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Unterhaltsvorschuss, obwohl Vater an Erziehung beteiligt u. bei Mutter wohnt?

Skarven

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#1
Ich und meine Freundin haben seit einem Monat einen gemeinsamen Sohn. Zwar leben wir getrennt, aber ich beteilige mich an der Erziehung, auch auf eigene Kosten, und verbringe ungefähr die Hälfte der Woche bei ihr und meinem Sohn. Dennoch stellt sie sich gegenüber dem Jugendamt so dar, als wäre sie alleinerziehend, um 14 Monate Elternzeit und Elterngeld und einen Unterhaltsvorschuss zu genießen. Ich finde, das ist mir gegenüber nicht fair, denn so werde ich ja doppelt belastet. Habe ich gegenüber dem Jugendamt eine Handhabe, die Rückzahlung des Unterhaltsvorschusses zu verhindern, indem ich nachweise, dass ich in der Zeit, in der sie angeblich alleinerziehend war, bei ihr gelebt habe? Oder muss ich schon jetzt einschreiten und dabei die Trennung von meiner Freundin und meinem Kind riskieren?
 

ZynHH

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#2
Ich finde, das ist mir gegenüber nicht fair,
Was ist schon fair? Es geht um dein Kind, nicht um dich oder deine Ex. Und ja, du musst jetzt einschreiten. Vor allem musst du dir das ganze bestätigen lassen von deiner Freundin, Quittungen für deine jetzigen Zahlungen etc....wieviel Zeit du mit dem Kind verbringst....
 
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#3
Zahlst du Unterhalt für das Kind nach Düsseldorfer Tabelle? Falls nicht steht ihr auch Unterhaltsvorschuss zu.
Es ist völlig unerheblich ob du dich auch um das Kind sorgst.Zahlen musst du so oder so.Entweder jetzt oder später wenn du genügend Einkommen hast
 

Skarven

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#4
Das ich zahlen muss, ist klar, aber nicht doppelt. Der Unterhaltsvorschuss ist für Alleinerziehende gedacht.
 
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#5
Das ich zahlen muss, ist klar, aber nicht doppelt. Der Unterhaltsvorschuss ist für Alleinerziehende gedacht.
Du hast die Frage nicht beantwortet.
Zahlst du der Mutter den Kindesunterhalt? Was du zusätzlich dem Kind zahlst wie hier und dort mal einen zehner für z.b. ein Stofftier ist völlig unerheblich!
 

Prek

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#7
Moin Skarven,

kann es sein, dass du etwas unscharfe Vorstellungen davon hast, was es heißt für ein Kind zu sorgen, es groß zu ziehen? 24 Std an 7 Tagen die Woche und 52 Wochen im Jahr? Für sein materielles UND emotionales Wohl zu sorgen?

Vorschlag: übernimm doch wirkliche Verantwortung - und zwar verbindlich und nicht nach Lust und Laune: teilt euch das Sorgerecht und wählt das Wechselmodel - eine Woche hat sie das Kind, eine Woche du ...

Aber wenn du annimmst, dass es ausreicht, wenn du immer mal wieder Zeit mit dem Kind verbringst - vielleicht - das ist jetzt natürlich eine Unterstellung, es kommt aber ein wenig so bei mir an - wenn du nix anderes vor hast und deshalb die Mutter keinen Anspruch auf Unterhalt hat - dann denke ich mal, siehst du da einiges völlig falsch!
 

Skarven

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#8
Du hast die Frage nicht beantwortet.
Zahlst du der Mutter den Kindesunterhalt? Was du zusätzlich dem Kind zahlst wie hier und dort mal einen zehner für z.b. ein Stofftier ist völlig unerheblich!
Weshalb sollte ich Kindesunterhalt zahlen, wenn ich mit der Mutter zusammenlebe und mich an den Einkäufen und der Erziehung beteilige?
 

Skarven

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#10
Moin Skarven,

kann es sein, dass du etwas unscharfe Vorstellungen davon hast, was es heißt für ein Kind zu sorgen, es groß zu ziehen? 24 Std an 7 Tagen die Woche und 52 Wochen im Jahr? Für sein materielles UND emotionales Wohl zu sorgen?

