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Union, Hartz-IV-Reform ist gescheitert

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wolliohne

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#1
WIDERSTAND IN DER UNION

Nach langen Verhandlungen - Stillstand: In dieser Legislaturperiode wird es keine Reform der Hartz-IV-Gesetze geben. Kanzlerin Angela Merkel hat das Projekt nach SPIEGEL-Informationen aufgegeben, nachdem die Union einen Kompromissvorschlag abgelehnt hatte.

Hamburg - Das Kanzleramt rechnet nicht mehr damit, dass sich die Große Koalition auf die verabredete Reform der Hartz-IV-Gesetze einigen kann.



Widerstand in der Union: Hartz-IV-Reform ist gescheitert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
 
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#2
Die Klageflut muss erhöht werden, der Zusammenbruch steht kurz bevor.

Ich plädiere ja schon lange für eine zweite Klagefront für rechtsgrundlos geleistete Arbeit durch Ein-Euro-Job.

Wenn jetzt alle die EEJ hatten eine Schadenersatzklage beim Sozialgericht einreichen gehen die ARGEN schneller Pleite als die Bankenwirtschaft.
 
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#3
Die Klageflut muss erhöht werden, der Zusammenbruch steht kurz bevor.
Nicht der Zusammenbruch steht kurz bevor, sondern die Wahlen.
Und da will die Union natürlich a l l e Wähler ins Boot holen. Auch die Hartzer und Niedriglöhner.^^
Stillstand: In dieser Legislaturperiode wird es keine Reform der Hartz-IV-Gesetze geben.
Natürlich nicht - es ist Wahlkampf! Und da will man doch nicht die Pferde scheu machen, und die Erwerbslosen mit härteren Bandagen vergrätzen, oder den Noch-Arbeitsplatzinhabern vorführen, was ihnen alles blüht, wenn sie nicht noch tiefer vor ihren AGs in die Knie gehen.
Nach der Wahl, wenn sich Union und Liberale ins kuschelige Koalitionsbett gelegt haben, wird von Reformstau salbadert, der unbedingt aufgelöst werden muss, um D voranzubringen.
Dann wird bis zum Erbrechen reformiert werden...... :icon_kotz:

LG
 

destina

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#4
Zitat aus dem Spiegelartikel:

"Eine Reform ist notwendig, weil das Bundesverfassungsgericht die Zusammenarbeit von Bundesagentur für Arbeit und Kommunen in den Jobcentern für unzulässig erklärt hatte."

Es geht nicht um Reformen bei Hartz IV sondern um die Trennung Arbeitslosigkeit und Kosten der Unterkunft.

Zumindest verstehe ich den Artikel so.



Das Verfassungsgericht habe für eine Neuregelung eine Frist bis Ende 2010 gesetzt.

Kanzleramt gibt Reform der Jobcenter noch nicht verloren - DIE WELT - WELT ONLINE
 
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#5
Es geht um die nicht vorhandene Vereinbarkeit von Mischstrukturen aus Bund und Kommunen mit der Verfassung. Laut Grundgesetz ist es dem Bund nicht gestattet, den Kommunen Direktzahlungen zukommen zu lassen, was durch den Wohnkostenzuschlag vom Bund an die Landkreise/Kommunen aber nach derzeitiger Rechtlage verfassungswidrig geschieht. Um mehr geht es nicht.
 

destina

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#6
Sag ich doch. Die Überschrift im Spiegel ist irreführend und suggeriert dem geneigten Leser das Kanzlerin Merkel eine Hartz IV Reform aufgibt, nachdem die CDU einen Kompromiss abgelehnt hat.
Wer das so liest, sagt sich halt je nach Sichtweise, gut oder schlecht. Für den H4-Empfänger natürlich schlecht, weil er richtig vermutet, dass sich nichts ändert. Für die Gegner gut, weil sie froh sind, dass sich nichts ändert. Wahlkampf!!!
 
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#7
Genau, nur das Konstrukt Arge wird aufgegeben, weil es nicht verfassungskonform ist. Der Rest bleibt bestehen und wird höchstens mal wieder verschärft.
 

destina

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#10
Deswegen der Vorstoß des Mißfelder. Ich glaube nicht, dass das Zufall oder Biertisch-Frühschoppen Gequatsche war. Sondern ganz gezielte Stimmungsmache als Vorbereitung dessen, was noch kommt. Vielleicht Lebensmittelgutscheine oder Kürzungen? Irgendwas liegt in der Schublade. Denn die Krise geht jetzt in die 2. Runde. Die Realwirtschaft geht den Bach runter. Das heißt, mehr Arbeitslose und weniger Steuern. Da der Staat, ich umschreibe es mal vornehm, Mindereinnahmen nicht mehr verkraften kann, muß man ja anfangen zu sparen. Und das geht immer am besten auf wessen Rücken? Richtig!
Opel wird genauso den Bach runtergehen wie Saab und Volvo. Und es werden viele große Namen folgen. Vielleicht sollte ich die 5 Mio für 2009 vorhergesagte (statistikbereinigt;-) Arbeitslosen noch ein Stückchen nach oben korrigieren? Auf jeden Fall wird es ordentlich im Getriebe knirschen.
Habe gestern eine interessante Statistik vom Kreis Zwickau gefunden. Demzufolge ist die Arbeitslosigkeit dort schon bei 48,25 %. Und so wird es wohl schon in vielen Kreisen aussehen.

http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/Anonymus-Statistik.pdf
 
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#11
Ich bin mir da nicht sicher, was es war, da der Fusel-Philipp ja immer gut ist für solche Sprüche. Ich habe mal in einer SPD-Versammlung zum Müntefering-Zitat "Wer nicht arbeitet, soll nicht essen" vor versammelter Basis gesagt: "Dann muss er eben verhungern".

Die Presse hätte danach vermutlich berichtet: SPD-Mitglied will Bundesvorsitzenden ermorden!

