Und seit 4 Jahren jede Woche Montagsdemo in Hamburg...

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Paolo_Pinkel

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ExitUser

Gast
AW: Hartz-iv-gegner in hamburg

Also für mich kommt der Artikel so an, als wenn man sagen möchte: Schaut euch mal die Kleinen an, sind die nicht drollig, haben keine Ahnung aber immer noch Träume, wie süß....:icon_knutsch:

...oder: ... Menschen die mit teilweise ungebrochenem Optimismus versuchen, in der Welt von heute zurechtzukommen, obwohl sie wissen müssten, dass sie eigentlich keine Chance mehr haben." :confused:

:icon_rolleyes:
 

Dora

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AW: Hartz-iv-gegner in hamburg

Beharrlichkeit und Ausdauer sind ja wichtige Voraussetzung und dafür meine Anerkennung!

Allzu viel gibt der Bericht ja nicht her. Die Gruppe ist geduldet, zuverlässig und planbar agiert sie immer zur selben Zeit jeden Montag. Regeln, wie bei manchen Therapien üblich. Ein hoher Gewöhnungseffekt - für Aktuere wie Publikum und natürlich auch die Ordnungshüter.

Aber wenn ich lese:
"Irgendwann gibt es einen Knackpunkt bei den Leuten, dann macht es Klick-Klick-Klick", glaubt Demonstrant Stefan Franke, 41 und Ein-Euro-Jobber, ganz fest.
dann kommen mir an solchen Aussagen Zweifel.

Glauben allein genügt nicht.
.
 

Kaleika

Redaktion
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Ja, jede Woche Montagsdemo – und keineswegs wie vom Spiegel behauptet - nur in ein paar Städten wie Hamburg, Bremen, Köln oder Bochum, die sich praktisch an einer Hand abzählen ließen.

Nein, wir sind in über fünfzig Städten vertreten, in denen sich noch nach über vier Jahren eine beständige Gruppierung trifft, die demonstriert, sich gegenseitig unterstützt, zu den argen ARGEN begleitet.

Außerdem lässt sich diese beständige, standhafte Bewegung nicht auf das Niveau “nur Therapie gegen den Frust zu sein“, degradieren!
Es tutallerdings wirklich gut, gegen den gleichgeschalteten Mainstream der Massenmedien, der kaum je eine andere Meinung veröffentlicht, mal mit einer wohltuend kritischen Haltung und andere Verhaltensmöglichkeiten darstellend, an die Öffentlichkeit zu gehen!

In Bremen hoffen wir allerdings auch darauf, dass den Deutschen endlich mal die Augen und Ohren aufgehen mögen, dass sie damit anfangen, zu guter letzt unabhängig und eigenständig zu denken, zu merken, was hier in Deutschland und weltweit im Zuge der Globalisierung geschieht, dass wir tatsächlich neue Politiker brauchen, die ihren Wählerauftrag ausnahmsweise auch erfüllen, anstatt sich von den Konzernchefs durch alle möglichen Ämter in den Aufsichtsräten und Ähnlichem kaufen zu lassen, zur Marionetten der globalisierten Wirtschaft zu werden!

Unsere Forderungen danach, dass endlich wieder damit aufgehört werden muss, von unten nach oben zu verteilen und dass dies sehr wohl möglich ist, indem ein altes Prinzip des Sozialstaats erneut ins wirkliche Leben zurückgeholt wird, wie dass Wohlstand, Reichtum und Besitz eben verpflichtet, das muss wieder als Option in die Fantasie der Menschen, um der Lähmung der Fantasie und Aktivität durch totale Resignation etwas Buntes, Menschenfreundliches, Soziales entgegen zu setzen.

Nein, was sollte daran utopisch sein, dass Betuchte endlich wieder eine Vermögenssteuer bezahlen und die absahnenden Konzerne auch überhaupt mal Steuern, von denen sie zu Unrecht geradezu befreit worden sind, anstatt dieses Geld in die Bildung, in die Gesundheit und das Soziale zu stecken, wo es hingehört!

Immerhin wurde nur ein Mitinitiator der MLPD benannt und nicht so getan, als ob die Montagsdemos ein Bestandteil der MLPD wäre.
Ja, bei uns gibt es Parteimitglieder dieser Partei, wie auch von der Linkspartei – aber die weitaus meisten Teilnehmer sind parteilos und die Bremer Montagsdemo ist überparteilich!

Es tut in der Tat gut, endlich mal nicht mehr nur ausgegrenzt zu sein, sondern einer von vielen anderen bunten Hunden, die sich in ihrer Vielseitigkeit achten und fördern, so wie es in dieser konsumorientierten und nach Verwertbarkeit orientierten Gesellschaft leider wie zwingend alternativlos en vogue geworden ist!

Kaleika
 

Arania

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AW: Hartz-iv-gegner in hamburg

Also für mich kommt der Artikel so an, als wenn man sagen möchte: Schaut euch mal die Kleinen an, sind die nicht drollig, haben keine Ahnung aber immer noch Träume, wie süß....:icon_knutsch:

...oder: ... Menschen die mit teilweise ungebrochenem Optimismus versuchen, in der Welt von heute zurechtzukommen, obwohl sie wissen müssten, dass sie eigentlich keine Chance mehr haben." :confused:

:icon_rolleyes:


Ja so ist es auch, wie ersteres, zumindest in unserer Gegend, jeden Montag sieht man dieselben 5 Leute eine Fahne hochhalten und dieselben Sprüche aufsagen, seit Jahren

Und es bleibt niemand mehr stehen, noch nicht mal Erwerbslose
 

Drueckebergerin

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Ein übersichtlicher Haufen.......

Das nenne ich mal wieder Menschenverachtung pur :icon_kotz:
 
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dr.byrd

Gast
Jahrelang haben sie die Leute ignoriert, dass man sich jetzt über sie "lustig" machen will, bedeutet für mich: Sie haben die Hose gestrichen voll!

Sie haben Schiss, dass es in einigen Monaten wieder 100 000de sein könnten.

Oh Gott, der Spiegel, wie erbärmlich.
 

Martin Behrsing

Redaktion
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Allerdings muss sich dennoch als Montagsdemonstrant fragen, ob es wirklich noch Sinn macht, dies jede Woche durch zu ziehen und alle anderen Erwerbslosen grüßen dann oben vom Fenster und nehmen aber nicht teil. In anderen Stdäten (z.B. Berlin) darf die Frage ernsthaft gestattet sein, ob es wirklich sein muss, dass man jede Woche eine Veranstaltung der MLPD mit unterstützt oder ob es nicht eher Sinn macht, aktionen wie in köln auf die Beine zu stellen. Übrigens ist die Montagsdemo Köln dann auch nicht der Unterstützerkreis des Zahltages, sondern dort verirrt sich auch jede woche nur eine Gruppe von MLPD-Bewegten hin.
 

Tinka

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Vernetzen und sich gegenseitig unterstützen ist die beste Lösung, spalten hat keinen Sinn.
In HH hat das letztes Jahr schon x geklappt, dass die Mo-Demos mit den Zahltagen und andersrum aufgetreten sind.
 
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