Unter Hartz IV wurde die Arbeits- zur Gesinnungskontrollbehörde (1 Betrachter)

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Neo1

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[...] Man muss sich deutlich vor Augen führen, was dieses – im soziologischen Fachjargon "nachsolidarische" – Denken und Tun der Arbeitsbehörde bedeutet: Sie mutierte unter Hartz IV offensichtlich zu einer Kontroll- und Bestrafungsbehörde nicht nur des Handelns, sondern des Denkens, der Einstellung, der Gesinnung. Nicht nur die Zurückweisung einer Arbeit wird sanktioniert, sondern allein schon die nicht Hartz IV-kompatible Einstellung, mit einem erlernten Beruf ausreichend Geld zum eigenen Unterhalt zu verdienen und so ein normales Leben führen zu wollen. Die Arbeitsbehörden werden so praktisch zur Schule der Armut und Demut – die Armen- und Arbeitshäuser des 19. Jahrhunderts lassen ideologisch grüßen.[...]
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setiraz

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AW: APuz 40-41/2008, 29.Sept 2008 - Arbeitslosigkeit: Psyschosoziale Folgen

Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" - Aus Politik und Zeitgeschichte (der bpb)

Artikel von Olaf Behrend
"Aktivieren als Form sozialer Kontrolle"

Gespräche erfolgen nicht zur Vermittlung in Arbeit sondern primär zur Prüfung des Willens des Arbeitslosen, nicht mehr nur einfach Bewertung der Handlungen des "Kunden" sondern eben darüber hinausgehend ein abzielen auf die innere Einstellung - u.U. Änderung und weiter sogar Sanktionierung dieser.

Auch der Rest des Readers ist sehr interessant.


Empfehlenswert auch weitere Hefte des APuZ zu Arbeit und Arbeitslosigkeit
so etwa über Entgrenzung der Arbeit (ins Private)
oder Präkarisierung, sozialer Abstieg, Hartz IV Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 33 2008, 11.08.2008 - Thema: Abstieg - Prekarität - Ausgrenzung - Beilage: Abstieg - Prekarität - Ausgrenzung
oder Gesundheit und soziale Stellung ...

Allein anhand dieser für die Parlamentarier zur Verfügung stehenden Literatur sollte man meinen es kommen bessere Entscheidungen/Gesetze zustande...

zu finden auch hier: bpb.de - Bundeszentrale für politische Bildung
 

Curt The Cat

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AW: APuz 40-41/2008, 29.Sept 2008 - Arbeitslosigkeit: Psyschosoziale Folgen

Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" - Aus Politik und Zeitgeschichte (der bpb)

Artikel von Olaf Behrend
"Aktivieren als Form sozialer Kontrolle"

Gespräche erfolgen nicht zur Vermittlung in Arbeit sondern primär zur Prüfung des Willens des Arbeitslosen, nicht mehr nur einfach Bewertung der Handlungen des "Kunden" sondern eben darüber hinausgehend ein abzielen auf die innere Einstellung - u.U. Änderung und weiter sogar Sanktionierung dieser.

Auch der Rest des Readers ist sehr interessant.


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... und der Vollständigkeit halber, hier der Link zum Artikel ...

Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 40-41 2008, 29.09.2008 - Thema: Arbeitslosigkeit: Psychosoziale Folgen - Aktivieren als Form sozialer Kontrolle


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