Vorschlag: übernimm doch wirkliche Verantwortung - und zwar verbindlich und nicht nach Lust und Laune: teilt euch das Sorgerecht und wählt das Wechselmodel - eine Woche hat sie das Kind, eine Woche du ...

Aber wenn du annimmst, dass es ausreicht, wenn du immer mal wieder Zeit mit dem Kind verbringst - vielleicht - das ist jetzt natürlich eine Unterstellung, es kommt aber ein wenig so bei mir an - wenn du nix anderes vor hast und deshalb die Mutter keinen Anspruch auf Unterhalt hat - dann denke ich mal, siehst du da einiges völlig falsch!
Du solltest erst mal mein Posting lesen. Sollte eine Selbstverständlichkeit sein, und dann kommst Du mal auf die Höhe der Handlung.
Ich bin mit der Mutter zusammen. Wir sind nicht getrennt, sondern leben in unterschiedlichen Wohnungen. Die Hälfte der Woche verbringe ich bei ihr.
Sie hat kein Interesse daran, das Sorgerecht zu teilen oder das Kind, das noch ein Säugling ist, was auch aus meinem Posting auch klar hervorgeht, für eine Woche fortzugeben.
 

Prek

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#11
Also gut, habs nochmal gelesen... Du schriebst: "zwar leben wir getrennt..." - ihr lebt also offiziell getrennt, also ist sie offiziell alleinerziehend, bekommt also offiziell Unterhaltsvorschuss, da du offiziell keinen Unterhalt zahlst...

Ich kann da keinen Fehler erkennen...
 

Prek

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#12
Na ja, etwas kann ich mir vorstellen: bezieht ihr beide ALG2 ? Dann wird schon das JC dafür sorgen, dass deine Freundin sich um Unterhalt bemüht (gilt sie denn dort als Alleinerziehend?) - beziehungsweise hast du dich als alleinlebend beim JC gemeldet? Also keine Einstehensgemeinschaft mit deiner Freundin + Kind? Nun, da müsst ihr euch wohl entscheiden - auf der einen Seite hab ich mit denen nichts zu tun, auf der anderen Seite zahle ich ja, da ich mit ihr zusammenlebe - das wird schwer den Behörden zu vermitteln sein. Da müsstet ihr halt ne Einstehensgemeinschaft bilden ... Dann wäre alles klar
 

Skarven

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#13
Na ja, etwas kann ich mir vorstellen: bezieht ihr beide ALG2? Dann wird schon das JC dafür sorgen, dass deine Freundin sich um Unterhalt bemüht (gilt sie denn dort als Alleinerziehend?) - beziehungsweise hast du dich als alleinlebend beim JC gemeldet? Also keine Einstehensgemeinschaft mit deiner Freundin + Kind? Nun, da müsst ihr euch wohl entscheiden - auf der einen Seite hab ich mit denen nichts zu tun, auf der anderen Seite zahle ich ja, da ich mit ihr zusammenlebe - das wird schwer den Behörden zu vermitteln sein. Da müsstet ihr halt ne Einstehensgemeinschaft bilden ... Dann wäre alles klar
Nein, wir beziehen nicht beide Alg 2, aber das geht auch aus meinem ersten Posting hervor, weil sie ansonsten kein Elterngeld bekommen würde, und das in unserem Fall 14 Monate lang, weil sie bei allen Behörden als alleinerziehend gilt. Dann bekommt sie noch Kindergeld, den Unterhaltsvorschuss und das, was ich noch beitrage. Trotz alledem hat sie bei ihrer Krankenkasse noch eine Haushaltshilfe beantragt. Das halte ich für mehr als genug.
 

Skarven

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#14
Du widersprichst dir grad selber ...
Inwiefern? Juristisch? Woraus geht das hervor?
Also ich verstehe als "alleinerziehend", dass man sich vollständig allein um das Kind kümmert, was bei uns nicht der Fall ist.
 

