier.

Inzwischen stellte sich heraus, dass ich die Adresse des Gasanschlusses mitgeschwärzt hatte. Der Zuordnung zu meiner Wohnadresse wegen also das Ganze nochmal mit kenntlicher Adresse des Anschlusses hingeschickt. Dazu ein Vermerk, dass meine Vermieterin sehr ungehalten auf die Forderung reagiert hat.
Zitat aus der Mail: "Mietrechtlich sei von einem Untermieter schon keine eigene Nebenkostenabrechnung zu verlangen. Dass der Vermieter die komplette Gasrechnung offenlegen soll, sei nicht hinnehmbar."

Abschlusssatz: ich bitte vor diesem Hintergrund um die Bearbeitung des Falls und eine kurze Mitteilung zum weiteren Vorgehen (ohne Frist).

Ich denke, ich habe getan, was ich konnte. Das Durchpauken der ursprünglichen Forderung würde zu Folgendem führen:

- Bruch des Datenschutzes (Gesamtverbrauch des Hauses und Kundendaten gehen niemand was an ?!)

- ich müsste in die Räume meiner Vermieterin gehen und gegen ihren Willen die Rechnung holen (Hausfriedens- wenn nicht gar Einbruch, Entwendung fremden Eigentums)

- die ganze Forderung wäre ggf. indirekt als Aufforderung zu einer oder mehreren Straftaten zu betrachten (mit diesem Argument will ich nicht zu weit gehen)

Meine Vermieterin hat seit 2 oder 3 Jahren eine Vereinbarung mit dem Versorger - sie will nicht über den Abschlag das ganze Jahr an den schwankenden Verbrauch erinnert werden, sondern lieber alles komplett zahlen und den Abschlag konstant halten. Das ist ihr gutes Recht.

Ich muss zugeben, dass die Nachzahlung diesmal in einer bislang ungekannten Höhe liegt. Allerdings gibt es neben der Vereinbarung mit dem Versorger noch weitere Gründe:

1. es war länger kalt
2. medizinisch: neue Atemtherapie mit Kondenswasser im Schlauch, was man laut Hersteller mit Heizen der Raumluft vermeiden kann -> als Anfänger natürlich ausprobiert, bis sich durch Querlesen im Internet was Anderes fand...aber die Heizperiode lief dadurch bis in den Mai
3. undichte Tür im Winter, die erst im Frühjahr repariert wurde).

Nach alldem wurde von der SB (noch ?) gar nicht gefragt.

Selbst, wenn man meinen Anteil auf den Monat umrechnet und zu den bisherigen Kosten addiert, liege immer für das nächste Jahr immer noch unter 1 €/qm und Monat. Ich weiß nicht, ob eine Nachzahlung so gerechnet werden kann. Es wäre erstmal ein Kompromissvorschlag - der natürlich eine Bearbeitung des Antrags erfordert. Die Katze bisse sich in den Schwanz *g*.

Von mangelnder Wirtschaftlichkeit sehe ich jedenfalls keine Spur, zumal die Tür repariert wurde und die nächste Nachzahlung moderater ausfallen dürfte. Ganz ohne Nachzahlung wird es nicht gehen, der Abschlag ist schon auf mehr oder weniger "historisch niedrigem" Niveau. Aber auch dieser Abschlag hat in den letzten beiden Jahren keine überhohen Nachzahlungen ergeben, einmal gab es sogar was zurück. Im Verlauf könnte dadurch in Verbindung mit der jetzigen Nachzahlung wieder der Gedanke der Unwirtschaftlichkeit aufkommen, doch dann könnte man ja wieder alles verrechnen und mit dem Heizspiegel vergleichen (wie war das noch mit der Katze ? *lach*).

Den Einbau einer eigenen Gasuhr zu verlangen wäre meines Wissens mietrechtlich nicht gedeckt und ein Umzug könnte nur deswegen auch nicht verlangt werden.

Vielleicht denke ich zu weit. Das kommt daher, dass unwirtschaftliches Heizverhalten Gott weiß was auslösen kann. Ich müsste bei einem Umzug um meinen Teilzeitjob fürchten. Das Auto gehört nämlich nicht mir, ich darf es nur fahren und bin deswegen als Halter eingetragen. Mitnehmen geht nicht. Zudem wäre jede andere Miete mindestens doppelt so teuer. Das JC kann froh sein, dass ich so günstig wohne. Es wäre zwar wohl theoretisch möglich, aber auch dem Steuerzahler gegenüber (viel höhere KdU) erst recht unwirtschaftlich, überhaupt einen Umzug zu verlangen.

Lassen wir das, ich schweife wirklich ab. Nach meinem Verständnis müsste durch die Verletzung des Datenschutzes doch die ganze Forderung incl. Frist hinfällig sein. Ich denke, es müssen nur die zur Berechnung relevanten Daten kenntlich bzw. bekannt sein (-> Verbrauch des kompletten Hauses ??!!), den Heizspiegel sollte man im JC vorliegen haben.

Was haltet Ihr davon ?

Beste Grüße,

der Fragemeier
 
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gila

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Du hast einen Untermietvertrag? In diesem ist ein Heizkostenanteil vereinbart? Nun ist nach der Abrechnung etwas nachzuzahlen?

