Unsicherheiten/Fragen nach erstem Kontakt mit dem Amt (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Deutsch Meyer

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Hallo!
Ich bin neu hier im Forum u. stolpere direkt mit meinen Fragen hier herein, wenn es recht ist.

Gestern hatte ich (52J- Finanzbuchhalterin) den ersten Termin beim Amt, um mich arbeitssuchend zu melden. Mein AG hat mir gekündigt, so dass ich wohl ab Mai arbeitslos bin.

Meine Frage:
Ich habe angegeben nur für Teilzeit (32h) zur Verfügung zu stehen. Meine bisherige Beschäftigung war auch auch Teilzeit und das ALGI wird ja nicht hochgerechnet. Aber wie ist das als Aufstocker? Mein ALGI wird so niedrig sein, dass ich direkt HartzIV bzw. ALGII beantragen muss. Sezte ich meine Berechtigung für ALGII aufs Spiel wenn ich mich nicht für Vollzeit zur Verfügung stelle???

Ganz allgemein fühle ich mich unsicher dem Amt gegenüber. Soll ich meine Email-Adresse und Handynummer ruhig angeben? Man hat mir gestern einen Packen Formulare mit Fragen zu meinem Profil mitgegeben und mich angewiesen alles ausgefüllt plus eine vollständige Bewerbung mit Lebenslauf und Zeugnissen innerhalb 1Woche abzugeben. Anderfalls würde ich wieder abgemeldet werden. :icon_surprised:

Würde mich freuen wenn ich freundliche und beruhigende Worte in der Antwort erhalte. :smile:
 

Allimente

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Willkommen im Forum!

Alles weiß ich nicht, aber zu einigen Punkte kann ich dir helfen.

eMail und Telefon sind freiwillige Angaben, Du mußt laut Gesetz nur postalisch erreichbar sein. Ich würde dieses auch so belassen und keine eMail oder Handy/Privatnummer angeben. Es sei denn, Du willst ständig von denen genervt werden. :wink:

Lebenslauf ebenfalls entsprechend bearbeiten, also ohne eMail und Telefonnummer vorzeigen. Zeugnisse/Lebenslauf würde ich nur zur kurzen Durchsicht des SB zeigen und dann wieder einstecken und auch keine Kopien machen lassen. Ein kleiner Tipp von mir aus eigenen Erfahrungen: Lege denen richtig gute Bewerbungsunterlagen vor, ansonsten kann es sehr gut sein, dass die gleich versuchen dich in ein Bewerbungstraining zu schicken.

Zum Rest werden sich sicher die Experten melden.

Gruß Allimente
 

Deutsch Meyer

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Danke für eure Antworten!

@Allimente: Erstmal gut zu wissen, dass ich Email und Handynr. nicht angeben MUSS. Natürlich möchte ich nicht übermässig genervt werden. Auf der anderen Seite bin ich so ein Schisser... hab also Angst die drehen mir einen Strick weil ich rebellisch bin? Und mit den Berwerbungsunterlagen werde ich mir am WE dann mal Mühe geben. ;)
@NeueEGVneinDank: Gut - falls ich so ein EGV unterschreiben soll würde ich dir hier gern prüfen lassen. Und das mit der Teilzeit/Vollzeit-Sache ist die eigentliche Frage die mir unter den Nägeln brennt.
Dazu sollte ich ergänzen: Ich bin eine umgeschulte Steuerfachkraft die 13 Jahre als Buchhalterin gearbeitet hat. Der Plan für meine Zukunft ist aber als Schneiderin (erste Ausbildung) zu arbeiten mit Teilzeitvertrag wobei ich wohl 'Aufstockerin' bleibe. Sieht so aus als hätte ich die Möglichkeit bei einem größerem Modehaus in meiner Nähe in Teilzeit als Änderungschneiderin eingestellt zu werden. ABER GEHT DAS? Oder sagt der Staat ich muss Vollzeit Buchhaltung oder was anderes doofes machen?
 

Allimente

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Schisser hin Schisser her, mit Angabe der eMail und Handynummer tust Du dir keinen Gefallen. An Deiner Stelle würde ich mir direkt angewöhnen, mir alles schriftlich geben zu lassen, denn nur das hat am Ende auch Bestand und ist verbindlich. Und wenn es geht, dann nimm zu jedem Termin einen Beistand mit...

