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ungekündigt, aber dennoch Zwang zur Arbeitsvermittlung?

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anjamueller

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#1
Hallo,
ich bin neu hier und habe ganz viele Fragen.

Vorgeschichte:
Ich bin seit einiger Zeit krank geschrieben.
Krankengeld bekomme ich nicht mehr, seit letztem Sommer Geld von der Arbeitsagentur. Das endet glaube ich nach einem Jahr, dann kommt Hartzt 4, oder?
Harzt 4 würde ich aber wohl nicht bekommen, weil mein Mann gut verdient.

Nun bekam ich eine Einlaudung zur medizin, Untersuchung. Um meine verfügbarkeit zur Arbeitsvermittlung zu überprüfen. (NICHT für Rehamassnahmen)

Ich habe natürlich keine grosse Lust auf eine solche Untersuchung, weiss nicht was mich da erwartet.
Ich schrieb daher folgenede Mail ans Amt:

Sehr geehrte Frau xxx,

Ich habe soeben Ihre Einladung zur ärztlichen Untersuchung am xxx erhalten, wo es um meine Verfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung geht.
Ich bin zur zeit krankgeschrieben, ich kann Ihnen gerne per Fax die aktuelle Krankmeldung durchfaxen.
Desweiteren befinde ich mich in ungekündigter Stellung und sobald ich wieder gesund bin, werde ich weiter bei meinem alten Arbeitgeber arbeiten.
Daher wollte ich höflich nachfragen, ob denn somit diese Einladung auch für mich gilt, weil ich ja gar nicht auf Arbeitssuche bin, sondern nur krankgeschrieben?

Mit freundlichen Grüssen
dann kam das hier an mich zurück:

Sehr geehrte Frau Mueller,

Sie haben mitgeteilt, daß Sie den anstehenden Arzttermin am xxx.07 nicht wahrnehmen wollen. Ich weise deshalb ausdrücklich darauf hin, daß Sie zu einer Mitarbeit mit der Agentur für Arbeit verpflichtet sind. Die Tatsache, daß Sie krankgeschrieben sind entbindet Sie nicht von dieser Verpflichtung.

Mit freundlichen Grüßen
ich weiss nun gar nicht mehr, was ich tun soll.
Könnt Ihr mir helfen?
Ich habe auch Angst, dass die meinen, ich kann vielleicht noch 1 Std am Tag Strassenfegen oder so und mich zu sowas zwingen können.
 

anjamueller

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#3
ich habe hier in diesem forum nun das hier gefunden:
http://www.elo-forum.org/ist-bei-amtsaerztliche-untersuchungen-zu-tun-t8392.html
Gegen eine Aufforderung zur Untersuchung kann man nicht widersprechen. Jedoch kann man die Behörde auffordern:
  • warum ist die Untersuchung notwenig
  • was soll festgestellt werden
  • welche Untersuchungen sollen vorgenommen werden.
Soll ich das machen?
Witzigerweise wurde das hier auch nicht gemacht, meine Ärtze wurden nie befragt, obwohl dem Amt deren Daten seit 6 Monaten vorliegen:

Stellungnahmen der behandelnden Ärzte haben Vorrang

Eine Untersuchung ist nicht erforderlich, wenn die Behörde die nötigen Kenntnisse „durch einen geringeren Aufwand beschaffen kann (§ 65 Abs. 1 SGB X) Nur wenn berechtigte und nachvollziehbare Zweifel bestehen, soll ein Amtsarzt eingeschaltet werden. Gilt auch für Atteste über die Arbeitsunfähigkeit bei Arbeitsgelegenheiten oder Maßnahmen (OVG NW 02.03.1988, FEVS 38, 466)
 

gerda52

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#4
Hallo anja und willkommen im Forum

Nun bekam ich eine Einlaudung zur medizin, Untersuchung. Um meine verfügbarkeit zur Arbeitsvermittlung zu überprüfen. (NICHT für Rehamassnahmen)
Der markierte Satz ist für Dich wohl irreführend. Nimm ihn nicht zu wörtlich bzw. persönlich. Es wird die gängige Standardformulierung sein.

ich weiss nun gar nicht mehr, was ich tun soll.
Könnt Ihr mir helfen?

Ich denke, Du wirst den Termin wahrnehmen müssen.

Ich habe auch Angst, dass die meinen, ich kann vielleicht noch 1 Std am Tag Strassenfegen oder so und mich zu sowas zwingen können.

Das kann ich mir absolut jetzt nicht vorstellen. Mach Dir da keine Gedanken.

Bei der Untersuchung wird erstmal Dein gesundheitlicher Gesamtzustand gecheckt. Evtl. wird man Dir hinterher (Arbeitsagentur SB)empfehlen, EU-Rente zu beantragen.

Kostenträger schieben gerne die Verantwortlichkeiten an andere weiter.

Mein Rat: Bleib gelassen.
 

gerda52

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#5
RE: Soll ich das machen?

Warum nicht, es ist Dein gutes Recht.
 

anjamueller

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#6
Liebe Gerda,

vielen Dank für die Antwort.

Was für Untersuchungen muss ich mir denn da gefallen lassen?
Ich leide an Depressionen aufgrund eines Schockerlebnisses.
Jedesmal, wenn ich darüber fremden Menschen etwas erzählen soll, wühlt es mich auf und ich muss alles geistig noch mal durchmachen, was mich gesundheitlich wieder zurückwirft.
Mir wäre es wirklich am liebsten, wenn ich gar nichts sagen müsste, und sie sich die Unterlagen meiner Ärzte kommen lassen.
Ich stehe diese ganzen Fragen einfach nicht durch, habe schon genug mit Ärzten erlebt, die taktlos und unsensibel mich verhören.
Ich bin in guter Behandlung, aber es dauert eben seine Zeit.
Ich weiss auch nicht, wie ich mich da geben soll.
Am Ende denkt der Amtsarzt, ich bin ja gar nicht krank und kann arbeiten, trotz der Depressionen, alles halb so wild, oder er denkt, es ist hoffnungslos und ich soll in eine psychiatrische Anstalt wegen Suizidgefahr oder damit mir "richtig" geholfen wird, was ich natürlich keinesfalls will.
 

Rounddancer

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#7
Um eine Stunde geht es nicht

...sondern um drei oder mehr Stunden, die Du arbeitsfähig sein mußt, um AlgII beziehen zu können. Andernfalls geben die Dich weiter ans Sozialamt, dann bekommst Du praktisch monetär das selbe, wie bei AlgII,- und vermutlich wird man Dich dazu überzeugen wollen, Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen. Jedenfalls, wenn die Dauer Deiner Krankheit nicht absehbar scheint.
 

gerda52

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#8
...
Was für Untersuchungen muss ich mir denn da gefallen lassen?

Ich kenne das so, dass man taxiert wird. Also, Seh- und Hörtest, Gleichgewichtssinn, Reflexe, Gesamterscheinung, Belastbarkeit.

Alles ähnlich wie eine gründliche Untersuchung beim Hausarzt.

Ein paar beiläufige Fragen usw. (Beurteilung Kommunikation, Sprache, wer weiß ?)

Ich überlege gerade, ob ich vorab ein Formular mit allgemeinen Gesundheitsfragen ausfüllen musste? Ich bin mir da aber nicht ganz sicher.

Ich leide an Depressionen aufgrund eines Schockerlebnisses.
Jedesmal, wenn ich darüber fremden Menschen etwas erzählen soll, wühlt es mich auf und ich muss alles geistig noch mal durchmachen, was mich gesundheitlich wieder zurückwirft.
Mir wäre es wirklich am liebsten, wenn ich gar nichts sagen müsste, und sie sich die Unterlagen meiner Ärzte kommen lassen.
Ich stehe diese ganzen Fragen einfach nicht durch, habe schon genug mit Ärzten erlebt, die taktlos und unsensibel mich verhören.Ich bin in guter Behandlung, aber es dauert eben seine Zeit.
Ich weiß auch nicht, wie ich mich geben soll.

Viel gesprochen oder erzählt wird an und für sich nicht. Und wenn Du über das Erlebnis nicht sprechen willst oder kannst, würde ich das genauso äußern.

