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Unserer Kinder in der Krise

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ExitUser

Gast
Ich möchte hier einen kleinen, sachlichen Diskussionsbeitrag eröffen
zum Thema:

Unsere eigenen Kinder in der Krise.

Anlass sind verschiedene Überlegungen, inwieweit und mit welcher Härte
man Kinder in die Probleme und Ängste der Krise einbezieht.
Es geht mir an dieser Stelle unbedingt nicht um sensationelle Auswirkungen
auf die Kinder, sondern um konkrete Vorschläge oder Abwägungen, wie man die Inhalte vermittelt.

Wichtig ist mir dabei auch die Alterstufe, die für meinen Horizont
zwischen 6 und 16 Jahren liegt. Gibt es doch gerade hier auch die historische Aufarbeitung, um die Entwicklung sichtbar zu machen, ganz besonders um "verständliche" Formulierungen.

Auch sehe ich hier Potential, eine bessere Generation zu unterstützen.
Unsere Kinder erleben unseren Fluch, unsere Wut und viel verurteilende Reden über Personen, die sie so gar nicht kennen, oder aus der Schule anders kennen. Das erzeugt neben Angst und Unsicherheit auch eine gewisse Gradwanderung zwischen Elternhaus und Schule, sowie öffentlichem Leben.

Eigentlich ist dies doch eine tolle Waffe, zwar langfristig angelegt, unter Umständen aber kraftvoll und dauerhaft ausgelegt, den Kindern und Kindeskindern die Knechtschaft des Systems zu ersparen.

Daher sollte es weniger Wutausbrüche geben, aber mehr Aufzeigen vom Hasenfuß oder Erklären von Alternativen.


Wenn das System nicht komplett den Inhalt wechselt, also alle derzeitigen Fadenzieher und Bedienstete ausgewechselt und zur Verantworung gezogen werden, wird sich auf längere Sicht für uns nichts ändern.
So wie wir seit Kindheit manipuliert (umgepolt) wurden, mit dem Ergebnis solcher Politiker und Eliten, so wird es wieder eine ganze Generation dauern, eh man dem bösen Gedanken und die Versuchung der Dekadenz Stand hält. Es ist uferlos hart, wenn man nach einer längern Reise durch Bücher und Fachschaften das Leben der Gesellschaft als große Lüge erkennt, wirklich in Form von Kino. Und dabei denk ich in der Tat an die Matrix. Erschrenkend ist dazu, dass dieses, ich nenn' es mal Verlügen, nicht nur in und von höheren Ebenen ausgeht, Vorständen und Universitäten zum Beispiel. Die Ansätze werden bereits im pädagogisch wirksamen Vorschulalter gelegt. Überall wird falsche Wahrheit*(gibt's zwar nicht, aber man wird's verstehen) verbreitet besseren oder wider besseren Wissens. Da gilt mal eben der BMW als dickes Statussymbol, mit der Folge, dass sich der Jüngling bereits früh verschuldet, weil es einen vermeintlichen, gesellschaftlichen Wert hat. Und ökugrün bin ich nicht, auch wenn's vielleicht so rüberkommen mag.

Eigentlich lautet die Frage, wie stelle ich die Kritikfähigkeit wieder her und nehme ich die Leichtgläubigkeit?

Dann sind wir bei der Bildung.
Doch was wird den Kindern an Bildung verkauft oder aufgeschwatzt?
PISA ist für mich nichts weiter als eine Normierung zur besseren Vergleichbarkeit für die Verwertung von gleichgeschalteten Kindern.
Mit diesem Verfahren wird gezielt Kreativität und Individualität unterdrückt.
 
E

ExitUser

Gast
Interessante Gedanken!

Was Du vielleicht auch vergessen hast bzw. was für mich am Wichtigsten wäre, ist die Mitmenschlichkeit.

Die scheint auch mit der Zeit verloren gegangen zu sein.

Sich um andere kümmern oder sich vielleicht auch für den Nächsten einzusetzen ist in dieser "Ellenbogengesellschaft" fast schon wieder zum "Makel" geworden. Manchmal wird das auch als "Dumm" angesehen.