Wenn Du denkst, nur weil Du dich kooperativ (unterwürfig) zeigst lassen die dich in Ruhe, hast Du dich getäuscht. Lies dich hier im forum einfach mal tiefer ein und Du kommst von ganz alleine zu dieser Erkenntnis. Es ist ganz wichtig nicht nur eine Pflichten, sondern auch seine Rechte genauestens zu kennen. Ansonsten machen die in Zukunft mit dir was sie wollen.
 

gelibeh

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ABER GEHT DAS? Oder sagt der Staat ich muss Vollzeit Buchhaltung oder was anderes doofes machen?
Das kann Dir als Aufstocker passieren, da Du alles unternehmen musst, um aus der Hilfsbedürftigkeit zu kommen. Leider.

Wenn Du aus gesundheitlichen gründen nicht mehr Vollzeit arbeiten kannst, dann muss das abgeklärt werden. Dann könnte das gehen.
 

Deutsch Meyer

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o.k. - dann also immer alles schriftlich.

Aber ich kann keinen Beistand zu den Terminen mitnehmen. Da wüsste ich keinen.

Meint ihr ich sollte auch eine Rechtsschutzversicherung abschliessen? Hab bereits ein Angebot liegen und zweifle noch ob das nötig ist.

@gelibeh: Aber wenn es keine Vollzeitstellen gibt die in Frage kommen - immerhin muss mich ja erstmal einer nehmen - kann ich doch den Teilzeit-Schneider-Job erstmal machen?
Ps gelibeh: Ich bin Immi - vielleicht kennst du mich aus einem anderen Froum. ;)
 
E

ExitUser

Gast
Deine Frage wäre im Alg-II-Bereich besser aufgehoben. Denn du musst wissen, dass ab der Beantragung von Alg-II für die Vermittlung und Zumutbarkeit allein das Jobcenter zuständig ist. Ausnahmen könnten hier nur die Optionskommunen darstellen, also die Städte und Kreise, die ein Jobcenter in Eigenregie, ohne Mitwirkung der AfA, betreiben. Aber spätestens bei der Antragstellung im Jobcenter wird dir das gesagt.
 

Deutsch Meyer

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Aha! Mir war der Unterschied zwischen AfA und Jobcenter nicht klar. Es gibt also die AfA für ALGI, das Jobcenter für ALGII - und für HartzIV muss man dann zum Landrkeis wahrscheinlich.

Meine Fragen sind hier schon recht gut beantwortet aber vielleicht geh ich dann doch noch mal rüber, um das richtig geklärt zu haben, ob ich nun auf meinen Teilzeitjob setzen sollte oder besser nicht.

Danke jedenfalls an dieser Stelle. So ein Forum ist wirklich was Feines! :dank:
 
E

ExitUser

Gast
Zuständigkeit:
Alg I
  • nur AfA

ALG II (Hartz IV)
  • Jobcenter (als "Teilhaber" wie in einer GmbH sind dort AfA und Stadt/Kreis)
    oder
  • Jobcenter (nur Stadt oder Kreis, wenn es eine "Optionskommune ist)
    oder
  • Afa (in getrennter Trägerschaft - Die Afa hat sich hier in AlgI und ALG II aufgespalten).

Die AfA wird dir's schon sagen.
 

Deutsch Meyer

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Was das aber auch alles gibt! Einerseits toll, anderrerseits aber sehr beängstigend. Vielen Dank jedenfalls an NeueEGVneinDank für die Links über die man Zeugen finden könnte (und auch fürs Mutmachen vonwegen Träume verwirklchen).

Und noch eine Frage in dem Zusammenhang: Wie ist es mit meiner 21 jährigen Tochter? Geht die als Zeugin oder nicht, weil verwandt? Sollte ich auch zum ersten Termin mit meinem Vermittler schon einen Beistand mitnehmen, oder erst dann wenn diese EGV's kommen? Immerhin bin ich noch 4 Monate in Arbeit in meinem bisherigen Job.
.
 

kosakenzipfel

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Gewöhne dir lieber gleich an, bei der AfA und beim JC deine Zeugen nicht als Zeugen, sondern als Beistand zu bezeichnen. Da gibt es rechtlich durchaus einen Unterschied, der dir Nachteile bringen könnte.
 
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