Unerlaubte Ortsabwesenheit wurde von einem BG-Mitglied unternommen, wird die ganze KDU an die zwei anderen BG-Mitglieder gezahlt? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Schildkröte1976

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Hallo,

ich habe eine Frage zur unerlaubten Ortsabwesenheit.

Wenn in einer 3er-BG ein Mitglied 3 Wochen unerlaubt ortsabwesend ist, und das Jobcenter das nachweisen kann (wie auch immer), wird es ja anteilig Regelsatz und Krankenversicherung zurückfordern.

Die KdU bleibt doch aber unberührt, da ja die anderen BG-Mitglieder auf die volle KdU angewiesen sind, richtig ??
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Schildkröte1976


Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "unerlaubte Ortsabwesenheit und KDU" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.


Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Schildkröte1976

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Ok.

Und wenn das BG-Mitglied während der unerlaubten Abwesenheit (ich gehe jetzt mal davon aus, dass das JC die Ortsabwesenheit nicht nachweisen kann) eine Einladung und einen VV ignoriert und daraufhin ab dem Folgemonat sanktioniert wird, allerdings in genau diesem Folgemonat eine Vollzeitstelle antritt, und somit individuell nicht mehr hilfebedürftig ist, dann kann doch nichts sanktioniert werden, und die BG insgesamt bekommt keine finanziellen Kürzungen.

Ist das so richtig ??
 

vidar

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... genau diesem Folgemonat eine Vollzeitstelle antritt, und somit individuell nicht mehr hilfebedürftig ist, dann kann doch nichts sanktioniert werden
Das Alg-2 wird vorschüssig gezahlt! Da der ELO (z.B.) bereits Ende März den entsprechenden Leistungsbetrag für den Monat April erhalten hat, wird die erhaltene Sozialleistung mit dem Einkommen gegengerechnet bzw. die entsprechende Sanktion wird angewendet.
 

Schildkröte1976

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Also ein konkretes Beispiel :

BG-Mitglied hat eine Vollzeitstelle ab Mai.

Im Laufe des Monats April wird das BG-Mitglied sanktioniert.

Also bekommt dieses BG-Mitglied Ende April z.B. 30%, 40% oder 60% weniger Regelsatz für den Mai.

Das BG-Mitglied erhält Ende Mai seinen Lohn, ca. 1200 Euro.

Das Jobcenter fordert aufgrund des Zuflussprinzips und unter Berücksichtigung der Freibeträge den entsprechenden Leistungsbetrag für Mai zurück.

Die Sanktionen sind doch dadurch (zumindest solange das BG-Mitglied seine Arbeit behält) aus finanzieller Sicht wirkungslos.

Oder nicht ?

Das JC kann einem ja nicht seinen Lohn kürzen.
 

erwerbsuchend

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Das JC kann nur den Sanktionsbetrag von den zu zahlenden Leistungen einbehalten. Maximal wären dies alle zu zahlenden Leistungen seitens des JC. Wenn ein Sanktionierter während des Sanktionszeitraumes ein Arbeitsverhältnis eingeht, das ihn aus dem Leistungsbezug bringt, kann das JC ihm keine Sanktionsbeträge abverlangen, die er von seinem Einkommen zu zahlen hätte. Sollte jedoch der Sanktionierte innerhalb des Sanktionszeitraumes wieder in den Leistungsbezug fallen, wird der entsprechende Anteil der noch ausstehenden Sanktion wieder vollzogen.
 

Schildkröte1976

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Alles klar !

Vielen Dank !

Noch ein Gedanke dazu:

da ein minderjähriges Kind in der BG lebt, und niemand in Sippenhaft genommen werden kann, könnte dem sanktionierten BG-Mitglied schlimmstenfalls der Regelsatz in Höhe von 382 Euro gekürzt werden.

Also würde dem BG-Mitglied bereits ein 450 Euro-Job reichen, um die Sanktionen wirkungslos werden zu lassen.

Oder nicht ?
 

vidar

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Also würde dem BG-Mitglied bereits ein 450 Euro-Job reichen, um die Sanktionen wirkungslos werden zu lassen.?
So funktioniert es leider nicht!

Als weiterhin BG-Mitglied würde der Verdienst trotzdem noch als Einkommen bewertet und auch verrechnet werden. Als/an Selbstbehalt würden hier 170 € übrig bleiben.
 

Schildkröte1976

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Das wäre auch zu einfach. Also kann man nur mit seinem Freibetrag eine Sanktion ausgleichen ? D.h. mit einem 450 Euro-Job könnte man aber immerhin eine 40%-Sanktion (152.80 Euro) neutralisieren ?
 

erwerbsuchend

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Warum fragst du so gezielt danach, wie du eine Sanktion finanziell "absichern" kannst? Wäre es nicht einfacher, wenn du dem JC erst keine Möglichkeit gibst, dich sanktionieren zu können?
 

erwerbsuchend

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Warum planst du dann nicht so, dass dir erst keine Sanktion drohen kann, zumindest, wenn du selbst dies so beeinflussen kannst? Wenn ich nach diesem Thread hier gehe, scheinst du Möglichkeiten zu suchen, wie du deine OAW unerlaubt ausdehnen kannst und dies mit möglichst wenig negativen Folgen für dich. Dies wird aber nicht funktionieren, zumindest nicht so, wie du dir das vielleicht im Geheimen hoffst. Wir reden hier auch nicht davon, wie man aus einer ungerechtfertigten Sanktion rauskommt.

Zu der Sache mit dem Minijob solltest du bedenken, dass die Aufnahme eines Minijobs nur für den Zeitraum einer Sanktion dem JC auffallen wird. Auch wenn Kündigungen in der Probezeit nicht begründet werden müssen, könnte das JC in diesem Fall entsprechende Nachfragen an dich stellen. Es könnte dir die erneute Aufnahme eines neuen Minijobs auferlegen, sofern dieser für dich zumutbar ist. Eine Ablehnung eines für dich zumutbaren Minijobs deinerseits wäre dann unglaubwürdig, weil du ja, um bei deinem Beispiel zu bleiben, bereits während des möglichen Sanktionszeitraumes durchaus in der Lage warst, einen Minijob zusätzlich auszuüben.
 
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