Prek

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#15
Nein, wir beziehen nicht beide Alg 2, aber das geht auch aus meinem ersten Posting hervor,
Na, dann lass den ersten Satz von meinem Posting halt einfach weg... Bleib der Rest. Irgendwo muss doch angegeben sein, dass sie alleinerziehend ist - ihr also nicht zusammenlebt....
 

Prek

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#16
Wikipedia hilft da weiter:

Alleinerziehende (gemäß reformierter Rechtschreibung auch allein Erziehende) sind Personen, die mit mindestens einem minderjährigen Kind in ständiger Haushaltsgemeinschaft zusammenleben und dieses betreuen und erziehen, ohne einen eigenen Partner in ständiger Haushaltsgemeinschaft zu haben. Man spricht auch von Ein-Eltern-Familien.
Hervorhebung durch mich.

Quelle: Alleinerziehende ? Wikipedia
 

Sansiveria

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#17
Inwiefern? Juristisch? Woraus geht das hervor?
Also ich verstehe als "alleinerziehend", dass man sich vollständig allein um das Kind kümmert, was bei uns nicht der Fall ist.
Nein, dadurch, dass du in der Überschrift schreibst, dass du bei der Mutter des Kindes wohnst und im ersten Beitrag schreibst, dass du woanders wohnst ...

Selten so was widersprüchliches gelesen - und du merkst es noch nicht mal :icon_kratz:
 
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#18
Naja auf jeden Fall steht der Mutter ohne Zweifel Unterhaltsvorschuss zu,da du ja keinen Unterhalt bezahlst.
Die Unterhaltsbehörde wird sich den Vorschuss irgendwann bei dir wiederholen.
 

Caso

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#19
Inwiefern? Juristisch? Woraus geht das hervor?
Also ich verstehe als "alleinerziehend", dass man sich vollständig allein um das Kind kümmert, was bei uns nicht der Fall ist.
Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

Dann musst du wohl DEINE Sichtweise dem Jugendamt verklickern.
Dann musst du nachweisen, daß du selbst deiner Unterhaltspflicht gegenüber dem gemeinsamen Kind nachkommst und auch in entspr. Höhe nachkommst.
Dann sollte das geklärt sein.
Du kannst auch gern mit deiner Freundin versuchen, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, was die "Alleinerziehung" angeht. Möglichst ohne Amt.

Es gibt etliche Alleinerziehende, deren Kinder trotzdem mehr oder weniger Umgang und Kontakt mit dem anderen Elternteil haben.

Ich frage dich mal:
Euer Sohn ist 1 Monat alt. Bitte, was erziehst du da jetzt die halbe Woche?
Was kostet DICH die Erziehung oder Betreuung eines 1-monatigen Kindes?
Bis das Kind tatsächlich "erzogen" werden muß, allein oder von beiden Elternteilen, bis dahin habt ihr das auch mit dem Amt geklärt.
Vielleicht schränkst du deine Kostenbeteiligung jetzt zunächst ein wenig ein?
 

Skarven

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#20
Wikipedia hilft da weiter:

Hervorhebung durch mich.

Quelle: Alleinerziehende ? Wikipedia
Ja, dort ist von ständiger Haushaltsgemeinschaft die Rede, die wir nicht haben. Im Gesetz, das in dem Artikel zitiert wird, § 21 SGB II, heißt es aber:
(3) Bei Personen, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammenleben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen, ist ein Mehrbedarf anzuerkennen
Und das ist eben nicht der Fall, denn sie erzieht nicht allein.
 

Prek

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#21
Ja was denn nun? Gerade weisst du empört zurück, dass deine Freundin ALG2 bekommt und nun zitierst du das SGB II.... Werd dir doch erst mal klar, was bei euch überhaupt Sache ist. So macht das keinen Sinn.

Ausserdem: wer sagt, dass das (also die von dir zitierte Formulierung) nicht eben so definiert wird, wie es bei Wikipedia steht? Wenn meine Nachbarin 3 mal die Woche je 5 Stunden auf mein Kind aufpasst und es dabei dankenswerter Weise auch mitteilt, wenn es was falsch macht - es also auch etwas erzieht, bin ich immer noch alleinerziehend...