Sich auch für Andere einsetzen bringt so etwas wie Gemeinschaft, eine Gemeinschaft schafft Stärke und eine starke Gemeinschaft kann vieles verändern.

Nur mal so als eigener Gedanke.
 

Kaleika

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Wie wahr - die Empathie scheint tatsächlich out zu sein!
Das passt einfach nicht zur Ideologie des eiskalten, asozialen Neoliberalismus!


Dabei kann ich zu meinem Nächsten auch nur so mitfühlend sein, wie mir selbst dieses Gefühl entgegengebracht wurde, es auch mit mir selbst sein kann!

Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!

Das ist ganz entscheidend, bereits kleinen Kindern dies zu vermitteln, was natürlich auch nur durch Vorbildfunktion geschehen kann!

Kaleika
 

Kaleika

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Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu!

Kaleika
Im Prinzip handelt es sich hierbei um die Kurzform des Kathegorischen Imperativs des Philosophen Immanuel Kant.

Kaleika
 

Kaleika

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Der kategorische Imperativ (kurz KI) ist das grundlegendste und oberste Prinzip der Ethik Immanuel Kants. Er gebietet allen endlichen Vernunftwesen und damit allen Menschen, Handlungen darauf zu prüfen, ob sie einer universalisierbaren Maxime folgen und ob dabei die betroffenen Menschen je auch in ihrer Selbstzweckhaftigkeit berücksichtigt werden.
Kategorischer Imperativ – Wikipedia
 

fritzi

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Es geht mir an dieser Stelle unbedingt nicht um sensationelle Auswirkungen auf die Kinder, sondern um konkrete Vorschläge oder Abwägungen, wie man die Inhalte vermittelt.
Zu Auswirkungen auf Kinder gab es heute im Radio eine interessante Sendung, die als Podcast "nachzuhören" ist. Es ging um das Trauma des Weltkriegs, das in den nachfolgenden Generationen weiter wirkt. Es ist erstaunlich bis erschreckend, wie sehr die Erlebnisse und Erfahrungen der Eltern sich noch auf die Enkelkinder auswirken. Und zwar keineswegs sensationelle Nachwirkungen, sondern ganz alltägliche Dinge, wie keine verdorbenen Lebensmittel wegwerfen zu können. Lebensbilder werden auch unbewußt weiter gegeben.
 

penelope

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Doch was wird den Kindern an Bildung verkauft oder aufgeschwatzt?

weil den Kindern nicht der einfachste Rechenweg erklärt wird, liegt es daran das nicht genug Lehrpersonal vorhanden ist?

ein Beispiel ein Kind soll was auswendig lernen, ich rede jetzt aber nicht von das 1 mal 1 , denn das würde ja noch ein Sinn ergeben!

ich habe meiner Tochter Sarah erklärt, wie sie am besten auf das Ergebnis
in Mathe kommt, Umkehrrechnung huch sagte Sarah das selbe.

wir haben mal ein Planetenhimmel gebaut, die erste Frage wie lange dreht sich die Erde um die eigende Achse, 24 Std, 24 Std dauert also ein Erdentag,hm so hat meine Tochter die Uhr gelernt.

das Programm über die Planeten übe ich in Moment an der Grundschule aus,
und der Eternrat war hin u. weg begeistert:icon_smile:

Planetarium wurde natürlich auch besucht.

und sie war warhaftig die beste in Sachunterricht, wo dieses Thema besprochen wurde:icon_smile:

PS: mal wieder ein Bsp, auf spielerische Weise kannst du den Kindern lehren, die Uhr kennenzulernen, wie auch das Zimmer aufräumen, wie auch handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen mein Sohn 11 j,hm nur so lernen die Kinder vieleicht Geld zu sparen, uns sie lernen es :icon_daumen:


