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Und schon wieder ne 50+ Maßnahme

allforhim

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#1
Hallo zusammen,

letzte Woche hatte ich eine Aufforderung im Briefkasten (allerdings nicht von meiner pAP, sondern einer anderen Sachbearbeiterin des Jobcenters), mich heute um 08:00 Uhr bei einem "Bildungs"-verein zu einer Information einzufinden. Eingliederung in Arbeit nach dem Bildungspakt 50+.
Ich bin nur noch eingeschränkt (3 bis unter 6 Stunden) einsetzbar lt. Gutachten ärztlicher Dienst des Jobcenters.
Ich war um kurz vor 8 dort und musste im Wartezimmer warten. Um 10 nach 8 bat mich eine Dame des Vereins in ihr Zimmer und bot mir einen Stuhl an. Ich habe mich gleich danach erkundigt, warum ich nicht von meiner pAP geladen worden bin. "Das Programm 50+ bearbeitet die Frau xxx beim Jobcenter", war die Antwort. Ich teilte mit, dass ich nur noch eingeschränkt einsetzbar sei und zeigte das Gutachten. Das sei kein Problem, dann würde ich eben nur 4 Stunden täglich teilnehmen. Da gäbe es auch andere, bei denen das so sei.
Ich erkundigte mich, was denn der Inhalt der Maßnahme sei. Ach, das seinen solche Schulungen in Arbeitsrecht, Ernährung und so. Ich wollte das aber etwas genauer wissen. Antwort der Tante: "Glauben Sie, ich lege ihnen Lehrpläne vor?" Das ganze sei ja zur Vermittlung in Arbeitsverhältnisse. Natürlich könne man ja Leiharbeitsfirmen nicht ganz ausschließen, aber das Gros dieser Firmen sei ja sehr vernünftig.
Darauf frug ich nach den Vermittlungserfolgen des Vereins. Patzige Antwort: "Glauben Sie, dass ich ihnen unsere Statistiken mitteile? Das unterliegt dem Datenschutz." - "....der bei Hartz IV ja nicht immer so genau genommen wird", konnte ich mir nicht verkneifen zu sagen.
Ich müsse noch die Papiere unterschreiben. Das lehnte ich ab, denn ich wollte die Papiere dieses Vereins daheim genau prüfen. Zähneknirschend übergab sie mir diese. Nach ca. 40 Minuten Gespräch war der Spuk vorbei. Mitte November soll ich dann täglich für 4 Stunden antanzen und das ganze für 3 Monate. Danach nochmal 3 Monate in denen ich mindestens zweimal monatlich zum Gespräch dort hinkommen soll.
Aber ganz ehrlich, diese Papiere des Vereins kann ich nicht unterschreiben, denn bei meiner Vorerkrankung öffnet meine Unterschrift der Willkür dieser Leute Tür und Tor. Es kann doch wohl nicht sein, dass ich zum Beispiel unterschreiben soll, dass der Maßnahmeträger entscheidet, ob er einen wichtigen Grund als solchen anerkennt, auch wenn ich eine Krankschreibung vorlege und er ggf. eine gesonderte Erklärung meines Arztes verlangt.
Aber genug der Erklärung. Ich hab das ganze Pamphlet angehängt, damit Ihr Euch selbst ein Bild machen könnt.
Wie soll ich denn jetzt weiter vorgehen?
 

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Neudenkender

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#2
Wie soll ich denn jetzt weiter vorgehen?
Unglaubliche, anmaßende Inhalte in diesen Drexxxpamphleten. ICH würde sofort in den Büros sämtlicher "meiner" Abgeordneten aufschlagen und um Unterstützung bitten. Dito Datenschutzbeauftragte Land und ggf. weitere DBAs (Förderung des Vereins woher?). Beratungshilfestellen aufsuchen, ggf. Anwalt Sozialrecht.

Totale Entrechtung und Anmaßung und Diskrimimierung. Weitere Institutionen einschalten, ggf. Medien. Unglaubliche Papiere!!! :icon_dampf:
 

edelweiß

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#3
*zynismus an

Immerhin gibt es 2 Punkte mit Pflichten des Maßnahmeträgers...:icon_neutral:
der galoppierende Wahnsinn in Schriftform !
-wer DAS unterschreibt gehört verprügelt-Wer versucht so etwas unterschreiben zu lassen gehört vor Gericht !
 

