Unionspolitiker wollen Hartz-IV-Empfänger als Zivi-Ersatz

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Jaskolki77

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AW: CDU-Vorschlag: Alg-lI-Bezieher sollen im Altenheim helfen

Hallo, JulieOcean, dieses Thema hatten wir gestern.

Schau mal hier.

Ein Mensch ohne jegliche Erfahrung in dem Bereich sollte in die Altenbespassung gepresst werden.

Gruß, Jaskolki77
 

arbeitsloskr

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AW: CDU-Vorschlag: Alg-lI-Bezieher sollen im Altenheim helfen

Aber bitte nicht als Zwangsmaßnahme und ohne Geld.

Erinnert sich da etwa die Union an die "Zwangsdienste", die KDVer zu verrichten hatten, wenn sie nicht in Nato-Oliv, bzw. Tarndruck durch die Gegend laufen wollten?
 

flandry

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Man sollte den Bundesfreiwilligendienst attraktiver machen.
Ideen:
Sponsern einer zusätzlichen Ausbildung während oder im Anschluß wie beim Militär.
weniger Anrechnung auf Hartz-IV
Oder gar (wie bei einer der seltenen Vollzeitstellen in der Wirtschaft) Förderung der Lohnkosten durch einen Zuschuß. Womit das tatsächlich so etwas wie ein dritter (gemeinnütziger) Arbeitsmarkt wäre. Nur dass dieser freiwillig und nicht zwangsverordnet ist.
 

arbeitsloskr

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Sponsern einer zusätzlichen Ausbildung während oder im Anschluß wie beim Militär.
weniger Anrechnung auf Hartz-IV
Oder gar (wie bei einer der seltenen Vollzeitstellen in der Wirtschaft) Förderung der Lohnkosten durch einen Zuschuß. Womit das tatsächlich so etwas wie ein dritter (gemeinnütziger) Arbeitsmarkt wäre. Nur dass dieser freiwillig und nicht zwangsverordnet ist.

Hallo flandry,

siehst du den offensichtlichen Fehler deines Gedanken?

Würde man das umsetzen, dann würde es bspw. im Pflegebereich keinen "ersten" Arbeitsmarkt mehr geben, denn die AG, also die Betreiber von ambulanten und/oder stationären Pflegedienstleistern, würden sich dann keine ausgebildeten Fachkräfte, bzw. Mitarbeiter generell, nicht mehr zum Tariflohn einstellen, sondern fast ausschließlich über "Freiwillige" aus dem Heer der LZA. Auch wenn dieser "Dienst" freiwillig wäre (also nicht sanktionierbar seitens JC bei Ablehnung durch eLB), so würde er zumindest den ersten Arbeitsmarkt in diesem Bereich zerstören. Wem würde das nützen? Nur die Betreiber hätten dabei einen Vorteil, denn sie hätten niedrigere Lohnkosten, würden aber diesen "Vorteil" nicht an die Kunden im gleichen Maß weitergeben.

Kleiner Tipp, die Zivis waren ja nur deswegen eine Hilfe und gern gesehen, weil sie eben so kostengünstig waren und sie in Mengen zur Verfügung standen (weil sie eben zum Dienst verpflichtet waren). Nachdem es mit der Außerkraftsetzung des GWD auch keine Zivis mehr gab, kam es zur "Personalkrise" im Pflegebereich.
 

Andrew Sarchus

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Meiner Meinung nach ist der Altenpfleger zu Recht ein Ausbildungsberuf! Mit Aushilfen wie Bufdis oder Zivis ist es nicht getan. Warum auch? Ein promovierter Weißkittel geht ja auch nicht für ein Almosen (und mehr bekommen die Bufdis und Zivis ja auch nicht) 40 Stunden die Woche arbeiten.