Ich denke, der Kippen-Philipp hat zwar seine bornierte Meinung zum besten gegeben, wollte sich aber damit nur vor "seinesgleichen" groß tun. Ansonsten müsste man ihm ja eine gewisse "politische Weitsicht" bescheinigen ;)
 
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#12
Deswegen der Vorstoß des Mißfelder. Ich glaube nicht, dass das Zufall oder Biertisch-Frühschoppen Gequatsche war. Sondern ganz gezielte Stimmungsmache als Vorbereitung dessen, was noch kommt. Irgendwas liegt in der Schublade.
So sieht es aus. Und das wird ein ganz schwerer Wälzer sein.
Ich entsinne mich, dass in den Medien vor Jahren immer wieder die Begriffe "Reformstopp" lanciert wurde. Spiegel und Stern allen anderen voran. Dem folgten dann die obligatorischen Talkrunden, in den das Thema neu aufbereitet wurde, um dann schriftlich unters Volk gebracht zu werden. Das ging monatelang so.
Diesem Geschwafel folgte dann der "Reformstau", der dringenst der Auflösung bedurfte. Und erneut stürzten sich die Medien auf diesen Begriff, nahmen ihn auseinander, zerpflückten ihn, und brachten so dem Volk die Notwendigkeit näher, dass es besserer, härterer, nachhaltigerer Reformen bedürfe, um den Reformstau endlich aufzulösen.
Was folgte ist uns alles sattsam bekannt: Hartz IV mit all´ seinen Fortenwicklungsgesetzen.
Was mir bei dem ganzen Gedröhne rund um die "Reform" aufgefallen ist, das noch niemand erklärt hat, welches konkrete Ziel diese "Reformen" haben.
Niemand nennt das Kind beim Namen, statt dessen bleibt es bei dieser abstrakten Begrifflichkeit.
Ich habe da so eine Vermutung, was sich hinter diesem Begriff verstecken könnte:
Die Endlösung der Erwerbslosen. :icon_kotz:

LG
 

destina

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#13
Kann auch sein, dass man versucht, manche Dinge wichtiger erscheinen zu lassen in diesen Tagen, als sie sind. Aber auch 2003 hat er schon mal eine ähnliche sehr provokative Äußerung gemacht:
„wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen“
Und was kam dann. Eine "Reform des Gesundheitswesen" (GKV), die für alle Menschen tiefgreifende Einschnitte bedeutete. Eine Praxisgebühr wurde eingeführt, Sterbe - und Entbindungsgeld wurde gestrichen.
 

destina

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#14
Ich denke, der Kippen-Philipp hat zwar seine bornierte Meinung zum besten gegeben, wollte sich aber damit nur vor "seinesgleichen" groß tun. Ansonsten müsste man ihm ja eine gewisse "politische Weitsicht" bescheinigen ;)
Die hat er gewiß nicht. Er weiß wohl mehr als wir. Das mag sein. Immerhin sitzt er ja im Bundestag. Soll wohl nur so aussehen, da er ja medial als künftiges Regierungsmitglied gehandelt wird.
 

Jenie

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#15
Kann mich hier Hamburgerin und Destina nur anschliessen. es ist abhängig von der krise und von den Wahlen nur im Vorfeld, alles andere ist reine Augenwischerei. Eigentlich will niemand mehr so richtig regieren weil es garnicht funktioniert. Dennoch tun sie es, den es sichert zumindest erst mal Ihren Job und ihr Einkommen.

Reformen die keine sind will man uns hier verkaufen. Es sind immer nur die notwendigsten schritte auf die Krisengesamt entwicklung. Wir haben jetzt schon bereits gute 50% Sozialausgaben und das wächst mit zunehmender Arbeitslosigkeit. Steinbrück hat bereits vor paar wochen angekündigt das es weitere Einschnitte - Kürzungen in den Sozialen Ausgaben geben wird.
 
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#16
Ich fürchte, ihr nehmt diesen Knaben doch ein wenig zu wichtig. Natürlich muss man jederzeit mit neuen Hartz-IV-Verschärfungen rechnen. Da braucht man "Schnapsi" Mißfelder nicht zu. Der deutsche Michel lässt sich auch ohne ihn alles gefallen.
 

destina

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#17
Darum geht es doch gar nicht. Wir nehmen ihn bestimmt nicht wichtig. Aber das hilft uns ja auch nicht weiter. Es ist Stimmungsmache. Egal, wer diesen Satz gesagt hat. Man kann davon ausgehen, dass er gezielt dafür ausgesucht wurde, da er noch politisches Porzellan zertöppern kann. Solche Aussprüche kann sich eine Kanzlerin oder ein Fraktionsmitglied der ersten Reihe nicht leisten. Ich glaube nicht, dass in diesem Wahlkampf 2009 irgendetwas dem Zufall überlassen wird. Zumindest so lange nicht, wie es danach aussieht, dass man den Wahlabend im September erreicht. Nach wie vor ist die Bevölkerung, der deutsche Michel, wie Du sagst, nicht bereit, die Wahrheit zu sehen. Und das nutzt man rigoros aus.
 
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#18
Natürlich ist es Stimmungsmache, das streite ich nicht ab. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass der Michel gar nichts anderes hören möchte als Latrinenparolen. Und selbst die Betroffenen regen sich lieber auf als etwas zu tun, was mich in meiner Haltung als neutraler Beobachter bestärkt.
 
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#19
Ich fürchte, ihr nehmt diesen Knaben doch ein wenig zu wichtig. Natürlich muss man jederzeit mit neuen Hartz-IV-Verschärfungen rechnen. Da braucht man "Schnapsi" Mißfelder nicht zu. Der deutsche Michel lässt sich auch ohne ihn alles gefallen.
Ich rede nicht von Mißfelder. Dieser Mißgriff ist nur ein Wichtigtuer, von dem bis dahin kaum jemand Notiz genommen hat, und der jetzt mit einer Stammtischparole sein Comming-out hatte. Nein, ich meinte das generell, irgendwo in den Tiefen des Kanzleramts liegen weitere Pläne um D wirtschaftsfreundlicher zu gestalten, den Sozialraubbau noch weiter auszubauen, um sich so der Apokalypse in großen Schritten zu nähern.

LG
 
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#20
Ja, genau, nur wird die große Apokalypse anders aussehen, als viele sie sich heute vorstellen.
 

destina

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#21
Natürlich ist es Stimmungsmache, das streite ich nicht ab. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass der Michel gar nichts anderes hören möchte als Latrinenparolen. Und selbst die Betroffenen regen sich lieber auf als etwas zu tun, was mich in meiner Haltung als neutraler Beobachter bestärkt.