Seepferdchen

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#4
Kann mich Neudenkender nur anschließen, auf keinen Fall unterschreiben, das ist
einfach unglaublich was man da liest, auf welcher rechtlichen Grundlage, schlichtweg
keiner!

Alleine der Satz "Tagsüber bin ich immer erreichbar"........................

eine gesonderte Erklärung meines Arztes verlangt.
Nie und nimmer..................................

Sehe zu das du dir rechtlichen Rat einholst.

Frage hast du eine Eingliederungsvereinbarung?

:icon_pause:
 
E

ExitUser

Gast
#5
Unglaubliche, anmaßende Inhalte in diesen Drexxxpamphleten. ICH würde sofort in den Büros sämtlicher "meiner" Abgeordneten aufschlagen und um Unterstützung bitten. Dito Datenschutzbeauftragte Land und ggf. weitere DBAs (Förderung des Vereins woher?). Beratungshilfestellen aufsuchen, ggf. Anwalt Sozialrecht.

Totale Entrechtung und Anmaßung und Diskrimimierung. Weitere Institutionen einschalten, ggf. Medien. Unglaubliche Papiere!!! :icon_dampf:
Wieso das denn? Es ist doch noch gar nichts passiert. Damit etwas passieren darf, müsste dieser Vertrag erst einmal unterzeichnet werden und das wiederum ist KEINE Pflicht.
 

gelibeh

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#6
letzte Woche hatte ich eine Aufforderung im Briefkasten (allerdings nicht von meiner pAP, sondern einer anderen Sachbearbeiterin des Jobcenters), mich heute um 08:00 Uhr bei einem "Bildungs"-verein zu einer Information einzufinden
Kannst Du das einscannen? Ansonsten steht das in Deiner EGV/EGV-VA?
Meines Wissens nach, ist 50+ freiwillig und Du bist nur gefangen, wenn Du den Mist unterschreibst.
 

allforhim

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#7
Danke soweit schonmal für Eure Antworten.

Ja, eine EGV habe ich und hänge Euch diese an. Soeben habe ich mit Verdi Kontakt aufgenommen. Der Fall wird an die Erwerbslosen-Stelle bei Verdi weitergeleitet. Und ggf. nach Gespräch mit Erwerbslosen-Verdi an Jurist weitergeleitet.
 

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Neudenkender

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#8
Von der Webseite des Vereins:

"
Wir stehen für …

… Toleranz und Offenheit. Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt. Wir arbeiten auf der Grundlage der demokratischen Tradition und orientieren uns am humanistischen Weltbild.

Wir sind ein Ort des Dialoges und der Toleranz, der Chancengleichheit und der Geschlechter*gerechtigkeit. Die Beseitigung von Diskriminierungen und die Herstellung von Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern sind uns ein wichtiges Anliegen (Gender-Mainstream).
"

Die würde ICH öffentlich ans Kreuz nageln. Schon aus rein humanistischen Gründen ...
 

Fuzzi

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#9
Habe ja schon einiges gelesen, aber das....:icon_eek:
Sind in meinen Augen alles Blanco Vollmachten für den Maßnahmeträger.
Nur nix unterschreien und auf die VA warten, da kannst Du widerspruch einlegen.
 

allforhim

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#10
Das 50+ ist ein vom Staat und der EU gefördertes Programm. Und freiwillig ist die Teilnahme nur für die Jobcenter, soweit ich weiß. Für uns "Arbeitssklaven" ist das sicherlich nicht freiwillig.

Glücklicherweise gibt es dieses Forum hier. Gestern habe ich fast den gesamten Tag in den einschlägigen Unterforen gelesen und wer weiß, wenn ich diese Euren Informationen nicht gehabt hätte, vielleicht hätte ich dieses Machwerk unterschrieben. Den meine seelische Verfassung war vorher schon nicht gut, aber bei dem Mist ist sie noch "kaputterer".:cool:
 

Neudenkender

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#11
Wieso das denn? Es ist doch noch gar nichts passiert. Damit etwas passieren darf, müsste dieser Vertrag erst einmal unterzeichnet werden und das wiederum ist KEINE Pflicht.
Wirst DU kaum verstehen, aber zum sozialen Anstand gehört es -zumindest in meinen Augen - auch, daran mitzuarbeiten, andere Unbedarftere vor Schaden zu bewahren. Die Papiere grenzen, meiner Auffassung nach, teilweise an Nötigung (u. a. die Anmaßung des Vereins, "automatisch" sozialrechtliche Folgen in Aussicht zu stellen).
 

