Unsere Beamten...Rechnung kommt noch....

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hartaber4

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Pensionszahlungen werden bald fällig

Der Steuerzahlerbund warnt, dass wegen der Altersstruktur im öffentlichen Dienst ein wesentlicher Teil der Pensionszahlungen - der Verband spricht von „heimlichen Schulden“ - ausgerechnet in den Jahren nach Inkrafttreten der Schuldenbremse 2020 fällig werde, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen.



Im Landeshaushalt für 2012 waren schon mehr als zwei Milliarden Euro für Pensionen und Beihilfen der Beamten vorgesehen; jährlich kommen gut 100 Millionen Euro hinzu. Der Anteil der Pensionen an den Landesausgaben insgesamt stieg von 7,4Prozent im Jahr 1994 auf 10,7 Prozent im vergangenen Jahr.



Der Bund der Steuerzahler sieht in der bisher kaum beachteten Versorgung der Landesbediensteten den „größten Sprengstoff“ auf dem Weg zur Konsolidierung der Staatsfinanzen.



Ende des Jahres 2010 standen den rechnerischen Pensionsansprüchen von Landesbeamten in Höhe von damals 40,3 Milliarden Euro nur tatsächliche Versorgungsrücklagen in Höhe von 919 Millionen Euro gegenüber. :biggrin:



link


Hessen: Die heimlichen Schulden wachsen - Rhein-Main - FAZ




Das war nur das Länderbeispiel Hessen...... plus andere Länder....plus Bund.... na viel Spaß beim Konsolidieren...!!!
 
R

Rounddancer

Gast
Das liegt aber nicht an den Beamten,-

sondern daran, daß die "Haushälter", also die Politiker in den Haushaltsausschüssen, über Jahrzehnte hinweg keine Rücklagen, keine Pensionsrückstellungen machten, bzw. wenn da welche waren, diese für andere Zwecke verbrauchten.

Und daß die Politik, getrieben von der selbsternannten "Partei der Besserverdienenden", für die Geld nur dann gut ist, wenn es auf den eigenen (Schwarzgeld-)Konten oder inform der Villa in Südfrankreich, etc. angelegt ist, den Staat verarmen ließ.
 

hartaber4

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Es geht um diese Hausnummer (ROT):

Weil sich die Krise der Staatsfinanzen auswächst und spätestens 2020 die Neuverschuldungsbremse in Kraft tritt, geraten zunehmend die Pensionslasten in den Fokus. Fakt ist: Anfang dieses Jahres gab es fast 772 000 Pensionäre in Deutschland – Tendenz steil steigend.



Somit explodieren die Versorgungsausgaben.


Allein Baden-Württemberg hat 2011 schon zehn Prozent seines Haushalts, knapp 4,4 Milliarden Euro, für Pensionen ausgegeben. Binnen zehn Jahren wird sich die Summe fast verdoppeln. So rächt es sich, dass in der Vergangenheit stetig mehr Staatsbedienstete – Lehrer vor allem – eingestellt wurden.Zwar sorgt der Staat vor, indem er Rücklagen bildet. Beamtenbund-Chef Peter Heesen sagt sogar, dass „wir da in der Beamtenversorgung sozusagen weiter sind als bei der gesetzlichen Rentenversicherung“.



Dies mag aber eher auf die Bundesbeamten zutreffen, nicht auf das Gros der insgesamt 1,8 Millionen Staatsdiener. Denn deren Arbeitgeber, die Länder, treffen zu wenig Vorsorge für die Pensionswelle.


Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen hat für den Steuerzahlerbund errechnet, dass sich sämtliche schwebenden Versorgungsverpflichtungen im Bund und den Ländern bis zum Jahr 2050 auf 1,36 Billionen Euro summieren.





Raffelhüschen fordert daher eine drastische Senkung des Versorgungsniveaus:



Würde man wirkungsgleich alle Reformen im Rentenbereich auf die Beamtenschaft übertragen, müsste das Versorgungsniveau von 71,25 Prozent des letzten Bruttogehalts (nach 40 Jahren Arbeit) auf gut 60 Prozent sinken, sagt er.