Aufgrund der Depression könnten weitergehende Untersuchungen beim Neurologen veranlasst werden.

Am Ende denkt der Amtsarzt, ich bin ja gar nicht krank und kann arbeiten, trotz der Depressionen, alles halb so wild, oder er denkt, es ist hoffnungslos und ich soll in eine psychiatrische Anstalt wegen Suizidgefahr oder damit mir "richtig" geholfen wird, was ich natürlich keinesfalls will.

Vor evtl. Rückschlüssen solltest Du keine Angst haben. Dein bisheriger Arzt wäre kein guter Arzt, wenn er diese Gesichtspunkte nicht selbst schon berücksichtigt hätte.

Auch in eine psychiatrische Anstalt kann Dich niemand bugsieren. Davor ist immer noch Dein Einverständnis erforderlich.
 

anjamueller

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#9
Hallo Gerda,

meinst du, so was wie Sehtest usw machen die bei mir auch? Ist doch völlig unsinnig.

Vor allem, sie haben ja NIE von meinen Ärzten irgendwelche Berichte angefordert, es ist rein gar nichts passiert.Beim Neurologen war ich doch auch schon längst.
Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust, jeztzt die ganzen Ärzte abzuklappern (ausserdem ist jetzt eh ferienzeit, Termine so schnell bekommt man ja eh nicht), weil die zu faul waren,die Ärzte direkt anzuschreiben.

@ Heinz
sondern um drei oder mehr Stunden, die Du arbeitsfähig sein mußt, um AlgII beziehen zu können. Andernfalls geben die Dich weiter ans Sozialamt, dann bekommst Du praktisch monetär das selbe, wie bei AlgII,- und vermutlich wird man Dich dazu überzeugen wollen, Erwerbsunfähigkeitsrente zu beantragen. Jedenfalls, wenn die Dauer Deiner Krankheit nicht absehbar scheint.
Was ist denn ALgII?
Ich weiss nicht, wie das heist, was ich jezt bekomme. Es ist das, was man nach dem Krankengeld bekommt für ein Jahr, was bald abläuft. Vom Sozialamt würde ich nichts bekommen, ebensowenig wie Hartz 4, weil ich ja verheiratet bin.

Ich weiss nur, in meinem alten Beruf kann ich momentan nicht arbeiten, auch keine 3 Stunden am Tag, und aufgrund starker Konzentrationsstörungen auch wohl nichts anderes (will ich auch gar nicht, was denn auch, Spargelstechen?)
Ich will aber auch keine Rente beantragen, das wäre ja das komplette berufliche Aus für mich. Ich will ja schon irgendwann wieder zu meinem Arbeitgeber zurück.
 

gerda52

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#10
Hallo anja

...

Hallo Gerda,

meinst du, so was wie Sehtest usw machen die bei mir auch? Ist doch völlig unsinnig.

Bezogen auf Deine Krankheit ja, aber auf allgemeine Arbeitsfähigkeit nicht.
Bei der Beurteilung werden alle evtl. Einschränkungen erfasst.

Vor allem, sie haben ja NIE von meinen Ärzten irgendwelche Berichte angefordert, es ist rein gar nichts passiert.Beim Neurologen war ich doch auch schon längst.

Das wird dann nachgeholt.

Ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust, jeztzt die ganzen Ärzte abzuklappern (ausserdem ist jetzt eh ferienzeit, Termine so schnell bekommt man ja eh nicht), weil die zu faul waren,die Ärzte direkt anzuschreiben.

Daher kannst Du den in Deinem 3. Beitrag aufgeworfenen Weg ja erstmal einschlagen.

(Eine Bitte noch dazu: Gebe die erhaltenen Antworten hier zum Austausch bekannt.)
Ich weiss nicht, wie das heist, was ich jezt bekomme. Es ist das, was man nach dem Krankengeld bekommt für ein Jahr, was bald abläuft.
Du bekommst zur Zeit beitragsfinanziertes ALG I. Das baldige Auslaufen des Bezuges wird der Anlass für die jetzige Aufforderung (Thema) sein.
 

anjamueller

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#11
So langsam wird es mir klarer.
Vielen Dank!
Also jetzt bekomme ich ALG 1, wenn es ausläuft, ALG II oder auch Neudeutsch Harzt4, ist das richtig?
Das würde ich aber gar nicht bekommen wegen meines Ehemannes, richtig?
Also erübrigt sich dann ja eigentlich auch die Untersuchung, da ich ja, wenn ALG 1 ausläuft, ich sowieso keine staatl. Leistungen mehr erhalten würde.
Also wozu all der Aufwand, es vergeudet nur Steuergelder.

Ich denke, ich werde dem Amt nochmal eine Mail senden, vorher werde ich den Text enstprechend meines 3. Beitrages hier einstellen, damit Ihr ihn begutachten könnt, ok?
 

gerda52

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#12
Hallo anja

Du vergisst dabei, dass Du nach dem Auslaufen von ALG I nicht mehr rentenversichert bist. Die Mitwirkung könnte daher schon Sinn machen, auf das Wie kannst Du natürlich Einfluss nehmen.

Alle weiteren Feststellungen von Dir sind voll korrekt.

Dann leg mal los.
 

anjamueller

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#13
Ehrlich gesagt, interessiert mich die Rentenversicherung nicht. Es geht ja um die Altersrente, oder?
Die wird bei mir sowieso minimal ausfallen. Ich habe privat vorgesorgt, daher muss ich mir zum Glück keine Sorgen um die gesetzliche Altersrente machen. Verhungern werde ich nicht. Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber das ist momentan meine geringste Sorge.

Aber was ist mit der Krankenversicherung?
Wenn ich kein ALG 2 beantrage (weil ich es eh nicht bekommen werde), was passiert mit meiner Krankenversicherung? Wobei mir sowieso nicht klar ist, wer die momentan eigentlich bezahlt.
Aber an sich müsste ich doch dann problemlos gesetzlich bei meinem Mann mitversichert werden, oder?
 

anjamueller

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#14
Noch etwas zur allgemeinen Erheiterung, eben erhalten. Man beachte den äusserst peinlichen Tippfehler in der Absenderkennung:

Sehr geehrte Frau Mueller,

als Kundin der Agentur für Arbeit sind Sie zur Mitarbeit verpflichtet. Deshalb sollten Sie den anvisierten Termin am 29.06.07 wahrnehmen, eine Absage würde sicherlich zu Ihren Ungunsten ausgelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen


Agenutr für Arbeit
Mit was für Leuten hat man da eigentlich zu tun, die nicht mal in der Lage sind, einen professionellen Absender zu erstellen???

Diese Mail kam übrigens als Antwort auf eine, die ich gestern voller Wut geschrieben hatte:

Sehr geehrter Herr xxx,

Mitnichten habe ich mitgeteilt, dass ich den Termin nicht wahrnehmen will.
Wenn Sie so freundlich wären und noch einmal den Text meiner Email, den ich unten noch einmal anfüge, durchlesen, werden sie feststellen, dass Ihre Annahme nicht den Fakten entspricht.
Ich habe vielmehr eine höfliche Frage gestellt, nichts weiter.

Mit freundlichen Grüssen
 

gerda52

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#15
Diverses

Zunächst: Bei der RV geht es nicht nur um die späteren Bezüge, sondern auch um die Anwartschaftszeiten.

Aber was ist mit der Krankenversicherung?
Wenn ich kein ALG 2 beantrage (weil ich es eh nicht bekommen werde), was passiert mit meiner Krankenversicherung? Wobei mir sowieso nicht klar ist, wer die momentan eigentlich bezahlt.

Als ALG I-Bezieherin bist Du nach wie vor pflichtversichert.

Aber an sich müsste ich doch dann problemlos gesetzlich bei meinem Mann mitversichert werden, oder?

Ja, Du würdest dann familienversichert sein.
Teil 2

Sehr geehrte Frau Mueller,

als Kundin der Agentur für Arbeit sind Sie zur Mitarbeit verpflichtet. Deshalb sollten Sie den anvisierten Termin am 29.06.07 wahrnehmen, eine Absage würde sicherlich zu Ihren Ungunsten ausgelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen


Agenutr für Arbeit
Tippfehler passieren, mir sind meine immer besonders peinlich.