Purzelina

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#12
Das 50+ ist ein vom Staat und der EU gefördertes Programm. Und freiwillig ist die Teilnahme nur für die Jobcenter, soweit ich weiß. Für uns "Arbeitssklaven" ist das sicherlich nicht freiwillig.
So pauschal kann man das nicht schreiben.

Zur Einführung des Bundesprogrammes waren alle Projekte für die Teilnehmer freiwillig. Inzwischen gehen aber immer mehr JC zur verpflichtenden Teilnahme über.

Manchmal findet man auf den einzelnen Seiten ganz versteckt noch einen Hinweis auf die Freiwilligkeit.
 

gelibeh

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#13
Die EGV ist auch rechtswidrig.
Das Einladungsschreiben fehlt noch.
Das 50+ ist ein vom Staat und der EU gefördertes Programm. Und freiwillig ist die Teilnahme nur für die Jobcenter, soweit ich weiß. Für uns "Arbeitssklaven" ist das sicherlich nicht freiwillig.
Laut Webseite des BMAS aber doch. Darum läuft das auch nicht unter dem §16 SGBII.
Bloß wenn Du diesen Schrott unterschreibst, dann bist Du ja damit einverstanden und damit freiwillig dabei. Schon die gesamten Datenschutzsachen stoßen mir unangenehm auf.

Inzwischen gehen aber immer mehr JC zur verpflichtenden Teilnahme über.
Ich hab schon mal geschrieben, dass das aber nicht rechtens sein muss. Warum laufen denn die Maßnahme nicht unter einem Paragrafen? Meiner Meinung nach, kann nur sanktioniert werden wenn Du Arbeitsförderungsmaßnahmen nach §16 nicht antrittst.
 

Neudenkender

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#15
Nur nix unterschreien und auf die VA warten, da kannst Du widerspruch einlegen.
So wie ich das lese anhand der Doks, HAT er die EGV bereits unterschrieben ... am 31.7. oder so ... siehe auch #7 , "habe ich" ... :icon_neutral:
 

gelibeh

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#17
Okay. Weder eine Zuweisung noch etwas in der EGV. Du bist nicht verpflichtet, das Ding zu unterschreiben. War denn überhaupt an dem Termin eine Mitarbeiterin des Jobcenters anwesend? Falls nein, war der Meldetermin nicht rechtens.
Wer hat Dich denn wegen der EGV beraten? Derjenige scheint keine Ahnung zu haben. Gesundheitliche Dinge haben nichts in einer EGV zu suchen.
 

allforhim

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#18
Nein, gelibeh, ich war mit der Frau vom Verein ganz allein in einem Zimmer. Das Jobcenter hat mit mir nie über 50+ gesprochen und daher wußte ich auch nicht, was da auf mich zukommt.
 

gelibeh

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#19
Also nichts unterschreiben. Du musst da nicht hin. Falls irgendetwas vom JC kommt, hier wieder melden.

Edit: Versprich Dir von Verdi nicht so sehr viel. Oft haben die keine Ahnung.
 

Purzelina

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#20
Das Jobcenter hat mit mir nie über 50+ gesprochen und daher wußte ich auch nicht, was da auf mich zukommt.
Überrumplungstaktik, gut, dass du beim Verein nichts unterschrieben hast.
 

Texter50

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#21
Überrumplungstaktik, gut, dass du beim Verein nichts unterschrieben hast.
Das wird ja immer übler mit dieser Bande. So viel Mist hat man mir nie vorgelegt, und mich haben sie schon zwei mal zu 50+ einkassiert.
Da fehlt ja nur noch der Bescheid der Entmündigung. :icon_dampf:

Ich hab mal einen Link zugefügt und den angebotenen Flyer.
Informativ ist irgendwie anders!

