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Unmögliches Jobangebot über Vermittlungsvorschlag - DRINGEND

Taipanshu

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Hallo liebe Forengemeinde,

brauche mal dringend fachkundigen Rat und ein paar gute Tipps, es geht um folgendes:

Vor einigen Wochen bekam ich von meinem Sachbearbeiter ein paar Vermittlungsvorschläge, viele davon aber völlig ungeeignet. Ich kämpfe nebenbei gerade um einen GdB von 50 und habe eine Gleichstellung bereits genehmigt bekommen. Dementsprechend bin ich nicht so ganz gesund.

Einer der potenziellen Arbeitgeber hat mich gerade angerufen und will mich beim Vorstellungsgespräch in 2 Tagen sehen. Der Job ist weit weg und ich habe kein Auto, die Fahrtzeit beträgt ca. 4 Stunden hin und zurück. Der Job ist ein Call Center und ich bin total ungeeignet für diese Tätigkeit. Kurz gesagt: Ich kann nicht und will eigentlich auch nicht, aus Sicht meines Hausarztes darf ich aber auch nicht.

Jetzt der rechtliche Hintergrund:

Der Vermittlungsvorschlag hat keine Rechtsfolgenbelehrung und ich habe niemals eine EGV unterzeichnet. Einen EGV-VA gibt es nicht, habe bis jetzt rigeros alles abgewehrt. Bin ich trotzdem zu dieser Tätigkeit verpflichtet oder darf ich ablehnen? Genau das möchte zunächst mal wissen. Bevor ich durch diese für mich völlig ungeeignete Tätigkeit immer mehr Stress und Probleme bekomme würde ich die Angelegenheit gerne schon im Keim ersticken.

Mein Hausarzt ist natürlich auf meiner Seite, der musste mich in einem anderen Call Center bereits aus dem Verkehr ziehen und ist ohnehin dagegen. Einen Termin bekomme ich so schnell natürlich nicht. Was würdet ihr in diesem Fall tun?

Zum Vorstellungsgespräch will ich nicht, die Fahrt ist mit relativ hohen Kosten verbunden. Wenn ich mir diese erstatten lasse bekommt das Jobcenter ja unnötig Wind von der Sache und das macht auch wenig Sinn.
 

Charlot

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Warum ruft das CC Dich an, woher hat es Deine Nummer ?

Rufe das CC zurück und frage, ob sie die Fahrtkosten übernehmen.
Wenn nicht, musst Du diese erst beim JC beantragen.
 

Tim Taler

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Hallo liebe Forengemeinde,

brauche mal dringend fachkundigen Rat und ein paar gute Tipps, es geht um folgendes:

Vor einigen Wochen bekam ich von meinem Sachbearbeiter ein paar Vermittlungsvorschläge, viele davon aber völlig ungeeignet. Ich kämpfe nebenbei gerade um einen GdB von 50 und habe eine Gleichstellung bereits genehmigt bekommen. Dementsprechend bin ich nicht so ganz gesund.

Einer der potenziellen Arbeitgeber hat mich gerade angerufen und will mich beim Vorstellungsgespräch in 2 Tagen sehen. Der Job ist weit weg und ich habe kein Auto, die Fahrtzeit beträgt ca. 4 Stunden hin und zurück. Der Job ist ein Call Center und ich bin total ungeeignet für diese Tätigkeit. Kurz gesagt: Ich kann nicht und will eigentlich auch nicht, aus Sicht meines Hausarztes darf ich aber auch nicht.

Jetzt der rechtliche Hintergrund:

Der Vermittlungsvorschlag hat keine Rechtsfolgenbelehrung und ich habe niemals eine EGV unterzeichnet. Einen EGV-VA gibt es nicht, habe bis jetzt rigeros alles abgewehrt. Bin ich trotzdem zu dieser Tätigkeit verpflichtet oder darf ich ablehnen? Genau das möchte zunächst mal wissen. Bevor ich durch diese für mich völlig ungeeignete Tätigkeit immer mehr Stress und Probleme bekomme würde ich die Angelegenheit gerne schon im Keim ersticken.

Mein Hausarzt ist natürlich auf meiner Seite, der musste mich in einem anderen Call Center bereits aus dem Verkehr ziehen und ist ohnehin dagegen. Einen Termin bekomme ich so schnell natürlich nicht. Was würdet ihr in diesem Fall tun?

Zum Vorstellungsgespräch will ich nicht, die Fahrt ist mit relativ hohen Kosten verbunden. Wenn ich mir diese erstatten lasse bekommt das Jobcenter ja unnötig Wind von der Sache und das macht auch wenig Sinn.

Meine Meinung und Erfahrung, keine Kostenregelung, keine Bewerbungen!
 

Taipanshu

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Fahrtkosten will ich aus oben genannten Gründen nicht beantragen und der Arbeitgeber ist wie gesagt ungeeignet für mich. Aus ärztlicher Sicht darf ich nicht, eine Bescheinigung habe ich dafür aber noch nicht vorliegen.

