Unentgeltliche Probearbeit nicht dem Jobcenter gemeldet. Nun aber doch Geld bekommen. Wie gehe ich jetzt vor? (1 Betrachter)

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jusa

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Aufgrund von Beziehungen eines Bekannten bekam ich die Information, dass eine Firma für Lagertätigkeiten einen Mitarbeiter sucht. Am 15.09.2017 fuhr ich mit ihm und stellte mich dort vor. Wir einigten uns auf eine 10 tägige Probezeit. Ich war ab dem 18. September 2017 für zehn Tage im Lager Probearbeiten und mit einem Kollegen mitgefahren, da ich selbst keinen PKW besitze. Einen befristeten Arbeitsvertrag musste ich auch aus versicherungstechnischen Gründen sofort unterschreiben.

Die Probearbeit war hart, schweißtreibend und ich musste immer länger als 8 Stunden arbeiten. Am Sonntag, den 01. Oktober blutete ich stark am Steißbein und musste mit dem Notarztwagen direkt in die Ambulanz um mich zu untersuchen und not behandeln zu lassen. Die Blutung wurde gestoppt und man sagte mir, dass ich sofort am Montag zum weiterbehandelten Arzt mit Verdacht auf einer ausdehnenden Fistelbildung am Steißbein mich behandeln lassen müsste, da es sich jederzeit wieder mit Eiter füllen würde und zu platzen drohte. Ich rief die Firma, wo ich die 10 Tage Probearbeiten absolvierte an und meldete mich krank. Meine Krankmeldung vom Arzt wurde noch am gleichen Tag von meinem Vater vorbeigebracht.

Mit Ablauf der Probetage und meiner Krankheitsgeschichte, da gesundheitlich sich keine Besserung einstellte, hatte man mir von Seiten der Firma keine Weiterbeschäftigung zugesichert. Nachdem ich mich darüber beschwerte, dass ich bislang unentgeltlich und mit vielen Überstunden die 10 Probetage abgeleistet hatte, bezahlte mir die Firma auf einmal diese Tage nebst Überstunden. Sie hatten wohl ein schlechtes Gewissen.

Nun, die Situation konnte ich durch meine Krankheit der ausdehnenden pilonidalzysten Abzesse nicht mehr verbessern, sondern verschlechtern, wenn ich weiter gearbeitet hätte. Aufgrund von gesundheitlichen Gründen; jetzt eher zwar etwas stabiler geworden aber mit Rückfall, kann ich diese schwere Tätigkeit nicht mehr ausüben. Nun musste ich auch feststellen dass die Arbeit im Lager für mich unfassbar schwer ist und ich es einfach fast nicht mehr aushalte. Schicht und Termindruck, wie auch das schwere Heben/Kommissionieren, heftig. Psychisch bin ich fast wieder kaputt wegen dem. Abgesehen davon tut mir der Körper sehr weh. Umschulung oder jegliche Bildung verweigert mir das Jobcenter. Bin etwas verzweifelt...

Nun meine Frage: da es zu anfangs um unentgeltliche Probearbeiten handelte, habe ich dem Jobcenter das nicht gemeldet. Wie sieht nun nach Eurer Erfahrung die Strafe für mich aus?

Soli Grüße
jusa
 

Seepferdchen 2010

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AW: Es geht um unentgeltliche Probearbeiten handelte, habe ich dem Jobcenter das nicht gemeldet,wie verhalten?

@jusa

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Probearbeit" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

Überschriften (Thementitel) wenn ihr neue Themen erstellt

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 
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erwerbsuchend

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AW: Es geht um unentgeltliche Probearbeiten handelte, habe ich dem Jobcenter das nicht gemeldet,wie verhalten?

Nachdem ich mich darüber beschwerte, dass ich bislang unentgeltlich und mit vielen Überstunden die 10 Probetage abgeleistet hatte, bezahlte mir die Firma auf einmal diese Tage nebst Überstunden.
Dieses Einkommen hast du dem JC gemeldet? Wie hast du diese vorher nicht gemeldete Erwerbstätigkeit dem JC erläutert?
 