Projekt 50Plus
 

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Neudenkender

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#22
Da fehlt ja nur noch der Bescheid der Entmündigung. :icon_dampf:
Unterschriebe man die Wische, hätte man sich quasi selbst entmündigt.

Würde man mir so einen Dreck vorlegen, würde ich dermaßen nach allen Seiten Öffentlichkeitsarbeit betreiben, dass Evi und ihre Leute in den nächsten Monaten vor allem mit Krisenmanagementaufgaben so ziemlich ausgelastet wären ...
 

allforhim

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#23
@Neudenker: Ja richtig. Aber ich habe nicht das Alter 50+ erreicht, um mich jetzt entmündigen zu lassen. Ich habe mir Hilfe hier vor Ort gesucht.
 

Rounddancer

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#24
Laut Webseite des BMAS aber doch. Darum läuft das auch nicht unter dem §16 SGBII.
Es ist m.W. so, daß da ja der ESF die meisten Kosten tragen soll, und der das nur für freiwillige Maßnahmen tut.

Die sagen sich nämlich -und das zurecht-, daß Maßnahmen, deren Teilnahme erzwungen wird, eigentlich für die Katz sind, das öffentliche Geld dafür somit hinausgeschmissen ist.
Menschen was beibringen zu können, das weiß der ESF, geht nur, wenn der Teilnehmer willens ist, das auch anzuhören, mitzumachen, etc. Würde Perspektive 50plus Pflicht, dann zöge der ESF zurecht sein Geld davon ab,- und die armen JobCenter könnten sich dann nicht weiterhin Rekorde dahingehend liefern, nach Abzug der internen Gehaltssteigerungen möglichst viel Eingliederungsgelder am Jahresende wieder nach Nürnberg, bzw. in die Stadtkasse zurück geschickt zu haben.

Das, die Freiweilligkeit, entspricht dabei durchaus dem XMV. Schließlich weiß mindestens jeder, der mit Bildung, Aus- und Weiterbildung, ja, mit Kindern zu tun hatte, daß die am erfolgreichsten dann was kapieren, wenn sie selbst was wissen wollen. Siehe auch die Arbeiten z.B. von Maria Montessori oder auch Alexander Neill.

Bloß wenn Du diesen Schrott unterschreibst, dann bist Du ja damit einverstanden und damit freiwillig dabei.
ja, dann liegt die Zustimmung vor.

Schon die gesamten Datenschutzsachen stoßen mir unangenehm auf.

Stimmt. Wozu haben wir jahrzehntelang für einen besseren Datenschutz, d.h. für den Schutz gegen den Mißbrauch unserer sensiblen Daten gekämpft, wenn nun jeder dahergelaufene Maßnahmensachbearbeiter meint, alle Infos sammeln und nutzen zu dürfen? Nein, und erst recht nicht pauschale Gestattung.

Was mir aber dabei noch mehr Sorgen macht, ist der Vorbehalt, daß der Maßnahmeträger wechseln könnte.
Denn: "Es kommt selten was Besseres nach!", sagt der Volksmund.
 

Neudenkender

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#25
Wozu haben wir jahrzehntelang für einen besseren Datenschutz, d.h. für den Schutz gegen den Mißbrauch unserer Daten gekämpft, wenn nun jeder dahergelaufene Maßnahmensachbearbeiter meint, alle Infos sammeln und nutzen zu dürfen?
Die Zeiten waren selten besser als jetzt, unseren Freunden aus United Stasi of A sei Dank, sich umfassend und nachhaltig auf den Datenschutz zu berufen.

Informiert JETZT alle (!) Abgeordneten, vor allem des Bundestages und des EPs, mit diesen Beispielen schriftlich von diesen unglaublichen Datensammlern bei den JCs und den MTs und den ZAFs. Vielleicht (!) ändert sich ja was. Das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Also JETZT bitte handeln! (Ausreden gülden nich!)
 