Dann müsste es so sein, dass du die berechtigte Forderung der Vermieterin einreichst - nur mit den Daten, die auf DEIN Untermietverhältnis und deinen Verbrauch hinweisen - und das JC hat dies zu bearbeiten.
Da es im JC vermutlich KEINEN "Heizkostenspezialisten" gibt, der sich mit der Heizanlage in eurem Hause und den Gewohnheiten ANDERER ihm unbekannten Mietern auskennt und dies beurteilen könnte, ist die Forderung nach komplett ungeschwärzten Daten inkl. Hinweise auf andere Personen m.E. unrechtmäßig.

Wenn das JC der Meinung sein sollte, die Heizkosten seien "unverhältnismäßig hoch" - so soll es dies schriftlich äußern und BEGRÜNDEN - ansonsten ist die Erhöhung zu akzeptieren.

Jetzt würde ich anhand der nachgereichten Infos erstmal die Reaktion des JC abwarten und dann weiter überlegen ...
 

Fragemeier

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Hi Gila, danke für die schnelle Antwort :bigsmile:.

Kurz noch als Info: ich bekomme als Untermieter weder eine gesonderte Abrechnung noch habe ich eine eigene Gasuhr (ist mietrechtlich abgeklärt und aus der Warte nicht notwendig - und erst recht nicht von Dritten verlangbar).
Es liegt nur die Abrechnung des Gasversorgers vor. Somit lässt es sich nicht genau auseinanderrechnen. Von daher auch die verstärkten Bauchschmerzen bzgl. der Offenlegung.

Im Mietvertrag ist aber mein Anteil festgelegt. Dieser orientiert sich an den Wohngegebenheiten und der Grundfläche. Das Ganze ist sichtbar zugunsten des Untermieters gestaltet. Der Vertrag wurde seinerzeit vom JC nicht beanstandet.

Einen Heizkostenspezialisten braucht eigentlich niemand. Es gibt einen deutschen Heizspiegel, der zum Vergleich herangezogen werden könnte. Diesen müsste das JC haben.

Ich habe vorhin mit der SB telefoniert - wider Erwarten (da Brückentag) kam heute doch eine Mail von ihr.

Sie sprach zwar weiter von "komplett ungeschwärzt", fügte aber an, dass der Rechnungsbetrag und die geleisteten Abschläge sichtbar sein müssen. Bis dahin scheint mir das doch nicht mit der kompletten Rechnung (also alle Seiten) zu tun zu haben.

Es muss klar sein, dass die Abschläge weitergereicht wurden und die Summen ok sind. So kam es am Telefon raus und das ist m. E. nachvollziehbar. Es könnte ja sonst sein, dass irgendwas einbehalten oder nicht bezahlt wurde und jetzt vom Versorger mit abgerechnet wird, was das JC via ALG II anteilig bereits ausgezahlt hatte. Das mag seltsam klingen, aber was weiß man schon. Ein Jahr ist lang, da kann viel passieren. Auf den Gedankengang muss man nur erstmal kommen :doh:.

Auf mein Befürchten der Summe wegen hin war von "zu hoch" keine Rede. Sie meinte, sie könne mir auch direkt mitgeben, dass sie das eher nicht glaubt.

Ich habe das nochmal mit meiner Vermieterin besprochen. Sie war einverstanden, ergo habe die Rechnung nochmal mit den angeforderten Zahlen hingeschickt und zurückgefragt, ob ich davon ausgehen kann, dass das so ok ist.

Der Punkt bleibt noch abzuwarten und wenn's hinhaut, nehme ich das demnächst als "Blaupause".
 
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Ich kann den Sachverhalt leider nicht ganz nachvollziehen.
Entweder man hat eine Pauschalmiete mit einer NK-Pauschale, oder eben keine Pauschalmiete und keine NK-Pauschale.

Diese Aussage ist so pauschal falsch!
Da laut Mietrecht für einen Untermieter keine eigene Nebenkostenabrechnung erstellt werden muss
Es muss und kann keine exakte, oderndeltiche Heizkostenabrechnung gem. HKV erstellen, dafür sieht die Heizkostenverordnung aber Ausnahen vor!
Ebenso eine exakte Stromabrechnung kann nicht erstellt werden. Darum greift man auf Pauschalen zurück, die alles umfassen.
Andere NK können sehr wohl vertraglich umgelegt und abgerechnet werden (Wasser, Hausstrom, Garten, Müllt etc.).
Auch kann man für die HK und Stromkosten eine Regelung im MV festlegen. Üblich und gesetzlich vorgesehen ist die Abrechnung nach qm. Man kann es aber auch 50/50 regeln.

Lediglich bei einer echten NK-Pauschale (nicht zu verwechseln mit pauschalen NK-Vorauszahlungen!!) muss keine Abrechnung erstellt werden.
Dann kann es auch keine Nachforderungen oder Erstattungen geben, denn es wird ja keine Abrechnung erstellt.

Nur wenn es im MV explizit und eindeutig vereinbart ist, kann diese NK-Pauschale angepasst werden.

Daher ist aus meiner Sicht erforderlich zu wissen, was denn eigentlich vereinbart ist.
Offenbar handelt es sich nicht um eine NK-Pauschale, sondern wird für die HK von der Untervermieterin eine Abrechnung erstellt?

Warum kommt es sonst zu einer Nachzahlung der HK?
 

Fragemeier

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Laut meiner Vermieterin war das mit einem Mietrechtler abgeklärt. Ein Vermieter kann seinem Untermieter in den Vertrag schreiben, was er will. Solang das Ergebnis wirtschaftlich ist, hat das JC das (unseres Wissens) zu akzeptieren und tut es bislang auch.