Mittlerweile denke ich, dass immer mehr Menschen erkennen, was mit Ihnen und im Land passiert. Denn erst wenn es persönlich trifft, fangen die meisten Menschen an, sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Nur als Beispiel mein Sohn. Er ist 24, arbeitet in Glashütte als Uhrmacher, ist erst kürzlich mit seiner Freundin zusammengezogen und ansonsten von früh 07.15 - bis abends 18.30 Uhr mit Arbeitsweg und Arbeit beschäftigt. Wochenende spielt er in seiner Band oder unternimmt was mit seiner Freundin. Er hat noch nicht einmal mitbekommen, was gerade passiert. Er empfindet auch keine Bedrohung und solche dummen Sprüche kann er gar nicht einordnen. Und so wird es vielen hier gehen. Wenn ich mehr Arbeit hätte, könnte ich mich auch nicht so intensiv damit auseinandersetzen.
Der deutsche Michel ist nicht über einen Wahlkamm zu scheren.
Was sollten denn die Betroffenen Deiner Meinung tun?
Sie könnten ja theoretisch nur in ihrer Stadt, ihren Dorf oder Gemeinde aktiv werden. Zu Mehr fehlt das Geld. Und es fehlt an Menschen, die sich an die Arbeit machen, um eine Organisation der Erwerbslosen zu erreichen.
Viele haben kein Internet, viele keine Zeitung, viele schämen sich, vielen ist es egal, viele haben sich arrangiert.....es gibt 1000 Gründe, warum das so ist. Wenn ich hier in meine Stadt gehe, die Zeitung kaufe, mit den Leuten rede....es gibt keine Krise. Und ich kenne in meiner Umgebung kaum andere H4-Empfänger, obwohl es in diesem Landkreis mindesten 6000 geben muß. Die leben aber auf dem Land, vorwiegend in Bauernhöfen. Wenn ich in der ARGE bin, sehe ich fast nur Ausländer. Denkst Du, die unternehmen was, wenn ich denen einen Flyer in die Hand drücken würde? Falls sie überhaupt deutsch können?
 
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#22
Ich für meinen Teil habe immerhin genug zu tun, mich nicht Tag und Nacht mit Hartz IV auseinander zu setzen. Auch habe ich an vielen anderen Dingen Interesse als nur immer wieder an Sozialpolitik, Arbeitslosenzahlen, Sozialtheoretikern und Philosophen usw.

Was können die Betroffenen tun? Zumindest könnten sie einsehen, dass die Misere nicht einfach im Internet weg diskutiert werden kann. Immer mehr Menschen sehen sich mittlerweile als personifiziertes Hartz IV an. Sie erkennen wider jede Vernunft an, dass es überhaupt so etwas wie ein Hartz-IV-Milieu gibt. Das gibt es nämlich nicht.

Und viele Leute verbinden Begriffe wie Freiheit, Menschenwürde und Eigenverantwortung mit völlig falschen Inhalten. Sie machen sich selbst unfrei, vergessen ihre Würde und verstehen unter Eigenverantwortung den Bezug höherer Alimente.

Das zu erkennen wäre der erste Schritt, bevor es sich lohnt, sich zu organisieren. Denn es fehlt bei zahlreichen Leuten der aufrechte Gang. Er wird kompensiert mit der Anklage des Systems, das man aber dennoch behalten will, und mit dem Ruf nach dem Staat, dem man andererseits nicht vertraut. Es gibt nur das Bewusstsein, dass es Veränderungen geben muss, aber keinen Konsens, wie sie aussehen sollen. Das ist paradox.
 
E

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#23
Ich für meinen Teil habe immerhin genug zu tun, mich nicht Tag und Nacht mit Hartz IV auseinander zu setzen. Auch habe ich an vielen anderen Dingen Interesse als nur immer wieder an Sozialpolitik, Arbeitslosenzahlen, Sozialtheoretikern und Philosophen usw.

Was können die Betroffenen tun? Zumindest könnten sie einsehen, dass die Misere nicht einfach im Internet weg diskutiert werden kann. Immer mehr Menschen sehen sich mittlerweile als personifiziertes Hartz IV an. Sie erkennen wider jede Vernunft an, dass es überhaupt so etwas wie ein Hartz-IV-Milieu gibt. Das gibt es nämlich nicht.

Und viele Leute verbinden Begriffe wie Freiheit, Menschenwürde und Eigenverantwortung mit völlig falschen Inhalten. Sie machen sich selbst unfrei, vergessen ihre Würde und verstehen unter Eigenverantwortung den Bezug höherer Alimente.

Das zu erkennen wäre der erste Schritt, sich zu organisieren. Denn es fehlt bei zahlreichen Leuten der aufrechte Gang. Er wird kompensiert mit der Anklage des Systems, das man aber dennoch behalten will, und mit dem Ruf nach dem Staat, dem man andererseits nicht vertraut. Es gibt nur das Bewusstsein, dass es Veränderungen geben muss, aber keinen Konsens, wie sie aussehen sollen. Das ist paradox.
die ganze Misere ist kein reines "Hartz IV" Problem, sondern ein Gesellschaftliches.

Auch wird es nichts helfen, wenn sich nur Hartzis zusammenschliessen, sondern es sollte auf breiter Front und quer durch die "Gesellschaftsschichten" etwas getan werden.

Ebenso wenig nützt es, jetzt einer bestimmten politischen Richtung, die m. M. auch nur Wählerverdummung ist, mit irgendwelchen bedeutungslosen Aktionen zu mehr Macht zu verhelfen..

Ein Umdenken in der Politik kann nur mit der Hilfe der Anderen, vom Erwerbstätigen über manche soziale Einrichtungen bis hin zu den klein- oder mittelständischen Unternehmern gehen. Wenn sie alle zusammen an einem Strang ziehen, kann das selbst der ignoranteste Politiker nicht mehr übersehen.

Davon sind wir aber noch sehr weit entfernt.
 
E

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#24
Ich kann destina nur zustimmen. Ich brauche nur meine Familie zu nehmen. Alle wissen dass ich Hartz bekomme, alle sehen, was das bedeutet, aber irgendwie sehen sie keinen Zusammenhang mit ihrer eigenen Situation.
Oder meine zwei Töchter, beide in der Ausbildung, beide bekommen aufstockend Hartz IV. So richtiges politisches Interesse haben die nicht - leider.
Und am Nachmittag, wenn sie nach Hause kommen, warten Hausaufgaben, Haushalt, Einkaufen, Freunde besuchen - wenn sich das alles in ein paar Stunden Freizeit reinquälen lässt, da bleibt nicht viel Zeit und Lust sich mit Hartz und seinen Auswüchsen zu beschäftigen.

Und in meinem Umfeld ist das politische Interesse faktisch gleich Null.
So platt wie es klingt, doch die meisten bei uns sind BLöD und Hürriet-Leser, da kommt nichts bei rum. Dass man sich im I-Net in den Foren schlau machen kann, stößt auf größte Überraschung, dass es Inis gibt, die Hartzern weiterhelfen, auf noch größere.
Und wie destina bereits ansprach, viele haben sich mit der Situation bereits arrangiert. Meine Stieftochter ebenfalls. Die macht alles, und unterschreibt auch alles, was ihr die Arge vorlegt. Hilfe lehnt sie ab. Widerstand ist zwecklos, da wird alles nur noch schlimmer, meint sie.
Und da gibt es nicht wenige von.
Ich frage mich manchmal, wa n n der deutsche Michel aufwacht.
Wenn es unter seinem Fenster brennt?
Wenn die BW in seiner Strasse aufmarschiert?
Wenn er nichts mehr zu fressen hat?
Wenn er sieht, dass seine Nachbarn in großen LKWs abtransportiert werden?
WANN?