Ich finde den 1. Satz der Mail viel heiterer. Widersinniger lässt sich der Kundenbegriff nicht darstellen.
 

anjamueller

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#16
Sowas ist ja eben kein normaler Tippfehler, es ist die Signatur, die man tagtäglich versendet. Immerhin ist es ja kein Privatmensch, der mir schreibt, er versendet tausende solcher Mails jeden Tag.

Die "Mitarbeit der Kundin" ist auch recht witzig, stimmt.

Nun hierzu:
Als ALG I-Bezieherin bist Du nach wie vor pflichtversichert
Ja, ich weiss. Aber das ALG 1 endet doch eh nach einem Jahr, also schon bald bei mir, oder?

Ich weiss auch gar nicht, wann, wo und wie ich das mit den Krankenkassen machen soll. Also wann ich bei der Kasse meines Mannes sagen soll, dass ich demnächst bei Ihnen als Ehefrau mit versichert sein möchte.
 

gerda52

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#17
Ja, das regelt ihr direkt mit der Krankenkasse. Anruf genügt, die sagen dann schon was gemacht werden muss.
 

anjamueller

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#18
Vielen Dank, werde ich dann mal machen.

Den Entwurf für die Email ans Amt mache ich morgen, ok?
Jetzt ist ja eh Wochenende.

Dir noch einen schönen Abend!
 

anjamueller

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#19
Hier nun mein Entwurf für eine Antwort, kann ich das so absenden?

Sehr geehrter Herr xxx,
Wenn mich meine Krankheit daran hindert, zu arbeiten, bedeutet dass, dass ich nicht immer in der Lage bin, so wie ein gesunder Mensch zu agieren. Wie kann man es zu meinen Ungunsten auslegen, wenn man bettlägerig ist und nicht in der Lage, aufzustehen? Ich habe mir meine Erkrankung nicht willentlich ausgesucht.
Wäre ich gesund, könnte ich auch arbeiten.
Warum enthält Ihre Einladung einen Anhang, dass man aus Krankheitsgründen nicht erscheinen kann, wenn es zu Ungunsten, wie Sie sagen, ausgelegt werden kann?
Ich bitte daher um Auskunft,
warum die Untersuchung notwenig ist, was festgestellt werden soll und
welche Untersuchungen vorgenommen werden sollen.
Desweiteren frage ich mich, warum bislang nicht einer meiner Ärzte kontaktiert wurde.
Ihrer Institurion liegen seit letztem Jahr die Anschriften sowie Entbindungserklärungen von 3 meiner behandelnden Ärzte vor, es ist mir unverständlich, warum nicht einer der angegeben bislang kontaktiert wurde.
Meines Wissens nach ist eine Untersuchung wohl nicht erforderlich, wenn die Behörde die nötigen Kenntnisse „durch einen geringeren Aufwand beschaffen kann nach § 65 Abs. 1 SGB.
Ein geringerer Aufwand wäre sicherlich, zuerst meine behandelnden Ärzte zu kontaktieren.
Warum ist dies nicht erfolgt?
Mit freundlichen Grüssen
 

gerda52

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#20
Den ersten Abschnitt würde ich im Vorfeld weglassen. Beginne einfach mit der Anfrage mit Bezugnahme auf den Termin bei ..... am ......

Ich bitte vorab* um Auskunft, ....

Wenn Du voraussichtlich wg. 'Bettlägerigkeit' den Termin nicht wahrnehmen kannst, erbitte einen späteren Alternativtermin.

Für die Beantwortung evtl. noch eine Frist setzen.
 

anjamueller

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#21
Guten Morgen Gerda,

So besser?:

Sehr geehrter Herr xxx,

Bezüglich des Termines am xxxx
bitte ich vorab höflich um Auskunft,
warum die Untersuchung notwenig ist, was festgestellt werden soll und
welche Untersuchungen vorgenommen werden sollen.
Desweiteren frage ich mich, warum bislang nicht einer meiner Ärzte kontaktiert wurde.
Ihrer Institurion liegen seit letztem Jahr die Anschriften sowie Entbindungserklärungen von 3 meiner behandelnden Ärzte vor, es ist mir unverständlich, warum nicht einer der angegeben bislang kontaktiert wurde.
Meines Wissens nach ist eine Untersuchung wohl nicht erforderlich, wenn die Behörde die nötigen Kenntnisse „durch einen geringeren Aufwand beschaffen kann nach § 65 Abs. 1 SGB.
Ein geringerer Aufwand wäre sicherlich, zuerst meine behandelnden Ärzte zu kontaktieren.
Warum ist dies nicht erfolgt?

Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen, es wäre schön, wenn Sie mir bis morgen Bescheid geben könnten.

Mit freundlichen Grüssen
 

gerda52

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#25
Schade

Bis jetzt keine Antwort erhalten.
aber halte uns weiter auf dem Laufenden.

Vielleicht war der SB mit lesen von §§§ so beschäftigt, dass er es zeitlich nicht in die Reihe gekriegt hat. Naja, er soll froh sein, dass er Arbeit hat.
 

anjamueller

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#26
Ich finde es ziemlich ungebührig, mir nicht zu antworten. Ich werde es wohl noch mal senden.

Ich werde mir auch nicht die Arbeit machen, zum Termin Unterlagen zu besorgen. Ich werde mitbringen, was ich hier habe und was nicht so aktuell ist, aber ich sehe es nicht ein, nun den Ärzten Stress zu machen. Soll das Amt doch selber sehen, wie sie an Unterlagen kommen. So schnell bekommt man ja eh keinen Termin bei den Ärzten, schon gar nicht jetzt in der Ferienzeit.
 

anjamueller

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#27
Immer noch keine Antwort. Ich finde das unerhört, mit welcher Respektlosigkeit ich dort behandelt werde.
Soll ich da anrufen und Dampf machen?
 

Seebarsch

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#28
Was soll das?

Hallo liebe anjamueller,
aus Ihren zahlreichen Beiträgen habe ich herausgelesen, dass sie letztes Jahr aus dem Krankengeldbezug ausgeschieiden sind, weil die Dauer des Krankengeldbezuges durch Erschöpfen des Anspruchs (72 Wochen) beendet wurde.
Mithin wurden Ihnen Leistungen= Alg unter den Voraussetzungen des § 125 SGB III http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/__125.html
gezahlt und hier erst einmal, trotz Krankheit, Verfügbarkeit auf dem Arbeitsmarkt unterstellt.
Die jetzt eingeleitete ärztliche Untersuchung ist daher 10 Monate zu spät.
Hier soll einfach festgestellt werden, ob Sie dem Arbeitsmarkt mindestens 15 Stunden wöchentlich zur Verfügung stehen.
Ist das der Fall, werden Sie weiterhin Alg bekommen.
Ist das nicht der Fall, wird man Sie auffordern, einen Antrag auf Reha oder Erwerbsminderungsrente zu stellen und das Alg vorläufig weiterzahlen.

Nichts anderes steckt dahinter!
 

anjamueller

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#29
Hallo Seebarsch,

Ja, so ist es.
Ich habe etwa 1, 5 Jahre lang Krankengeld bekommen.
Das hörte letztes Jahr auf, seitdem bekomme ich meine 300 € im Monat oder so vom Arbeitsamt, trotz ungekündigt.

Das wundert mich ja auch, warum ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen soll, wenn ich ungekündigt bin. Mein Arbeitgeber wird ganz sicher nicht einverstanden sein, wenn mich das Amt in einen anderen Beruf stecken will. Sobald ich gesund bin, hab ich ja meinen alten Job wieder.

Ich habe vorher keine 15 Stunden in der Woche gearbeitet, als ich noch gesund war, jetzt, wo ich krank bin, kann ich erst recht keine 15 Std in der Woche arbeiten. Wenn ich es könnte, wäre ich ja fähig, meinen alten Beruf auszuüben.