Das Verlangen nach einer eigenen NK-Abrechnung sei bei Untermietern vom Mietrecht nicht abgedeckt. Daran müsse sich auch das JC halten, weil es nicht über dem Gesetz steht.

Dazu ist zu sagen, dass das, was die Vermieterin will, ja nicht unbedingt bindend fürs JC sein muss. Ablehnen kann es eine Wohnung theoretisch jederzeit. Ob die Begründung bei dieser Konstellation schlüssig und ausreichend wäre, ist eine andere Frage. Auf jeden Fall wäre jede andere vergleichbare Wohnung mindestens doppelt so teuer.

Pauschalen passen nicht in die Formulare des JC, da dort die Heizkosten gesondert einzutragen sind. Es mag möglich sein, sei heutzutage aber ungewöhnlich. Aufgrund der - ohne gesonderte Vereinbarung - schwierigen bzw. unmöglichen Anpassbarkeit hat sich meine Vermieterin für eine andere Lösung entschieden, die zumindest die Wohnverhältnisse widerspiegelt und zu nachvollziehbaren Summen führt. Ich habe das für mich auch nochmal nachgelesen und war einverstanden.

Das ist aber auch egal, der Vertrag steht seit 2 Jahren und wurde angenommen. NK 50:50 macht aufgrund der Flächenanteile keinen Sinn. Insbesondere auch nicht bei der hohen Decke im Wohnzimmer meiner Vermieterin. Das Volumen muss viel stärker beheizt werden, bis es warm ist.

Für die Heizkosten wie auch für Wasser, Strom etc ist keine Pauschale vorgesehen, sondern ein Anteil. Also jeweils als Bruch angegeben (1/4, 1/3 etc). Auch das war ok, damit rechnet das JC dann weiter.

Eine eigene Abrechnung ist letztlich nicht nötig und auch nicht verpflichtend, das war ja wie gesagt anwaltlich abgeklärt. Durch den Anteil kann es aber zu einer Nach- oder auch Rückzahlung kommen, denn durch diese Regelung ohne explizite Pauschale entsteht beiderseits ein Anspruch auf Teilung. Bei 50:50 wäre das ebenso der Fall.

Ich verstehe nicht ganz, was das mit der eigentlichen Frage des Threads zu tun hat. Der Unterschied zum gängigen Vorgehen ist nur, dass es keine (jährliche, also komplette) NK-Abrechnung gibt und daher die (nach Möglichkeit geschwärzte) Gesamtrechnung des jeweiligen Versorgers eingereicht wird. Es ging also eigentlich mehr darum, welche Daten das JC bzgl. der Rechnung abfragen darf. In der Hinsicht hoffe ich jetzt erstmal, dass die nach den letzten An-/Vorgaben mit meiner Vermieterin abgeklärte und eingereichte Fassung akzeptiert wird.
 
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Ich habe ja gesagt, dass eine Abrechnung nicht zwingend ist!!
Ich kenne mich da gut genug aus.

Wenn die Miete insgesamt angemessen ist, muss das JC auch leisten.
Auch hat es kein Recht, die Zahlung der Abschläge der Vermieterin zu kontrollieren. Was allein zählt ist, dass du eine NK-Abrechnung hast und eine Zahlungspflicht besteht.

Ob die VM ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt, geht das JC nichts an.

Aber das hier:
Mietrechtlich sei von einem Untermieter schon keine eigene Nebenkostenabrechnung zu verlangen. Dass der Vermieter die komplette Gasrechnung offenlegen soll, sei nicht hinnehmbar."
ist insofern quatsch, weil die VM sich nicht einerseits darauf berufen kann, es wäre keine Abrechnung nötig, wenn sie andererseits eben doch abrechnen will und die HK %-tual abrechnet und nachfordert.

Anscheinend habt ihr meine obigen Ausführungen und die des Anwalts nicht richtig verstanden.
Wenn die VM HK von dir erlangt, muss sie eine Abrechnung machen, die den vertraglichen Vereinbarungen im MV entspricht.

Die Original Gasrechnung kann sie dabei beifügen, muss das aber nicht!
Wenn, dann aber natürlich mit der Adresse des Gasanschlusses.

Also, alles, was abgerechnet wird, soll die Vermieterin eine Abrechnung erstellen und die wird eingereicht.
Wenn das JC die Belege dazu sehen will, soll es auch den Aufwand dafür bezahlen, denn man hat nur Einsicht in die Belege für die BK-Abrechnung. Für Kopien kann der VM Kostenersatz verlangen.

Aber um Stress zu vermeiden, fügt man die Belege eben bei, wenn man sie schon hat. Was soll man da schwärzen, wenn Name des VM und Adresse eh schon bekannt ist.
 

Helga40

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Laut meiner Vermieterin war das mit einem Mietrechtler abgeklärt. Ein Vermieter kann seinem Untermieter in den Vertrag schreiben, was er will. Solang das Ergebnis wirtschaftlich ist, hat das JC das (unseres Wissens) zu akzeptieren und tut es bislang auch.