Ratlose Grüße
 
E

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#25
Ich halte überhaupt nichts von der heutigen Politik, also erwarte ich auch nicht von ihr. Auch wenn es zuviel verlangt scheint, vertraue ich auf die Kraft und Vernunft jener Menschen, die willens zu realisierbaren Veränderungen sind und die sich auf ein gemeinsames Ziel verständigen können.
 
E

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#26
Eigentlich bestätigt ihr mir doch, was ich die ganze Zeit sage: Mit der gegenwärtigen, völlig desinteressierten und egoistischen Menschheit ist kein Staat zu machen, schon gar kein neuer.

Nun frage ich mich aber, wieso man hier im Forum so oft von Revolution, Umbruch, sozialen Unruhen usw. liest, wo doch eigentlich jeder weiß, das nichts von alledem jemals passieren wird. Viel Lärm um nichts, möchte man meinen. Aber eine Wirkung hat es: Der Frust der Nicht-Hartzis wird größer.
 

destina

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#27
Das Internet, bzw. dieses Forum mit 14.000 Usern ist doch nur ein klitzkleines Universum in der Welt der armen Menschen. Die meisten kommen hierher, weil sie Zoff mit den Behörden haben. Und auch auf anderen solchen Plattformen wirst Du nicht viel mehr User finden. Stelle das mal der aktuellen Zahl gegenüber. Das sind vielleicht 4 %, die in den Weiten des www unterwegs sind. Es geht doch gar nicht ums wegdiskutieren. Das wissen wohl alle am besten, die hier sind.
Du kannst nicht von Dir, Deinen Wissen und Erfahrungen, Deiner Intelligenz und Deiner Stellung in dieser Gesellschaft ausgehen, und dies als Schablone benutzen. Nicht jeder Mensch ist in der Lage Komplexitäten oder Synergien zu erkennen. Es gibt sehr wohl HartzIV Millieu. Hartz IV nicht im Sinne der Gesetze, sondern als Synonym im Sinne der Armut. Und es gibt in Großstädten schon sichtbare Ghettoisierung. Die Anerkennung der Situation mit Hartz IV bzw. in Armut zu leben, ist für viele Menschen eben Realität, um nicht daran zu zerbrechen. Da brauche ich mir nur meine Mutti anschauen. Sie bekommt 521 € Rente. Damit will ich Dir erklären, dass diese Menschen keine homogene Masse sind, die eines Programmes oder eines Anführers bedürfen, nur weil sie arm sind und dann geht die Revolution los. Die, die eine "Revolution" in Gang bringen können, sind noch in der Minderheit. Aber es werden bald schnell immer mehr. Und dann sieht es anders aus.
 
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#28
Hartz IV wäre dann ein Milieu, wenn die einzelnen Bestandteile etwas gemeinsam hätten, abgesehen von der Einheitsarmut. Ich erinnere mich, dass ich schon einmal schrieb, dass alle Betroffenen aus unterschiedlichen Verhältnisssen und aus den diversen elf Schichten kommen. Jeder Betroffene hat daher andere Ziele und Vorstellungen, hat andere Interessen und Vorlieben und setzt andere Prioritäten. In einem Milieu ist all dies aber gleich.

Ein Wagner-Fan aus Schicht 3 wird nicht durch Arbeitslosigkeit zum Bierbuden-Freak der Schicht 10 (als Beispiel). Daher haben es eben die Menschen aus unterschiedlichen Verhältnissen besonders schwer, gegenseitig solidarisch zu sein, denn sie verbindet nichts - außer Hartz IV, was jeder auf seine Art zu überwinden trachtet ... oder mit Verbesserungen beibehalten will.

Das charakterisiert alles andere als ein Milieu.
 

destina

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#29
Eigentlich bestätigt ihr mir doch, was ich die ganze Zeit sage: Mit der gegenwärtigen, völlig desinteressierten und egoistischen Menschheit ist kein Staat zu machen, schon gar kein neuer.

Nun frage ich mich aber, wieso man hier im Forum so oft von Revolution, Umbruch, sozialen Unruhen usw. liest, wo doch eigentlich jeder weiß, das nichts von alledem jemals passieren wird. Viel Lärm um nichts, möchte man meinen. Aber eine Wirkung hat es: Der Frust der Nicht-Hartzis wird größer.

Die Unruhen werden kommen. Nur wahrscheinlich nicht so, wie wir sie uns wünschen. Wut, Angst und Hunger werden sie kennzeichnen. Und das wird böse werden, um es mal zaghaft zu umschreiben.
 

destina

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#31
Hartz IV wäre dann ein Milieu, wenn die einzelnen Bestandteile etwas gemeinsam hätten, abgesehen von der Einheitsarmut. Ich erinnere mich, dass ich schon einmal schrieb, dass alle Betroffenen aus unterschiedlichen Verhältnisssen und aus den diversen elf Schichten kommen. Jeder Betroffene hat daher andere Ziele und Vorstellungen, hat andere Interessen und Vorlieben und setzt andere Prioritäten. In einem Milieu ist all dies aber gleich.

Ein Wagner-Fan aus Schicht 3 wird nicht durch Arbeitslosigkeit zum Bierbuden-Freak der Schicht 10 (als Beispiel). Daher haben es eben die Menschen aus unterschiedlichen Verhältnissen besonders schwer, gegenseitig solidarisch zu sein, denn sie verbindet nichts - außer Hartz IV, was jeder auf seine Art zu überwinden trachtet ... oder mit Verbesserungen beibehalten will.

Das charakterisiert alles andere als ein Milieu.
Der Begriff Milieu [miˈljøː] (französisch - „Mitte, Mittel“) bezeichnet eine charakteristische Konfiguration von Umgebungsfaktoren, in die ein Untersuchungsgegenstand oder eine beschriebene Sache eingebettet ist und die für ein Verständnis seiner Existenz relevant sind.

Soziales Milieu bezeichnet im engeren Sinne die sozialen Bedingungen, wie Normen, Gesetze, wirtschaftliche und politische Faktoren, denen ein Einzelner bzw. eine Gruppe ausgesetzt ist.
 