Mir geht es hauptsächlich erst einmal um die Rechtslage, dann um eine einigermaßen elegante Lösung da raus zu kommen. Danke trotzdem für die schnelle Antwort.
 

Tim Taler

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Fahrtkosten will ich aus oben genannten Gründen nicht beantragen und der Arbeitgeber ist wie gesagt ungeeignet für mich. Aus ärztlicher Sicht darf ich nicht, eine Bescheinigung habe ich dafür aber noch nicht vorliegen.

Mir geht es hauptsächlich erst einmal um die Rechtslage, dann um eine einigermaßen elegante Lösung da raus zu kommen. Danke trotzdem für die schnelle Antwort.
Noch einmal beim Arbeitgeber anrufen und fragen ob er die Kosten für die Anreise trägt! Wenn nicht weise den Arbeitgeber darauf hin, dass Du mit dem Jobcenter die Kostenerstattung klären musst und bittest um eine Verschiebung des Termins! Das zieht sich erst mal!
 

Taipanshu

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Vorweg: Wie ist denn nun die Rechtslage in meinem Fall?
 

Tim Taler

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Vorweg: Wie ist denn nun die Rechtslage in meinem Fall?

In Deinem Fall müsstest Du dich theoretisch nicht bewerben, weil keine Rechtsfolgenbelehrung und keine EGV vorliegt, ABER an deiner Stelle würde ich mich nicht darauf verlassen. Die Sozialgerichte sind eher der Argumentation des Jobcenters zugeneigt. Mit meiner Variante bist Du aber auf sicherer Seite. Bewerbungskosten plus Anreisekosten sind im ALG 2 Regelsatz nicht vorgesehen! Und in Vorkasse brauchst Du auch nicht zu gehen. Keine Rechtsgrundlage!

Ansonsten wie schon mal geschrieben:

§ 140 Abs.4 SGB III
 

gelibeh

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Erstens ist der Job wegen gesundheitlicher Dinge nicht zumutbar §10 SGBII und auch wegen der Fahrzeit nicht §140 SGBIII. Aus dem Grund ist der eventuell ohne RFB gekommen, weil es demjenigen freigestellt ist, sich trotzdem zu bewerben.
 

Tim Taler

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Erstens ist der Job wegen gesundheitlicher Dinge nicht zumutbar §10 SGBII und auch wegen der Fahrzeit nicht §140 SGBIII. Aus dem Grund ist der eventuell ohne RFB gekommen, weil es demjenigen freigestellt ist, sich trotzdem zu bewerben.

Stelleninformation = freiwillig
Vermittlungsvorschlag = mit RfB muss, ohne nicht (trotzdem würde ich mich nicht unbedingt darauf verlassen. Muss jeder selbst entscheiden!)

ist bei mir so. Kommt drauf an was drüber steht.

Ansonsten hast Du völlig Recht, mit der Gesundheit habe ich irgendwie überlesen.
 

Taipanshu

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Hat sich erledigt aber danke für die Hilfe, genau der Meinung war ich auch, also wegen der Rechtsfolgenbelehrung.

Habe freundlich den Termin abgesagt unter dem Vorwand erst mit meinem Arzt sprechen zu müssen. Habe einfach reinen Wein eingeschenkt und angesprochen das ich wenig belastbar bin, denke nicht das das Probleme gibt.
 

Tim Taler

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Hat sich erledigt aber danke für die Hilfe, genau der Meinung war ich auch, also wegen der Rechtsfolgenbelehrung.

Habe freundlich den Termin abgesagt unter dem Vorwand erst mit meinem Arzt sprechen zu müssen. Habe einfach reinen Wein eingeschenkt und angesprochen das ich wenig belastbar bin, denke nicht das das Probleme gibt.

Ich freue mich für Dich!

Ich möchte dir trotzdem noch einmal mitteilen, warum ich so vorsichtig bin, was das bewerben auf Stellenangebote betrifft ohne Rechtsfolgenbelehrung.

Einfach die Erfahrung meinerseits, dass das Jobcenter vor Gericht lügt, dass sich die Balken biegen. Das Jobcenter könnte zum Beispiel behaupten, dass eine Rechtsfolgenbelehrung am Stellenangebot mit dran war. Also ich hätte Probleme damit das Gegenteil zu behaupten, ohne Beweise. Ansonsten, im Zweifel für den Angeklagten!
 
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Hallo Tim Taler,

[...] Einfach die Erfahrung meinerseits, dass das Jobcenter vor Gericht lügt, dass sich die Balken biegen. Das Jobcenter könnte zum Beispiel behaupten, dass eine Rechtsfolgenbelehrung am Stellenangebot mit dran war. Also ich hätte Probleme damit das Gegenteil zu behaupten, ohne Beweise. Ansonsten, im Zweifel für den Angeklagten!
... das JC lügt ... da muss ich Dir vollkommen recht geben!!!

Zum beweisen von RFB ja/nein am VV;
Früher war der RFB eine Zeitlang am Antwortblatt vom VV. Dieses Antwortblatt sollte damals zurückgeschickt werde, d. h. der ELO konnte später nicht mehr nachweisen ob ein/kein RFB beim VV dabei war, außer das Antwortblatt wurde für die eigenen Unterlagen kopiert.