Das Verlangen nach einer eigenen NK-Abrechnung sei bei Untermietern vom Mietrecht nicht abgedeckt. Daran müsse sich auch das JC halten, weil es nicht über dem Gesetz steht.
Du bist ja witzig. Zum einen kann mir jeder erzählen, dass er bei einem “Mietrechler" war, zum anderen gibt es unter Anwälten oder in Mieterschutzvereinen durchaus qualitativ bedauernswerte Fälle.

Du kannst ja deinen Untermietvertrag anonymisiert einstellen. Dann kann man sich ein Bild machen. Und nur dann. Ohne zu wissen, was zu Nebenkosten und deren Abrechnung vereinbart wurde, kann man nämlich nicht beurteilen, was das JC fordern darf und was nicht.
 
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Wenn dies vereinbart ist:
Für die Heizkosten wie auch für Wasser, Strom etc ist keine Pauschale vorgesehen, sondern ein Anteil. Also jeweils als Bruch angegeben (1/4, 1/3 etc). Auch das war ok, damit rechnet das JC dann weiter.
MUSS die VM dir eine Abrechnung erstellen.

Tut sie das nicht, musst du eben diese Rechnungen beim Amt einreichen und auf die Vereinbarung im MV hinweisen.

Das JC muss ja prüfen können, ob die NK-Abrechnung gerechtfertigt ist und in welcher Höhe.

Obige Vereinbarung hat NULL mit einer Pauschalmiete zu tun! Fakt!

Das mit dem nicht abrechnen bezieht sich auf die Heizkostenverordnung, die eine Verbrauchserfassung vorschreibt.
Die ist bei einer Gasetagenheizung aber nicht möglich und daher gibt es hier die Ausnahme, dass auch anders abgerechnet werden kann.

Bei Verdunstern wäre eine Verbrauchsabrechnung eher möglich.
Da kann man den Verbrauch nämlich auf die Zimmer umlegen und die Gemeinschaftsräume nach qm-Anteil umlegen.

Daher rate ich euch beiden, euch nochmals mit dem Thema Pauschalmiete, pauschale NK und der Heizkostenverodnung zu befassen, oder euch detailliert und speziell für eure Konstellation beraten zu lassen.
 

Fragemeier

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Nochmal:

Wenn dies vereinbart ist:

MUSS die VM dir eine Abrechnung erstellen.

Tut sie das nicht, musst du eben diese Rechnungen beim Amt einreichen und auf die Vereinbarung im MV hinweisen.

Das JC muss ja prüfen können, ob die NK-Abrechnung gerechtfertigt ist und in welcher Höhe.

Obige Vereinbarung hat NULL mit einer Pauschalmiete zu tun! Fakt!

Das mit dem nicht abrechnen bezieht sich auf die Heizkostenverordnung, die eine Verbrauchserfassung vorschreibt.
Die ist bei einer Gasetagenheizung aber nicht möglich und daher gibt es hier die Ausnahme, dass auch anders abgerechnet werden kann.

Bei Verdunstern wäre eine Verbrauchsabrechnung eher möglich.
Da kann man den Verbrauch nämlich auf die Zimmer umlegen und die Gemeinschaftsräume nach qm-Anteil umlegen.

Daher rate ich euch beiden, euch nochmals mit dem Thema Pauschalmiete, pauschale NK und der Heizkostenverodnung zu befassen, oder euch detailliert und speziell für eure Konstellation beraten zu lassen.
Wir haben eine zentrale Gasheizung, aber ohne eigene Gaszähler für die Räume. Dito beim Wasser.

Ansonsten ist DAS genau das, was ich meine und worum es der SB vom JC vermutlich auch geht. Man braucht dort wohl keine gesonderte Abrechnung, will aber hins. ALG II die Zahlen auf Plausibilität kontrollieren können (O-Ton SB) und sicher auch wissen, ob nicht über Umwege etwas verlangt wird, was bereits anteilig ausgezahlt wurde (meine ergänzende Interpretation).

Die Eckdaten des Vertrags wurden ausführlich besprochen und die Wohnverhältnisse begutachtet. Solang das JC mit dem Resultat einverstanden ist, können auch wir auf eine eigene Abrechnung verzichten.

Ich wüsste gar nicht, ob ich das meiner Vermieterin noch zumuten könnte. Mit 70 noch mit Excel, Umrechnung verschiedener Verbrauchsrechnungen auf einen bestimmten Zeitpunkt (meinetwegen Jahreswechsel) etc anfangen zu wollen, scheint uns etwas viel des Guten.

Ich mache es kurz: Sichtbarkeit der Rechnungssummen und die Adresse des Anschlusses sind ok, die entsprechende Seite der jeweiligen Rechnung darf eingereicht werden. In keinem Fall aber mehr. Gesamtverbrauch des Hauses, Kundendaten und erst recht weitere Aufschlüsselungen auf den Folgeseiten sind tabu.

Sollte also das JC das Ganze nicht bearbeiten wollen, werde ich selber zahlen müssen. Wobei ich mir dann Gedanken machen muss, ob ich nicht auf "Energiekosten, die nicht unwirtschaftlich sind, müssen in voller Höhe übernommen werden" plädieren kann.

Im "Ernstfall" kann ich das aber dank meines Teilzeitjobs auch mal selber bezahlen. Die Nachzahlungen werden definitiv nicht immer in dieser Höhe liegen. Insgesamt geht es mir auch darum, dass ich neben der Einhaltung des Datenschutzes, dem Blick auf die HKV und den anderen (eher theoretisiert und wohl zu weit gedachten) "sich anschließenden Gedankengängen" einfach in punkto Übernahme zu meinem Recht komme und das Ganze nicht bei jeder Verbrauchsrechnung von vorne losgeht. Alles in Allem wäre aber das Verhältnis von Aufwand und Ertrag weiteren Nachhakens eher zweifelhaft.
 