Texter50

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#26
Es ist m.W. so, daß da ja der ESF die meisten Kosten tragen soll, und der das nur für freiwillige Maßnahmen
Wo steht das, wenn der ESF das fördert und woher erfahre ich, wer die jeweilige Maßnahme fördert? Denn: wer fördert redet mit! :icon_hug:
 

allforhim

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#27
@Rounddancer:
Es ist m.W. so, daß da ja der ESF die meisten Kosten tragen soll, und der das nur für freiwillige Maßnahmen tut.

Die sagen sich nämlich -und das zurecht-, daß Maßnahmen, deren Teilnahme erzwungen wird, eigentlich für die Katz sind, das öffentliche Geld dafür somit hinausgeschmissen ist.
Menschen was beibringen zu können, das weiß der ESF, geht nur, wenn der Teilnehmer willens ist, das auch anzuhören, mitzumachen, etc. Würde Perspektive 50plus Pflicht, dann zöge der ESF zurecht sein Geld davon ab,-
Ich habe soeben mit der Dame, die mir die Einladung zu dieser Maßnahme hat zukommen lassen, gesprochen. Meine einzige Frage war: "Ist die Teilnahme für die Teilnehmer freiwillig?" - Antwort: "In manchen Kreisen ist das freiwillig, aber bei uns gibt es so viele Anwärter, dass die Teilnahme verpflichtend ist."

Da kann doch was nicht stimmen, oder?
 

gelibeh

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#28
Da stimmt auch was nicht. Wenn das verpflichtend ist, warum hast Du dann kene Zuweisung bekommen mit den einschlägigen Paragrafen? Warum steht das in keiner EGV? Weil die solche Maßnahmen eben nicht zuweisen können, da die Rechtsgrundlage fehlt.

Ich würde da jetzt auch gar nicht weiter nachfragen Bring die nicht auf dumme Ideen. Ohne eine Zuweisung/EGV/EGV-VA musst Du da nicht hin.
Und telefonier nicht mit dem Amt. Wenn man etwas wissen will, dann schreibt man denen und verlangt auch die Nennung der Rechtsgrundlage, denn Du möchtest bei der BMAS nachfragen, ob das wirklich so ist, dass das verpflichtend ist.:icon_cool:
 

Texter50

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#30
Da kann doch was nicht stimmen, oder?
Ein Logiktest würde damit nicht bestanden, denn wenn sich mehr freiwillig melden als Plätze da sind, dann muss ich niemanden da rein nötigen. Das wäre dann JC-Logik. :icon_lol:

Besser: nutze #28!
 

Rounddancer

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#31
@Rounddancer:


Ich habe soeben mit der Dame, die mir die Einladung zu dieser Maßnahme hat zukommen lassen, gesprochen. Meine einzige Frage war: "Ist die Teilnahme für die Teilnehmer freiwillig?" - Antwort: "In manchen Kreisen ist das freiwillig, aber bei uns gibt es so viele Anwärter, dass die Teilnahme verpflichtend ist."

Da kann doch was nicht stimmen, oder?
Ha doch. Weil dann meint die das vermurlich so:
"Weil so viele da sind, die dafür infrage kommen,
wird von denen, die die Teilnahme zusagen, auch erwartet, daß sie dann auch teilnehmen."

Damit nicht der Kurs nicht voll besetzt ist, weil sich Leute einschrieben, die dann doch nicht kommen,- während draußen welche warten, die gerne drin wären.
 

Texter50

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#32
Damit nicht der Kurs nicht voll besetzt ist, weil sich Leute einschrieben, die dann doch nicht kommen,- während draußen welche warten, die gerne drin wären.
Dann kann doch wer nachrücken. Bei den "Inhalten" dürfte das kein Problem sein? Nur mit freiwilligen hätte die MTs es doch leichter! :rolleyes:
 

Tarps

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#33
Vor genau 1 Jahr habe ich es mir mal angetan, da diese 50+ Maßnahme nur eine Woche lief.
15 Personen waren eingeladen, 13 sind gekommen.
Da die Maßnahme nur 10 Personen (!) Platz bot, durften drei Überzählige wieder gehen.
Wohlgemerkt, diese drei Personen kamen nicht zu spät, sie trudelten nur zuletzt ein.
Was man mit den zwei Leutchen gemacht hat, welche nicht kamen, weiß ich leider nicht.
 

