Ungerechte Kürzung und unverschämter Berater

Kilala

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Hallo zusammen,

ich war leider so blöd und hab mich freiwillig für einen Termin gemeldet, weil ich endlich ne arbeit will und auf Hilfe hoffte. Bisher fand erst ein Termin mit einer Besprechung statt am Anfang des Jahres. Ich habe eine Gehbehinderung und bei diesem Termin sagte mir der Berater, dass ich zu einem Arzt meines Vertrauen gehen sollte und dieser eine Bescheinigung ausstellen sollte in wiefern ich arbeitsfährig bin. Seidem kam nichts mehr und nun habe ich von mir aus einen Termin gemacht. Jetzt habe ich einen neuen Berater bekommen und dieser meinte ich hätte zu einem Amtsarzt gemusst! Ich wäre meiner Auflage von anfang des Jahres nicht nachgekommen und erhalte 3 Monate lang eine Kürzung von 30%.

Arzt des Vertrauen = Amtsarzt???

Ich war auch eine weile im Krankenhaus, aber die der Umgang dort mit mir war unter aller sau. Deshalb habe ich die Behandlung abgebrochen. Der neue Berater meinte nun, dass er als erstes von mir zu hören bekam, dass ich flluchtartig das Krankenhaus verlassen hätte und er hätte gleich gewusst mit was für einem er es zu tun hätte. So abfällig und abwertend und voller Vorurteile er mit mir am reden war wirkt es so, als will er mir einen reinwürgen... Ich soll nun bis mitte November einen Behindertenausweis vorlegen und komme dann in ein unbezahltes Praktium und dann würde mal weiter gesehn. Wenn ich keinen Ausweis vorlege und wie ein Gesunder behandelt werden will muss ich 5 Bewerbungen pro Woche machen und Maßnahmen nebenher. Mit der Bescheinigung vom normalen Arzt könne er nichts tun.

Bewebrungskosten gäbs einen anteil erstattet von 5 Euro. Wären 100 Euro im Monat. Aber da gabs auch irgend eine Begrenzung? Wäre ja sehr unverhältnismäßig.

Habt ihr irgendwelche Tipps wie ich vorgehen könnte? Da meldet man sich freiwillig weil man was tun will und bekommt von nem neuen nur Schickanen entgegen -.-
 

gelibeh

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Was für ein Berater? Vom Jobcenter? Was hast Du an schriftlichen Sachen? Es kann nur etwas sanktioniert werden, was man Dir schriftlich auferlegt hat. Mündliches zählt nicht.
Jetzt habe ich einen neuen Berater bekommen und dieser meinte ich hätte zu einem Amtsarzt gemusst!
Dann sollen die Dich da hin schicken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man da alleine hin kann.
 

jockel

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Hallo zusammen,

ich war leider so blöd und hab mich freiwillig für einen Termin gemeldet, weil ich endlich ne arbeit will und auf Hilfe hoffte. Bisher fand erst ein Termin mit einer Besprechung statt am Anfang des Jahres. Ich habe eine Gehbehinderung und bei diesem Termin sagte mir der Berater, dass ich zu einem Arzt meines Vertrauen gehen sollte und dieser eine Bescheinigung ausstellen sollte in wiefern ich arbeitsfährig bin. Seidem kam nichts mehr und nun habe ich von mir aus einen Termin gemacht. Jetzt habe ich einen neuen Berater bekommen und dieser meinte ich hätte zu einem Amtsarzt gemusst! Ich wäre meiner Auflage von anfang des Jahres nicht nachgekommen und erhalte 3 Monate lang eine Kürzung von 30%.

Arzt des Vertrauen = Amtsarzt???