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Wir haben eine zentrale Gasheizung, aber ohne eigene Gaszähler für die Räume.
Das ist schon klar!

Ansonsten ist DAS genau das, was ich meine und worum es der SB vom JC vermutlich auch geht. Man braucht dort wohl keine gesonderte Abrechnung, will aber hins. ALG II die Zahlen auf Plausibilität kontrollieren können (O-Ton SB) und sicher auch wissen, ob nicht über Umwege etwas verlangt wird, was bereits anteilig ausgezahlt wurde (meine ergänzende Interpretation).
Das ist im Grunde auch ok. Die wollen halt die entsprechenden Rechnungen sehen. Strom ist eh außen vor, das betrifft den RS.
Die Eckdaten des Vertrags wurden ausführlich besprochen und die Wohnverhältnisse begutachtet. Solang das JC mit dem Resultat einverstanden ist, können auch wir auf eine eigene Abrechnung verzichten.
In dem Fall ja, denn es liegen dann ja die Rechnungen vor.
Wenn dir es als Mieter auch egal ist, ist das kein Problem.

Ich wüsste gar nicht, ob ich das meiner Vermieterin noch zumuten könnte. Mit 70 noch mit Excel, Umrechnung verschiedener Verbrauchsrechnungen auf einen bestimmten Zeitpunkt (meinetwegen Jahreswechsel) etc anfangen zu wollen, scheint uns etwas viel des Guten.
Das könntest auch du für sie erledigen.
Und so schwierig ist es doch nicht, eine Gas und Wasserrechnung in 1/4 und 1/3 umzurechnen.

Ich mache es kurz: Sichtbarkeit der Rechnungssummen und die Adresse des Anschlusses sind ok, die entsprechende Seite der jeweiligen Rechnung darf eingereicht werden. In keinem Fall aber mehr. Gesamtverbrauch des Hauses, Kundendaten und erst recht weitere Aufschlüsselungen auf den Folgeseiten sind tabu.
So sehe ich das auch!

Sollte also das JC das Ganze nicht bearbeiten wollen, werde ich selber zahlen müssen.
Nö! Die müssen das bearbeiten, wenn die nötigen Unterlagen vorliegen! Ansonsten muss das JC den Nachweis erbringen, dass weitere Angaben (Datenschutz) nötig und rechtlich gestützt notwendig sind.
Ansonsten Untätigkeitsklage.

Wobei ich mir dann Gedanken machen muss, ob ich nicht auf "Energiekosten, die nicht unwirtschaftlich sind, müssen in voller Höhe übernommen werden" plädieren kann.
Logisch kannst du das.

Viel Glück und nicht abwimmeln lassen.
 

Fragemeier

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Das (primär die letzten beiden Äußerungen, der Rest war schon klar) ist mal gut zu wissen. Wobei es Unterschiede bei der Frage geben mag, was "nötige Unterlagen" sind. Nach meinem Verständnis müsste das jetzt Eingereichte ausreichen. Da in der Mail der SB auch stand, dass RE-Summe und geleistete Abschläge sichtbar sein müssen, scheint sich das "alle 5 Seiten ungeschwärzt" zu erübrigen. Bzgl. Letzterem ist das insofern eher eine Art Restunsicherheit.

Was die Umrechnung angeht, meine ich weniger die nackten Anteile als vielmehr, wie das funktioniert, weil eine Abrechnung zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt wird. Völlig egal welcher Zeitpunkt, die Verbrauchsrechnungen kommen nicht alle gleichzeitig, müssten aber zu diesem Zeitpunkt korrekt "verarbeitet" werden. Seit dem Eintreffen der Rechnungen sind dann schon wieder weitere Abschläge fällig geworden, womit wir kein klar abgegrenztes Jahr mehr haben. Damit frage ich mich, was denn alles in die Rechnung reingehören würde *lach*. Klar, alles, was seit der letzten Abrechnung angefallen ist unter Berücksichtigung zwischenzeitlich geänderter Tarife/Abschläge etc. Es gab aber bislang keine Jahresabrechnung, sondern nur monatliche KdU-Gesamtsummen, also z.B. gasbezogen "direkt weitergereichte Teilabschläge"...

Klingt zwar theoretisch machbar, man kann ja zu einem bestimmten Zeitpunkt mal anfangen, aber das gedankliche Durcheinander schreckte ein Stück weit ab. Wir wollten uns das sparen und haben uns darüber keine näheren Gedanken gemacht, weil wir es wie gesagt unter uns auch nicht brauchen. Ich bin ansonsten eh jemand, der "gern" zu viel nachdenkt. Noch so ein Punkt, den man erfahrungsgemäß besser umgehen sollte. Vielleicht ist das so ein Fall.

Danke für die guten Wünsche. Ich hatte in der letzten Mail ja abschließend die SB gefragt, ob ich davon ausgehen kann, dass das jetzt so ok ist. Sollte die erhoffte Antwort kommen, melde ich mich nochmal kurz, damit wir den Thread schließen können. Wenn nicht, muss ich überlegen, ob mein Anteil an der Nachzahlung eventuelle Zusatzkosten (Untätigkeitsklage oder was auch immer) wert ist...siehe dazu auch, was ich im letzten Beitrag (letzter Absatz) ergänzt hatte...na mal schauen...
 