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#32
Eben, Normen und Gesetze bezeichnen aber nicht die Normen der Arge und die Gesetze der Sozialgesetzgebung ;)

Hartz IV ist auch nicht als Verständnis meiner Existenz relevant.
 

destina

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#33
Die Unruhen werden aber weniger sozialer als vielmehr kultureller Natur sein.

Ich würde nicht wetten wollen, welche Ursachen der Auslöser sein werden. Aber es wird durchaus im Möglichen liegen, dass man für ein Stück Brot umgebracht werden kann. Und es wird ja nicht auf Deutschland begrenzt sein.
Weltweit wird es zu Unruhen und Bürgerkämpfen kommen. Nein, nicht wird. Es hat schon begonnen.
 

destina

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#34
Eben, Normen und Gesetze bezeichnen aber nicht die Normen der Arge und die Gesetze der Sozialgesetzgebung ;)

Hartz IV ist auch nicht als Verständnis meiner Existenz relevant.
Die Einhaltung sozialer Normen wird durch Sanktionen (Belohnung oder Bestrafung) kontrolliert. Diese Sanktionen können durch die Mitmenschen erfolgen oder durch Personen in einer bestimmten Machtposition.
 
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#35
Ich bin da weniger zaghaft und wette: Es werden innerhalb der nächsten 20 Jahre Kulturkreise aufeinander prallen, die unterschiedlicher nicht sein können, bspw. die "toleranten, pazifistischen und um Gleichberechtigung kämpfenden (männlichen) Mitglieder" (Zitat) der hessischen Linke-LAG "Gleichberechtigung für Männer" und diejenigen Leute, die der Ansicht sind, eine Frau gehört unter ein Stück Stoff. Die so genannte Mitte wird dann nicht mehr existieren.

Die Lage in den Banlieus in Frankreich kündigt deutlich an, welches Viertel eines Tages wem gehören soll. Sorry, wenig politisch korrekt, aber nackte Realität.
 
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#36
Die Einhaltung sozialer Normen wird durch Sanktionen (Belohnung oder Bestrafung) kontrolliert. Diese Sanktionen können durch die Mitmenschen erfolgen oder durch Personen in einer bestimmten Machtposition.
Ja, aber Hartz IV ist keine soziale Norm. Das sind soziale Normen: "dass man beim Essen nicht schmatzt, dass man sich den Hosenschlitz in einem unbeobachteten Moment zuzieht, oder dass man andere Menschen nicht anrempelt"
 
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#37
Ich halte überhaupt nichts von der heutigen Politik, also erwarte ich auch nicht von ihr. Auch wenn es zuviel verlangt scheint, vertraue ich auf die Kraft und Vernunft jener Menschen, die willens zu realisierbaren Veränderungen sind und die sich auf ein gemeinsames Ziel verständigen können.
Ich erwarte ebenfalls nichts von den Politikern und der Politik, da sie für mich Teil des bestehenden Problems ist.

LG
 
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#38
Ich erwarte ebenfalls nichts von den Politikern und der Politik, da sie für mich Teil des bestehenden Problems ist.

LG
Stimmt, sind sie. Deshalb habe ich meine "erfolgversprechende SPD-Karriere" beendet, weil ich nicht länger Teil eines Problems sein wollte. Ich wurde mir nach Jahren des Kampfes für die einstigen Ideale Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität bewusst, dass es keinerlei Sinn macht ...
 

destina

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#39
So weit will ich noch gar nicht in die Zukunft schauen. Wenn wir davon ausgehen, dass es vielleicht ab 2012 wieder aufwärts gehen könnte, dann hat die Welt erst einmal andere Probleme.
 
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#41
Die unten genannten Tatsachen hängen davon leider nicht ab, ob es aufwärts geht. Ich habe den ganzen Schlamassel auch nicht erfunden. Er war für ein paar Tage lang im Internet zu lesen, bevor er wieder verschwand. Reiner Zufall. Erschreckender Zufall.
 

destina

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#43
Ja, aber Hartz IV ist keine soziale Norm. Das sind soziale Normen: "dass man beim Essen nicht schmatzt, dass man sich den Hosenschlitz in einem unbeobachteten Moment zuzieht, oder dass man andere Menschen nicht anrempelt"

Du hattest Dich auf den Teil:
"Soziales Milieu bezeichnet im engeren Sinne die sozialen Bedingungen, wie Normen, Gesetze"....festgelegt. Ich meinte aber auch den Rest.

"wirtschaftliche und politische Faktoren, denen ein Einzelner bzw. eine Gruppe ausgesetzt ist." Und HartzIV ist da schon integrierbar.
 
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#45
Da ihr gerade so schön über Revolution redet!

Revolution ist nicht dann, wenn es knallt, sondern ein Prozess, welcher ein umdenken der Menschen über Jahre evtl. auch Jahrzehnte beschreibt!

Ergo ist die Revolution ( bei einigen Bevölkerungsteilen ) schon in vollem gange.

Anarchistische Grüße
 

destina

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#47
Die unten genannten Tatsachen hängen davon leider nicht ab, ob es aufwärts geht. Ich habe den ganzen Schlamassel auch nicht erfunden. Er war für ein paar Tage lang im Internet zu lesen, bevor er wieder verschwand. Reiner Zufall. Erschreckender Zufall.
Meinst Du jetzt die Banlieus-Geschichte oder hast Du
Die unten genannten Tatsachen
vergessen die Tatsachen hinzuschreiben?
 
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#48
Die wirtschaftlichen Faktoren wären nur dann gleich, wenn jeder mit den selben "Besitztümern" in Hartz IV gekommen wäre, bspw. abgebrannt bis auf 10 Euro, ohne Lebensversicherung, ohne PKW usw. Und mit gleicher Qualifikation und Berufserfahrung. Die politischen Faktoren sind für alle Schichten gleich. Sie beziehen sich auf ein gesamtes Land.
 

destina

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#50
Da ihr gerade so schön über Revolution redet!

Revolution ist nicht dann, wenn es knallt, sondern ein Prozess, welcher ein umdenken der Menschen über Jahre evtl. auch Jahrzehnte beschreibt!

Ergo ist die Revolution ( bei einigen Bevölkerungsteilen ) schon in vollem gange.

Anarchistische Grüße

Der Begriff Revolution ist Auslegungssache. Wir haben, um bei Deinem Verständnis zu bleiben, auch nicht von Revolution sondern Unruhen/Bürgerkrieg gesprochen. Über Revolution im Sinne von Veränderung sprachen wir weiter oben.
 
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#51
Da ihr gerade so schön über Revolution redet!