Seit Jahren wurde die Personalschraube in Bereich Pflege nach unten geschraubt. Die Pfleger, egal ob Kranken- oder Altenpfleger gehen auf dem Zahnfleisch. Der Personalschlüssel der Arzte wurde aufgestockt! Aber was nutzt das, wenn der Pfleger noch nicht mal die Zeit zur Desinfektion hat? Nur so können sich Krankenhauskeime ausbreiten.
Dass die Hygiene in Europas Kliniken nicht streng genug durchgehalten wird, untermauert jetzt eine neue Studie. Derzufolge stecken sich jedes Jahr rund 2,6 Millionen Europäer mit Keimen an, die sie sich im Krankenhaus einfangen. Etwa 91.000 Patienten sterben an so einer Bakterieninfektion........
Für Deutschland schätzt sie die Zahl der Krankenhausinfektionen pro Jahr auf rund 500.000. Dadurch komme es zu etwa 15.000 Todesfällen. Ein Drittel der Krankenhausinfektionen gilt als vermeidbar – zum Beispiel durch bessere Hygiene.
[Quelle:Zeitonline: Ganz Europa kämpft mit Krankenhauskeimen]

Also bitte keine Kurzzeitaushilfen mit Minimalschulung im Pflegebereich! Das wird auf Dauer zu teuer und zu tödlich!!!
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Wir brauchen nicht mehr Geringverdiener sondern die jetzigen müssen besser bezahlt werden.
Dann gibts auch keine Aufstocker mehr, ebenso verringert sich die Altersarmut.
Die Besserverdienenden sollten später in Rente gehen, weil sie ja auch länger leben als die Malocher.
Aber nein, die Pensionen werden nicht angetastet. Auch nicht mit der Rente zusammengelegt. Genauso wenig wie bei den Krankenkassen. Warum wir da verschiedene brauchen versteh ich nicht. Wenn ein Reicher bessere Versorgung haben will soll er sich einen Arzt, Pfleger usw. einstellen.
Diese Unterschiede müssen schleunigst weg.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Wir brauchen nicht mehr Geringverdiener sondern die jetzigen müssen besser bezahlt werden.
Dann gibts auch keine Aufstocker mehr, ebenso verringert sich die Altersarmut.
Die Besserverdienenden sollten später in Rente gehen, weil sie ja auch länger leben als die Malocher.

Bei den ersten beiden Punkten kann ich Dir folgen und stimme dem zu.

Wer ist denn Besserverdiener?
Warum sollten die denn später gehen, wo sie doch mehr einzahlen?
Was ist denn mit Malochern die Besserverdiener sind?
Wer ist überhaupt Malocher?

Finde den Fehler.
Oder doch Klassenkampf mit Reichendefinition ab 60k€ ala DieLinke?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Die, die im Moment Pensionen bekommen.
Der Großteil der Besserverdiener leben nunmal länger als die Geringverdiener.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung
Der Kampf Reiche gegen Arme ist schon lange von seiten der Reichen am laufen. Und zwar ganz subtil.
Die Reichen haben sich praktisch komplett von Zahlungen(Steuer usw.) an den Staat befreit. Bekommen aber Unmengen an Subventionen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ich bin ja kein Beamter, deswegen nochmal die Frage:

Wer ist Besserverdiener?

Dir ist schon bewusst, dass es auch kleine Pensionen gibt und hohe Renten?
Wobei ich da auch wieder bei Dir bin, wenn es um die Frage der Pensionen und deren Höhe geht.

Mir geht es allerdings um Deine- sorry- unwahren Aussagen die aus Deinen Ausführungen quillt.
Begründe das doch mal bitte sachlich und differenziert.

Malocher arbeiten hart und sind arm und Beamte/Pensionäre sind faul und reich ist jedenfalls Unsinn.

Ich bin wie gesagt kein Beamter und verteidige auch keinen, kann aber die einfachen Antworten von manchen Linken nicht mehr hören, da es schon weh tut.

Zum Abschluss nochmal der Kern der Frage:

Wer ist Besserverdiener? Wer ist reich? ( abseits von Gesundheit, die immer das höchste Gut darstellen sollte)
Nettoeinkommen aller Bezüge/ Person per anno?
 