Insbesondere der Nachhaltigkeitsfaktor aus der gesetzlichen Rente müsse übernommen werden. Baden-Württembergs Beamtenbundchef Volker Stich bestreitet diese Sicht: Das Bundesverfassungsgericht und die Politik hätten die wirkungsgleiche Übertragung aller Rentenkürzungen mehrfach bestätigt. Würde dennoch eine starke Senkung beschlossen, „ziehen wir nach Karlsruhe“, droht er. Derartige Eingriffe wären gegen das Grundgesetz, zumal wenn sie nur den Etat entlasten sollen.


Quelle:


Pensionslasten: Beamte in der Demografiefalle - Politik - Stuttgarter Zeitung Mobil
 

galadriel

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Alle Versuche an der Versorgung der Beamten oder Pensionäre etwas zu ändern, sind doch bis jetzt immer entweder im Sande verlaufen oder abgeschmettert worden.
 
E

ExitUser0090

Gast
Wenn der gekaufte Raffelhüschen was fordert, sollte man das genaue Gegenteil machen. Ansonsten ist es die übliche Panikmache. Nicht überbewerten. R. war ja bekanntlich maßgeblich an Riester/Rürup beteiligt. Der Bund der Steuerzahler ist ebenfalls eine Lobbyorganisation, aber nicht für die normalen kleinen Steuerzahler.
 

druide65

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Raffelhüschen...der ist doch Prof an der Uni Freiburg.Ist der nicht selber verbeamtet? :icon_kinn:
 

Sinuhe

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Wenn der gekaufte Raffelhüschen was fordert, sollte man das genaue Gegenteil machen. Ansonsten ist es die übliche Panikmache. Nicht überbewerten. R. war ja bekanntlich maßgeblich an Riester/Rürup beteiligt. Der Bund der Steuerzahler ist ebenfalls eine Lobbyorganisation, aber nicht für die normalen kleinen Steuerzahler.


Die Problematik der Pensionszahlungen ohne vorhandene Rückstelluungen ist schon lange bekannt.Und auch die Höhe der Zahlungen,die auch andere Experten auf 12-stellige Summen berechnen, ebenfalls.

Als Beispiel Bayern:

München - Der Bund der Steuerzahler fordert, dass der Freistaat deutlich mehr Geld für Beamtenpensionen zurücklegt. Eine Studie im Auftrag des Bundes kommt zum Ergebnis, dass schon jetzt mehr als 200 Milliarden Euro fehlen. Für die Pensionen zu sparen sei sinnvoller, als Schulden abzubauen.

Hat Bayern 209 Milliarden Miese? | Politik

Und dann sollte man einmal darüber nachdenken,was gekürzt wird,wenn Beamte die ja für Gesetze zuständig sind,merken,dass das Geld für ihre pensionierten Kollegen knapp wird.:cool:
 

Ziviler Ungehorsam

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Mehr Neoliberalismus wagen!

BILD und die INSM warnen - wir werden sonst alle sterben!!!!!!!!!!!

....Der Steuerzahlerbund warnt

denn das sagenumwobene Demografie-Monster schlägt wieder zu:

der Altersstruktur im öffentlichen Dienst

.. die FDP klatscht denn da hilft nur:


und

Konsolidierung der Staatsfinanzen.

denn der ausufernde Sozialstaat ist der

„größte Sprengstoff“

für die marktkonforme Demokratie!

Lobby-Hure und Hochfinanz-Mietmaul "Experte"

Raffelhüschen fordert
deshalb

Privat vor Staat - denn es ist unstrittig und von der FDP längst bewiesen: Eine auf privates Eigentum und Eigeninitiative aufgebaute Marktwirtschaft ist effizienter und kann die Bedürfnisse der Menschen besser und günstiger befriedigen als eine auf öffentliches Eigentum aufgebaute und gelenkte Staatswirtschaft. Die Alternative liegt auf der Hand: Wer sozial gerecht sein will, muss sich vom Wohlfahrtsstaat verabschieden. Er muss es unterlassen, durch das Verteilen Probleme zu schaffen, die dann durch noch mehr Verteilen gelöst werden sollen. Freiheit oder Sozialismus! Wir meinen die Freiheit! :icon_biggrin:
 

rechtspfleger

Technische-Moderation
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Das liegt aber nicht an den Beamten,-

Als Beamter sage ich (ein ehrlich gemeintes) Danke für dieses Statement. Wir können nicht für alles herhalten. Schon gar nicht für Pensionsfragen, das wird alles höheren Ortes entschieden.