 
E

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Gast
Zu Auswirkungen auf Kinder gab es heute im Radio eine interessante Sendung, die als Podcast "nachzuhören" ist. Es ging um das Trauma des Weltkriegs, das in den nachfolgenden Generationen weiter wirkt. Es ist erstaunlich bis erschreckend, wie sehr die Erlebnisse und Erfahrungen der Eltern sich noch auf die Enkelkinder auswirken. Und zwar keineswegs sensationelle Nachwirkungen, sondern ganz alltägliche Dinge, wie keine verdorbenen Lebensmittel wegwerfen zu können. Lebensbilder werden auch unbewußt weiter gegeben.
Hallo Fritzi,

das ist für mich eben kein sensationelles Beispiel, sondern trifft vom Kern genau das, was ich meine. Und genau das gilt es zu brechen und zwar jetzt, solange die Kinder noch direkt nachfragen können.
Oftmals kann Bewältigung nicht stattfinden, weil Opfer oder Verursacher verstorben sind, oder nicht greifbar.

Was Kaleika anführt ist auch ein wichtiger Aspekt in der Erziehung und im Umgang miteinander. In Zeiten des Gedankens nach Nutzen und Profit fallen Geisteswissenschaften gerne unter den Tisch - weil sie keine Erlöse bringen.
Was wir gemein als die guten Alten Zeiten bezeichnen ist doch nicht so ohne. Respekt und Schätzen des Wertes von Menschen und Meinungen, aber auch von Gegenständen und Gemeingut ist doch nicht so schlecht.
Das Wegfallen oder Ausblenden in der heutigen Erziehung, besonders auch die vernachlässigte Wertstellung in der Gesellschaft führt zu heutigen Ergebnissen.

Kinder messen sich heute über Kleidung, Multimediagerätschaften, Skrupelosigkeit und Egoismus. Ihnen ist bereits verinnerlicht:

"Wenn jeder an sich denkt, ist allen geholfen."
Dieser Satz gilt als Allheilmittel des Neoliberalismus - und verführt eine ganze Generation. Zu viele verführte Eltern mischen dabei mit.
 
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Doch was wird den Kindern an Bildung verkauft oder aufgeschwatzt?

weil den Kindern nicht der einfachste Rechenweg erklärt wird, liegt es daran das nicht genug Lehrpersonal vorhanden ist?

ein Beispiel ein Kind soll was auswendig lernen, ich rede jetzt aber nicht von das 1 mal 1 , denn das würde ja noch ein Sinn ergeben!

ich habe meiner Tochter Sarah erklärt, wie sie am besten auf das Ergebnis
in Mathe kommt, Umkehrrechnung huch sagte Sarah das selbe.

wir haben mal ein Planetenhimmel gebaut, die erste Frage wie lange dreht sich die Erde um die eigende Achse, 24 Std, 24 Std dauert also ein Erdentag,hm so hat meine Tochter die Uhr gelernt.

das Programm über die Planeten übe ich in Moment an der Grundschule aus,
und der Eternrat war hin u. weg begeistert:icon_smile:

Planetarium wurde natürlich auch besucht.

und sie war warhaftig die beste in Sachunterricht, wo dieses Thema besprochen wurde:icon_smile:

PS: mal wieder ein Bsp, auf spielerische Weise kannst du den Kindern lehren, die Uhr kennenzulernen, wie auch das Zimmer aufräumen, wie auch handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen mein Sohn 11 j,hm nur so lernen die Kinder vieleicht Geld zu sparen, uns sie lernen es :icon_daumen:


Schönes Beispiel, denn auch hier zeigen sich die Schwächen und die Verwerflichkeit von PISA und Evaluisierung in der Erziehung/Schule.

Kinder fängt man nicht mit Druck, sondern man fängt sie ein, indem man sie zieht. Sie also Motiviert oder lockt, damit sie in die richtige Richtung laufen. Selbstverantwortung und die individuale Kreativität gilt es zu fördern. Der Bauer ist genauso wichtig und berechtigt, wie ein Akademiker, auch der einfache Arbeiter. Deswegen ist keiner von allen besser oder schlechter.
 
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