Unterkunftskosten bei AlgII auch für Hostel bzw. Hotel möglich? (1 Betrachter)

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simon1111

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Ich grüsse Euch:wink:

Wollte mal fragen, wie es sich mit den Unterkunftskosten bei AlgII verhält..

Muss aus meiner Wohnung in ein paar Monaten ausziehen, wurde gekündigt wegen Eigenbedarf.

Bisher habe ich keine neue Wohnung gefunden, leider habe ich auch nicht die besten Voraussetzungen für, ua. negative Schufa.

Wird das Jobcenter ggf. auch für ein Hostel bzw Hotel (monatlich pauschaler Festbetrag, der die Mietobergrenze nicht überschreitet) aufkommen?

Will auf gar keinen Fall in eine Obdachlosenunterkunft unterkommen, nein danke!

Super, wenn jemand von Euch mir ne Antwort geben könnte!

Grüsse

Simon
 
E

ExitUser

Gast
Es heißt ja KdU = Kosten der Unterkunft, nicht Kosten der Wohnung. Z.B. müssen JC auch die Kosten für Wohnen auf dem Campingplatz zahlen.

Wenn Deine im Rahmen der örtlichen Richtlinien sind, sollte sie m.M.n. auch übernommen werden müssen.
Gleich, ob Hotel/Hostel, Pension oder sonstwas.
 

Seepferdchen 2010

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Und ganz wichtig, schreibe dir genau auf deine Wohnungssuche.
Name Ort Datum usw.

Für die Wohnungssuche kannst du einen Antrag stellen für die Kosten zum Beispiel Fahrkosten usw.

§ 22 SGB II

6) Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden; eine Mietkaution kann bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. Eine Mietkaution soll als Darlehen erbracht werden.
 

Abend

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Was passiert denn, wenn jemand absolut keine Wohnung findet? Also was sieht der Gesetzgeber oder die ARGE dann in der Regel vor?
 

Seepferdchen 2010

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Berlit in Münder LPK SGB II, 4. Auflage, § 22 RN. 19

Unter "Unterkunft" sind bei tatsächlicher Nutzung alle baulichen Anlagen oder Teile zu verstehen, die tatsächlich geeignet sind, vor den Unbilden der Witterung zu schützen und ein Mindestmaß an Privatheit sicherzustellen. Zu Unterkünften zählen daher auch Not- oder Obdachlosenunterkünfte (BVerwG 12.12.1995 – 5 C 28.93 – BverwGE 100, 136), auf die sich ein Hilfebedürftiger zur Deckung des Unterkunftsbedarfes indes nicht verweisen lassen muss, Hotel- oder Pensionszimmer (VG Braunschweig 12.8.1992 – 4 B 4316/92 – info also 1992, 194 u.a.) oder auch ein Wohnwagen (VGH HE 3.9.1991 – 9 TG 3588/90 – info also 1992, 30 f.) Zur Deckung des Unterkunftsbedarfs geeignete und tatsächlich auch genutzte Räumlichkeiten sind auch dann als "Unterkunft" anzuerkennen, wenn deren Nutzung zivil- oder baurechtlich nicht rechtmäßig ist oder untersagt werden könnte.

Quelle:

MieterEcho Sonderausgabe Juni 2005: Hartz IV: Regelements der Kosten der Unterkunft
Beschluss OVG NW, 12.06.2003, 12 E 144/01, Rz.: 22 ff.
LPK-SGBII NOMOS-Verlag, 4.Auflage zu § 22, Rn 20
Bearbeiter : Prof. Dr. Uwe-Dietmar Berlit ( Vorsitzender Richter am BVG Leipzig)

https://www.elo-forum.org/kosten-un...en-entzogen-weil-angeblich-keine-wohnung.html

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