Aber mach mal einfach, wie du denkst ...
 

Skarven

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#23
Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

Dann musst du wohl DEINE Sichtweise dem Jugendamt verklickern.
Dann musst du nachweisen, daß du selbst deiner Unterhaltspflicht gegenüber dem gemeinsamen Kind nachkommst und auch in entspr. Höhe nachkommst.
Dann sollte das geklärt sein.
Du kannst auch gern mit deiner Freundin versuchen, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, was die "Alleinerziehung" angeht. Möglichst ohne Amt.

Es gibt etliche Alleinerziehende, deren Kinder trotzdem mehr oder weniger Umgang und Kontakt mit dem anderen Elternteil haben.

Ich frage dich mal:
Euer Sohn ist 1 Monat alt. Bitte, was erziehst du da jetzt die halbe Woche?
Was kostet DICH die Erziehung oder Betreuung eines 1-monatigen Kindes?
Bis das Kind tatsächlich "erzogen" werden muß, allein oder von beiden Elternteilen, bis dahin habt ihr das auch mit dem Amt geklärt.
Vielleicht schränkst du deine Kostenbeteiligung jetzt zunächst ein wenig ein?
Danke.
Die Behörden interessieren sich nicht für den tatsächlichen Arbeitsaufwand und wie der monetär zu bewerten ist, sondern sie richten sich nach Sätzen. Beim Unterhaltsvorschuss gehen sie davon aus, dass der eine Elternteil vollständig fehlt, was in unserem Fall nicht gegeben ist.

Meine Freundin ist kein leider Mensch, mit dem man sich gütlich einigen könnte. Ich muss mit Krieg rechnen.
 

Caso

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#24
Danke.
Die Behörden interessieren sich nicht für den tatsächlichen Arbeitsaufwand und wie der monetär zu bewerten ist, sondern sie richten sich nach Sätzen. Beim Unterhaltsvorschuss gehen sie davon aus, dass der eine Elternteil vollständig fehlt, was in unserem Fall nicht gegeben ist.

Meine Freundin ist kein leider Mensch, mit dem man sich gütlich einigen könnte. Ich muss mit Krieg rechnen.
Das ist schade.
Mir ist schon klar, daß eine Behörde wie das Jugendamt von "Sätzen" ausgeht.
Andernfalls würde jeder, der (nur) Elternteil ist, die ganze Erziehungs-und Betreuungsarbeit machen und deswegen KEINEN Unterhalt zahlen wollen;-)

Aber was kostet dich nun so ein neugeborener Wurm? Verlangt deine Freundin denn Geld fürs Kind von dir?
Und wieviel Arbeitsaufwand hast du jetzt als Vater?
 

joelle

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#25
wenn du nicht bei ihr gemeldet bist, kannst du nur dann den unterhaltsvorschuss verhindern, wenn du mit deiner freundin die hälftige betreuung des kindes vereinbart hast (wechselmodell). das bedeutet, dass ihr die betreuung und versorgung (räumlich und auch tatsächlich) zu jeweils 50 % übernommen habt.

für das wechselmodell spielt es keine rolle, wer das sorgerecht hat. wichtig ist nur, dass sich die eltern einig sind und schriftlich diesen willen fixieren. in diesem fall stünde dir das hälftige kindergeld ebenfalls zu! gegen ihren willen wirst du höchstwahrscheinlich kein wechselmodell durchsetzen können- da sind die gerichte noch zurückhaltend.

wenn die mama jedoch zu 60 % das kind betreut und versorgt, dann hast du pech gehabt und mußt trotzdem unterhalt zahlen. selbst dann, wenn du ständig die windeln und das essen kaufst und täglich mit dem kind auf deine kosten unterwegs bist. das ist dann dein privatvergnügen, höchstrichterlich entschieden.

du kannst selbst abschätzen, ob du die 50 % erreichst. betreut einer mehr als 12 stunden am tag, so wird der tag ihm ganz zugerechnet.
die nächte zählen natürlich mit. die zeiten, in denen ihr gemeinsam das kind betreut, sind natürlich nicht allein dir zuzurechnen.