Doppeloma

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AW: Es geht um unentgeltliche Probearbeiten handelte, habe ich dem Jobcenter das nicht gemeldet,wie verhalten?

Hallo jusa, :welcome:

Aufgrund von Beziehungen eines Bekannten bekam ich die Information, dass eine Firma für Lagertätigkeiten einen Mitarbeiter sucht. Am 15.09.2017 fuhr ich mit ihm und stellte mich dort vor. Wir einigten uns auf eine 10 tägige Probezeit.
Warum "einigst" du dich auf eine Probezeit, die dir NICHT bezahlt werden soll ???
Das ist gar nicht zulässig und Niemand hat es in D nötig ohne Bezahlung zu arbeiten. :icon_evil:

Dein "Bekannter" hat dem AG da einen netten Gefallen getan, dich dort anzuschleppen, weil du (offenbar) bereit bist auch umsonst zu arbeiten ...

Das JC hättest du in jedem Falle sofort informieren müssen, dass du eine Tätigkeit aufnehmen wirst und der Vermittlung deswegen zunächst nicht zur Verfügung stehen wirst.

Das wäre dann wohl zu einer "Eingliederungs-Maßnahme bei einem AG" gemacht worden, ich denke schon, dass man dir auch mal mitgeteilt haben dürfte, wie du dich in einem solchen Fall zu verhalten hast.

Ich war ab dem 18. September 2017 für zehn Tage im Lager Probearbeiten und mit einem Kollegen mitgefahren, da ich selbst keinen PKW besitze. Einen befristeten Arbeitsvertrag musste ich auch aus versicherungstechnischen Gründen sofort unterschreiben.
Soweit ja nicht falsch mit dem befristeten Arbeitsvertrag aber warum ist / war da keine Bezahlung enthalten, hast du eine Kopie davon bekommen ???

Du wirst schon was schriftlich brauchen (zu dieser Probearbeit), um das jetzt nachträglich dem JC erklären zu können, auch eine reguläre (bezahlte) Arbeitsaufnahme wäre dem JC umgehend mitzuteilen gewesen.

Die Probearbeit war hart, schweißtreibend und ich musste immer länger als 8 Stunden arbeiten.
Wo stand geschrieben, dass du das "musstest", du hast dich offenbar durch die Hoffnung auf eine feste Stelle dazu hinreißen lassen, deinen besonderen Arbeits-Eifer zu beweisen, genützt hat es dir ja offenbar auch NICHTS ...

Sehen ob du generell für die geplante Tätigkeit geeignet bist, kann man auch ohne Überstunden schon in der normalen Arbeitszeit ...
Kann es sein, dass man dich nur für die Abarbeitung einer besonderen Arbeitsspitze gebraucht (eher missbraucht) hat und nun kannst du wieder gehen ???

Am Sonntag, den 01. Oktober blutete ich stark am Steißbein und musste mit dem Notarztwagen direkt in die Ambulanz um mich zu untersuchen und not behandeln zu lassen.
War das noch während des "Probe-Vertrages" und hat das direkt mit der Arbeit zu tun gehabt (oder wurdest du vom AG mit dem Notarztwagen sogar abgeholt?), dann könnte es sogar ein meldepflichtiger "Arbeits-Unfall" sein ???

Ich rief die Firma, wo ich die 10 Tage Probearbeiten absolvierte an und meldete mich krank. Meine Krankmeldung vom Arzt wurde noch am gleichen Tag von meinem Vater vorbeigebracht.
Bitte mal etwas genauer beschreiben, ob du dieses Gesundheitsproblem schon vorher hattest oder das in irgendeinem Zusammenhang mit der Tätigkeit in diesem Lager steht.
Wie viele Tage davon hast du denn nun tatsächlich dort gearbeitet und was genau steht in diesem "Probe-Arbeitsvertrag" ???