Ich vermute es haben zu viele ELO behauptet; da war kein Antwortbogen mit/ohne RFB im Umschlag. Amt beweise mir, dass ich eine RFB erhalten habe.
Deshalb wird die AfA/JC hergegangen sein und die RFB auf der Rückseite vom VV-Anschreiben platziert haben.
Als Beispiel für einen VV mit RFB: https://www.elo-forum.org/zeitarbeit-firmen/135630-vv-rfb-zaf-veranstaltung-jc-bekommen.html#post1708015

Sollte AfA/JC, wie Du befürchtest, behaupten; "es war doch ein RFB mit dran", dann kann der ELO das Anschreiben (was hoffentlich archiviert/abgeheftet wurde) vorzeigen!!
Und zum SB sagen; "... wo soll die RFB sein?? Ich kann keine finden!!"

Sollte AfA/JC zusätzlich behaupten; "die RFB war separat dazugelegt", dann hat das Amt den Beweis dafür zu erbringen!!

AnonNemo
 

Tim Taler

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Hallo Tim Taler,


... das JC lügt ... da muss ich Dir vollkommen recht geben!!!

Zum beweisen von RFB ja/nein am VV;
Früher war der RFB eine Zeitlang am Antwortblatt vom VV. Dieses Antwortblatt sollte damals zurückgeschickt werde, d. h. der ELO konnte später nicht mehr nachweisen ob ein/kein RFB beim VV dabei war, außer das Antwortblatt wurde für die eigenen Unterlagen kopiert.

Ich vermute es haben zu viele ELO behauptet; da war kein Antwortbogen mit/ohne RFB im Umschlag. Amt beweise mir, dass ich eine RFB erhalten habe.
Deshalb wird die AfA/JC hergegangen sein und die RFB auf der Rückseite vom VV-Anschreiben platziert haben.
Als Beispiel für einen VV mit RFB: https://www.elo-forum.org/zeitarbeit-firmen/135630-vv-rfb-zaf-veranstaltung-jc-bekommen.html#post1708015

Sollte AfA/JC, wie Du befürchtest, behaupten; "es war doch ein RFB mit dran", dann kann der ELO das Anschreiben (was hoffentlich archiviert/abgeheftet wurde) vorzeigen!!
Und zum SB sagen; "... wo soll die RFB sein?? Ich kann keine finden!!"

Sollte AfA/JC zusätzlich behaupten; "die RFB war separat dazugelegt", dann hat das Amt den Beweis dafür zu erbringen!!

AnonNemo

Hallo AnonNemo,

danke für deinen Kommentar! Meine Anmerkung dazu: Das Sozialgericht wo ich mich hinwende ist dem Jobcenter zugetan, wenn die behaupten da war eine Belehrung als Beiblatt, dann reicht dem Richter das als Antwort. Du hast als Arbeitsloser einen schlechten Stand, ist einfach so. Natürlich habe ich auch schon Prozesse gewonnen, aber mein subjektiver Eindruck ist, dass die Daumenschrauben für Hartz 4 Empfänger bei Gericht angezogen worden sind.
Denen kannst Du aktuelle rechtskräftige Urteile auf den Tisch hauen, dass interessiert den Richter überhaupt nicht.
 
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Hast du denn auch beim Jobcenter mal Bescheid gegeben und die informiert, dass da ein Angebot dabei ist, das für dich nicht in Frage kommt und das du ablehnen musstest? Was sagen die denn? Ich hab bei Jobs bisher gesagt, dass das nicht mein Ding ist und es sehr sinnlos ist etwas anzufangen, was ich 3 Wochen mache und dann aufhöre. Dass ich lieber meine Konzentration darauf lege, was zu finden, was passt. Wenn du es nachvollziehbar darlegen kannst, kann ich mir nicht vorstellen, dass du da hin musst. Oder hast du nen extrem unnetten SB, der dir was Böses will?

Die rechtliche Seite würd ich beleuchten, wenn die sich querstellen. Ich bin mir normal nachfragen immer sehr weit gekommen, die Leute wollen dich ja nicht in die Pfanne hauen, das tun die meiner Erfahrung nach nur, wenn jemand unsympathisch ist und besserwisserisch und bei nix mitmacht. Wenn du dich regelmäßig bewirbst, würd ich mir da keinen Kopf machen, bevor ich überhaupt mal angerufen hab oder vorbeigegangen bin. Viel Glück!

Ich seh nur ein Problem dabei, dass, wenn du keinen Callcenterjob machen kannst, wo man ja hauptsächlich sitzt, was für Jobs bleiben übrig? Da musst du doch ne Menge absagen. Die meisten anderen Sachen sind doch eher anstrengender als im Büro zu arbeiten. Hoffe du bekommst den GdB durchgedrückt, mein Freund hat ewig kämpfen müssen, weil man ihm nix anmerkt. Das ist schon hart dann! Alles Gute dir! :)
 
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