Ich war auch eine weile im Krankenhaus, aber die der Umgang dort mit mir war unter aller sau. Deshalb habe ich die Behandlung abgebrochen. Der neue Berater meinte nun, dass er als erstes von mir zu hören bekam, dass ich flluchtartig das Krankenhaus verlassen hätte und er hätte gleich gewusst mit was für einem er es zu tun hätte. So abfällig und abwertend und voller Vorurteile er mit mir am reden war wirkt es so, als will er mir einen reinwürgen... Ich soll nun bis mitte November einen Behindertenausweis vorlegen und komme dann in ein unbezahltes Praktium und dann würde mal weiter gesehn. Wenn ich keinen Ausweis vorlege und wie ein Gesunder behandelt werden will muss ich 5 Bewerbungen pro Woche machen und Maßnahmen nebenher. Mit der Bescheinigung vom normalen Arzt könne er nichts tun.

Habt ihr irgendwelche Tipps wie ich vorgehen könnte? Da meldet man sich freiwillig weil man was tun will und bekommt von nem neuen nur Schickanen entgegen -.-
1 Bewerbung je Kalenderwoche ist zumutbar und kein Stück mehr - leitet sich von Deinem amtlich verfügbarem Jahresbudget der Bewerbungskostenerstattung als jobsuchender Arbeitsloser ab - geteilt durch die erstatteten Kostenpauschalen je Bewerbung

Als Faustregel überschlagsmäßig:

Es war mal vor Hartz IV 260 Euro/Jahr und Arbeitsloser. Der Erstattungssatz pro Bewerbung lag mal bei 5 Euro

260 Euro/Person, Jahr : 5 Euro/Bewerbung = 52 Bewerbungen/ Jahr maximal : 52 Kalenderwochen/Jahr = 1 Bewerbung/Kalenderwoche maximal!!!!

Und diese Auflage ist noch abhängig vom tatsächlichen Jobangebot im Tagespendelbereich von 2 1/2 Std. um den Wohnort zu machen. Wenn der Wohnort ein ländlicher Raum ist und man nicht motorisiert ist oder eine schlechte ÖPNV-Anbindung hat, dann sind die Erfolgsaussichten erheblich bescheidener als in Wohnorten mitten in Ballungsgebieten mit vollgestopften Gewerbegebieten.

Vermittlungshemmnisse können auch das eigene Alter, familiäre Verpflichtungen und andere Bedingungen im Umfeld sein. das alles muß ein Fallmanager mit im Blick haben, wenn er reale Auflagen erteilen will.
 

gelibeh

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Erst einmal abwarten, was für ein Berater das war und was da für Schriftstücke existieren.
 

viona14

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Hallo Kilala,

hast Du etwas schriftliches (EGV od. Brief)von Deinem letzten SB worin enthalten ist,dass Du dich bei einem Arzt vorzustellen hast um Deine Arbeitsfähigkeit fest stellen zu lassen?


Wenn nein kann nicht einfach, so mal nebenbei, sanktioniert werden.


Kam ein Anhörungsschreiben?


So viel ich weiß bist Du nicht verpflichtet eine derartige Bescheinigung zu beschaffen.Normal ist der Wertegang so,dass das JC Dich zu einem Amtsarzt zitiert und dieser Deine Arbeitsfähigkeit feststellt.


Lies Dich auch mal hier speziell zu diesem Thema durch und es kommt bestimmt noch mehr Hilfe.
 

Kilala

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Der erste Termin war ein normales Einführungsgespräch bei einem Sachbearbeiter. Eine Anhörung gab es nie. Damals hieß es ich solle zu einem Arzt meines Vertrauens gehen und wenn das jobcenter es für nötig hält würden sie mich noch einmal zu einem Amtsarzt schicken. Nachdem ich von meinem Arzt das abgegeben hatte, hat sich aber nie mehr jemand gemeldet. Jetzt der neue Sachbearbeiter meinte, dass er im Computer stehn hat, dass ich zu einem Amtsarzt gemusst hätte und er mit der Bescheinigung vom normalen Arzt nix tun kann. Die Aufforderung am Anfang war halt müdlich... ich muss nachher nochmal die EGV raussuchen ob die da dann was anderes geschrieben als gesagt haben. Also gegen müdliche aussagen und evtl. eintragungsfehler in der Computerdatenbank des vorherigen Sachbearbeiters könnte nichts getan werden? Nur wenn ich eine Aufforderung schriftlich habe? Ist die Frage wie ich nachweisen kann, dass ich nie eine schriftliche Aufforderung bekommen habe dann :(
 

viona14

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Anhörung meine ich nicht ...ich meine Anhörungsschreiben worin Dir mitgeteilt wird,dass eine Sanktion ,aus dem und dem Grund,von 30% ansteht und Du eine Begründung liefern musst über das ausbleiben der Einschätzung Deines Arztes.