An die Anzahl der Beamten im Bundestag hast du aber gedacht?

Deutscher Bundestag: Berufe

Wenn man mal da nicht den Bock zum Gärtner gemacht hat....

Ist sicherlich richtig, dass es im Bundestag viele vormalige Beamte als Abgeordnete gibt. Darauf kann man es aber auch nicht abschieben, denn die finanziellen Lasten für Pensionen der Landes- und Kommunalbeamten trägt sicherlich nicht der Bund.

Kleiner (ironisch gemeinter) Seitenhieb: Beim angestellten Rechtspfleger könnte es mit der Kontofreigabe länger dauern, wenn er gerade streikt.
 

druide65

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AW: Mehr Neoliberalismus wagen!

....und wollt den Sozialismus :cool: obwohl der auf der ganzen Linie versagt hat.

Beides zusammen hats noch nie gegeben.

Hat er versagt?Gab es ihn überhaupt schon?Oder welcher Sozialismus hat versagt?

Das ist aber auch ein Kreuz mit der Defintionsproblematik.....
 

druide65

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AW: Mehr Neoliberalismus wagen!

Erich Honecker scheint es jedenfalls geglaubt zu haben,sonst hätte er nicht seinen Spruch:

"Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf."

abgelassen.

Erich hat so einiges geglaubt aber bestimmt nicht an Sozialismus.....
 

hartaber4

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Als Beamter sage ich (ein ehrlich gemeintes) Danke für dieses Statement. Wir können nicht für alles herhalten. Schon gar nicht für Pensionsfragen, das wird alles höheren Ortes entschieden.

Ist sicherlich richtig, dass es im Bundestag viele vormalige Beamte als Abgeordnete gibt. Darauf kann man es aber auch nicht abschieben, denn die finanziellen Lasten für Pensionen der Landes- und Kommunalbeamten trägt sicherlich nicht der Bund.

Kleiner (ironisch gemeinter) Seitenhieb: Beim angestellten Rechtspfleger könnte es mit der Kontofreigabe länger dauern, wenn er gerade streikt.

Mir persönlich ist es völlig egal wieviel du verdienst (ach Beamte werden verdienen ja nichts...die werden ja alimentiert, weil sie auf das Streikrecht verzichten müssen)... mir ging es deshalb nicht um eine Neidebatte, sondern eher darum, ob man sich als Gesellschaft den Spaß eines Berufsbeamtentums (noch) leisten kann....(andere Länder beweisen: Es geht auch ohne Berufsbeamtentum ohne im Chaos zu enden).

Klar verstehe ich deine Position und würde wohl auch nicht freiwillig auf Privilegien verzichten..aber darum geht es ja nicht im Kern.

Ich erlaube mir folgenden Auszug zum Verständnis:

"........ Mit diesem Machtwort schufen die Verfassungsrichter 1958 das Fundament für einen mächtigen Beamtenapparat. Dessen Dimensionen konnten sie, selbst wenn sie eine blühende Fantasie gehabt hätten, nicht erahnen.

Der Staat im Staat wuchs und wuchs, von Jahr zu Jahr:

Im Jahre 1960 gab es 700000 Beamte, 2004 waren es 1645000.

Keiner sah voraus, dass sich die Zahl der Stellen mehr als verdoppeln und die Zahl der besser besoldeteten Beförderungsstellen vervierfachen würde.

Und schon gar nicht, dass die gigantischen Pensionssummen, für die kein Deckungskapital vorhanden ist, dereinst unbezahlbar sein könnten (nach Schätzungen von 2030 an).***

Es gab noch einen Irrtum:

Das Streikverbot benachteiligt die Beamten gar nicht. Sie profitieren ohne eien Finger zu krümmen, von den Arbeitskämpfen der Angestellten im öffentlichen Dienst; die Politiker, die es sich mit ihnen nicht verderben wollen, ziehen regelmäßig mit der Besoldung nach."