Texter50

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#34
Was man mit den zwei Leutchen gemacht hat, welche nicht kamen, weiß ich leider nicht.
Die haben im Forum die Einträge gelesen, haben viel gefragt, keine EGV unterschrieben und durften ausschlafen. Vielleicht waren sie auch einfach nur erkrankt, weil wegen Grippewelle?
 

Purzelina

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#37
Es ist m.W. so, daß da ja der ESF die meisten Kosten tragen soll, und der das nur für freiwillige Maßnahmen tut.
Wenn man diese Aussage auch noch belegen könnte.........bitte.
 

götzb

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#38
Bürgerzwangsarbeit wurde auch vom Euro.Sozialfonds gefördert, und war auch nicht freiwillig.
 

allforhim

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#39
Es ist m.W. so, daß da ja der ESF die meisten Kosten tragen soll, und der das nur für freiwillige Maßnahmen tut.
Ich google mir gerade danach die Finger wund? Hat jemand dazu einen Link? Danke im Voraus.

Edit: Dass diese "Maßnahme" EFS und BMAS gefördert ist, ist klar, denn damit wirbt ja dieser Verein.
 

Neudenkender

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#40
Ich google mir gerade danach die Finger wund? Hat jemand dazu einen Link? Danke im Voraus.

Edit: Dass diese "Maßnahme" EFS und BMAS gefördert ist, ist klar, denn damit wirbt ja dieser Verein.
Ist letztlich ne EU-Einrichtung, wie der Regionalfonds.
Ruf doch Europa an und lass die suchen, Europe direct, dafür sind die da:

EUROPA - Telefon – Details zum Dienst
 

Minimina

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#41
Am letzten Freitag war ich Beistand um eine 50+ Maßnahme abzubügeln, was auch fabelhaft geklappt hat.

Wir waren gut vorbereitet und haben durch den dortigen Arbeitsvermittler nach sturem nachbohren erfahren, dass alle 50+ Maßnahmen definitiv "freiwillig" sind! und nur der Arbeitsvermittler entscheidet ob er überhaupt so gnädig ist und den LE dort aufnimmt :icon_lol:

O-Ton: "das steht auch auf der BA-Seite im Internet"....

Trotzdem sollte man darauf achten, dass im VERBIS-Eintrag steht, daß der Arbeitsvermittler den LE nicht aufgenommen hat mit der entsprechenden Begründung und sich das VERBIS-Protokoll direkt vor Ort ausdrucken lassen!

Wir haben ein sagenhaftes VERBIS-Gesprächsprotokoll erhalten, an dem AV und Teamleiter eine dreiviertel Stunde dran gearbeitet haben....:icon_lol:

LG MM
 

allforhim

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#42
@Minimina:
Wir waren gut vorbereitet und haben durch den dortigen Arbeitsvermittler nach sturem nachbohren erfahren, dass alle 50+ Maßnahmen definitiv "freiwillig" sind!
Das hört sich doch schon sehr gut an. Dieser AV wird aber seine Verfahrensvorschriften oder sonstige Quellen haben, aufgrund dessen er diese Aussage getätigt hat. Und die müssten doch auch irgendwo niedergeschrieben sein. Ich weiß, ich bin sehr beharrlich, aber ich brauche Schriftliches, damit ich mich erfolgreich wehren kann.
 

gelibeh

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#43
O-Ton: "das steht auch auf der BA-Seite im Internet"....
Sag ich doch und die JC, die laut Purzelina sagen, dass das verpflichtend ist, lügen. Die würden mit einer Sanktion nicht durchkommen. Aber wenn man alles dem JC glaubt und dann beim MT was unterschreibt, macht das dann ja freiwillig.

Ich weiß, ich bin sehr beharrlich, aber ich brauche Schriftliches, damit ich mich erfolgreich wehren kann.
Wogegen willst Du Dich denn im Moment wehren? Du hast weder eine Zuweisung noch steht etwas in Deiner EGV.
 