Revolution ist nicht dann, wenn es knallt, sondern ein Prozess, welcher ein umdenken der Menschen über Jahre evtl. auch Jahrzehnte beschreibt!

Ergo ist die Revolution ( bei einigen Bevölkerungsteilen ) schon in vollem gange.

Anarchistische Grüße
Ich welchen? In den anarchischen Bevölkerungsteilen?

Okay, ohne schwarzen Humor. Revolution kann durchaus ohne Knall erfolgen, nur bedingt sie dann Mehrheiten, die ich nun wahrlich nicht sehe.
 

destina

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#52
Die wirtschaftlichen Faktoren wären nur dann gleich, wenn jeder mit den selben "Besitztümern" in Hartz IV gekommen wäre, bspw. abgebrannt bis auf 10 Euro, ohne Lebensversicherung, ohne PKW usw. Und mit gleicher Qualifikation und Berufserfahrung. Die politischen Faktoren sind für alle Schichten gleich. Sie beziehen sich auf ein gesamtes Land.

Soziale Milieus beschreiben hier Menschen mit jeweils charakteristischen Einstellungen und Lebensorientierungen. Sie fassen, ganz allgemein gesprochen, soziale Gruppen, also Menschen zusammen, deren Wertorientierungen, Lebensziele, Lebensweisen – und damit auch ihre zentralen Konsummuster - ähnlich sind.
 
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#53
Jaaaa, aber meine Einstellungen und Lebensorientierungen können doch andere sein als deine. Oder unsere sind gleich, aber die von X, Y und Z sind anders. Ich bin an einer Gesellschaftsform orientiert, in die jeder sich einbringt, andere propagieren eben andere Orientierungen. Oder aber: ich bin hetero-, Wowereit homosexuell. Ich will einen Job, Meier hat die Einstellung: Arbeit ist Scheiße.
 

Curt The Cat

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#54
...

Revolution ist nicht dann, wenn es knallt, sondern ein Prozess, welcher ein umdenken der Menschen über Jahre evtl. auch Jahrzehnte beschreibt!

...
Öhem... :icon_confused:, wenn eine Entwicklung über einen längeren Zeitraum andauert, so wie Du es beschreibst, dann heißt das Ganze Evolution.

Revolution bezeichnet dagegen eher den schnellen, radikalen Strukturwandel...

*klugscheissmodusoff*


:icon_wink:
 
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#55
Ich welchen? In den anarchischen Bevölkerungsteilen?
Nach meiner subjektiven Beobachtung ( leider nur in Bielefeld ) fällt mir auf, dass immer mehr kritische Aufkleber an Haltestellen, Stromkästen oder sonstigen Orten kleben.

z.B. von denen hier: FAU-IAA : Die andere Gewerkschaft - Anarcho-Syndikalismus im Web
Antifa.de

Leider sind da auch Faschoseiten mit dabei!!!

Noch ist der Hauptteil der Bevölkerung im sozialkritischen schlaf, aber wenn die krise zu noch viel viel mehr prekarisierung führt, wird sich das ganze ausweiten.
Denn in den Betrieben, gibt es einige Leute, welche sozialkritisch denken aber derzeit noch zu viel zu verlieren haben ( wie ich aus vielen Gesprächen raushörte )!
Aber was wenn diese Leute eben nichts mehr zu verlieren haben?
Ach ja die Anarchos haben mit ihrer Gesellschaftsidee eine gute Alternative zu bieten.
Leider aber gibt es viel zu wenige von denen zumindest in D!
Und auf deine Frage noch mal ganz deutlich ein zu gehen das Umdenken geht durch alle Bevölkerungsschichten.
 
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#56
Denn in den Betrieben, gibt es einige Leute, welche sozialkritisch denken aber derzeit noch zu viel zu verlieren haben
Duckmäuser nennt man die, oder Feiglinge.

Aber was wenn diese Leute eben nichts mehr zu verlieren haben?
Dann bekommen sie 18 Monate lang Kurzarbeitergeld und werden fit gemacht für den Sturm auf die 'schlechten' arbeitslosen H4-Bezieher.

das Umdenken geht durch alle Bevölkerungsschichten
Man kann auch laut träumen.
 
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#57
Ich bin auch sozialkritisch. Ganz gewaltig sogar. Und ich würde sogar mitrevolutionieren, wenn es ein klares Ziel zum Wohle der Menschen gäbe. Oft sind aber revolutionäre Gedanken recht gedankenlos umschrieben - was mich wieder abstößt.

Natürlich sehe ich auch diverse Aufkleber an allen möglichen Stellen, doch kann ein einzelner Mensch tausend Aufkleber anbringen, ohne dass es dadurch auch nur einen Revolutionär mehr gibt. Außerdem sind sie derart unterschiedlich, dass sie kein gemeinsames Ziel erkennen lassen.

"Bundeswehr raus aus Afghanistan" und "Mehr Geld für Hartz IV" stellen aus meiner Sicht keinen Zusammenhang dar, außer das beides linke Forderungen sind, von denen mindestens eine die Allgemeinheit nicht interessiert.
 

sun2007

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#58
Ich gebe Hamburgeryn und destina total recht.

War das wirklich Missfelder mit den Hüftgelenken? Ich schwanke jetzt die ganze Zeit zwischen zwei Meinungen:

1. Den nimmt doch sowieso keiner Ernst.

2. Da liegt was in der Schublade und er testet schon mal die Stimmung im Land indem er groß das Maul aufreißt. (Vermutlich zum Ärger seiner Parteigenossen, was nicht heißen muss, dass das am Ende nicht trotzdem aus der Schublade geholt wird.)

Zum Glück werden solche Auswüchse noch kritisiert. Auf der anderen Seite zeigen andere Politkarrieren, dass man mit dem Wegspritzen von aufständischen Jugendlichen Präsident werden kann. Also wer weiß.

Ich bin jedenfalls sehr der Meinung, dass es jetzt vor allem darum gehen muss, Schwarz-Gelb bei den nächsten Wahlen zu verhindern. Denn wenn das käme, dann ist gar nicht auszudenken, was so alles aus den Schubladen flattert.
 
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#59
Es war unser Missi mit den Hüftgelenken, deshalb nenne ich ihn ja auch Krücken-Philipp.
 

destina

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#60
Weißt Du, es geht doch auch nicht um Begriffsdefinitionen. Die haben irgendwelche schlauen Leute mal festgelegt und nun soll es das non plus ultra sein. Ich sehe das sowieso anders. Man sieht ja, wie Gesetzmäßigkeiten ausgehebelt werden können. Ist immer eine Auslegungsfrage. Wer weiß, lachen sich mal unsere Nachfahren über uns kaputt, wenn sie aus ihrer Sicht, unsere Entwicklung betrachten. Für mich ist eigentlich wichtiger, wie wir mit Anstand und wenn geht mit einer Perspektive aus diesem Schlamassel rauskommen.