Gehatzter

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Es würden sicher viele von uns gern im sozialen Bereich arbeiten. Aber bitte nicht als Zwangsmaßnahme und ohne Geld.
Das wäre ja witzlos, dann bräuchte man ja keine Werbung dafür machen und Zwangsanwärter. Das Ganze soll ja so gut wie nix kosten, man sucht ein Sklavenheer und versucht wieder die Grenzen der Verfassungsinterpretation auszuloten.
 

flandry

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Hallo flandry, siehst du den offensichtlichen Fehler deines Gedanken?....
Ist kein Gedankenfehler, ist eine Alternative zu "auf ewig arbeitslos" und "unbezahlte gemeinnützige Arbeit".
Eine Ausbildung erfordert zeitliche und finanzielle Anstrengungen des Arbeitgebers. Gut, die Arbeitskraft eines Azubi's ist billiger als die Arbeitskraft eines nach Tarif bezahlten und auf "ewig" eingestellten Mitarbeiters. Wenn am Ende ein staatlicher Abschluß steht kann das ein Weg in eine neue Zukunft für manche sein.
Und wer sagt, dass das nur HIlfstätigkeiten im Gesundheitsbereich sein müssen? Das kann auch in den zahlreichen "Staatsbetrieben" wie ÖPNV, Stadtwerke, Verwaltung, Schule, Universität sein.
Angeblich soll der Staat (und damit auch Kommunen) Arbeitslose fördern. Es gibt sogar 2 Sozialgesetzbücher dafür.
Bei mir kam mal die Meldung einer Behörde rein, dass die überdurchschnittlich viel Schwerbehinderte beschäftigt und damit fördert. Weshalb sollen Behörden nicht auch Arbeitslose beschäftigen und fördern?

Aber keine Sorge: Das wird nie verwirklicht. Das würde nämlich Geld, Zeit, Vernunft erfordern. Und den Willen, die Leute wirklich in großem Maßstab zu fördern. Sonst hätten wir schon seit Jahren keine Mangel an Facharbeiten. :biggrin:
 

bla47

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Der Bundesfreiwillige steht heute wesentlich schlechter da als ein ehemaliger Zivi.
Er bekommt nur die Hälfte vom netto eines Zivis und der Rentenanspruch beträgt etwa 0,15 EP pro Jahr. Beim Zivi waren das bis 2000 0,6 EP, bis 1991 0,75 EP, bis 1982 1,0 EP pro Jahr.
Der BFDler hat zwar mit Freibetrag immer noch mehr als H4 pur, ist aber Lichtjahre von dem Leistungspaket eines Zivis entfernt. Wahrscheinlich muss er noch unterschreiben, das er nichts erben darf. Dann geht halt wieder alles aufs Haus, an die Kirche oder die Kinder welche nicht mehr kamen und sich nicht kümmerten.
Ein rundum undankbarer Job, der sich nur für den nicht lohnt, der ihn macht.
 

Hansgeorg Januar1963

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T-Online ist nicht auf dem laufenden. Die Nachricht die von T-Online als "brandneu" herausgebracht und u.a. von Inge Hannemann auf ihrem Facebookprofil thematisiert wurde, entspricht aufs Wort genau einer am 11.04.2011 von der Webseite der "Welt" und anderen Seiten veröffentlichten Mitteilung.
 
E

ExitUser

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Wer ist Besserverdiener?

Jemand der über dem Median der Einkommen liegt?! Besserverdiener gibt es demnach viele.
Ran muss man an die Spitzenverdiener vor allem was die Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherungen angeht. Hier muss das opportunistische Modell wieder einem solidarischen weichen. Wer mehr verdient hat eben auch einen größeren Beitrag für die Solidargemeinschaft zu leisten. Ansonsten nähert sich das System weiter einer privaten Versicherung an, wo man nur in dem Maße einzahlt, wie man selbst profitiert.

Zum Thema: Das Groß der Alg-II-Bezieher ist wohl nicht für solche Jobs qualifiziert, sonst würde man ja mehr umschulen. Eine Beschäftigung als Gegenleistung für Sozialleistungen verbietet wohl das Lohnabstandsgebot.
 

bla47

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Ran muss man an die Spitzenverdiener vor allem was die Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherungen angeht. Hier muss das opportunistische Modell wieder einem solidarischen weichen. Wer mehr verdient hat eben auch einen größeren Beitrag für die Solidargemeinschaft zu leisten. Ansonsten nähert sich das System weiter einer privaten Versicherung an, wo man nur in dem Maße einzahlt, wie man selbst profitiert.