Texter50

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#44
Sag ich doch und die JC, die laut Purzelina sagen, dass das verpflichtend ist, lügen. Die würden mit einer Sanktion nicht durchkommen. Aber wenn man alles dem JC glaubt und dann beim MT was unterschreibt, macht das dann ja freiwillig.
Da mich solche Wundertüten auch ab und an überraschen, habe ich jetzt lange gesucht, aber auch keine direkte Antwort gefunden. Aber: es scheint wirklich so zu sein, dass der Kram freiwillig ist. Die SBs und FMs drücken es den Sklaven gerne hinten herum auf, alles über die EGV. Und dann isset für die... :icon_tonne:

Ich warte noch auf ne Rückmeldung von 50plus, da hab ich mal aus Spass hingeschrieben. Aber das kann dauern.
 

allforhim

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#45
@Texter:
Ich warte noch auf ne Rückmeldung von 50plus, da hab ich mal aus Spass hingeschrieben.
Und ich hab an das BMAS geschrieben, die auch einige Seiten zum EFS haben und die Frage der Freiwilligkeit gestellt. Auch ich warte auf Rückmeldung.

Ich durchsuch schon ne Weile die Seite der BA. Aber zu der Freiwilligkeit von 50plus oder ähnlichen Maßnahmen hab ich auch noch nichts gefunden.
 

Neudenkender

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#46
Dieser AV wird aber seine Verfahrensvorschriften oder sonstige Quellen haben, aufgrund dessen er diese Aussage getätigt hat. Und die müssten doch auch irgendwo niedergeschrieben sein. Ich weiß, ich bin sehr beharrlich, aber ich brauche Schriftliches, damit ich mich erfolgreich wehren kann.
Nach der verbindlichen Quelle haben sich schon andere die Finger wund gesucht. Das Stichwort "Freiwilligkeit" wird dabei oft fehlinterpretiert. Die wissen wohl zum Teil selber nicht, was Sache ist und geben divergierende Infos.

Frag schriftlich, zur Not über deren Web-Kontaktseiten, beim BMAS und bei der BA an (du wirst keine verbindliche Antwort erhalten) ...
 

gelibeh

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#47
Ich würde auch noch etwas Anderes versuchen. Diese 50+-Maßnahme läuft ja nicht unter dem §16 SGBII. Es wäre doch also nur zu klären, ob man auch Maßnahmen sanktionieren kann, die nicht unter dem §16 SGBII/§45 SGBIII laufen.
 

gelibeh

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#49
Danke. Für mich ist das Schreiben eindeutig. Erst wenn Du der Teilnahme zustimmst und etwas unterschreibst, dann musst Du. Die Jobcenter versuchen da aber wohl zu tricksen und erzählen, dass Du musst. Wenn Du dann die EGV unterschreibst, dann hast Du zugestimmt. Einen EGV-VA könnte man dann kippen.
 

Texter50

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#51
Also doch so, wie ich das verstanden habe. Das wird einem über die EGV untergeschoben. :icon_surprised:
Jetzt bleibt nur die Frage, ob das auch in anderen Gegenden so gesehen wird. Da kocht ja auch jeder sein Süppchen und von einem Gesetz / einer allgemeinen Regelung ist nicht die Rede.
 

Neudenkender

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#52
Aber zu der Freiwilligkeit von 50plus oder ähnlichen Maßnahmen hab ich auch noch nichts gefunden.
(Meine Meinung:)
50+ ist ein Programm, keine Maßnahme.
An dem Programm musst du NICHT teilnehmen.

Die Frage ist (interessant und wohl noch ungeklärt), ob, wenn du 50+ mitmachst, auch entsprechende Maßnahmen mitmachen musst. Nach meinen überwiegenden Infos: nein. Das scheint aber völlig unterschiedlich gehandhabt zu werden. Niemand sagt dir dazu was Genaues, sagt man mir. :icon_cool:

Es gibt Leute, die waren/sind per EGV 50+-"Mitglied", haben aber noch nie angebotene Maßnahmen mitmachen müssen. Konnten sagen, "nö", und gut war. Alles nebulös.
 

gelibeh

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#53
Jetzt bleibt nur die Frage, ob das auch in anderen Gegenden so gesehen wird. Da kocht ja auch jeder sein Süppchen und von einem Gesetz / einer allgemeinen Regelung ist nicht die Rede.
Die Aussage der BMAS dürfte allgemeingültig sein. Du weißt doch aber selbst, wie kreativ JC sind, obwohl die das nicht dürfen. Irgendjemand hat vor kurzem etwas eingestellt, wo das JC zugegeben hat, dass man nicht sanktionieren kann, weil das Programm freiwillig ist. Die versuchen aber erst einmal, einen mit falschen Tatsachen einzuschüchtern.
 