Das ALG wird doch so oder so bald enden, weil nach 1 Jahr schluss ist und ich dann die Einkünfte meines Mannes angeben müsste. Das wäre eh zuviel, um weiter berechtigt sein, weitere Zahlungen des Amtes an mich zu erhalten.
Also sind die mich so oder so bald los, weil ich dann eben gar nichts mehr vom Staat bekomme (kann ich auch akzeptieren, das geld sollen eher die bekommen, die es eben wirklich brauchen zum Leben).
Natürlich nehme ich gerne, was mir dem Recht nach zusteht, keine Frage, aber ich frage mich, was mir dafür alles zuzumuten ist.

Ein Antrag auf Reha wurde bereits von der BFA abgeschmettert, da ich auch gar keine Reha will bzw meine Krankheit in einer Reha auch wohl nicht heilbar ist, bzw der Therapieerfolg mehr als unsicher ist.
Manche Krankheiten lassen sich nunmal nicht medizinisch heilen, auch nicht durch die beste Reha und den besten Arzt, da hilft eben nur die Zeit, und das kann dauern....

Erwerbsminderungsrente ...hat mir nie einer richtig erklärt, was das ist, wie das geht, was nötig ist usw.
WEiss ich auch gar nicht, ob ich einen solchen Antrag stellen will oder kann, ich fühle mich nicht als Rentnerin und habe natürlich auch Schiss, dass ich dann eventuell gekündigt werde, wenn das mein Arbeitgeber erfährt, bzw dass das dann das endgültige Aus für mich ist, nach dem Motto: hoffnungslos, wenn die jetzt schon rente beantragt...

Verstehst Du, wie ich es meine?
Denn solange mein Arbeitgeber davon ausgeht, dass ich wieder gesund werde, kündigt er mich nicht, das macht er nur, wenn es so aussieht, als sei ich unheilbar.
 

anjamueller

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#30
Ich war jetzt beim Termin.
Die Ärztin war sehr freundlich. Sie hat wenig gemacht, Lunge, Reflexeklopfen, Bauch abtasten, wiegen.
Auch ihre Fragen waren ok und sensibel formuliert.
Es sind also nicht alles Unmenschen dort.

Ich habe ihr etwas erzählt von der Verwaltungsabenteuern, sie hat nur die Augen verdreht.
Ich glaube, sie weiss auch sehr gut, was da alles schiefläuft.
Sie meinte, sie würde glauben, es wäre gut für mich, wieder in meinem Beruf zu arbeiten und keine Rente zu beantragen.
Im Grunde hatte ich aber den Eindruck, dass sie keinem schaden will und das Beste für die Leute rausholen möchte.
 

anjamueller

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#31
heute kam eine "Einladung" , nächste Woche zu einem Gespräch zu kommen, um über meine berufliche Situation zu sprechen.

Ich würde am liebsten nicht hingehen, das kann man doch alles auch am Telefon besprechen?
Ich suche keine Arbeit, ich bin nur krankgeschrieben und wenn mein Arzt meint, ich bin wieder gesund, werde ich wieder beim alten Arbeitgeber arbeiten.
Also was wollen die von mir?

Können sie mich zwingen, bloss weil die Amtsärztin da nach 10 Minuten meint, Arbeit würde mir guttun, JETZT schon wieder zu arbeiten?

Es ist noch zu früh für mich, ich bin noch nicht wieder gesund genug, um zu arbeiten.

Was ratet Ihr mir?
 
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#32
Hi,

wenn Du nach Aussteuerung immer noch arbeitsunfähig krank bist, wieso bekommst Du dann überhaupt Geld vom Arbeitsamt?

Müssten die Dich nicht an Sozialamt/Grundsicherung weiterleiten für Leistungen?

Es wird doch schon im Antrag nach der Arbeitsfähigkeit gefragt, und wenn man da ein NEIN ankreuzt isses doch erstmal aus mit dem Antrag.

Weil ALG gibts ja nur für prinzipiell arbeitsfähige Personen, also bei Krankheit nur wenn das eine kurz- bis mittelfristige Erkrankung ist. Für längerfristig kranke Personen sind die Arbeitsagenturen doch garnicht zuständig?

Und noch was, Du musst bedenken daß die Leute die dort arbeiten weder die schlauesten, noch die fachlich kompetentesten sind. Von daher passiert dort einfach eine Menge hahnebüchener Murks, das muss man bei dem Verein einkalkulieren. Selbst der intelligentest abegefasste Schrieb von Dir wird von denen evtl einfach nicht verstanden. D

Liebe grüsse,

Petra
 

anjamueller

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#33
Hallo Münchnerkindl,

dass das nicht die Intelligentesten dort sind, habe ich auch schon gemerkt :)

Ich weiss doch auch nicht, warum ich Geld von denen bekomme, es ist wohl so mit dem neuen Gesetz, dass auch langfristig Erkrankte unter den selben Oberbegriff fallen wie Arbeistlose.

Aber das ist eigentlich auch müßig, ich möchte einfach nur wissen, was ich da machen kann und wie meine Lage ist, bzw was meine Rechte sind.
 
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#34
Naja, da Du krank geschrieben bist sogar der Gutachter Dich als nicht arbeitsfähig eingestuft hat und Du sogar einen Job hast kannst Du dort doch beruhigt hingehen, weil was sollten sie denn machen?
 

anjamueller

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#35
Nein, die Ärztin vom Amt da sagte ja zu mir, es würde mir guttun, wieder zu arbeiten.

Ich bin aber noch nicht soweit.
 
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#37
Bei ungekündigten Stellen nach längerer Krankheit hat man doch die Möglichkeit zunächst mit verminderter Stundenzahl wieder anzufangen... das würde ich wann auch immer Du wieder zu Deiner alten Arbeitsstelle zurückkehrst in Anspruch nehmen..

Sprechen denn konkrete Symptome, die Dich bei bei der Arbeit einschränken dagegen daß Du wieder arbeiten kannst oder ist das eine Befürchtung von Dir?

Ist Deine Krankschreibung von einem Facharzt? Und wenn ja was sagt Dein behandelnder Arzt zu dem Gutachten mit Aussage "arbeitsfähig"?

Ich meine, "es würde ihr guttun" bezieht sich wahrscheinlich auf Deinen psychischen Zustand, also daß dieses Zuhausehocken ohne Aufgabe auch emotional krankmachend sein kann. Ich sehe aber nicht wo es einem Rheumatiker oder Bandscheibenpatienten, oder Krebspatienten für den Forgang seiner Krankheit einen Unterschied machen würde ob er arbeitet oder nicht...

Im ALLERschlimmsten Fall gehst Du halt wieder arbeiten, es stellt sich nach einigen Tagen/Wochen heraus daß es nicht geht und dann lässt Du Dich anhand des ganz praktisch fehlgeschlagenen Versuchs wieder krankschreiben. Was aber natürlich bei einem bestehenden, guten Arbeitsverhältnis schon etwas problematisch sein kann, weil da fühlt sich der Arbeitgeber im schlimmsten Fall auch verarscht..

Grüssle,

Petra
 

anjamueller

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#38
Verminderte Stundenzahl ist sehr sehr schwierig in meinem Beruf darstellbar und praktisch planbar, das ist das Problem.

Eben, mein Arbeitgeber käme sich total verarscht vor, wenn ich wiederkomme und dann merke, es geht doch nicht...
Mir wurde klipp und klar gesagt, entweder ich bin krank, oder gesund. Dazwischen gibt es nichts. Wer gesund ist, muss 100 % Einsatz zeigen.
Das kann ich auch nachvollziehen.

Hinzu kommt, dass ich bevor ich wieder richtig anfangen müsste, erst ein kostenintensives Training absolvieren müsste (Kosten für den Arbeitgeber), wenn das dann "Für die Katz" wäre, würden sie sich in der Tat verarscht fühlen.
Dieses Training wäre auch einige Wochen am Stück ganztags, anders ist es nicht darstellbar. Ich könnte also nicht jeden 2. Tag für 3 Stunden kommen oder so, ich müsste mehrere Wochen lang jeden Tag 8 Std. trainiert werden.

Genau da liegt das Problem.
Da ich an Depressionen leide mit einhergehenden Konzentrationsstörungen und teilweiser starker Erschöpfung und Vergesslichkeit, ist es nicht machbar.