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AW: Untermieter: Heizkostennachzahlung beantragt - SB verlangt komplette Rechnung ungeschwärzt

Wobei es Unterschiede bei der Frage geben mag, was "nötige Unterlagen" sind.
Als Antwort kam nun, dass ohne eine komplett ungeschwärzte Rechnung (also auch mit allen ursprünglich daran hängenden Seiten) innerhalb der gestellten Frist keine Bearbeitung möglich ist.
Das auf keinen Fall! Nötig sind:
Verbrauchsstelle
Verbrauch
Gesamtbetrag Verbrauch
Gezahlte Abschläge
Nachzahlungsbetrag

Mehr braucht es nicht.

Ich unterstreiche
Da in der Mail der SB auch stand, dass RE-Summe und geleistete Abschläge sichtbar sein müssen, scheint sich das "alle 5 Seiten ungeschwärzt" zu erübrigen. Bzgl. Letzterem ist das insofern eher eine Art Restunsicherheit.
JA!

weil eine Abrechnung zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt wird. Völlig egal welcher Zeitpunkt, die Verbrauchsrechnungen kommen nicht alle gleichzeitig, müssten aber zu diesem Zeitpunkt korrekt "verarbeitet" werden.
Ok, dann ist es doof, wenn die versch. Rechnungen nicht über den selben Abrechnungszeitraum gehen.
Da könnte man höchstens den betreffenden Versorger bitten, eine Zwischenabrechnung zu erstellen und den Abrechnungszeitraum auf das Kalenderjahr umzustellen. Zwischenabrechnung kann aber kostenpflichtig sein.
Die meisten Versorger rechnen doch kalenderjährlich ab?
Der Vermieter muss das nicht. Der BK-Abrechnungszeitraum muss nicht das KJ sein.

Seit dem Eintreffen der Rechnungen sind dann schon wieder weitere Abschläge fällig geworden, womit wir kein klar abgegrenztes Jahr mehr haben. Damit frage ich mich, was denn alles in die Rechnung reingehören würde *lach*. Klar, alles, was seit der letzten Abrechnung angefallen ist unter Berücksichtigung zwischenzeitlich geänderter Tarife/Abschläge etc. Es gab aber bislang keine Abrechnung...
Da kann es kompliziert werden, wenn es keine Zwischenablesungen gibt.
Da gelten dann LIFO oder FIFO, je nach dem, welche Kosten es betrifft:
BGH macht Betriebskostenabrechnung noch komplizierter | IVV immobilien vermieten & verwalten
energieverbraucher.de | Uberprufen Sie Ihre Heizkostenabrechnung
Wir haben uns darüber keine näheren Gedanken gemacht, weil wir es wie gesagt unter uns nicht brauchen.
Dann ist doch gut. Und da das JC ja immer dann leisten muss, wenn die Nachzahlung anfällt, ist es auch da egal.
Dann würde ich mir die Rechnerei auch sparen. Gerade in eurem komplizierten Fall.

Wenn nicht, muss ich überlegen, ob die 70 € weitere Kosten (Untätigkeitsklage oder was auch immer) wert sind...siehe dazu auch, was ich im letzten Beitrag (letzter Absatz) ergänzt hatte...na mal schauen..
Verzichten kannst du immer. Und ja oft muss man abwägen, was welcher Stress wert ist ;)
 

Fragemeier

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kurze Anmerkung noch: wenn es um meinen Verbrauch geht, kann ich das im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsfrage nachvollziehen. Hier haben wir den Verbrauch des gesamten Hauses in der Rechnung. Das sollte eigentlich niemand was angehen. Meine Kosten sind letztlich auch nur anteilsweise runtergerechnet. Da mein Verbrauch nicht genau bestimmbar ist, kann man nur über die Kosten gehen.

Obwohl...bei zu hohem Gesamtverbrauch könnte man meinen, dass ich für andere Leute mitzahle. Das zu beurteilen wäre auch wieder schwierig, weil in der Mietbescheinigung keine konkrete Gesamtwohnfläche angegeben werden musste. Ich meine, man war damals mit einer Angabe "in einem Bereich von soundsoviel bis soundsoviel qm" und meiner eigenen Fläche zufrieden. Auch der monatliche Gesamtabschlag mit den Fälligkeitsdaten für das jeweils nächste Jahr war in den eingereichten Rechnungen immer sichtbar und hat noch nie zu Problemen geführt.

Hat wohl keinen Sinn, das so tiefgehend zu diskutieren. In der Mail der SB stand jedenfalls nix vom (Gesamt)verbrauch. Könnte höchstens sein, dass sie vergessen hat, es zu erwähnen. Man sollte aber davon ausgehen können, dass - wenn sie die Dinge schon beim Namen nennt - das auch (verbindlich ?!) so behandelt wird.
 
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Hier haben wir den Verbrauch des gesamten Hauses in der Rechnung. Das sollte eigentlich niemand was angehen.
Eigentlich nicht, denn in der BK Abrechnung deiner VM steht ja ihr Anteil für diesen Verbrauch drin.

Meine Kosten sind letztlich auch nur anteilsweise runtergerechnet. Da mein Verbrauch nicht genau bestimmbar ist, kann man nur über die Kosten gehen.
Richtig. Und Basis ist der anteilige Verbrauch deiner Vermieterin am Gesamtverbrauch des Hauses.