ich glaube kaum, dass sie sich vollkommen aus dem babyversorgen raushält, wenn du in der woche bei ihr bist ;)
 
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#26
wenn du nicht bei ihr gemeldet bist, kannst du nur dann den unterhaltsvorschuss verhindern, wenn du mit deiner freundin die hälftige betreuung des kindes vereinbart hast (wechselmodell). das bedeutet, dass ihr die betreuung und versorgung (räumlich und auch tatsächlich) zu jeweils 50 % übernommen habt.
Das kann er gar nicht nachweisen, wenn die Mutter das nicht will.
Ein Wechselmodell lässt sich z. B. auch nicht einklagen. Wenn also die Mutter sagt, nö, WM ist nicht, dann ist er schon deswegen draussen, weil er nicht mit Mutter und Kind unter einem Dach lebt.
Und wenn er so sehr darauf beharrt und selber ALGII bezieht, dann
wird sich sein JC auch sehr für dieses Konstrukt interessieren.
Das könnte ihm dann so ausgelegt werden, das er nur deshalb eine eigene Wohnung hat, damit die Familie nicht zwangsbedarfsgemeinschaftsverwaltet wird.

Wichtig wäre, durch das Jugendamt im Falle des Bezugs von ALGII-Leistungen, die eigene Leistungsunfähigkeit feststellen zu lassen.
Sonst läuft der gezahlte UV als Schulden auf.
 
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#27
Das kann er gar nicht nachweisen, wenn die Mutter das nicht will.
Ein Wechselmodell lässt sich z. B. auch nicht einklagen. Wenn also die Mutter sagt, nö, WM ist nicht, dann ist er schon deswegen draussen, weil er nicht mit Mutter und Kind unter einem Dach lebt.
Und wenn er so sehr darauf beharrt und selber ALGII bezieht, dann
wird sich sein JC auch sehr für dieses Konstrukt interessieren.
Das könnte ihm dann so ausgelegt werden, das er nur deshalb eine eigene Wohnung hat, damit die Familie nicht zwangsbedarfsgemeinschaftsverwaltet wird.

Wichtig wäre, durch das Jugendamt im Falle des Bezugs von ALGII-Leistungen, die eigene Leistungsunfähigkeit feststellen zu lassen.
Sonst läuft der gezahlte UV als Schulden auf.
So und du bist dir da sicher wenn man ALG2-Leistungen bezieht das da gezahlte UV nicht als Schulden auflaufen?
Falls du danach wieder in eine Arbeitsstelle gelangst in dem du über dem Pfändungssatz liegst wirst du aber grosse Augen machen.Da kommt dann die grosse Rechnung.
 

nettgemeint

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#28
versteh garnicht, was daran so schwierig sein soll, Skarven...

Zahl deiner Freundin einfach nachweislich (Überweisung oder gegen Quittung) den Unterhalt für dein Kind und schon ist der Unterhaltsvorschuß vom Tisch :icon_hug:

Wie ihr dann den Rest regelt, Einkauf wenn du bei ihr wohnst, oder Anschaffungen für´s Kind ist "eurer Vergnügen" und hat mit dem Kindesunterhalt überhaupt nichts zu tun.

Im übrigen find ich es sehr merkwürdig, wie du deine Freundin hier darstellst :icon_kratz:dachte, du bist mit ihr zusammen?!
 
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#29
versteh garnicht, was daran so schwierig sein soll, Skarven...

Zahl deiner Freundin einfach nachweislich (Überweisung oder gegen Quittung) den Unterhalt für dein Kind und schon ist der Unterhaltsvorschuß vom Tisch :icon_hug:

Wie ihr dann den Rest regelt, Einkauf wenn du bei ihr wohnst, oder Anschaffungen für´s Kind ist "eurer Vergnügen" und hat mit dem Kindesunterhalt überhaupt nichts zu tun.

Im übrigen find ich es sehr merkwürdig, wie du deine Freundin hier darstellst :icon_kratz:dachte, du bist mit ihr zusammen?!
In Pos.1 schreibt er das seine Freundin Unterhaltsvorschuss bekommt.Also wird er selbst keinen Unterhalt zahlen.
 