Ich habe gute Tage, ich habe aber auch schlechte Tage, wo wenig geht, wo ich alleine zum Fertigmachen morgens 3 Stunden brauche, weil ich in Gedanken versunken bin und nichts finde.
Dann passsiert es mir auch manchmal, dass ich nichts mehr finde.
Oder losfahre und dann auf halber Strecke merke, ich habe noch Hausschuhe an (übertrieben formuliert).

Ich habe kein Gutachten erhalten, in dem "Arbeitsfähig" steht, da ich erst letzten Freitag beim Amtsarzt war und heute die "Einladung" zum termin im Briefkasten hatte. Ich habe mehrere Ärzte, zwei sind in Urlaub, beim anderen habe ich erst in einer Woche einen termin.
 

anjamueller

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#39
kann mir denn niemand weiterhelfen und mir einen Rat geben, was ich machen soll?
kann ich gezwungen werden zu arbeiten, weil die amtsärztin meint, daß mir das guttun würde??
 
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#40
Soweit ich weiss gibt es von der Krankenkasse (und evtl auch vom Rententräger) die Möglichkeit einer Arbeitserprobung, wo die belastbarkeit praktisch festgestellt wird. Hast Du Dich danach mal erkundigt? Und da am Anfang mal nur halbtags?

Von der Gutachterin finde ich es aber wirklich grob fahrlässig wenn sie meint "es würde Dir guttun wieder zu arbeiten" wenn sich diese Aussage darauf bezieht daß Du einen stressigen Job hast, nciht mit der Stundenzahl runtergehen kannst etc und im praktischen Leben ganz klar noch erhebliche Probleme hast.

Ich hab mit 3 Stunden wieder angefangen, und selbst das hat mich am Anfang total geschmissen (ich hab zum Wiedergewöhnen auf einen EEJ bestanden) und ich habs nur weitergemacht weil die bei der Arbeit sehr nett und kollegial sind und ich dort vom Prinzip her gerne hingehe. Und es strengt mich auch nach einigen Monaten noch ziemlich an oft bzw ich stehe danach ziemlich neben mir.

Also ich kann schon sehen daß auch bei Dir wenn Du wieder arbeiten würdest Du auch die Chance hättest Dich wieder langsam dran zu gewöhnen. Wenn das eben nicht im Hau Ruck verfahren stattfindet. Die Ochsentour hat eigentlich niemand verdient

Petra
 

anjamueller

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#41
Arbeitserprobung? was ist das?
Ich kann ja eben nicht halbtags arbeiten, ich muss richtig gesund und 100 % einsetzbar sein, das hatte ich unten erklärt. Da kann man nicht mal eben so etwas erproben. Wenn ich da versage, haben sie einen Grund mich zu feuern.
 
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#42
Das wäre dann nciht bei Deinem Arbeitgeber, sondern extern... Sowas wird normalerweise bei arbeitslosen Personen gemacht oder im Zuge einer Reha Massnahme, um zu sehen wie belastbar jemand ist.

Frag mal bei der Kasse und dem Rentenversicherungsträger nach..

du kannst ja Deine Problematik schildern. Daß Du an Deinem alten Job nur wieder anfangen kannst wenn Du 100 Prozent fit bist und daß Du nicht weisst ob Du das bist, bzw wie Du eben von Deinem Jetzigen Zustand dahin kommen kannst.

Liebe Grüsse,

Petr
 

anjamueller

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#43
Extern? Wie soll das denn gehen? meinen Beruf kann ich nur bei meinem Arbeitgeber ausüben. Nirgendwo sonst. Man kann auch die Anforderungen an mich in meinem Beruf nicht simulieren.

Ich bin jetzt total durcheinander.

Auch habe ich eben gemerkt, daß gar keine Zahlung auf mein Konto vom Amt an mich eingegangen ist, es war sonst immer am letzten Tag des Monats auf dem Konto.

Was soll ich nur tun???
 

judith11

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#44
Du drehst dich seit Tagen (seit 22.6.07) im Kreis ! !

Seebarsch hat mit seinem §§ eigentlich alles geschrieben ! !

Vorschlag, gehe mit einem Beistand/Zeugen zu dem Termin bei der AA und kläre mal schlußendlich was die wollen bzw. was jetzt Sache ist.

Da alles in der Schwebe ist wird wohl auch das Geld nicht angwiesen sein da die Zahlung wohl 1 Woche vor Monatsende gestoppt worden ist und nun warten die .....
 
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#45
Sehe ich genauso.

Du schreibst ja nicht welche Krankheit Du hast aber nachdem Du nun die volle Laufzeit des Krankengeldes plus wie lange nicht arbeiten kannst, und nach eigener Aussage gesundheitlich immer noch ZIEMLICH angeschlagen bist würde ich mir an Deiner Stelle die Frage stellen ob es in absehbarer Zeit wieder ratsam sein wird einen total stressigen Beruf auszuüben.

Weil wenn sich das jetzt schon Jahre hinzieht ist es doch reines Wunschdenken daß Du da wieder voll einsteigen können wirst.

Aber wenn Du schon den Gedanken abschmetterst, auch nur bei der Krankenkasse/RV nachzufragen wegen einer Arbeitserprobung was soll man Dir dann noch raten? Klar kann es sein daß das für Dich nicht geeignet ist, nicth genehmigt wird etc aber das wirst Du nur rausfinden wenn Du Dich danach erkundigst. Es ist eine Möglichkeit die existiert.

Und Deine Belastbarkeit zu testen/auszubauen wird ja wohl auch mit einer anderen als GENAU der Tätigkeit der alten Arbeitsstelle zu machen sein!!! Es geht ja um so Sachen wie Konzentration über längeren Zeitraum etc. Das ist bei so ziemlich allen Arten von Arbeit trainierbar.

Du wirst jeden Vorschlag hier abschmettern mit der Begründung daß er Deiner Wunschvorstellung, nämlich einer wundersamen Kur Deiner Krankheit, damit Du wieder den alten Job machen kannst so wie Du es Dir vorstellst nicht entspricht. Daß es nicht HAARGENAU auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist etc.

Okay, es gibt Jobs wo man echt Probleme hat eine Stelle zu ergattern oder wo es so wenig Angebot gibt daß man evtl umziehen muss, das ist schon klar.

Aber deine Aussagen, Deinen Beruf kannst Du sozusagen Deutschlandweit nur bei einem Arbeitgeber ausüben finde ich zudem schon etwas merkwürdig, ich meine, das trifft auf Formel 1 Fahrer, Astronauten, Jagdpiloten zu, aber dann verlässt mich auch schon die Fantasie.


Und hier im Forum zu fragen warum Dein Geld noch nicht überwiesen ist ist völlig sinnlos. Das kannst Du am Montag durch einen Anruf klären. Hier wird es Dir niemand sagen können.
 

sammy

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#46
@anjamueller
kann es sein, dass du vergessen hast, dass du die alg-leistungen aufgrund eines von dir gestellten antrages auf arbeitslosengeld beziehst und derzeit die nahtlosigkeitsregelung des §125 sgbIII in anspruch nimmst. das ganze passiert nicht als wunder und ganz von alleine. der sachverhalt wurde mit dir bestimmt besprochen.
und so ganz ohne gegenleistung, sprich mitwirkung von deiner seite geht das nun auch nicht ab.
 
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#47
Bei ungekündigten Stellen nach längerer Krankheit hat man doch die Möglichkeit zunächst mit verminderter Stundenzahl wieder anzufangen... das würde ich wann auch immer Du wieder zu Deiner alten Arbeitsstelle zurückkehrst in Anspruch nehmen..
Ich meine da mal was gelesen zu haben daß sogar ein Rechtsanspruch auf eine stufenweise Widereingliederung besteht. Wenn dem so ist kann Dein alter Arbeitgeber das in der länge und breite scheisse finden...



