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Und wieder neue Probleme mit dem Fallmanager

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Nicht offen für weitere Antworten.

grinsekatze

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#1
Ich danke Euch sehr für die vielen hilfreichen Tipps.
Heute kam der nächste Schlag von diesem "Fallmanager"
Im Briefkasten lag ein Schreiben von ihm, dass ich zur Prüfung von Sanktionen am 19. zu einer ärztlichen Untersuchung zum Arbeitsamts-Arzt muss.
Das kann ich nun gar nicht mehr verstehen. Ich hatte doch eine gültige Krankschreibung. Und das auch das 1. Mal. Ich war vorher nie krank gewesen. Was soll das? Was soll damit bezweckt werden?
Will dieser Mensch mich nun kaputt machen?
Ich bin nun noch fertiger als ich ohnehin schon war. Muss dazu sagen, dass ich starke Depressionen habe und deswegen auch krankgeschrieben wurde und somit folglich auch die Massnahme nicht weiterführen konnte.

Kann mir jemand helfen? Ich sitze schon wieder und heule...

Vorgeschichte:
http://www.elo-forum.org/forum/ftopic13918.html
 

heuschrecke

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#2
Naja, was soll ich sagen:
Zum Amtsleiter gehen, falls Du's noch nicht gemacht hast.
Zu diesem Amtsarzt gehen. Kommst Du imho nicht drumherum.
(VORHER mal hier im Forum lesen, was es dabei alles zu beachten gibt. Gibts schon ne Menge Threads zu dem Thema... )
Zu nem Anwalt gehen, falls Du mit dem was dort (Amtsleiter & Amtsarzt) bei rausgekommen ist nicht zufrieden bist.

Nirgends was unterschreiben, ohne es vorher in aller Ruhe (möglichst zu Hause) geprüft zu haben. Möglichst vorher noch jmd. Fachkundigen vorlegen.
Notfalls kann man immer sagen, man möchte das vor der Unterschrift gern noch vom Anwalt überprüfen lassen. Das sollte eigentlich immer möglich sein.

Sich nicht verrückt machen lassen. Tief durchatmen und versuchen es nicht persönlich zu nehmen.

Alles Gute für Dich!
 

grinsekatze

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#3
Hallo Heuschrecke,

vielen Dank für Deine Antwort!
Durch die ganze Sache geht es mir nun noch schlechter, war dabei mich wieder etwas zu fangen. Deshalb wird es sehr schwer werden, mich aktiv dagegen zu wehren. Ich kann nicht glauben, dass dieser Mensch wohl anscheinend meint, ich würde gar nicht krank sein und weil er anscheinend sowieso vor hat, alles zu unternehmen, damit wir noch schlechter dran sind, kam ihm nun wohl diese zündende Idee. Ich weiss im Moment nicht, wie ich das durchstehen soll.
 

Lisa2

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#4
Lass dich nicht hängen

Also doch so, wie ich es vermutet hatte.

Natürlich liegt immer der Verdacht nahe, dass man gar nicht krank ist.
Vor allem, wenn die Krankschreibung erst ab dem Tag erfolgt, wo die Maßnahme beginnen sollte. Wolltest du das eigentlich machen oder hatte er es vorgeschlagen?


Ich heule heute auch :cry:

http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?p=104055#104055
 

Müllemann

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#5
so eine Zwangsuntersuchung gerade hinter mir und kann jedem nur raten, auch zu einer ärztlichen Untersuchung eine Begleitperson mitzunehmen.

Ist nicht gern gesehen, aber durchsetzbar.
 

kalle

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#6
Gerade bei Depressionen sollte man eine zweite Person mitnehmen. Entweder Deinen Freund als Betreuungsperson oder jemanden anderes. Eine Begleitung dürfen sie nicht ablehnen. Eigentlich wird so etwas aus Datenschutzgründen abgelehnt. Da es ja um sensible Gesundheitsdaten geht. Wenn Du allerdings darauf bestehst, dann müssen sie die Begleitung zulassen.

Nimm auch alle ärztliche Unterlagen mit, aus denen Deine Erkrankungen hervorgehen. Diese kann auch positiv als Überprüfung der Erwerbsfähigkeit gewertet werden. Du hast auch Anspruch auf das Gutachtenin Kopie. Damit kannst Du dann auch argumentieren wenn wieder einmal unmögliche Dinge gefordert werden. Er muß sich dann an das Gutachten halten.

Also, gaaaaaanz ruhig, hingehen und untersuchen lassen. Kann auch positive Ergebnisse bringen. :daumen:
 

Müllemann

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#7
kalle sagte :
Gerade bei Depressionen sollte man eine zweite Person mitnehmen. Entweder Deinen Freund als Betreuungsperson oder jemanden anderes. Eine Begleitung dürfen sie nicht ablehnen. Eigentlich wird so etwas aus Datenschutzgründen abgelehnt. Da es ja um sensible Gesundheitsdaten geht. Wenn Du allerdings darauf bestehst, dann müssen sie die Begleitung zulassen.

. :daumen:

Datenschutz bei Behörden - eine Farce! Darauf wird verwiesen, wenn man die Anwesenheit von dritten Personen vermeiden möchte.
 

Müllemann

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#8
wenn ein Prozessbeteiligter (bei gerichtlich angeordneter ärztlicher Untersuchung) Anspruch auf die Anwesenheit seines Anwalts hat, sollte das auch für Hilfebdürftige Gültigkeit haben

Im Urteil heißt es u.a. : eine ärztl. Untersuchung sei ein erheblicher Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen. Die gerichtlich angeordnete Untersuchung greife in die Intimsphäre und die Menschenwürde des zu Untersuchenden ein. Daher müsse seinem Wunsch nach Anwesenheit einer Vertrauensperson grundsätzlich entsprochen werden.