E

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#30
Naja auf jeden Fall steht der Mutter ohne Zweifel Unterhaltsvorschuss zu,da du ja keinen Unterhalt bezahlst.
Die Unterhaltsbehörde wird sich den Vorschuss irgendwann bei dir wiederholen.
Ein weit verbreiteter Irrtum:
Wer während der Gewährung von Unterhaltsvorschuss nicht objektiv leistungsfähig ist, muss später nichts zurück zahlen.
Zu diesem Personenkreis gehören grundsätzlich SGB II Berechtigte.

Wo also liegt jetzt das Problem?
der Unterhaltsvorschuss bringt Vater, Mutter, Kind faktisch 133 Euro mehr in die "getrenntgemeinsame" Haushaltskasse.
 
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#31
Ein weit verbreiteter Irrtum:
Wer während der Gewährung von Unterhaltsvorschuss nicht objektiv leistungsfähig ist, muss später nichts zurück zahlen.
Zu diesem Personenkreis gehören grundsätzlich SGB II Berechtigte.

Wo also liegt jetzt das Problem?
der Unterhaltsvorschuss bringt Vater, Mutter, Kind faktisch 133 Euro mehr in die "getrenntgemeinsame" Haushaltskasse.
Hast du ein Bundesurteil dazu?
Aus einem anderen Forum habe ich folgendes gefunden.:

Rückzahlung des Unterhaltsvorschusses

Der andere Punkt ist, dass Hartz 4 nicht zurückgezahlt werden muss. Ist aber Unterhaltsvorschuss geflossen, so besteht aus Sicht des Staates die Möglichkeit, sich das Geld vom Unterhaltsschuldner wieder zurückzuholen, wenn der Anspruch vom Kind auf das Jugendamt übergegangen ist. Der Schuldner muss den Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, sobald er wieder leistungsfähig ist, wenn er sich also wieder in einer Anstellung befindet.

Aus finanzieller Sicht sind Hartz 4 Bezieher im Leistungsbezug jedoch nicht leistungsfähig, da sie am Existenzminimum leben und jede weitere Zahlung daraus das Existenzminimum unterschreiten würde.


Und hier schreibt ein Rechtsanwalt.:

Rückzahlung von Unterhaltsvorschussleistungen nach ALG2
 

Caso

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#32
Ein weit verbreiteter Irrtum:
Wer während der Gewährung von Unterhaltsvorschuss nicht objektiv leistungsfähig ist, muss später nichts zurück zahlen.
Zu diesem Personenkreis gehören grundsätzlich SGB II Berechtigte.

Wo also liegt jetzt das Problem?
der Unterhaltsvorschuss bringt Vater, Mutter, Kind faktisch 133 Euro mehr in die "getrenntgemeinsame" Haushaltskasse.
Ich hatte @Skarven so verstanden, daß er praktisch "doppelt" Unterhalt zahlt.
1 x, weil sie schon den UHV bekommt
1 x, weil er auch miterziehen und versorgen will. Er zahlt jetzt deswegen noch extra aus seinem Alg2.

Was du schreibst mit dem objektiv nicht leistungsfähig usw.
Ist das ein Gesetz oder eine Gerichtsentscheidung?
Dem Unterhaltspflichtigen ist doch zuzumuten, Erwerbseinkommen zu erzielen.
 

nettgemeint

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#33
In Pos.1 schreibt er das seine Freundin Unterhaltsvorschuss bekommt.Also wird er selbst keinen Unterhalt zahlen.

das hab ich schon gelesen ...deswegen schrieb ich ja, er soll dann eben einfach nachweislich zahlen ;-)

und falls er dies nicht kann (aus welchem Grund auch immer), ist der Unterhaltsvorschuß doch berechtigt.
 
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#34
das hab ich schon gelesen ...deswegen schrieb ich ja, er soll dann eben einfach nachweislich zahlen ;-)

und falls er dies nicht kann (aus welchem Grund auch immer), ist der Unterhaltsvorschuß doch berechtigt.
Aber das sieht er ja nicht ein,weil nach seiner Ansicht der UV nur alleinstehenden Frauen zusteht.Und er sich auch teilweise um das kind kümmert.
 