Aber dazu kann Dir ebenfalls die Krankenkasse Auskunft geben!
 

anjamueller

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#48
Da alles in der Schwebe ist wird wohl auch das Geld nicht angwiesen sein da die Zahlung wohl 1 Woche vor Monatsende gestoppt worden ist und nun warten die .....
Judith, ich kenne mich wirklich nicht aus, aber wenn das wirklich so ist, können die das machen, ohne mir Bescheid zu geben? Ich bekomme das Geld ja rückwirkend für den Monat und ich habe alles gemacht, wie es mir gesagt wurde.
 

anjamueller

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#49
@anjamueller
kann es sein, dass du vergessen hast, dass du die alg-leistungen aufgrund eines von dir gestellten antrages auf arbeitslosengeld beziehst und derzeit die nahtlosigkeitsregelung des §125 sgbIII in anspruch nimmst. das ganze passiert nicht als wunder und ganz von alleine. der sachverhalt wurde mit dir bestimmt besprochen.
und so ganz ohne gegenleistung, sprich mitwirkung von deiner seite geht das nun auch nicht ab
Sammy, ich weiss es nicht mehr, was besprochen wurde. Ich hatte vor knapp einem Jahr da ein Gespräch und das ging ganz schnell. Nur diesen 1 Termin bei der Arbeitsagentur habe ich gehabt und Ende des Jahres noch einen, wo ich nur irgendwelche Zettel mit den Arztanschriften ausfüllen musste.
Auch wenn Ihr es vielleicht nicht nachvollziehen könnt, aber sowas gehört eben auch zu meinem Krankheistbild, dass ich starke Konzentrationsstörungen habe und sehr vergesslich bin. Wenn ich unter Stress gesetzt werde, kann ich in diesen Situationen es nicht aufnehmen und verarbeiten. Eine Stresssituation ist zB auch auf so einem Amt gegeben.
Das gehört eben auch zu Depressionen dazu, dass man manchmal als schwachsinnig und begriffstutzig erscheint.
Deswegen fühle ich mich noch nicht fit genug, um wieder zu arbeiten.

@ Münchnerkindl:
Aber deine Aussagen, Deinen Beruf kannst Du sozusagen Deutschlandweit nur bei einem Arbeitgeber ausüben finde ich zudem schon etwas merkwürdig, ich meine, das trifft auf Formel 1 Fahrer, Astronauten, Jagdpiloten zu, aber dann verlässt mich auch schon die Fantasie.
So etwas ähnliches exotisches und gleichzeitig konzentrationserforderndes mache ich auch. Da ich eine gewisse Altersgrenze überschritten habe, kann ich nirgendwo anders arbeiten, da in meiner Branche nur bis zu einem Höchstalter Neueinstellungen erfolgen.
Ich kann es bei Interesse gerne per PN mitteilen, aber möchte nicht gerne hier offen sagen, was ich konkret mache.
 

anjamueller

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#50
Ich meine da mal was gelesen zu haben daß sogar ein Rechtsanspruch auf eine stufenweise Widereingliederung besteht. Wenn dem so ist kann Dein alter Arbeitgeber das in der länge und breite scheisse finden...

Aber dazu kann Dir ebenfalls die Krankenkasse Auskunft geben!
Sicherlich kann er es Scheisse finden und muss es irgendwie machen (was aber in Praxis nur ganz schwer gehen wird), aber der Ärger ist dann wirklich vorprogrammiert, da die Firma mir dann garantiert andere Steine in den Weg legen wird, wenn ich nicht 100 % fit bin, um es mir zu erschweren und so einen Grund zu finden, dass sie mir kündigen können.
Ich bin zu alt und zu teuer für die Firma geworden, das wurde mir auch oft genug durch die Blume zu verstehen gegeben. Ein Fehler von mir, und sie haben einen Grund, mir zu kündigen.
 
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#51
Hm, das ist natürlich scheisse..

Aber dann mal ganz realistisch, wenn die Uhr dermassen gegen Dich arbeitet, und es in dem Beruf eh ne Deadline gibt wo man ihn nicht mehr wirklich gut machen kann, und dort so ein Druck herrscht , wie gesundheitsfördernd ist dieser Druck...

Ist es realistisch daß Du dort wieder Fuss fassen kannst?

Liebe Grüsse,

Petra
 

sammy

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#52
hallo anjamueller,

meiner ansicht nach könnte es bei dem termin unter anderem auch um das ergebnis der begutachtung durch den ärztlichen dienst gehen. vielleicht wird man dich auffordern, einen antrag auf teilhabe am arbeitsleben (em-rente) zu stellen. wieviele versicherungsjahre hast du denn? wenn du 15 jahre hättest, wäre meines erachtens für reha die deutsche rentenversicherung zuständig. auf alle fälle rate ich dir, auch um künftigen mißverständnissen vorzubeugen, zu dem besprechungstermin eine person deines vertrauens mitzunehmen.

gruß
sammy
 

judith11

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#53
Sicherlich kann er es Scheisse finden und muss es irgendwie machen (was aber in Praxis nur ganz schwer gehen wird), aber der Ärger ist dann wirklich vorprogrammiert, da die Firma mir dann garantiert andere Steine in den Weg legen wird, wenn ich nicht 100 % fit bin, um es mir zu erschweren und so einen Grund zu finden, dass sie mir kündigen können.
Ich bin zu alt und zu teuer für die Firma geworden, das wurde mir auch oft genug durch die Blume zu verstehen gegeben. Ein Fehler von mir, und sie haben einen Grund, mir zu kündigen.

Ich glaube Du hast noch nicht begriffen das dein Arbeitgeber dich schon längst "gekündigt" hat - ER wartet eigentlich auf die 100%ige "Rückkehr" oder auf die Meldung >tschüss ich habe EU z.B.< !

Für den AG bist Du eigentlich nur eine "Aktenleiche" (tschuldigung) denn wenn Du 6 Wochen Lohnfortzahlung, 72 Wochen Krankengeld und nun fast 52 Wochen Alg1 hast - dann bist Du 2 1/2 Jahre schon raus :icon_kinn::icon_sad:

Wie Seebarsch schon geschrieben hat hätte das AA schon viel eher diese Überprüfung machen müssen, da haben die wohl geschlampt und holen es jetzt kurz vor "Toresschluß" nach.

Wenn Du trotzdem zurückkommst auf die Arbeitsstelle (und jetzt wohl nicht zu 100 % wie der AG dies möchte) und der AG dann aus welchen Gründen auch immer Kündigen muß/wird dann hat der AG kein großes Problem, aber viel Arbeit und evtl. Ärger mit dem Arbeitsgericht ........

Also mach die Augen auf und kläre die ganze Angelegenheit mit dem AA, der KK und/oder mit der Rentenversicherung wie es weitergeht !!

Nochmals Entschuldigung für die klaren Worte......
 

anjamueller

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#54
Hallo Judith,
natürlich habe ich begriffen, dass mein AG mich längst aufgegeben hat und ich eine Karteileiche bin. Ich sehe das genauso.
Klare Worte sind mir recht, daher keine Sorge, daß ich Dir Deine Antwort übelnehmen könnte.

Mir ist auch klar, daß mein AG viel Ärger mit dem Arbeitsgericht haben würde, was ihm aber egal ist, mich aber zermürben würde.Mein AG ist leider dafür bekannt, daß er wegen jedem und allem Prozesse führt und auch oft genug verliert. Sie haben eben das Geld und genug Anwälte, es darauf ankommen zu lassen.
Ich habe aber leider nicht die Nerven, so etwas durchzustehen.

@ Sammy: Ich musste schon mal auf Druck der Krankenkasse vor etwa 1 oder 1, 5 Jahr einen Antrag auf diese Erwerbsmindrungsrente stellen, aber der wurde von der bfa abgelehnt, weil nicht sie zuständig wären, sonder die Arbeitsagentut. Hatte ich auch nicht ganz verstanden.

@Münchenrkindl: Es gibt bei uns 2 Deadlines: Einmal die Grenze, bis zu welchem Alter man neu eingestellt werden kann. Diese habe ich überschritten.
Den Beruf ausüben, wenn man bereits darin ist, kann man (ich) aber bis 60. So lauten die gesetzlichen Vorgaben.

