Unterkunftskosten zu hoch (1 Betrachter)

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blinky

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Hallo Forengemeinde,

habe Zum Jahreswechsel der ARGE mitgeteilt, das ich zum Februar 2007 eine Mieterhöhung erhalte, bis Juni nichts von der ARGE gehört. Dann bekam ich Post es würden Unterlagen fehlen und ich solle Sie einreichen.
Bei den Unterlagen handelte es sich um die Unterlagen die ich bereits abgegeben hatte. Dann geschah lange wieder nichts. Ich Anwalt eingeschaltet, der stellte letzte Woche Überprüfungsantrag.

Jetzt bekam ich Post von der ARGE siehe Anlage.
Wenn ich das richtig verstehe, soll ich entweder die Kosten senken oder mir ne neue Wohnung suchen.

Was kann ich jetzt machen?

Blinky
 

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ExitUser

Gast
Was es zu wissen gibt, findest Du im angehängten PDF File.

Soweit ich sehe ist Deine Miete um ganze 7 Euro zu hoch. Damit dürfte sich die ARGE wohl ziemlich lächerlich machen. Würdest Du wegen 7 Euro umziehen, dann übersteigen die dafür von der ARGE zu zahlenden Kosten eines Umzugs inkl. Wohnungsuche diesen Betrag um ein Mehrhundertfaches.

Ich würde die ARGE kontaktieren und auf diesen Unsinn aufmerksam machen. Ich denke nicht, daß die ARGE (geistige Gesundheit vorausgesetzt) auf eine Senkung der KdU bei 7 Euro Überschreitung bestehen wird.

Auch wenn das bei 7 Euro natürlich nicht so schwer fällt, würde ich mich dennoch nicht darauf einlassen diesen Betrag aus dem Regelsatz selbst zu zahlen. Sinnvoller ist es gegen diesen Schwachsinn anzugehen.
 
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Freue Dich

Wenn Du so und so umziehen wolltest.
Ich kann den Wert 308 in der Tabelle § 8 WoGG nicht finden. Bin ich blind oder hat die ARGE andere Tabellen als das BMJ ?

Wenn nicht, die ARGE darf nicht nur die WoGG Tabelle befragen. Da muss der Wert an die Örtlichkeiten angepasst werden. Die ARGE hat notfalls sogar eigene Nachforschungen zum örtlichen Wohnungsmarkt durchzuführen.
 

redfly

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Bei uns in Essen werden die angemessenen Kosten der Unterkunft (KdU) oftmals nach uralten Wohngeldtabellen berechnet. Die Sache ist ganz einfach, sollte zu dem vorgegebenen Quadratmeter-Preis gar keine Wohnung in deiner Gegend zu finden sein, muss die ARGE die tatsächliche Miete übernehmen. Vorausgesetzt die Wohnung ist nicht zu gross. Sowas kann man sehr schnell in der Zeitung oder auch im Internet feststellen. Da sieht man nämlich ganz schnell was Wohnraum in deiner Gegend kostet. Ich würde auch nie einen Eigenanteil aus der Regelleistung bestreiten, denn bei der jährlichen Betriebs- und Heizkostenabrechnung würde der entsprechende Anteil abgezogen.
 

blinky

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Danke erstmal für eure Tips.

Hab nächte Woche Termin beim Anwalt um ihn mitzuteilen, was mir die ARGE mitgeteilt hat. Dann werd ich mal die Tage in der Zeitung schauen um zu sehen wie hoch die Mietkosten generell bei uns sind.

Blinky
 
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Gast
Wenn Du Dir das PDF genau durchliest und auf eine vorgeschriebene Wirtschaftlichkeitsberechnung drängst, dann wirst Du wohl gar keinen Umzug durchzuführen haben. Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zur Ersparnis.
 

Arania

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eine interessante Seite dazu, meiner Meinung nach

Mit dem SGB II soll, so der Gesetzgeber, in erster Linie die Integration von Langzeiterwerbslosen in den ersten Arbeitsmarkt verbessert werden. Dies gelänge insbesondere in den ersten zwei Jahren der Arbeitslosigkeit. So stellt das Institut für Arbeitsmarktforschung der Bundesagentur für Arbeit in seinem Kurzbericht "Bedarfsgemeinschaften im SGB II in 2005 - Beachtliche Dynamik bei steigenden Empfängerzahlen" vom Dezember 2006 fest: "Von den Neuzugängen im ersten Halbjahr 2005 können durchschnittlich 43% innerhalb von 12 Monaten den Leistungsbezug beenden." Gerade im ersten Jahr des Leistungsbezugs nach SGB II müssten daher alle Aktivitäten auf die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt konzentriert werden. Die in der AV-Wohnen verankerte Jahresfrist trage diesem vordringlichen Ziel Rechnung. In der Zeit ihrer höchstmöglichen Integrationschancen auf dem ersten Arbeitsmarkt sollten die Betroffenen ihre Energien allein auf die Arbeitsplatzsuche und nicht auf die Wohnungssuche lenken können. Denn allein die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt senke wirksam und nachhaltig die Transferkosten, argumentiert der Senat. Auch den Vorwurf des Rechnungshofs, wonach die Härtefallklauseln im Rahmen der AV-Wohnen "extensiv" gestaltet seien, weist der Senat zurück. Schließlich entsprächen die Regelungen weitestgehend den Inhalten der von den obersten Zahlenhütern in der Vergangenheit nie kritisierten AV-Unterkunft nach dem Bundessozialhilfegesetz.
https://www.bmgev.de/mieterecho/322/20-lrh-cl.html
 

blinky

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@Arania:

interessant, aber leider für mich nicht mehr zutreffend.

@alle:

hab da nochmal ne Verständnisfrage:
Dieses Schreiben was ich bekommen habe stellt ja noch kein Verwaltungsakt da. Das ich anfang 2008 dann ein Bescheid bekommen könnte dass ab April 2008 diese 7 Euro nicht mehr bezahlt wird und die dann sofort das Geld kürzen.

Da es ja jetzt noch kein Verwaltungsakt war bräuchte ich ja Theoretisch jetzt darauf ja nicht reagieren. Erst wenn die die Zahlung veringern, Widerspruch einlegen mit der Begründung das ein Umzug nicht Wirtschaftlich für die ARGE währe? Sehe ich das Richtig?

Blinky
 
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