Quelle:

Das BVerfG Geschichte und ENtwicklung Seite 60 ff. , Rolf Lamprecht ab Seite

P.S.: Der herrschende Zeitgeist war damals ja noch u.a.:

- Homosexualität ist/bleibt strafbar
- KPD wird verboten (dafür sind Parteien wie NPD erlaubt)
- Ein Aussenseiter verliert seinen Pass****
- usw.

*** Bis dahin kann man sich ja noch ein paar mal durch Bundestagswahlen lavieren:biggrin:


**** Wen es interessiert:

Als Elfes 1953 die Verlängerung seines Reisepasses beantragte, um zu einem Kongress in das Ausland zu reisen, wurde ihm diese verweigert. Die dagegen erhobene Klage blieb bis zum Bundesverwaltungsgericht erfolglos, ebenso die anschließende Verfassungsbeschwerde. Das Elfes-Urteil[1] vom 16. Januar 1957 ist noch heute maßgeblich für alle Fälle, in denen aus außenpolitischen Gründen die Ausreisefreiheit (Ausfluss der allgemeinen Handlungsfreiheit, Art. 2 Abs. 1 GG) eingeschränkt werden soll.

Wilhelm Elfes
 

hartaber4

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Der Ratlose

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und genau so ist es.

Eine Rente oder Pension soll nicht den selben Lebensstandart wie im Arbeitsleben sicherstellen.

Wenn die momentanen beträge für Hartz IV Empfänger reichen sollen, dann werden sie auch für die Beamten reichen müssen.

Die "Herren" erklären uns ja auch immer das diese Höhe so besonders üppig sei.
 

hartaber4

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und genau so ist es.

Eine Rente oder Pension soll nicht den selben Lebensstandart wie im Arbeitsleben sicherstellen.

Wenn die momentanen beträge für Hartz IV Empfänger reichen sollen, dann werden sie auch für die Beamten reichen müssen.

Die "Herren" erklären uns ja auch immer das diese Höhe so besonders üppig sei.


Eine Art "Agenda 2010" in bezug auf die Pensionen wird sicher kommen...... mir sonst schleierhaft wo das Geld sonst herkommen soll/kann....
 

Lecarior

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"Das Streikverbot benachteiligt die Beamten gar nicht. Sie profitieren ohne eien Finger zu krümmen, von den Arbeitskämpfen der Angestellten im öffentlichen Dienst; die Politiker, die es sich mit ihnen nicht verderben wollen, ziehen regelmäßig mit der Besoldung nach."
Mit gaaaanz erheblicher Verzögerung. Die Angestellten streiken bereits teilweise für die Durchsetzung der Tarifforderungen für 2013. In Schleswig-Holstein wurde der Tarifabschluss für 2012 bis heute nicht auf die Beamten übertragen. Unser Personalratsvorsitzender meinte, unser MP wolle die Umsetzung demnächst anpacken, das glaube ich aber erst der Veröffentlichung im GVOBl. SH.
 

Lecarior

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Bei SGB II oder XII sollen ja € 382,00 angemessen sein...... warum reicht das denn bei Beamten nicht ?
Kannst ja die Anpassung betreiben. Damit würde der öffentliche Dienst aber gegenüber der Privatwirtschaft noch unattraktiver werden. Wir haben jetzt schon Schwierigkeiten, sämtliche offenen Stellen zu besetzen. Bspw. unser Gesundheitsamt sucht händeringend Ärzte. Als Medizinaldirektor, A 15, Stufe 6, vollzeit, verheiratet, zwei Kinder und Steuerklasse III, hast man knapp 4.000,00 Euro monatlich netto. Als niedergelassener Arzt verdient man mehr als das doppelte. Da können wir nicht mithalten. Dasselbe auch bei anderen Berufsgruppen. Einige meiner Kommilitonen hat es auch schon in die Wirtschaft gezogen. Einer ist bei einem mittelständischen Unternehmen in der Personalabteilung gelandet und beschäftigt sich mit Personalentwicklung. Wenn ich seinen Angaben über sein Gehalt glauben darf (Angaben sind etwa ein Jahr alt), verdient er etwa doppelt so viel wie ich. Die Finanzämter verzeichnen auch erheblichen Schwund in Richtung Steuerberatungsgesellschaften. Der Trend, in die Privatwirtschaft zu wechseln, dürfte durch die von dir angeregte tarifliche Anpassung begünstigft werden. Nicht zu vergessen, dass man sich dann nicht zu wundern braucht, wenn die Korruption Ausmaße annimmt wie in der dritten Welt.
 

hartaber4

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dürfte durch die von dir angeregte tarifliche Anpassung begünstigft werden.

