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Unterkunftsfrage: Wohnung zu groß aber fällt noch unter den Satz - SB streikt

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grobi63

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#1
Hallo liebe Usr


hab da mal eine Frage ich wohne in einer 96m² großen wohnung wo die warmmiete 525€beträgt und zwar mit meinen 3 kindern wo eines Schwerbehindert ist und die anderen beiden jetzt in der Pubertät sind und das Amt will mir die wohnung nicht finanzieren weil sie zu groß ist. kann das sein ich weißdas sie 6 Monaten lang noch finaziert werden würde aber übernehmen wollen sie die wohnung auf keinen fall weiß einer von euch wieso nicht?
 

redfly

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#2
Eine Wohnfläche von bis zu 90 m² wären für einen 4 Personenhaushalt angemessen. Die überschüssigen 6 m² dürften somit noch im Toleranzbereich liegen.

Bist du zur Kostensenkung der Kaltmiete aufgefordert worden? Wenn ja, wann? Welchen Anteil musst du aus der Regelleistung bestreiten? Oder war es ein Umzug in eine nicht genehmigte Wohnung, also ohne Zusicherung der ARGE?

Schildere den Fall mal etwas genauer.
 
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#3
Zuerst ist der Preis wichtig.
Ist die Nettokaltmiete im richtigen Bereich, dann hat ARGE auch die Heizkosten komplett zu übernehmen.
Ein Kind mit besonderen Ansprüchen könnte auch die Flächenbemessung beeinflussen.
SB scheint hier unbedingt eine Umzug finanzieren zu wollen. Also BEANTRAGEN.
Gleich einen Vorschuss für Suchkosten fordern und die Kündigiungsmodalitäten vorgeben lassen.
Wenn Du erst kündigst wenn Du eine neue Bleibe hast, dann drohen bis zu drei Doppelmieten. Alles sehr wirtschaftlich.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Zu den Nebenkosten, besonders den Heizkosten, bei im Grunde angemessenen aber "zu großen" Wohnungen sind beim BSG noch Verfahren anhängig. Mit etwas Glück wird über die ersten davon noch in diesem Jahr entschieden. Hoffentlich noch vor der Wahl.
 

haef

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#6
hallo,

grundsätzlich geht es bei der Beurteilung der Angemessenheit der Unterkunftskosten nach der Produkttheorie (BverwG (alt), BSG)

fiktives Beispiel:
"angemessener" qm-Preis nach einem Mietspiegel 5,00 €
"angemessene" Größe für 4 Personen 90 qm
macht als Produkt 450,00 € ("angemessene" KM)
ebenso 100 qm x 4,50 € oder
45 qm x 10,00 €

weitere Berechnungen bitte selbst vornehmen. :icon_party:

Da die örtliche qm-Miete der erste Rechenfaktor ist, macht es Sinn sowohl diese als auch die "übernahmefähigen" Betriebskosten/qm und Heizkosten/qm bei der ARGE zu erfragen, sofern es keine örtliche Initiative gibt.

Eine Warmmiete von 525,00 € für 4 Personen dürfte aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit innerhalb des "grünen Bereiches" liegen, egal wo man wohnt.
Allerdings mit einer Ausnahme, ein nicht genehmigter Umzug aus einer preiswerteren Wohnung ohne wichtigen Grund!
Daher wären schon die Angaben über Erstantrag? oder Folge-? oder Umzug? aus welcher Wohnung(sgröße) mit welchen Kosten, wichtig .

frdl. Grüße
Horst
 

Jochenb

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#7
http://www.elo-forum.org/kosten-unt...igt-neuen-kdu-angemessenheitsgrenzen.htmlLies mal diesen thread.Der brandaktuelle Beschluss vor dem SG (Lüneburg) vom 29.07.09 bezieht sich u.a. auf das Alleinerziehenden-Urteil von 2008.Demnach sind Alleinerz. = plus eine Person mehr im Haushalt zu behandeln, was sich sowohl auf die Miete als auch die qm-Zahl auswirkt.Wenn du also allein mit 3 Kinder, zudem eines schwerbehindert, bist, dann musst du, weil Anrecht auf Elternschlafzimmer + Familienwohnraum+ für jedes Kind ein KiZi, wie ein 5- Personen-Haushalt gerechnet werden.Wenn die das nicht tun, schrftl. Bescheid fordern, dagegen Eilklage beim SG, weil der Umzug nicht gerechtfertigt ist, ggf. dir aber auch nicht zugemutet werden kann, ständig von weniger als dem soziokulturellem Existenzminimum zu leben, weil du aus dem Regelsatz zur Miete zubuttern musst.Bei 3 Kindern ist es auch nicht zumutbar, diese wg. Umzug aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen!J.
 
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