Wenn du die Beitragsbemessungsgrenze der RV meinst: Mit dieser Grenze sind genauso die Gegenleistungen begrenzt. Das es für die EP immer die aktuelle Währung gibt, ist positiv und eben nicht unbegrenzt zu haben. Außerdem müssten versicherungsfremde Leistungen höher bezuschusst werden für dann höhere Witwenrente und Co, Höherwertung von bewerteten Anrechnungszeiten, Schulzeiten, bis 4 Monate Überbrückungstatbestand zwischen 2 Ausbildungen....
Wenn du die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenkasse meinst: Das würde funktionieren, da direkte Gegenleistungen wie Krankengeld nur zu 0,5 % im Beitrag enthalten sind.
Wenn du die Beitragsbemessungsgrenze der Agentur für Arbeit meinst: Viel ALG 1 ist willkommen, hält einem die Leihratten vom Hals. Aber ob DIE das gut finden ?
Wenn du die Beitragsbemessungsgrenze der Unfallversicherung meinst: Die ist mit max 84.000 € pro Jahr jetzt schon am höchsten von allen. Weiß nur kaum einer.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Wer mehr verdient hat eben auch einen größeren Beitrag für die Solidargemeinschaft zu leisten..
Das ist doch schon jetzt so.

Was manche an kleinen Beiträgen in die GKV zahlen wird von denen bezahlt, die mehr als eigentlich nötig einzahlen. ( Hinweis: das ist auch ok so und entspricht dem Solidarprinzip )

Anscheinend ist das aber manchen gar nicht bewusst, die für z.B. 100€ Beitrag eine fünfköpfige Familie versichert haben.


Und die RV folgt dem Äquivalenzprinzip. Und das ist gut so.
Alles andere würde einer Einheitsrente und der Verlust der Lebensleistung bedeuten.
 

arbeitsloskr

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Und wer sagt, dass das nur HIlfstätigkeiten im Gesundheitsbereich sein müssen? Das kann auch in den zahlreichen "Staatsbetrieben" wie ÖPNV, Stadtwerke, Verwaltung, Schule, Universität sein.
Angeblich soll der Staat (und damit auch Kommunen) Arbeitslose fördern.

Hallo flandry,

dann verdeutliche ich nochmal den Fehler:

Wenn Arbeitgeber über die "freiwilligen Zwangsdienste" von LZA genügend Mitarbeiter/innen rekrutieren kann, die ALG 2 + Aufstockung erhalten, warum sollten dann Arbeitgeber noch Mitarbeiter/innen zum Tariflohn einstellen?

Siehst du nicht den Verdrängungseffekt in deinem Vorschlag?
 
E

ExitUser

Gast
Das ist doch schon jetzt so.

Das ist eben stark zurückgefahren worden. Wir wollen studierte, hochqualifizierte AN, Familien mit Kinder, aber die Ausbildung z.Bsp. ist überhaupt nicht mehr abgesichert. EM-Renter ebenfalls kaum noch, wenn sie nicht früher ordentlich Punkte sammeln konnten.

In Östereich gibt es keine obere Beitragsbemessungsgrenze und - oh Wunder - auch ein viel geringeres Risiko Armutsrenter zu werden.

Wenn ich meine Rentenbeiträge anschaue, dann müsste ich schon recht alt werden, um das herauszubekommen, was ich einzahle. Die Grundsicherung im Alter ist mir sicher, selbst wenn ich jetzt irgendwann wieder so fit wäre und den Rest meines Arbeitslebens Vollzeit arbeiten könnte.

Es ist in einem Soldarsystem eben nicht nur eine persönliche Gegenleistung, die man für seine Beiträge erhält, sondern eine sozial befriedete Gesellschaft. Viel einfacher wäre es natürlich, dass über eine gerechte Verteilung von Arbeit und Einkommen zu erreichen. Dann könnten alle ihren Beitrag leisten.

In Japan war das wohl lange Zeit so.

p.s. Die spd will kleine einkommen entlasten, u.a. über eine Senkung der SV-Beiträge. Das kann ja nur klappen, wenn dafür andere stärker belastet werden. Das verschweigt sie natürlich gerne.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Karl Lauterbach.
Unabhängige wissenschaftlich fundierte Analyse.
Zudem noch absoluter Unsinn diese Sichtweise.
Aber wie soll der das als zukünftiger Pensionär auch wissen. ;-) ...