Jaaaa, aber meine Einstellungen und Lebensorientierungen können doch andere sein als deine. Oder unsere sind gleich, aber die von X, Y und Z sind anders. Ich bin an einer Gesellschaftsform orientiert, in die jeder sich einbringt, andere propagieren eben andere Orientierungen. Oder aber: ich bin hetero-, Wowereit homosexuell.
Aber jeder kann sich nur soweit einbringen, wie es die Gesellschaft, der Staat, die Politik zuläßt.

Deine Wünsche und Ziele sind sicherlich identisch mit den Wünschen und Zielen vieler Menschen. Aber viele Menschen sind immer noch nicht alle, um dies zu erreichen.

Das Denken und Wissen der Menschen ist vielleicht auch auf Grund, der mit vergangenen Jahrhunderten und Systemen, nicht mit heute vergleichbaren Entwicklung, zu komplex geworden. Vielleicht ist diese Erfahrung, die wir bald machen werden, heilsam, um wieder eine gewisse Bodenständigkeit zu bekommen. Die Ziele müssen für jeden verständlich sein. Dann wird eine große Masse mitgehen können. Es kann nur nicht jeder seine eigene Orientierung oder Einstellung leben, da bestimmte Dinge eine funktionierende Gesellschaft voraussetzen.
Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit. Habe ich mal in der Schule gelernt.
 

Arania

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#61
Kann hier niemand Guggle bemühen wenn man etwas wissen will? Missi ist doch dafür bekannt das er mit den Krücken-Sprüchen erstmal überhaupt einen Namen bekam
 
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#62
Weißt Du, es geht doch auch nicht um Begriffsdefinitionen. Die haben irgendwelche schlauen Leute mal festgelegt und nun soll es das non plus ultra sein. Ich sehe das sowieso anders. Man sieht ja, wie Gesetzmäßigkeiten ausgehebelt werden können. Ist immer eine Auslegungsfrage. Wer weiß, lachen sich mal unsere Nachfahren über uns kaputt, wenn sie aus ihrer Sicht, unsere Entwicklung betrachten. Für mich ist eigentlich wichtiger, wie wir mit Anstand und wenn geht mit einer Perspektive aus diesem Schlamassel rauskommen.


Aber jeder kann sich nur soweit einbringen, wie es die Gesellschaft, der Staat, die Politik zuläßt.

Deine Wünsche und Ziele sind sicherlich identisch mit den Wünschen und Zielen vieler Menschen. Aber viele Menschen sind immer noch nicht alle, um dies zu erreichen.

Das Denken und Wissen der Menschen ist vielleicht auch auf Grund, der mit vergangenen Jahrhunderten und Systemen, nicht mit heute vergleichbaren Entwicklung, zu komplex geworden. Vielleicht ist diese Erfahrung, die wir bald machen werden, heilsam, um wieder eine gewisse Bodenständigkeit zu bekommen. Die Ziele müssen für jeden verständlich sein. Dann wird eine große Masse mitgehen können. Es kann nur nicht jeder seine eigene Orientierung oder Einstellung leben, da bestimmte Dinge eine funktionierende Gesellschaft voraussetzen.
Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit. Habe ich mal in der Schule gelernt.
Ich habe mich bereits in vier Vereine eingebracht, als ich vollständig von Hartz IV abhängig war. Da hat mich niemand nach meinem Status betrachtet, sondern nach meinem Engagement. Insofern funktioniert die GEsellschaft noch einigermaßen, nur wird es zuwenig genutzt.

Natürlich gibt es Definitionen, die mehr oder weniger bekannt sind, doch identifiziert sich doch - ganz milieu-unabhängig - jeder Mensch mit denen, die ihm ähnlich sind. Wo soll die Milieu-Gleichheit zwischen der Grundsicherungsrentnerin, die ohne Versicherungsschutz 30 Jahre Heimarbeit geleistet hat, und dem Schulabbrecher, der alles und alle Scheiße findet, denn herkommen? Das ist doch die völlig unideologische Frage.
 
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#65
Nö, Milieustudien und Mißfelder gehören wirklich nicht Letzterem allein. Dann würde er ja schon wieder überbewertet ;)
 
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#66
Ich bin jedenfalls sehr der Meinung, dass es jetzt vor allem darum gehen muss, Schwarz-Gelb bei den nächsten Wahlen zu verhindern. Denn wenn das käme, dann ist gar nicht auszudenken, was so alles aus den Schubladen flattert.
Hast Du da schon Vorstellungen?
 
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#67
Ich habe eine Idee. Wir wählen Schwarz, dann ersparen wir uns Gelb. Denn schlimmer geht's nimmer!
 
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#72
Die Antwort auch, denn schlimmer als Gelb geht nicht. Da wäre Schwarz allein eine wahre Gnade.
weder Schwarz noch Rot (in welcher Schattierung auch immer) oder Gelb bzw. Grün würden Deutschland weiter bringen.

Die Frage an Sun bleibt, denn um "Schwarz-Gelb" zu verhindern, muss man die Bürger zum wählen bewegen.
 
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#76
Ich habe das auch durchaus ernst gemeint. Wenn ich Schwarz wählen müsste, um Gelb rauszuhalten, würde ich die düster-schwarze Einfarbigkeit bevorzugen.
 
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#79
Kennt ihr meine Farben?
Die sind Schwarz und Weiß!
Und das soll bedeuten,
dass ich auf Gelbe ... ähm ... huste.
 
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#81
Es heißt ja auch: ****** :cool:

Die Sterne hab ich selbst getippt, um der Zensur vorzubeugen.
 
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#84
Ja? Und WIE?
Und zu welcher Partei soll ich ihnen raten?
Mit welchen Argumenten?

LG
Eben, das ist die Frage, denn wirkliche Alternativen gibt es bei den jetzigen Parteien im BT nicht, vielleicht eine der Kleineren oder mal eine gute Analyse der Wahlprogramme usw.

"Raten" kann bzw. sollte man nicht.

Oder vielleicht eine Tabelle der Parteien erstellen, mit den ganzen Sprüchen der Parteipolitiker, die in den letzten vier Jahren kamen.

Irgendwie sollte man mal etwas Aktiv werden, bevor alles "den Bach runter geht".
 