Realistisch betrachtet kann ich dort durchaus irgendwann wieder arbeiten, dazu muss ich aber meine Konzentrationsstörungen in den Griff bekommen.
Das ist aber ein lang dauernder Vorgang, der Zeit und Ruhe braucht.
Es ist daher durchaus möglich, dass ich in vielleicht 1, 2 Jahren soweit bin, da ich ja auch dementsprechend ärtzlich behandelt werde (medikamentös, psychotherapeutisch). Problem ist, es dauert seine Zeit und den Ämtern geht es eben nicht schnell genug.
Daß nun dieser Druck, wie er auf mich ausgeübt wird, nicht gerade den gesundungsprozess beschleunigt, hast du richtig erkannt. Nichts anderes sagen meine Ärzte ja auch.
Nur eben sieht es der Amtsarzt und die Ämter wohl anders bzw gerade durch ihr Insitieren entsteht ja noch mehr Druck, der alles bei mir nur verschlimmert.
Dieses denen begreiflich zu machen, ist nicht leicht.

Ich lebe nicht auf dem Mond, dass es vielleicht nie wieder was mit mir wird, kann auch sein, aber ich sehe einfach nicht ein, dass ich JETZT schon aufgeben soll, an einen Wiedereinstieg zu glauben, bloss weil Ämter und AG es vielleicht gerne so hätten.

Ich möchte einfach nur mehr Zeit bekommen, das ist alles.
 

judith11

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#55
Ich möchte einfach nur mehr Zeit bekommen, das ist alles.
(Achtung nicht böse gemeint)

>>und diese Zeit wirst Du wohl bald so oder so bekommen wenn das 1 Jahr Alg1 vorbei ist.

1)Warscheinlich wirst Du (für Dich hoffentlich) unter 3 Stunden a/Tag arbeitsfähig eingestuft und dann geht der Weg zum Sozialgeld und Ruhe ist erstmal.

2)Oder Du bekommst doch für 1 bis 3 Jahre die Erwerbsunfähigskeitsrente durch, übrigens nur die Rentenversicherung kann dies beurteilen, und dann ist auch erst mal Ruhe.

3)Die "schlimmste" Lösung wäre Du hättest Alg2 und müßtest dich den ganzen Bestimmungen des Alg2/SGB II unterwerfen :icon_sad:

Allerdings bei Möglichkeit 1 und 3 würde wohl dein Mann zuviel Einkommen haben und damit kämen diese Möglichkeiten wohl nicht in Betracht. Krankenkasse ja dann in der Familienversicherung.

...........................

Wenn Du dann 1 bis 2 Jahre richtig Ruhe hättest kannst Du dann weitersehen wie es mal wieder mit Arbeit ist - hättest aber bisdahin RUHE !!!

So meine Gedankengänge :icon_knutsch:
 

anjamueller

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#56
Hallo Judith,

Du hast Richtig erkannt, ich möchte 1, 2 Jahre Ruhe von allem. Kein Stress, kein Druck, einfach nur zur Ruhe kommen.

Geld vom Staat (oder einer Versicherung, wo ich ja auch schliesslich lange genug eingezahlt habe) dazu wäre schön, aber wenn nicht, komme ich auch ohne das finanziell zurecht. (Worum ich auch echt froh bin)

2)Oder Du bekommst doch für 1 bis 3 Jahre die Erwerbsunfähigskeitsrente durch, übrigens nur die Rentenversicherung kann dies beurteilen, und dann ist auch erst mal Ruhe.
Um das zu erreichen, ist aber vermutlich auch ein fürchterliches Theater mit 1000 Formularen und Anträgen und Gutachten notwendig, oder?

Möglichkeit 3 wäre wohl der blanke Horror. Was ich hier so lese, das ist wirklich schlimm, was den Leuten teilweise zugemutet wird. :-(

So, wie gehe ich es nun am besten an, um meine Ruhe zu haben?
 

judith11

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#57
Hallo Judith,

Du hast Richtig erkannt, ich möchte 1, 2 Jahre Ruhe von allem. Kein Stress, kein Druck, einfach nur zur Ruhe kommen.

Geld vom Staat (oder einer Versicherung, wo ich ja auch schliesslich lange genug eingezahlt habe) dazu wäre schön, aber wenn nicht, komme ich auch ohne das finanziell zurecht. (Worum ich auch echt froh bin)


Um das zu erreichen, ist aber vermutlich auch ein fürchterliches Theater mit 1000 Formularen und Anträgen und Gutachten notwendig, oder?

Möglichkeit 3 wäre wohl der blanke Horror. Was ich hier so lese, das ist wirklich schlimm, was den Leuten teilweise zugemutet wird. :-(

So, wie gehe ich es nun am besten an, um meine Ruhe zu haben?
Also meine liebe Anja :icon_knutsch:

Du möchtest doch jetzt nicht wirklich auf deine letzte Frage von MIR eine Antwort haben :icon_rolleyes::icon_rolleyes::icon_party:
 

anjamueller

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#58
Doch, liebe Judith, ich hätte gerne eine Antwort :)

Nun zu den heutigen Erlebnissen (habe sie auch im anderen Thread geschildert):


Ich habe nun dort angerufen.
Haltet Euch fest, was ich zu hören bekam:

Der Mitarbeiter, mit dem ich den Emailkontakt wg des Arztermins hatte (siehe anderer Thread), hatte einen Vermerk in meiner Akte gemacht, dass keine Zahlungen mehr an mich zu leisten seien, da ich mich weigern würde, zu dem Termin der ärztl. Untersuchung letzte Woche (wo ich ja nachweislich gewesen bin), zu erscheinen, ausserdem sei ich ja nicht auf Arbeitssuche.

Bumm....

Ich habe mich nun bei einem sehr freundlichen Mitarbeiter der Arbeitsagentur aus dem bereich Kundenreaktionsmanagemant sehr ausführlich unterhalten, ihm alle Emails zugesandt, die ich mit besagtem Mitarbeiter gewechselt habe, weitergeleitet und hoffe nun, dass

1. Dieser absolut unfähige Mitarbeiter einen Kopf kürzer gemacht wird
2. Mein Geld noch heute angewiesen wird.

Mir fehlen wirklich die Worte für ein solches Vorgehen dieser absoluten Niete von Mitarbeiter, die vom Steuerzahler und somit auch von mir und meinem Mann bezahlt wird.

Wenn das Geld nicht sehr bald auf meinem Konto eintrudelt, werde ich denen einenn Skandal machen, der sich gewaschen hat.
Verarschen kann ich mich auch selber.
 

judith11

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#59
Doch, liebe Judith, ich hätte gerne eine Antwort :)

Nun zu den heutigen Erlebnissen (habe sie auch im anderen Thread geschildert):


Ich habe nun dort angerufen.
Haltet Euch fest, was ich zu hören bekam:

Der Mitarbeiter, mit dem ich den Emailkontakt wg des Arztermins hatte (siehe anderer Thread), hatte einen Vermerk in meiner Akte gemacht, dass keine Zahlungen mehr an mich zu leisten seien, da ich mich weigern würde, zu dem Termin der ärztl. Untersuchung letzte Woche (wo ich ja nachweislich gewesen bin), zu erscheinen, ausserdem sei ich ja nicht auf Arbeitssuche.

Bumm....

Ich habe mich nun bei einem sehr freundlichen Mitarbeiter der Arbeitsagentur aus dem bereich Kundenreaktionsmanagemant sehr ausführlich unterhalten, ihm alle Emails zugesandt, die ich mit besagtem Mitarbeiter gewechselt habe, weitergeleitet und hoffe nun, dass

1. Dieser absolut unfähige Mitarbeiter einen Kopf kürzer gemacht wird
2. Mein Geld noch heute angewiesen wird.

Mir fehlen wirklich die Worte für ein solches Vorgehen dieser absoluten Niete von Mitarbeiter, die vom Steuerzahler und somit auch von mir und meinem Mann bezahlt wird.

Wenn das Geld nicht sehr bald auf meinem Konto eintrudelt, werde ich denen einenn Skandal machen, der sich gewaschen hat.
Verarschen kann ich mich auch selber.

Wenn ich diese mail von Dir so lese :icon_pfeiff:
Sehr geehrte Frau xxx,

Ich habe soeben Ihre Einladung zur ärztlichen Untersuchung am xxx erhalten, wo es um meine Verfügbarkeit für die Arbeitsvermittlung geht.
Ich bin zur zeit krankgeschrieben, ich kann Ihnen gerne per Fax die aktuelle Krankmeldung durchfaxen.
Desweiteren befinde ich mich in ungekündigter Stellung und sobald ich wieder gesund bin, werde ich weiter bei meinem alten Arbeitgeber arbeiten.
Daher wollte ich höflich nachfragen, ob denn somit diese Einladung auch für mich gilt, weil ich ja gar nicht auf Arbeitssuche bin, sondern nur krankgeschrieben?