Ich vermute ich kann da nicht viel "anregen".... noch brauchst du dir ja keine großen Sorgen machen (weil ja die Beamten-Lobby-Vertreter noch eine gewisse Beisskraft haben)...

Deine Vergleiche mögen durchaus glaubhaft sein, aber es gibt z.B. auch Ärzte die weniger verdienen... (Stichwort: Niedergelassener Kinderarzt) und die ein rappelvolles Wartezimmer abarbeiten müssen, um nicht eine Schelle vom Steuerberater zu bekommen und kein bezahltes "Fussvolk" haben....

Bei Stellenanzeigen aus dem Bereich ist mir aufgefallen, dass eher vielmehr Stellen im Bereich Angestellte im öffentlichen Dienst ausgeschrieben werden und diese größtenteils auch noch befristet sind.....

Meine Mutter ist Landesbeamtin.... was ich da manchmal sehe oder berichtet bekomme..... ich gebe zu: Grün vor Neid!!!

Ich bezweifle sehr stark, dass z.B. eine ALDI - Kassiererin während der Arbeitszeit ca. 2 Stunden im Internet surfen kann, 1 Stunde draussen rauchen kann oder auch ihre Hobbys während der Dienstzeit vorbereiten kann oder mehr als 20 Tage im Jahr krank sein kann OHNE zeitnah ein "nettes Gespräch" mit dem Vorgesetzten zu haben.....

Meine Vermutung: Da der "Chef" (Amtsleiter) das Geld am Monatsende eben nicht aus Leistungen der Angestellten generieren muss.... sondern diese aus dem Steuerzahlersäckel nimmt.... ist dort auch die Motivation eher gering eine vernünftige Personalpolitik zu betreiben ( und wie will man einer/einem Beamten/In schon ans Bein pinkeln?)..... zumal dieser Sessel bei der Behörde auch nur eine Zwischenstufe nach oben ist..... (viele gehen nach "Kiel" in andere Positionen).

Zurück zu den Kreisen:

Ferner gibt es Menschen, die nicht gern in den sehr hierarchischen Welten der Kreisbehörden arbeiten.... sondern eher das informelle Miteinander in der freien Wirtschaft bevorzugen (jetzt mal typisches Arbeitsverhältnis und solide Ausbildung vorausgesetzt).
 

galadriel

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Ferner gibt es Menschen, die nicht gern in den sehr hierarchischen Welten der Kreisbehörden arbeiten.... sondern eher das informelle Miteinander in der freien Wirtschaft bevorzugen (jetzt mal typisches Arbeitsverhältnis und solide Ausbildung vorausgesetzt).

:icon_daumen:

Ich habe ca. 2000 ein befristetes Arbeitsverhältnis in einem sächsischen LRA gehabt.
Was ich dort erlebt habe, möchte ich hier nicht schreiben, aber es spottet jeder Beschreibung.
Ich habe richtig Ärger bekommen, wenn ich meine Tagesaufgaben hintereinander weg abgearbeitet habe, wie ich das nunmal gewöhnt war.
Übernommen habe ich zu Beginn ein eigens, also hausinternes Computerprogramm, für die Archivierung.
Die Abgabe der gefüllten Datenbank war zu dem Zeitpunkt schon überfällig.
Den Anschiss, weil noch nicht fertig habe ich kassiert, die da neu war.
Meine Gegenargumente haben keinen gejuckt.
Ich könnte beliebig viele Dinge aufführen, mach ich aber nicht.
Ich war unsäglich froh, als die Beristung zu Ende war.
 
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