Unser Wirtschaftswunder – Die wahre Geschichte

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wolliohne

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Im Zuge der Euro-Schuldenkrise geben wir Deutschen gern und ungefragt gute Ratschläge: Wirtschaftskrisen sind im Grunde selbstverschuldet und können durch eiserne Disziplin behoben werden. Wir kennen uns aus: Schließlich haben die Deutschen, zumindest im Westen, nach dem Weltkrieg geradezu aus eigener Kraft ein Wirtschaftswunder geschafft – vor allem durch ihren unermüdlichen Fleiß, unterstützt von Ludwig Erhard, der Währungsreform und dem Marshall-Plan. Stimmt das eigentlich?
Christoph Weber hat sich auf die Suche begeben und nach Antworten gesucht, um dem ebenso beliebten wie hartnäckigen Gründungsmythos auf den Zahn zu fühlen. Mit Hilfe renommierter Wirtschaftshistoriker entdeckt er etwas anderes: Natürlich arbeiteten die Menschen in Deutschland emsig, aber das taten sie in anderen Ländern auch – übrigens auch sehr erfolgreich. Dass daraus für die Bundesrepublik ein “Wunder” wurde, hat mit anderen Faktoren zu tun, die die Deutschen zum größten Teil nicht einmal beeinflussen konnten.
Es geht um amerikanische Weichenstellungen, um den extrem förderlichen Einfluss des Antikommunismus und des Korea-Krieges, um ökonomische und personelle Kontinuitäten in der deutschen Industrie zwischen Krieg und Nachkrieg und vieles mehr. Am Ende der spannenden Reise wird klar, dass kaum einer der beliebten Glaubenssätze der wissenschaftlichen Überprüfung standhält und dass der rasante wirtschaftliche Aufstieg der Bundesrepublik zwar ein großer Glücksfall, aber alles andere als ein Wunder war.
Quelle: Das Erste Anmerkung JK: Hut ab vor so einer gut recherchierten und kritischen Darstellung des deutschen “Wirtschaftswunders”. Gerade die Tatsache, dass Deutschland ein großer Teil der Kriegsschulden erlassen wurde war ein wichtiger Baustein des Wirtschaftswunders. Das sollte nicht vergessen werden wenn wieder mit dem Finger auf Griechenland, Spanien oder Italien gezeigt wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt der ständige Zufluss gut ausgebildeter Fachkräfte aus der DDR. So flohen laut der Sendung ganze Belegschaften aus der DDR in den Westen.
 

wolliohne

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passend dazu:
Banken außer Kontrolle – Wie die Politik uns in die Krise führte

Die Finanzkrise kam über Deutschland wie ein Tsunami, von weit her und völlig unvorhersehbar. Verantwortlich sind die USA, die Leidtragenden sind wir. Diese These ist ebenso eingängig wie falsch.
Die Autoren Julia Klüssendorf und Stefan Jäger zeigen, wie alle Regierungen in Deutschland seit den Neunzigern die vorhandenen Alarmsignale ignoriert haben. Die Autoren blicken hinter die Kulissen und zeigen, warum unsere Politiker den Bankern freie Hand ließen.
IKB, Sachsen LB, West LB, HRE und Commerzbank – so heißen die deutschen Verursacher der Katastrophe. In London liefen die Landesbanken nur unter “Stupid Germans”, denen man jedes Schrottpapier unterjubeln konnte. Warum konnten die Landesbanken hoch riskante Produkte handeln, ganz nach Manier der aggressiven Investmentbanker in New York und London?
Und warum kommt es – entgegen allen Vorwarnungen – zur Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank? Einige Wochen später war die Commerzbank pleite, der damalige Finanzminister Peer Steinbrück gibt sich völlig überrascht, zähneknirschend springt er mit Milliarden Steuergeldern ein.
“Rückblickend”, so Ex-Finanzminister Hans Eichel heute, “hätten wir mehr regulieren müssen”.
Quelle: Das Erste Anmerkung JK: Natürlich wird so etwas wieder erst um 23 Uhr gesendet. Sämtliche Politiker in dieser Sendung machen durch die Bank eine jämmerliche Figur. Diese Herrschaften haben und hatten gegen die gerissenen Bankster keine Chance. Und vermutlich auch nicht den Willen wirklich etwas gegen die Finanzindustrie zu unternehmen.
 