Obwohl...bei zu hohem Gesamtverbrauch könnte man meinen, dass ich für andere Leute mitzahle. Das zu beurteilen wäre auch wieder schwierig, weil in der Mietbescheinigung keine konkrete Gesamtwohnfläche angegeben werden musste.
Das ist so lange egal, so lange die Kosten insgesamt noch angemessen sind! Also Miete, NK, HK.
Aber bei den HK kann man dann immer noch einen Nachweis bringen, dass auch erhöhte Kosten noch angemessen sind.

Ich meine, man war damals mit einer Angabe "in einem Bereich von soundsoviel bis soundsoviel qm" und meiner eigenen Fläche zufrieden.
Das ließe sich im Zweifel auch noch nachträglich ermitteln.
Dein Zimmer + 1/2 der Gemeinschaftsfläche.
Hat wohl keinen Sinn, das so tiefgehend zu diskutieren. In der Mail der SB stand jedenfalls nix vom (Gesamt)verbrauch. Könnte höchstens sein, dass sie vergessen hat, es zu erwähnen. Man sollte aber davon ausgehen können, dass - wenn sie die Dinge schon beim Namen nennt - das auch (verbindlich ?!) so behandelt wird.
Mein Vorschlag: Nicht verrückt machen, abwarten was kommt und dich ggflls. dann hier nochmal melden.
 

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Eigentlich nicht, denn in der BK Abrechnung deiner VM steht ja ihr Anteil für diesen Verbrauch drin.
Das ist der Punkt - ich habe keine eigene(n) Gasuhre(n) und die Rechnung vom Versorger beinhaltet nur die Gesamtkosten.
Eine Abrechnung, die egal welchen Anteil explizit ausweit, existiert nicht. Wie geschildert, kommen wir unter uns ohne aus.

Mein Anteil an den Kosten steht im eingereichten / vom JC abgesegneten Mietvertrag und jedes Mal auch in meiner Mail mit der aktuellen Verbrauchsrechnung. Das sollte - vom Datenschutz mal abgesehen - den Anteil meiner Vermieterin und erst recht den Gesamtverbrauch eigentlich erübrigen.


Das ist so lange egal, so lange die Kosten insgesamt noch angemessen sind! Also Miete, NK, HK.
Der Gedankengang war halt, dass aus Sicht des JC selbst dann nicht ausgeschlossen werden kann, dass mein Anteil theoretisch noch niedriger sein könnte. Letztlich gehe ich auch davon aus, dass die "Angemessenheit des HK-Anteils in Summe" das tragende Argument ist. Das passt ja auch mit den zuletzt noch angeforderten Zahlen zusammen.


Mein Vorschlag: Nicht verrückt machen, abwarten was kommt und dich ggflls. dann hier nochmal melden.
Völlig d'accord. Nach dem Telefonat mit der SB habe ich eh aufgehört, ständig darüber nachzudenken. Ich bin nur der Typ Mensch, der seinen Kopf nicht abschalten kann und nach möglichst schnellen Lösungen strebt. Machen kann ich derzeit aber nichts weiter. Insofern versuche ich abzuwarten und verfolge die Diskussion.

[Edit: *lol* wie's aussieht, habe ich nach der Edit- auch die Zitatfunktion verstanden.]
 
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Das ist der Punkt - ich habe keine eigene(n) Gasuhre(n) und die Rechnung vom Versorger beinhaltet nur die Gesamtkosten.
Ok, ich kenne eure Wohnsituation nicht. Dachte es wäre ein Mehrfamilienhaus mit Gaszentralheizung und deine VM hat auch nur eine Wohnung gemietet. Dann bekäme sie von ihrem Vermieter ja eine Abrechnung.
Dass du keinen eigenen Zähler hast, ist klar.
Wenn das Gas der Gesamtrechnung allein an deine VM geht, dann wird halt aufgeteilt, wie vereinbart. Passt doch alles, dann ist die Gasrechnung deiner Vermieterin die Basis für die Verteilung.
 

Fragemeier

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Ah jetzt verstehe ich, was Du meinst. Das wäre natürlich was Anderes. Ne ist ganz einfach. Meine VM hat das ganze Haus gemietet. Sie ist bei den Versorgern als Kundin eingetragen, bekommt die Rechnungen und teilt das mietvertraglich nach Anteilen auf.
Was die Eigentümerin für ihre Akten braucht, wird bezahlt und weitergeleitet. Sollte sie etwas übernehmen wollen, wird es abgezogen und (was mich angeht) entsprechend ans JC gemeldet. Das ist beim Müll mal vorgekommen, ansonsten aber nicht der Fall - logisch, sie wohnt ja auch nicht hier.

Jut, dann hammer das Thema wohl erschöpfend behandelt.

Vom JC kam noch keine Antwort, vielleicht hat da auch jemand die Brückentage genutzt. Das wäre sicher verdient bei dem, was die alles um die Ohren haben müssen :bigsmile:.
Oder oder oder...

Soll mir recht sein, es geht halt seinen Gang. Das ist sowieso eher eine Kopfgeschichte. Ich habe Sonntag Geburtstag und hätte es gern vorher erledigt gehabt. Dafür wurde es zeitlich wohl etwas knapp. Da kann man nix machen, sowas kommt vor :biggrin:.