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#35
Ein weit verbreiteter Irrtum:
Wer während der Gewährung von Unterhaltsvorschuss nicht objektiv leistungsfähig ist, muss später nichts zurück zahlen.
Zu diesem Personenkreis gehören grundsätzlich SGB II Berechtigte.

Wo also liegt jetzt das Problem?
der Unterhaltsvorschuss bringt Vater, Mutter, Kind faktisch 133 Euro mehr in die "getrenntgemeinsame" Haushaltskasse.
Den Irrtum rückt dir spätestens jeder Amtsrichter wieder gerade.
zu dem objektiven Moment gibt es auch das fiktive.

"Sie können doch z. B. Zeitungen austragen, Herr Skarven. Hätten Sie schon längst machen können, damit kriegen Sie doch Unterhalt in Höhe des UV zusammen. Nur 5 Bewerbungen im Monat? Das ist zuwenig, 20 müssten es da im Minimum schon sein. Das müssen Sie sich aber jetzt schon vorhalten lassen. Sie könnten längst wieder in Lohn und Brot stehen."

Objektiv mag er nicht leistungsfähig sein. Aber fiktiv natürlich schon,
wenn ihm nicht gerade 2 Arme oder Beine fehlen.
Der Unterhaltsverpflichtete muß seine fehlende Leistungsfähigkeit darlegen, nicht das Jugendamt. Dazu gehören u. a. nicht nur die Vorlage seiner ALGII-Bescheide, sondern auch seine Bewerbungsnachweise.

Die "gesteigerte Erwerbsobliegenheit" ist m. W. kein Gesetz, sondern die rechtliche Auslegung zur Erfüllung von Unterhaltspflichten.

Das der TO die Zahlung des UV an die Mutter ungerecht findet, ändert nichts an ihrem gesetzlichen Anspruch und an seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht. Vor dem BGH sind jedenfalls die Unterhaltszahler regelmässig abgeschmiert, die da ein Wechselmodell etablieren wollten.

Das der TO sich an der Pflege und Erziehung des Kindes beteiligt,
interessiert niemanden, der für die Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen zuständig ist. Das wird einem sogar noch als
Vorsatz ausgelegt. "Ja wenn Sie schon den anderen Haushalt mit Naturalien alimentieren, dann können Sie künftig stattdessen ja auch Barunterhalt leisten."

Ich habe gerade erfahren, das ein ALGII-Aufstocker gerichtlich zu Kindesunterhalt in Höhe des UV für sein 2. Kind verdonnert wurde.
Die Zahlung des Kindesunterhalts für sein 1. Kind führt schon zur Unterschreitung seines Selbstbehalts.
Ein anderer bezieht Erwerbsunfähigkeitsrente. Sein Selbstbehalt wurde für die Erzielung des Kindesunterhalts auf rund 730 Euro gedrückt.
Der nächste arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma, 8 Stunden täglich und pro Tag 4 Stunden Fahrzeit, zahlt 2 Kindern um die 240 Euro Unterhalt. Er findet trotz reichlicher Bemühungen keine besser bezahlte Stelle. Er stemmt den Umgang aus seinem verbleibenden Einkommen, bezieht keine staatlichen Leistungen. Das Gericht sieht zu wenig Erwerbsbemühungen und urteilt den vollen Satz aus unter der Annahme, das er in seinem erlernten Beruf fast 2 einhalb tausend Euro monatlich verdienen könnte. Tatsächlich hat er gerade um die 1100 Euro im Monat.

Um auf die Frage des TO zurückzukommen. Es macht in der
gegebenen Fallstellung keinen Unterschied, ob zusammen lebend oder getrennt. Der UV wird fliessen. Erst Recht nach einer Trennung.
Die 1. Adresse für ein Gespräch wäre m. E. die Freundin. Wäre ich Freundin und würde ich erfahren, das der UV wegen der Intervention des Vaters durch das Jugendamt gestoppt werden würde, wäre ich vermutlich mächtig sauer.
 
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