Mit Ablauf der Probetage und meiner Krankheitsgeschichte, da gesundheitlich sich keine Besserung einstellte, hatte man mir von Seiten der Firma keine Weiterbeschäftigung zugesichert.
Das war doch anzunehmen, dass man dich nicht länger weiter beschäftigen möchte, wenn du bereits nach wenigen "Probe-Arbeitstagen" krank wirst, darum vermutlich auch der befristete Arbeitsvertrag, daraus ergeben sich zunächst mal keine Ansprüche auf Weiterbeschäftigung. :icon_evil:

Es ist sehr, sehr wichtig, diesen Arbeitsvertrag (möglichst) mal lesen zu können, vielleicht magst du den ja mal (bitte gründlich anonymisiert) hier einstellen.

Deine Geschichte ist eher sehr ungewöhnlich, meist wird "Probe-Arbeit" direkt über das JC als Eingliederungs-Maßnahme "getarnt", denn sonst wäre es Schwarzarbeit und du wärst tatsächlich gar nicht versichert wenn was passiert beim AG.

Wieviel dein Arbeitsvertrag dafür her gibt, ist natürlich schlecht zu beurteilen wenn man den gar nicht nachlesen kann. :icon_evil:

Nachdem ich mich darüber beschwerte, dass ich bislang unentgeltlich und mit vielen Überstunden die 10 Probetage abgeleistet hatte, bezahlte mir die Firma auf einmal diese Tage nebst Überstunden. Sie hatten wohl ein schlechtes Gewissen.
Allerdings hatten die ein "sehr schlechtes Gewissen", denn wenn man dich (angeblich) versichert beschäftigt hatte für die Probearbeit, dann bist du generell (mit Mindestlohn) zu bezahlen UND es sind auch die Beiträge für dich an die Sozial-Kassen (KK/ DRV/ AfA) abzuführen.

Hast du eine Lohnabrechnung bekommen wo du das nachprüfen kannst, wurde dir das Geld inzwischen auch überwiesen (oder in bar auf die Hand gezahlt ???) ... wann war das, auch zusätzliche Geld-Einnahmen sind dem JC umgehend zu melden.

Nun ist ja inzwischen bereits Februar 2018, wenn das alles im September / Oktober letztes Jahr (2017) passiert ist, was war denn danach ..., dass du erst jetzt darüber nachdenkst, welche Konsequenzen das vielleicht beim JC noch haben könnte ???

Nun musste ich auch feststellen dass die Arbeit im Lager für mich unfassbar schwer ist und ich es einfach fast nicht mehr aushalte. Schicht und Termindruck, wie auch das schwere Heben/Kommissionieren, heftig.
Hast du denn eine Ausbildung in diesem Bereich, sonst kann man dich ja nicht (mehr) zwingen wollen wieder in diesem Bereich zu arbeiten und wenn das gesundheitlich nicht geht, muss der ÄD vom JC beauftragt werden und das gesundheitlich abklären und für die SB bestätigen.

Diese Stelle hast du ja freiwillig aufgenommen, das hat ja Keiner von dir gefordert, hast du denn dazu mit dem JC noch gar nichts geklärt ... :eek:

Es ist DEINE Verpflichtung zu informieren wenn du eine Arbeit aufnimmst (mal egal ob "zur Probe" oder nicht) und wenn du Geld dafür bekommen hast, musst du das auch beim JC mitteilen, das wird dann auf deinen Leistungs-Anspruch angerechnet (zumindest teilweise).

Umschulung oder jegliche Bildung verweigert mir das Jobcenter. Bin etwas verzweifelt...
Für Umschulung wäre (vielleicht) sogar schon die DRV zuständig, hast du mal überlegt eine med. Reha zu machen, dort ergeben sich manchmal auch neue berufliche Möglichkeiten, die gar nicht vom JC bezahlt werden müssen.

Ist natürlich auch alles etwas Altersabhängig und davon wie viele (pflichtversicherte) Berufsjahre du schon hast bisher.
Hast du denn beim JC schon mal (konkrete z.B. aus dem KursNet der AfA ?) Bildungsmaßnahmen schriftlich und nachweislich beantragt ???