Vielen Dank für die sehr informativen Beiträge. Was zu tun war, ist erstmal getan. Schau mer mal, für den Augenblick wünsche ich uns allen ein schönes Wochenende :cheer2:.
 

Fragemeier

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Hallo zusammen,

ich wollte mich noch mit dem Resultat der Geschichte melden.

Die Nachzahlung wurde in voller Höhe übernommen und ist bereits an meine Vermieterin weitergereicht.

Ich hatte noch einige Fragen wegen der Formulierungen im Begleittext. So stand da was von einer 4-köpfigen Haushaltsgemeinschaft (ich hatte das im Mietvertrag vereinbarte Viertel der Kosten beantragt). Das ist natürlich sowohl als auch Käse - ich habe weder eine Haushalts- (schon gar nicht Wirtschafts-)gemeinschaft noch sind wir 4 Personen. Die Kosten sind lediglich mietvertraglich nach einem gewissen Schlüssel aufgeteilt.
Die Dame meinte, ich solle das nicht so wörtlich nehmen und behandelte es im Sinne einer Berechnungsgröße. Ich sei meine eigene Bedarfsgemeinschaft und für mich selbst verantwortlich.

Dazu kam der (für mich neue) Hinweis zum wirtschaftlichen Umgang mit den Heizkosten. Das sei allgemein zu sehen und würde generell mitgeschickt. Wenn es ernst würde, käme die Aufforderung zur Senkung separat. Maßgebend sei ein Betrag von 80€/Monat...selbst wenn ich das für die maximale Wohnungsgröße ansetze und auf meine Wohnung runterrechne, werde ich es (zumindest hier, woanders weiß ich nicht) wohl nie erreichen. Die Tür ist auch repariert, es wird also eher wieder auf annäherndes Normalniveau sinken.

Insofern sind auch die Vereinbarung meiner Vermieterin mit dem Versorger (konstante Abschläge, alles kommt in die Nachberechnung, Abschlag schon relativ niedrig = tendentiell jedes Mal Nachzahlung) und mein eventueller medizinisch bedingter Extrabedarf (Schlafapnoe, Luftbefeuchter, Kondenswasser im Schlauch = zusätzliches Heizen, der beheizbare Atemschlauch ist heute gekommen) wohl nicht wirklich ein Problem.

Kopfzerbrechen hat mir ansonsten der Begriff der Heizungspauschale gemacht. Da das BSG Derartiges wegen §22 SGB II bereits 2009 als unzulässig eingestuft, auf den Heizspiegel verwiesen und den sehr hohen Bedarf als zugrunde zu legende Stufe bezeichnet hat, habe ich darauf hingewiesen. Aber auch das ist eher als nicht in Stein gemeißelter Begriff zu verstehen. Um klar zu sehen, habe ich nach dem zulässigen Bedarf gefragt. Heraus kamen die o.g. 80€/Monat.

Der Kreis schließt sich. Mir ging es darum, dass ich mir bei solchen Formulierungen keine Gedanken machen muss, ob es mich in punkto Mißverständnis irgendwann "in den Hintern tritt". Hinsichtlich JC wäre es ferner denkbar gewesen, dass sich die "Textbausteine" präzisieren lassen. Das ist nicht meine Aufgabe, aber man kann ja mal beide Seiten einbeziehen. Die Herrschaften sind letztlich auch nur Menschen, die ihre Arbeit sinnvoll erledigen wollen.

Für den Moment ist das Thema damit erledigt. Ich schließe mich meinen früheren Worten an und wünsche uns allen ein schönes Wochenende :cheer2:...

...und dem Forum weiterhin viel Erfolg. Was hier an Zeit hineingesteckt wird, um anderen Menschen zu helfen, ist echt bewundernswert !
 
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ExitUser

Gast
Danke für die Rückmeldung.
Aber denke daran, was die dir mündlich sagen, kannst du in die Tonne treten und glauben oder nicht!

Interessant wird es immer dann, wenn man den Damen und Herren sagt, sie sollen einem dies doch bitte schriftlich geben. :biggrin:
§ 33 SGB X Bestimmtheit und Form des Verwaltungsaktes - dejure.org
2Ein mündlicher Verwaltungsakt ist schriftlich oder elektronisch zu bestätigen, wenn hieran ein berechtigtes Interesse besteht und der Betroffene dies unverzüglich verlangt.
 

Makale

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Vielleicht noch ein allgemeiner Rat. Am besten ist immer ein Untermietverhältnis mit Vereinbarung einer Pauschalmiete oder noch besser Inklusivmiete ohne Vereinbarung einer Nebenkostenabrechnung. Die einzelne Ausgestaltung, Unterschiede etc. zur klassischen Mietvereinbarung bitte mittels Google in Erfahrung bringen.

Der Vorteil solcher Vereinbarungen ist die vertragliche Bindung, welche auch für das Jobcenter bindend ist, d.h. es kann keine Aufschlüsselung der vereinbarten Miete (zB monatliche Gesamtmiete 300 € bestehend aus 200 € Grundmiete sowie 100 € pauschaler Nebenkosten) verlangen. Allerdings sollte der Vermieter einen monatlichen Zuschlag zur Abdeckung etwaiger Nachzahlung einberechnen (zB in den 100 € sind pauschal 10 € Zuschlag enthalten, die in einen "Extratopf" gehen).
 
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