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Unterhaltsteam SGB II

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ExitUser

Gast
Ich habe heute ein seltsames Schreiben von einer bisher unbekannten Abteilung der Arge erhalten.

"Hamburger Arbeitsgemeinschaft SGB II - Unterhaltsteam"

Hier das Schreiben:

Sehr geehrte Frau Hamburgeryn,

Sie sind alleinerziehende Mutter der Kinder A + B.

Um die Interessen möglichst gut vertreten zu können benötige ich Ihre Hilfe. Insbesondere bitte ich Sie um folgende Angaben:


  1. Name, Anschrift, Geburtsdatum des Vaters
  2. Ist Ihnen der Arbeitgeber des Vaters bekannt?
  3. Ist Ihnen das Einkommen des Kindsvaters bekannt? Befinden sich evtl. Sogar Verdienstbescheinigungen o.ä. in Ihrem Besitz?
  4. Werden Sie bereits anwaltlich vertreten? Durch wen?
  5. Kümmert sich das Jugendamt um die Realisierung von Unterhalt (Beistandschaft)? Ist Unterhaltsvorschuss beantragt oder wird Unterhaltsvorschuss schon geleistet?
  6. Haben Sie bereits rechtliche Schritte gegen den Kindsvater eingeleitet, ggf. welche?

Ich weise Sie darauf hin, dass Sie gem $60 Abs. 1 SGB I zu Beantwortung der vorstehenden Fragen verpflichtet sind.

Gem. § 33 Abs 1 SGB II geht der Unterhaltsanspruch bis zu der Höhe der geleisteten Aufwendungen auf den Träger der Leistungen über.....usw.
Dann folgt die RFB in der ich auf § 60 SGB I und § 66 SGB I hingewiesen werde.
Zur allgemeinen Info:

Ich trennte mich Mai 2005 von meinem Mann, er zog aus, nahm sich eine Wohnung, kopierte ohne langes Blabla sein Alg II -Bescheid und die Meldebestätigung, die ich meiner Leistungs SB vorlegte. Darauf erhielt ich ohne Probleme Sozialgeld für meine Mädels, und hörte nie wieder was in dieser Angelegenheit von der Arge. Auch nicht nach meiner Scheidung im Sept. 07; meine SB wusste dass mein Ex Hartzer ist - fertig. Und nun das.

Hier meine Antworten, die mir spontan dazu einfielen:


  1. Mir ist der Name des Vaters seit 1993 bekannt, und der Arge seit 2005.
  2. Mein Exmann erhält seit 2005 Alg II - ist der Arge sattsam bekannt!
  3. Ja, er bekommt derzeit 351, und ab Juli 359 + KdU, aber das weiß die Arge längst. Schließlich zahlt sie ja.
  4. Nein, derzeit nicht, doch ich überlege momentan stark, ob es nicht Sinn macht sich anwaltlicher Hilfe zu bedienen, um sich derart impertinenter Fragen zu erwehren.
  5. Nein. Das Jugendamt gehört nicht in meinen Lebensbereich, da mein Ex und ich durchaus in der Lage sind unsere Angelegenheiten bezüglich der gemeinsamen Kinder ohne Einschaltung einer Behörde zu regeln.
  6. Nein, aber wie unter Punkt 4 aufgeführt, bekomme ich Lust rechtliche Schritte gegen Sie einzuleiten.....
Hat jemand damit Erfahrungen?

LG :icon_smile:
 

strümpfchen

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solche Unterhaltsteams gibt es auch hier in Köln (nennen sich Unterhaltsheranziehung)

Offensichtlich bekommen diese Teams von den Leistungsabteilungen jedoch nicht die vollständigen Angaben und Nachweise, so dass es zu solchen (dusseligen) Anfrageschreiben kommt. Die Mitarbeiter dort können nun wirklich nichts dafür, dass ihre Kollegen nicht alle Informationen weitergeben (und es könnte sich ja zwischenzeitlich was geändert haben..)

Was den Unterhaltsvorschuss angeht, der ist vorrangig zum ALG2 und muss zwingend beantragt werden, sofern ein Anspruch (noch) besteht. Das ist für maximal 72 Monate und/oder bis zum 12. Lebensjahr des Kindes der Fall. (lustigerweise muss man auch bei der Unterhaltsvorschusskasse nochmals die Angaben zum Kindesvater machen bzw. dieser wird zur Auskunft aufgefordert)

Im Antwortschreiben an das Unterhaltsteam kannst du ja auf die bereits erfolgte Vorlage und die amtsbekannte Bedürftigkeit des Kindesvaters hinweisen...
Ich hatte das Glück diese Anfrage telefonisch klären zu können, die SB hatte bereits ermittelt, dass der Kindesvater ALG2 bezieht (und das obwohl der in Wuppertal lebt)

LG
strümpfchen
 

Mario Nette

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Ich würde ganz sachlich einfach auf § 65 SGB I verweisen. Die schreiben ja auch, dass sie deine Hilfe (nicht etwa Mitwirkung) brauchen. Sollen sie sich doch selbst helfen.

Mario Nette
 
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Gast
Ich würde ganz sachlich einfach auf § 65 SGB I verweisen. Die schreiben ja auch, dass sie deine Hilfe (nicht etwa Mitwirkung) brauchen. Sollen sie sich doch selbst helfen.

Mario Nette
Das wird wohl leider nichts, denn nur im Anschreiben steht höflicherweise was von Mithilfe, auf dem zweiten Bogen sind die üblichen Hinweise angetackert.
Hinweise auf die §§60 + 66 SGB I.^^

Dieser Satz stößt mir deswegen besonders sauer auf.
Um die Interessen möglichst gut vertreten zu können benötige ich Ihre Hilfe.
Das ist so formuliert, als hätte ich sie um Hilfe gebeten. Ich finde das sowas von dreist, um dann bereits eine Seite weiter ihren üblichen, "Wenn Sie nicht, .....dann werden wir..... " anzuhängen. :icon_dampf::icon_motz:

LG :icon_smile:
 

strümpfchen

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Das ist so formuliert, als hätte ich sie um Hilfe gebeten. Ich finde das sowas von dreist, um dann bereits eine Seite weiter ihren üblichen, "Wenn Sie nicht, .....dann werden wir..... " anzuhängen. :icon_dampf::icon_motz:

LG :icon_smile:
kann ich vollkommen nachvollziehen ... jedoch zeigte meine Erfahrung, dass die Sb dort ganz anders ticken als die in der leistungsabteilung
 
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