Eine von der ARGE angeordnete ärztl. Untersuchung ist auch ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ....
 
E

ExitUser

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#9
Hallo Grinsekatze

Wenn du Depressionen hast dann ist das ein seelisches Leiden das sich dann auch auf deinen körper ausweitet (kann alles sein von Bauchschmerzen bis hin das dir schwarz vor Augen wird)

Bist du deswegen in Therapie? wenn nein dann würde ich dir das empfehlen. ;)

Der Therapeut unterliegt der Schweigepflicht wie auch andere Ärzte. Er kann eine Diagnose stellen und du stehst nochmals besser da bei der Arge.

Der Amtsarzt kann eigentlich nur körperliche Schäden feststellen weil es ja auch bedeuten könnte das du für den Arbeitsmarkt nicht mehr voll zu verfügung stehst.


Also ich bin jetzt seit 4 Monaten in Behandlung wegen der Arge und es hilft mir wenigstens ein bisschen mit dem ganzen druck zurecht zu kommen. Mir wurde auch gedroht das ich zum amtsarzt muss da ich sehr lange krank war während meines 1-Euro-Jobs.

Aber wie will man eine pyschische krankheit untersuchen? Und gerade depressionen?

Mach dich nicht bekloppt. die Arge schiesst nur mit heißer Luft um dir Angst zu machen um an deine Existenz (ALG 2) zu kommen und es einzusparen. ist halt typisch heutzutage. Traurig. aber wahr :cry:


Und hör nicht auf zu kämpfen :)
 

heuschrecke

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#10
Patrik sagte :
Bist du deswegen in Therapie? wenn nein dann würde ich dir das empfehlen. ;)

Der Therapeut unterliegt der Schweigepflicht wie auch andere Ärzte. Er kann eine Diagnose stellen und du stehst nochmals besser da bei der Arge.

Und hör nicht auf zu kämpfen :)
Das wäre auch meine Empfehlung. Allerdings sind die Wartelisten bei Psychologen (ausser bei den ganz Schlechten (und von denen gibt es leider mehr als genug....)) recht lang. Also je eher man sich überwindet da mal anzurufen, desto schneller wird einem auch geholfen.

Ich persönlich würde sogar drei Verschiedene anrufen und mit denen allen ein Gespräch vereinbaren. Und erst nach den 3! Gesprächen würde ich mich für einen Arzt entscheiden. Das können die auch ruhig wissen. Denn solche Behandlung ist begleitend, das heisst sie geht oft über mehrere Jahre und man muss auch über sehr private Dinge (Ängste, Sorgen) mit diesem Menschen unbefangen reden können, sonst bringt das alles nichts. Daher ist es für den Erfolg ganz wichtig, dass die Chemie möglichst gut stimmt und man auch mit den vorgeschlagenen Behandlungsmethoden (da gibt es nämlich seeehr unterschiedliche) einverstanden ist.

(Viele Psychologen schweigen sich über ihre bevorzugten Behandlungsmethoden gerne aus, weil sie meinen, dass der Patient eh keine Ahnung hat...) http://de.wikipedia.org/wiki/Depression

Ausserdem sollte man (wie beim Zahnarzt) gleich deutlich sagen, dass man keine Zuzahlungen leisten kann.
 
E

ExitUser

Gast
#11
grinsekatze sagte :
Kann mir jemand helfen? Ich sitze schon wieder und heule...

Vorgeschichte:
http://www.elo-forum.org/forum/ftopic13918.html
Die einzige Möglichkeit, nicht zum Amt zu müssen, ist ein Attest deines behandelnden Psychiaters, dáß du momentn nicht in der Lage bist, beim Amt zu erscheinen.

Ich hab es durchsetzen können, daß mein Mann nicht hin müßte. Auf der ARGE kennen sie ihn persönlich nicht, nicht mal der med. Dienst!

Denn das wurde alles telefonisch zwischen Psychiater und med. Dienst geklärt.

Deshalb: helfen kann dir nur dein Arzt...sonst wirst hin müssen.

Mach dir nicht zu viele Sorgen: selbst wenn du zum med. Dienst mußt: was der Arzt da sagt, ist nicht endgültig... da kann man immer noch jemanden finden, der anderer meinung ist und weiter hilft!
Mein Mann wurde nach seiner Kur laut Bericht für arbeitsfähig erklärt erklärt... und ich hab das in einem Gespräch mit seinem Arzt zu Hause hinbekommen, daß er trotzdem weiter krankgeschrieben wird.

Und war dann noch ein halbes Jahr krank geschrieben... bis ich ihn zum Arbeitsamt geschickt hab, damit er einen Anspruch auf ALG I nicht verliert.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Roxanne

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#12
Hallo,
falls Du keine gescheiten Psychotherapeuten kennst, kannst Du auch ein Krisenzentrum anrufen (telefonbuch.de in Deinem Ort oder im nächst größeren), die haben meist fähige Leute an der Hand und Du erhältst sehr kurzfristig einen Termin. In meiner Stadt sogar innerhalb von drei Tagen.

Als professionelle und gute "Unterstützung" sehr hilfreich und wichtig, da die Amtsärzte meist keinerlei Ahnung mit Depressionen haben.

Gruß
Roxi
 

Müllemann

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#13
nicht nur von Depressionen ....

auch keine Ahnung wie man Blutdruck misst ohne den Probanden zu verletzen....
 
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