Ja EGV wäre gut.





Was ich hier so gelesen habe ist das JC in der Beweispflicht. Das JC muss beweisen,dass Du ein Schreiben von Ihnen bekommen hast.
Bin mir da aber nicht so sicher.
 

gelibeh

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Ist die Frage wie ich nachweisen kann, dass ich nie eine schriftliche Aufforderung bekommen habe dann :(
Du musst nichts nachweisen, denn die müssen nachweisen, dass Du was bekommen hast. Und wie schon gesagt, nur Schriftliches zählt. Was ein SB Dir sagt kann er nicht beweisen. Und deshalb können die auch nicht sanktionieren. Außerdem könnten die nur mit 10% sanktionieren, wenn Du nicht zu einem Amtsarzttermin hingehst. Und medizinische Sachen haben in einer EGV nichts zu suchen. Also auch kein Grund für eine Sanktion. Hast Du denn einen Sanktionsbescheid oder hat der SB nur rumgelabert?
Tu Dir einen Gefallen und geh nächstes Mal mit einem Beistand nach §13 SGBX hin. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben.
 

Kilala

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Also in der EGV steht was von Amtsarzt, dann Attest von Hausarzt mit Diagnose und diverse Sachen die ich vom Krankenhaus nachweisen sollte wie zB belastungs EKG. Also bin ich scheinbar doch diversen Auflagen nicht nachgekommen, da müdlich ganz anders geredet wurde und ich mir das gemerkt habe. Es gibt nur den Attest ohne Diagnose. Die konnte nämlich bisher nicht gestellt werden und die anderen Dinge wurden auch nicht gemacht.

Anhörungsschreiben oder ähnliches ist bisher nicht gekommen. Es steht nur vom SB die Aussage über die Kürzung bisher.

Außerdem könnten die nur mit 10% sanktionieren, wenn Du nicht zu einem Amtsarzttermin hingehst. Und medizinische Sachen haben in einer EGV nichts zu suchen. Also auch kein Grund für eine Sanktion.
Dann warte ich am besten mal ein paar Tage noch ab ob ein Brief kommt. Wenn ja müsste ich dann bei einem Widerspruch ansetzen, dass so etwas nichts zu suchen hat in der EGV bzw die Höhe der Kürzung unangemesse ist, wenn ich das jetzt richtig verstehe. Am besten melde ich mich dann noch mal falls was kommt. Und in Zukunft nehme ich immer eine Bekannte als Zeugin dann mit :)

Vielen vielen Dank für euren Beistand hier! Ihr seid super :icon_party:
 
E

ExitUser

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Hallo,

diese ganzen Forderungen haben in der EGV nix zu suchen.
Und zum ärztlichen Dienst steht folgendes auf arbeitsagentur.de:

Der Ärztliche Dienst ist ein eigener interner Fachdienst der Bundesagentur für Arbeit. Dieser Fachdienst hat die Aufgabe, die gesundheitlichen Einschränkungen von Arbeitsuchenden festzustellen und die Auswirkungen der festgestellten Gesundheitsstörungen auf die Leistungsfähigkeit und/oder die Eignung für bestimmte Berufe zu beurteilen (= ärztliche Begutachtung).
Der Ärztliche Dienst wird nur nach Beauftragung tätig. Zuständig für die Beauftragung ist immer die jeweils für Sie zuständige Fachkraft.

Du hättest da selbst gar nicht tätig werden können. Der feine SB wird versäumt haben, Dich dort anzumelden.

LG
 
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