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#85
Ich habe das auch durchaus ernst gemeint. Wenn ich Schwarz wählen müsste, um Gelb rauszuhalten, würde ich die düster-schwarze Einfarbigkeit bevorzugen.
Ich meinte mein "Farbenspiel" ebenso ernst.
Weil ich der Meinung bin, dass die Kombination Westerwelle und Merkel in vielen Bereichen mit Sicherheit eine Neuauflage des 1000jährigen Reiches wird. Aber ob ich deswegen Merkelschen "Alleingang in Schwarz" bevorzuge....ich weiß nicht. Verlockend klingt beides nicht.

LG
 
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#86
Eben, das ist die Frage, denn wirkliche Alternativen
gibt es bei den jetzigen Parteien im BT nicht, vielleicht eine der Kleineren oder mal eine gute Analyse der Wahlprogramme usw.

"Raten" kann bzw. sollte man nicht.

Oder vielleicht eine Tabelle der Parteien erstellen, mit den ganzen Sprüchen der Parteipolitiker, die in den letzten vier Jahren kamen.

Irgendwie sollte man mal etwas Aktiv werden, bevor alles "den Bach runter geht".

Wie soll man denn aktiv werden, bei dieser kuriosen Parteienlandschaft? Es wäre doch wohl ein Akt der puren Verblödung, irgendeine Splitterpartei zu wählen, wie die Violetten (wenn man nicht an Geister glaubt) oder die Rosaroten (wenn man nicht schwul ist) ...
 

destina

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#87
Mal im ernst, sollte es tatsächlich noch zu dieser Wahl kommen (was ich nicht glaube), wäre es illussorisch, dass durch eben diese eine Veränderung möglich wäre. wenn.... wenn die Bevölkerung einheitlich und konsequent anders wählen würde. Denn Schwarz müßte ja weg unter ferner liefen. Und was wäre dann eine Alternative?

Rot-Rot-Grün?
Rot-Rot-gelb?
Ampel?
 
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#88
Ich meinte mein "Farbenspiel" ebenso ernst.
Weil ich der Meinung bin, dass die Kombination Westerwelle und Merkel in vielen Bereichen mit Sicherheit eine Neuauflage des 1000jährigen Reiches wird. Aber ob ich deswegen Merkelschen "Alleingang in Schwarz" bevorzuge....ich weiß nicht. Verlockend klingt beides nicht.

LG
Merkel-Westerwelle sehe ich zumindest als absolute Katastrophe an, da muss ich nicht mal an "Adi und Angelika" denken.
 
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#89
Mal im ernst, sollte es tatsächlich noch zu dieser Wahl kommen (was ich nicht glaube), wäre es illusorisch, dass durch eben diese eine Veränderung möglich wäre. wenn.... wenn die Bevölkerung einheitlich und konsequent anders wählen würde. Denn Schwarz müßte ja weg unter ferner liefen. Und was wäre dann eine Alternative?

Rot-Rot-Grün?
Rot-Rot-gelb?
Ampel?
Was sollte denn geschehen, dass es NICHT zu dieser Wahl kommt?
 
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#92
Also, wenn wir hier ernsthaft reden wollen, was es für Alternativen gibt, dann sage ich mal: Herzlich wenig.
 
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#94
ich stimme dir ja zu, doch du willst doch nicht allen Ernstes raten cDU zu wählen, um zu verhindern dass Guido sich mit Angela ins Brautbett legt......

LG
In allerletzter, wirklich allerletzter, Konsequenz: Ja. Denn die FDP ist die letzte Partei der Welt, die uns in neue Abenteuer der besonderen "freiheitlichen" und finanzwirtschaftlichen Art stürzen würde. Je stärker die Gelben, je schlimmer sind die Armen dran. Die müssen auf jeden Fall, um jeden Preis, von der Regierung fern gehalten werden.
 
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#95
In allerletzter, wirklich allerletzter, Konsequenz: Ja. Denn die FDP ist die letzte Partei der Welt, die uns in neue Abenteuer der besonderen "freiheitlichen" und finanzwirtschaftlichen Art stürzen würde. Je stärker die Gelben, je schlimmer sind die Armen dran. Die müssen auf jeden Fall, um jeden Preis, von der Regierung fern gehalten werden.
mit Blabla und jammern wird man garnichts verhindern können, denn eine große Zahl hält die FDP anscheinend doch für weitaus "Glaubwürdiger" als andere Parteien.

Wie soll man das verhindern?
 
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#96
Also, Sancho, wenn ich nur Blabla und Jammerei liefere, rede doch mit jemand anderem. Persönlich könnte ich als Selbständiger von den Gelben sogar profitieren. Sorry für meine Dummheit, an andere zu denken.
 
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#97
Also, Sancho, wenn ich nur Blabla und Jammerei liefere, rede doch mit jemand anderem. Persönlich könnte ich als Selbständiger von den Gelben sogar profitieren. Sorry für meine Dummheit, an andere zu denken.

das Gleiche, was Du über die Schwarzen geschrieben hast, kann man auch für die Roten oder Grünen nehmen. Wieso sollte ich also Schwarz wählen, um Gelb zu verhindern?

Wenn man alleine über die Aussagen mancher "Schwarzen" nachdenkt, dann wäre Schwarz alleine schon schlimm, die dann auch noch zur Wahl zu empfehlen ist also schon mal Unsinn.
Nur weil sich jetzt einige über diesen Mißfelder "aufgeregt" haben, sind sie noch lange nicht besser als die anderen Parteien und schon garnicht "eine bessere Alternative". Erst recht nicht "die" Alternative. Sowas dann zu schreiben nenne ich dann "Verdummung".
 

destina

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#98
Was sollte denn geschehen, dass es NICHT zu dieser Wahl kommt?
Rücktritt, Sturz, ......


In den Letzten Wochen ist soviel passiert, wie in 10 Jahren nicht mehr. Deshalb ist eine Vorhersage schwierig. Wie Island oder Lettland gezeigt hat, kann es schneller gehen, als man denkt.
 
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#99
Um Schwarz-Gelb zu verhindern, darf man nicht Rot-Grün-Rot wählen, weil die nicht mal gemeinsam auf 45 Prozent kommen werden. Um Gelb rauszuhalten muss ich also die stärkste Gruppierung wählen, in der Vermutung, sie knackt die 50 Prozent. Wählen viele Leute ...

... SPD, kommt diese auf 27 %
... Grüne, kommt diese auf 10 %
... Linke, kommt diese auf 8 %

Das wären 45 %. Die CDU benötigt zur Alleinregierung 50,01 %, ergo muss die FDP völlig rausbleiben. Das geschieht aber nur, wenn Menschen sich zum konservativen Lager schlagen und Schwarz wählen und Gelb, Rot, Grün und Ultrarot verschmähen.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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