unerwartete Einnahmen, EKS -Ende in 4 Tagen, nicht beantragte Betriebsausgaben > 250 EUR

Maggawe

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Hallo, :cheer2:
ich habe die letzten Tage unerwartete Einnahmen gehabt.

Leider endet mein EKS Abrechnungszeitraum in 4 Tagen. Somit werden die Einnahmen angerechnet, und eine Überzahlung steht mir ins Haus. Ich habe aber auch Investitionsstau. (bin Kameramann und VfX/Grafik-Designer für Werbeclips, mit recht ungünstigem 10 Jahre altem Equipment aus der "Einsteigerklasse" )

Nun beabsichtige ich den Anlass der unerwarteten Einnahmen zu nutzen, um mir eine neue Kamera zuzulegen, samt Objektive. Da morgen Cyber Monday ist, gibt es höchstwahrscheinlich in diesem Kamera-Segment recht hohe Rabatte. Die ich bwl-technisch unbedingt nutzen sollte.

Mein Plan ist folgender:

Ich gehe morgen vormittag aufs JC. Melde mich beim Empfang und erzähle denen, dass ich am Wochenende ein neuen Kundenauftrag habe (was tatsächlich wahr ist) und meine Kamera defekt ging. Was nicht ganz stimmt. Der Sensor brennt mir aus, ein paar Hotpixel sind zu sehen, bisher habe ich das mit Adobe korrigiert. Das ist umständlich und kostet zusätzlich Arbeitszeit. Außerdem arbeitet meine Konkurrenz mit Equipment, davon träume ich allenfalls.

Jetzt kann ich natürlich nicht den umständlichen Weg der vorherigen Beantragung (vEKS) gehen, da ich quasi keine Zeit habe. Das neue benötigte Equipment kostet alles in allem (nur) 1400 Euro.
Ich weiß, dass sie mir morgen dort nicht helfen können. Aber ich will darauf drängen, dass in meiner Akte diese Situation vermerkt wird.

So dass ich bei der aEKS die Betriebsausgaben angebe, und im Begleitschreiben auf mein Auftritt verweise, wo mir nicht geholfen werden konnte.

Was meint ihr, wie geht das aus? Worauf müsste ich evtl noch achten?
Wie wird ein SG darüber befinden, wenn ich gegen die Nicht-Anerkennung klagen müsste?

LG maggawe
 

Kerstin_K

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Wie soll ein SB darueber entscheiden? Die haben doch keine Ahnung davon.
 

Maggawe

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Richtig und das ist (war) das Problem. Ein SB kann nicht einschätzen, welches Material ich benötige, aber im Nachgang die Betriebsausgaben nicht anerkennen mit dem Hinweis, dass Ausgaben über 250 Euro vorher hätten genehmigt werden müssen. Das wäre wiederum sehr negativ, da dann wegen höherer Einnahmen die Rückzahlung des Regelsatzes ins haus steht.
Zu diesem Punkt gab es auch schon öfters Streit. Allerdings unter anderen Voraussetzungen. Die ich zwar gewonnen hatte, dafür wurden die Fallstricke, in denen ich mich verheddern kann (und auch habe) immer öfters ausgestreut.

Im oben besagten Fall gab es halt das Problem der Dringlichkeit.

Ich habe es so gelöst, dass ich auf das Amt bin, vorher 3-4 Stunden eingeplant habe,von Anmeldung bis irgendeinen nützlichen Verweis in meiner Akte. Ich habe sie quasi mit der Dringlichkeit "überrumpelt". Letztlich saß ich beim zuständigen SB für Selbstständige, der gar nicht anders entscheiden konnte als diese nicht geplanten Betriebsausgaben >250 Euro zu akzeptieren. (ich habe das mir das auch schriftlich geben lassen)

Allerdings, und das war mir irgendwo auch wieder bewusst, kam die Retourkutsche aus der Leistungsabteilung postwendend:

vEKS, Betriebsausgaben nicht anerkannt, zuviel Einnahmen, Kürzung um 80 Euro.
 
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