Mit freundlichen Grüssen
dann könnte man schon auf so eine Idee kommen :icon_exclaim:

Und was Du tuen solltest haben hier schon MEHRERE geschríeben - die Angelegenheit VOR ORT (mit Zeugen) KLÄREN :icon_exclaim::icon_exclaim:
 

anjamueller

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#60
Ich gebe ehrlich zu, dass ich es nicht einsehe, meine Zeit und Fahrgeld (kriege ich nicht ertattet) zu vergeuden, um dorthin zu fahren, vermutlich keinen Ansprechpartner zu bekommen, wenn man es auch per Telefon besprechen kann.
Ich wüsste auch nicht, wen ich da als Zeugen mitnehmen sollte, alle , denen ich so vertraue, dass sie in Frage kämen, haben keine Zeit dafür, da berufstätig.

Zu meiner Entschuldigung möchte ich aber auch sagen, dass ich eben nicht ganz gesund bin und mir auch die Kraft für solche nervenaufreibenden Aktionen fehlt. Ich würde mich vor Ort sicherlich fürchterlich aufregen. SO habe ich mich jetzt heute gerade mal 30 Minuten aufgeregt, und nun habe ich mich hier ausgekotzt und bin schon ruhiger geworden.
Würde ich da andackeln, würde ich mich vermutlich 3 Stunden lang aufregen und mein Tag wäre komplett verdorben. -)
Hinzu kommt, dass ich häufig Atembeschwerden bekomme und Schweissausbrüche, wenn ich mit zu vielen Menschen zu tun habe und auch sehr geräuschempfindlich bin, was eben alles meiner genesung nicht förderlich ist. Bitte nicht lachen, aber selbst in der kurzen Wartezeit auf dem Amt letzte Woche bin ich bei jedem Türenknallen und jedem klappernden Absatz zusammengezuckt. Ich weiss, das klingt für "normale" Menschen wie Euch nur sehr schwer nachvollziehbar, aber es ist leider so.
Sowas strengt mich sehr an, mehr, als wenn ich es hier von zu hause aus regel.

Ausserdem, wie gesagt, habe ich keinen der als zeuge dienen könnte....:-(


Generell verstehe ich aber was Du meinst, Judith, ich nehme es Dir auch nicht krumm, denn im Grunde stimmt ja, was Du sagst.

Liebe Grüsse
 
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#61
anjamueller;1 Hinzu kommt sagte :
Hi nochmal,

ich denke in diesem Forum gibt es durchaus eine Menge Leute die das sehr gut verstehen...

Weil wer wird hierzulande am ehesten arbeitslos? Leute die gesundheitlich angeschlagen sind...

Liebe Grüsse,

Petra
 

anjamueller

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#62
Ich bin sehr erleichtert, liebe Petra, dass Ihr Verständnis habt.
In meinem persönlichen Umfeld kann das keiner nachvollziehen.
Sie sind alle gesund und haben nie mit Depressionen zu tun gehabt. Man wird ja auch schnell für hysterisch oder so gehalten, wenn man sowas erzählt, was einen alles beeinträchtigt. Oder schildert, wenn einen laute Geräusche sehr nervös machen, oder wenn zuviele Faktoren zusammentreffen. Da stösst man sehr shnell auf Unverständnis und es heisst dann oft, man will ja gar nicht, soll sich zusammenreissen usw.
Dass das aber mit dem Zusammenreissen nicht unbegrenzt geht, irgenwann eine Grenze erreicht wird, habe ich nun gemerkt, als der totale Zusammenbruch kam. Ich reisse mich jeden Tag zusammen, indem ich aufstehe, meinen Haushalt mehr schlecht als recht mache, versuche, vor die Tür zu gehen und einzukaufen und einfach ein normales Leben zu führen. DAS ist schon anstrengend genug. Aber dann noch dazu der Stress mit der Arbeit, wenn es eine Arbeit ist, die viel Flexibilität verlangt, das kann ich einfach noch nicht.
 

Dopamin

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#63
Anja,

Du solltest Dir aber auf jeden Fall mal gedanken darüber machen:

WAS will ich?
WIE kann ich das erreichen?
Und WO liegen Probleme auf dem Weg dahin oder wo liegen meine Grenzen?
WEN kann ich fragen, wenn ich Hilfe brauche?

Und Prioritäten setzen solltest Du auch - WO ist ein Hauptschlachtfeld und wo ein Nebenkriegsschauplatz?

Das alles fein säuberlich für Dich sortieren und abarbeiten...

Dopamin
 

judith11

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#64
Anja,

Du solltest Dir aber auf jeden Fall mal gedanken darüber machen:

WAS will ich?
WIE kann ich das erreichen?
Und WO liegen Probleme auf dem Weg dahin oder wo liegen meine Grenzen?
WEN kann ich fragen, wenn ich Hilfe brauche?

Und Prioritäten setzen solltest Du auch - WO ist ein Hauptschlachtfeld und wo ein Nebenkriegsschauplatz?

Das alles fein säuberlich für Dich sortieren und abarbeiten...

Dopamin
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anjamueller

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#65
Ich weiss...
Es ist nur alles sehr schwer.

Diese ganze Sache, dieser Stress, hat mich jetzt wieder runtergezogen, dass ich in den letzten Tagen nichts mehr dazu schreiben wollte, weil mir dazu die Kraft fehlte.

Ich danke Euch
 

andrea35

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#66
Hallo Anja,

deinen Satz, dass du erstmal Ruhe möchtest verstehe ich nicht ganz, wenn ich alles richtig gelesen habe, warst du jetzt doch über 2 Jahre nicht berufstätig.

Was sagt denn dein Arzt zu einer Rente, würde er dies begrüßen oder sieht er es anders.

Du musst für dich erst viele Fragen klären, aber da du nicht so auf das Geld angewiesen bist, hast du doch einen Vorteil.

Hoffe du triffst die richtige Entscheidung.

andrea35
 

anjamueller

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Liebe Andrea,

Das stimmt, aber die 2 Jahre haben bislang nicht ausgereicht, um zur Ruhe zu kommen und zu genesen.
Irgendetwas war immer, was mich zurückgeworfen hatte, sei es im privaten Umfeld oder sonstige Schwierigkeiten mit Krankenkasse, Ämtern und Behörden.
Als ich noch Krankengeld erhielt, wurde massiver Druck (zumindest kam es mir als Druck vor) seitens der Krankenkasse aufgebaut.
Ich wurde mehrfach zum MDK geschickt, teilweise sogar in eine andere Stadt, um "untersucht" bzw intensivst befragt zu werden, konnte dann meinem geld wegen Fahrtkosten hinterherlaufen, bekam einen Befund, in dem die absurdesten Dinge drin standen (die gar nicht besprochen wurden, irgendwelche Phantastereien über meine Familie und Jugend, die gar nicht stimmten usw).
Dann musste ich gegen meinen Willen auf Druck der Krankenkasse einen Rehaklinik und Rentenantrag stellen, unzählige Formulare ausfüllen, letztendlich wurden die Anträge abgeschmettert, ich musste bei der deutschen rentenversicherung einen persönlichen Termin machen, der gerade mal 5 Minuten dauerte und wo ich gleich wieder nach hause geschickt wurde, weil sie nicht zuständig seien usw.
Die Odyssee nahm kein Ende.
Das meine ich damit, wenn ich sage, ich brauche Ruhe und keinen Stress.
Stress ist aber für mich dieser ganze Behördedruck, wo ich mich jedesmal ängstige, was denen nun einfallen mag und was sie mit mir machen wollen.
Ich musste immer wieder Gutachten meiner Ärzte einholen usw.

Mein Arzt kennt sich mit diesen ganzen Behörden und Rentensachen auch nicht so aus, aber da ich ja irgendwann in einigen Jahren, wenn es geht, wieder weiterarbeiten möchte, legt er mir da keine Steine in den Weg.

Einen schönen Sonntag
wünscht Anja
 
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