Kleeblatt

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wolliohne
passend dazu:
Banken außer Kontrolle – Wie die Politik uns in die Krise führte

...
Quelle: Das Erste Anmerkung JK: Natürlich wird so etwas wieder erst um 23 Uhr gesendet. Sämtliche Politiker in dieser Sendung machen durch die Bank eine jämmerliche Figur. Diese Herrschaften haben und hatten gegen die gerissenen Bankster keine Chance. Und vermutlich auch nicht den Willen wirklich etwas gegen die Finanzindustrie zu unternehmen.
Die wirklich guten Sendungen kommen bei den ÖR immer sehr spät.
Das liegt eben u.a. wohl daran das die wirklich daran Interessierten sich diese Sendungen aufnehmen und später ansehen, während "Otto-Normal-Wähler" mit solch "schwerer" geistigen Kost sehr überfordert fühlt.
Letztendlich geht es immer danach was die Mehrheit wünscht und die Desinteressierten und Doofen sind nun einmal leider in der Mehrheit.
Ich habe mir das vorhin angesehen und muß sagen, - ja, es wurde an der Oberfläche gekratzt. Das gesamte Ausmaß allerdings darzustellen wäre mehr als nur wochenlang abendfüllend.
 

Kleeblatt

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wolliohne;
...
Quelle: Das Erste Anmerkung JK: Hut ab vor so einer gut recherchierten und kritischen Darstellung des deutschen “Wirtschaftswunders”. Gerade die Tatsache, dass Deutschland ein großer Teil der Kriegsschulden erlassen wurde war ein wichtiger Baustein des Wirtschaftswunders. Das sollte nicht vergessen werden wenn wieder mit dem Finger auf Griechenland, Spanien oder Italien gezeigt wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt der ständige Zufluss gut ausgebildeter Fachkräfte aus der DDR. So flohen laut der Sendung ganze Belegschaften aus der DDR in den Westen.
das mit dem Erlassen der Kriegsschulden ist in der Verkürzung dargestellt so nicht ganz richtig.
Was in dem Beitrag herauskam war, daß zwar ein Teil der Kriegschulden erlassen worden ist, aber auch weshalb.

Es ging darum D wieder in die Lage zu versetzen das herstellen zu können was sie einerseits sehr gut können ( Maschinen ect.) damit die Nachbarländer diese einwandfreien Produkte so schnell als möglich selbst wieder zur Verfügung haben.

Andererseits wurden damals die deutschen Fachleute besonders schlecht bezahlt, weil die Produktion darniederlag und es somit mehr Fachleute als benötigt wurden gab.
Zudem konnten die Nachbarländer zu spottbilligen Preisen, ABER auch oft genug auf Pump = Kredite (die natürlich niemals zurückgezahlt worden sind, hüstel) diese Maschinen ect. pp. aus D "erwerben". DAS wurde in dem Beitrag auch so benannt.

Also, - D kam technisch schnell wieder auf die Beine zu billigen Löhnen mit waren die sehr hochwertig waren und von den Nachbarländer gebraucht wurden und zumeist für lau gegeben worden sind.

Unterm Strich ist damit der "teilweise Schuldenerlaß" kein wirklicher gewesen.
Vielleicht einfach mal den Beitrag selbst ansehen und gut zuhören.
 
D

Don Vittorio

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Also sind die USA eigentlich die Ursache,dass beispielsweis Daimler,VW,BMW,Audi usw.viel erfolgreicher waren,als Renault,Peugeot,Citroen,British Leyland,Fiat und und sogar der US-Automobilindustrie und nicht einfach die Käufer,die die Qualität der Deutschen Fahrzeuge höher schätzten?
Die USA sind auch daran schuld,dass der Deutsche Maschinenbau erfolgreicher war,als der all der anderen Konkurenten?Dass Deutschland in einigen Bereichen Weltmarktführer wurde?
Und die USA haben dann andere Länder gezwungen Deutsche Waren zu kaufen?
Ich bin in dieser Zeit aufgewachsen und weiss natürlich wie die USA uns gleich nach dem Krieg auf die Beine geholfen haben,aber die Inovationen und die hohe Qualität der Deutschen Produkte sind auf Deutschem Mist gewachsen.
Der Herr Professor ist Jahrgang 1959,in eine Akademikerfamilie aufgewachsen und hat wenig vom realen Leben dieser Zeit mitbekommenn.
Wäre sein Vater ein Malocher in irgendeiner Firma gewesen,ich bin sicher,er würde anders denken.
Ich lasse mir jedenfalls die Leistung unserer Elter,Großeltern und meiner Generation nicht von jemand einfach kleinreden,der in einem Wissenschaftlichen Elfenbeinturm lebt.
 