Die Frage war aber übrigens: Wer oder was Deiner Meinung nach Besserverdiener sind?
Lassen wir das.

Es gibt halt unterschiedliche Meinungen und das ist gut so.
 

JulieOcean

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Meiner Meinung nach ist der Altenpfleger zu Recht ein Ausbildungsberuf!
Seh ich auch so.

Aber wer will einem Jugendlichen denn heute noch vorschlagen, Pfleger zu werden? Der Beruf genießt kaum gesellschaftliche Wertschätzung, wird schlecht bezahlt, hat schlechte Arbeitsbedingungen und mit 40 ist der Rücken kaputt.

An diesen Punkten gilt es nachzubessern. Und nicht immer billigeres Personal heranzuschaffen. Nebenbei ist die Pflege auch im Sinne der gesamten Gesellschaft viel zu wichtig, als das sie von billigen, nicht ausgebildeten Kräften gemacht werden könnte.
 
E

ExitUser

Gast
Aber wer will einem Jugendlichen denn heute noch vorschlagen, Pfleger zu werden? Der Beruf genießt kaum gesellschaftliche Wertschätzung, wird schlecht bezahlt, hat schlechte Arbeitsbedingungen und mit 40 ist der Rücken kaputt.

So schlecht bezahlt ist er nicht. Es sind eher die Arbeitsbedingungen. Gesellschaftliche Wertschätzung sehe ich auch.

Der Rest ist katastrophal genug.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
@Robbi
Lesen bitte, alles. Das war nur ein klitzekleines Zitat.
Ach Gott- ich muss es wirklich alles zitieren.
Für viele Länder ist ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Länge des Lebens eines Menschen und seinem sozialen Status – gemessen über den Bildungsabschluss, den Berufsstatus oder das Einkommen – dokumentiert.[37] Diese Befunde waren der Ausgangspunkt, um auf europäischer Ebene eine eigene Strategie zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten zu fordern.[38] Für Deutschland weisen Analysen auf Basis des sozio-oekonomischen Panels (SOEP) deutliche Einkommensunterschiede in der Lebenserwartung aus.[39] So werden Männer durchschnittlich nur 70 und Frauen aus der Armutsrisikogruppe 77 Jahre alt, während Männer und Frauen mit sehr hohen Einkommen fast 10 Jahre länger leben (81 und 85 Jahre). Die Ergebnisse verweisen zudem darauf, dass der Anteil der in Gesundheit verbrachten Lebensjahre deutlich variiert.

Gemäß Daten aus der privaten Rentenversicherung aus den Jahren 1995–2002 liegt die auf ein Jahr bezogene Sterbewahrscheinlichkeit für Bezieher hoher Renten um bis zu 20 % niedriger als für Bezieher geringer Renten. Aus Daten der gesetzlichen Rentenversicherung und des statistischen Bundesamtes geht hervor, dass die Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres zu sterben für einen 65-jährigen Mann unterschiedlich ist. Für Versicherte der damals eigenständigen Arbeiterrentenversicherung LVA war sie fast doppelt so hoch wie für Versicherte der damaligen Angestelltenversicherung BfA und für Beamte.[40]

Aktuelle Modelle zur Erklärung des Zusammenhangs gehen nicht von einem direkten Einfluss des sozialen Status auf die Gesundheit und Lebenserwartung aus.[37] Stattdessen wirkt der soziale Status indirekt, weil er ein wichtiger Bestimmungsfaktor für Unterschiede in gesundheitlich relevanten Faktoren – wie materielle und psychosoziale Ressourcen und Belastungen sowie das Gesundheitsverhalten – ist. Die Chancen und Risiken für ein gesundes und langes Leben werden bereits in der Kindheit und Jugend gelegt und verfestigen sich im Lebensverlauf durch Wechselwirkungen zwischen dem sozialen Status und dem Gesundheitszustand.

Soziale Unterschiede in der Lebenserwartung sind auch volkswirtschaftlich relevant. Karl Lauterbach zufolge führen die unterschiedlichen Rentenbezugsdauern von einkommensschwachen und einkommensstarken Rentnern zu einer Umverteilung von unten nach oben im System der gesetzlichen Rentenversicherung.[
 
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