Mündlich wird ALLES direkt abgelehnt, auf schriftliche Anträge musst du auch eine schriftlichen Bescheid bekommen mit Begründung wenn das abgelehnt wird.

Nun meine Frage: da es zu anfangs um unentgeltliche Probearbeiten handelte, habe ich dem Jobcenter das nicht gemeldet.
Gerade "unentgeltliche Probearbeit" ist zwingend dem JC zu melden, sonst gilt das als Schwarz-Arbeit und auch der "Schwarzarbeiter" macht sich strafbar, der AG darf dich zudem gar nicht ohne Bezahlung und Versicherung arbeiten lassen ...

Dafür gibt es (zumindest in D) keinerlei zulässige rechtliche Möglichkeiten, du bist doch kein Sklave, den man ohne Bezahlung mal 10 Tage (auch noch mit Überstunden) schuften lassen darf, ohne den gesetzlichen Lohn dafür zu bezahlen.

Scheint ja ein "netter Bekannter" zu sein, der dich dort dafür empfohlen hat, ich denke nicht, dass der keine Ahnung hatte was da mit dir geplant ist, man hat wohl eher deine "Ahnungslosigkeit" schamlos ausgenutzt.

Wie sieht nun nach Eurer Erfahrung die Strafe für mich aus?
Ich denke nicht, dass es hier besonders viele Erfahrungen mit genau deiner Situation geben wird, die meisten User hier wissen zumindest, dass sie nicht unbezahlt arbeiten brauchen und sind auch nicht bereit das zu tun, in der vagen Hoffnung auf länger eingestellt zu werden.

Dafür gibt es die gesetzliche Probezeit (bis zu 6 Monate) bei Arbeitsvertrag und das dann beim JC zu verschweigen, ist eher keine gute Sache ...

Wie dein JC das nun beurteilen wird kann man nicht einschätzen wollen, erstaunlich, dass es nicht längst Probleme deswegen gegeben hat ... bist du (für das JC) immer noch AU geschrieben ???
Wurde dir das Geld ohne schriftliche Nachweise gezahlt (also nicht auf dein Konto überwiesen) weiß ich nicht, ob es gut wäre das jetzt anzusprechen ... zumindest eine "Überzahlung" (nach Zufluss auf dem Konto) wird man dann von dir zurück fordern können.

Eine Garantie, dass da nichts mehr nachkommen könnte, gibt es aber auch nicht, ich denke mal der AG wird mit diesen Methoden irgendwan unangenehm "auffallen" (beim Zoll z.B.) und dann könnte auch dein Name dabei wieder auftauchen ...

MfG Doppeloma
 

jusa

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AW: Es geht um unentgeltliche Probearbeiten handelte, habe ich dem Jobcenter das nicht gemeldet,wie verhalten?

@ erwerbssuchend: Nein, das hatte ich nicht sofort gemeldet.
 

Helga40

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AW: Es geht um unentgeltliche Probearbeiten handelte, habe ich dem Jobcenter das nicht gemeldet,wie verhalten?

Wenn es aufliegt, was wohl im Rahmen eines Datenabgleichs kommen wird, da du es ja wohl selbst nicht meldest, wird wohl ein Betrugsverfahren eingeleitet werden. Wird es wegen Geringfügigkeit eingestellt, wir das JC ein Bußgeld verhängen. Wie hoch das ist, kann niemand voraussagen. Lt. Gesetz sind bis 5000 Euro möglich.
 

Bettelstudent

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Hallo Jusa,


bist du wirklich soo leichtgläubig ??

Ein kostenloses Probearbeiten gibt es nur vom Staat in der Form der Eingliederungsmaßnahmen der Bafa/Jobcenter.

Alles andere ist Schwarzarbeit.


Erstaunlich finde ich, das sich das JC noch nicht bei dir gemeldet hat, denn normalerweise hätten die diese Arbeit durch die Zahlung der Firma (Krankenkasse) im Datenabgleich gefunden.
 
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