Kleeblatt

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Don Vittorio;

Ich bin in dieser Zeit aufgewachsen und weiss natürlich wie die USA uns gleich nach dem Krieg auf die Beine geholfen haben,aber die Inovationen und die hohe Qualität der Deutschen Produkte sind auf Deutschem Mist gewachsen.
Deshalb haben sich die Amis auch sofort nach dem Kriegsende die deutschen Spezialisten gegriffen und in die USA mitgenommen.
Ebenso wie die Russen. Man nahm mit wen immer man krallen konnte.
Der Herr Professor ist Jahrgang 1959,in eine Akademikerfamilie aufgewachsen und hat wenig vom realen Leben dieser Zeit mitbekommenn.
Bin ich auch, aber meine Familie war weder ignorant noch faul. Die haben nach der Arbeit noch mit angefaßt und Trümmer geräumt, auch an den Wochenenden. Da war es egal was die Menschen unter der Woche so arbeiteten bzw. als was.
Zudem waren wir immer ohne Scheuklappen und Vorurteile.
Wäre sein Vater ein Malocher in irgendeiner Firma gewesen,ich bin sicher,er würde anders denken.
Schau dir doch mal die heutigen Kinder der früheren malocher an. Vor allem diejenigen welche in die Politik gegangen sind. DAS sind heute die größten Neolibs. Woran es wohl liegen mag ...
Ich lasse mir jedenfalls die Leistung unserer Elter,Großeltern und meiner Generation nicht von jemand einfach kleinreden,der in einem Wissenschaftlichen Elfenbeinturm lebt.
Problem nur, - diese Elfenbeinturm-Schaumschläger machen hier in D seit Jahren die Ansagen, werden gehört und zitiert.
Alle die nach 1965 geboren wurden glauben dann den Murcks auch.
 

druide65

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Das war weder Wirtschaftswunder noch Glücksfall.

Die deutsche Industrie war durch kriegsbedingte Auslagerungen zu 80% intakt.Das Verkehrsnetz war nur Punktuell zerstört.
Marshallplan, Londoner Abkommen,Dollarlücke und Koreaboom taten ihren Teil dazu.Dazu der Wille der Bevölkerung nach dem Elend des Krieges wieder zu Wohlstand zu kommen(Prosperitätsphase)
Man muss dies auch europäisch betrachten.In allen Ländern Europas gab es nach 1945 bis in die 60er Jahre hinein einen Boom.Es war also keine deutsche Ausnahmeerscheinung.

Aber wiederholen kann man so eine Phase nicht.Das hat Kohl ja versucht.Und seine Mär von den blühenden Landschaften ist ja ziemlich schnell zerplatzt.
 
D

Don Vittorio

Gast
Don Vittorio;


Deshalb haben sich die Amis auch sofort nach dem Kriegsende die deutschen Spezialisten gegriffen und in die USA mitgenommen.
Ebenso wie die Russen. Man nahm mit wen immer man krallen konnte.

Stimmt,ohne Deutsche Experten wie von Braun oder von Puttkamer und viele andere wären die USA 1969 noch nicht auf den Mond gekommen.
 

Herbert Kroll

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Gehen wir nur einmal davon aus was die Russen aus dem Osten Deutschlands rausgeschleppt haben ,und dann noch die ganzen Reparaionskosten das geht in die Milliarden .Es wurden ganze Bahnstrecken abgebaut und nach Russland geschafft .Im Westen war das nicht so .Und das ist mit ein Teil ,das die ehemalige DDR nie ordentlich in Schwung gekommen ist . Und noch etwas wo hat der Russe das ganze Uran für seine Nuklearwaffen her .Von der Wismut hier aus der Nähe ,ich möchte nicht Wissen was er dafür bezahlt ,sicherlich nur ein Teil des Weltmarktpreises .Der Osten war für die Russen eine Kolonie .
 
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