Rounddancer

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#54
Es gibt Leute, die waren/sind per EGV 50+-"Mitglied", haben aber noch nie angebotene Maßnahmen mitmachen müssen. Konnten sagen, "nö", und gut war. Alles nebulös.
Genau. Ich war da auch. Freiwillig.
Bekam eine nette, besonders qualifizierte FM, die davor stellvertretende JC-Leiterin einer mittlerweile aufgelösten JC-Außenstelle war.

Sie lud mich ein zu einer Veranstaltung, bei der sich im Amt ein paar ZAFs vorstellten. Ich fuhr hin, sichtbar schmerzgekrümmt.
Da sich nach der Begrüßung durch meine FM und die Vorstellung einer ZAF auf der Quasi-Bühne lange Schlangen der Teilnehmer an allen ZAF-Ständen gebildet hatten, ich aber vor Schmerzen nicht lange stehen konnte oder wollte, ging ich nur, als da grade keine Schlange war, zu der JC-Mitarbeiterin, die die Anwesenheitsliste führte und die Straßenbahnfahrkarten ausgab. Erreichte, daß sie mich abhakte und nahm das Straßenbahnkärtchen mit.
Setzte mich noch ne Weile hin,- und zog dann diskret Leine.

Zu einer Maßnahme wollte mich meine Perspektive 50plus-FM auch haben, auch freiwillig. Sie machte mir einen Termin beim Geschäftsführer der Maßnahme,- der stellte mir die Firma und die Maßnahme vor,- sagte, sie müßten mit dem Start der Maßnahme noch warten, weil wenigstens 13 Teilnehmer dafür da sein sollten.
Und man wollte möglichst nur Fach- und Führungskräfte 50plus wie mich da dabei haben,- und nicht durch Leute auf Helferniveau auffülen müssen. Sie würden sich melden,- und dann könne ich ja zusagen und mitmachen.

Nun, als dann nach längerer Zeit die Einladung zum Start der Maßnahme kam,- da mußte ich zur Nabelbruch-OP ins Krankenhaus einrücken. Und gut wars.
Irgendwann nahm mich die 50plus-FM wieder aus dem Programm heraus, da ich dort durch meine lange Krankheitsphase eh schon länger gewesen sei, als normal,- und sie mir ja leider wirklich nicht besser helfen könne. Das wars. Keine Angst, kein Druck, gar nix.
Alles Umgang wie unter zivilisierten Menschen.
 

KleinerMuck

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#55
Ja, die EGV ist unterschrieben. Bin da vielleicht nicht richtig beraten worden.

@gelibeh: Einladung ist hier angehängt.
Du hast Dich aber in dieser EGV zu keinem Projekt 50+ verpflichtet !

An der Maßnahmeveranstaltung hast Du teilgenommen und nichts unterschrieben.

Alles erledigt :icon_hug:! Wo liegt nun Dein Problem ?

Einfach nichts mehr unterschreiben, auch keine EGV.
So einen Fehler macht man nur einmal. Jetzt wirst Du hier aufgeklärt.

Auf Aktivitäten des Maßnahmeträgers überhaupt nicht mehr reagieren und nur auf schriftliches vom Jobcenter warten.
Die suchen freiwillige Dummis für ihren 50+ - Käse.
 

KleinerMuck

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#56
Als Du die EGV unterschrieben hast, wurde wohl kurz Deine Signatur in Deinem Profil vergessen ? :icon_mrgreen:
 

Purzelina

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#57
In einem anderen Forum gelesen:

Das Bundesministerium antwortete zum Thema folgendes:

"Die Durchführung der Einzelprojekte (.....blabla...) erledigen die beteiligten örtlichen Jobcenter in eigener Zuständigkeit.

Wie das zuständige JC die Teilnehmer dem Programm zuweist und ob dies gegebenenfalls verpflichtend erfolgt, entscheiden die Pakte und JC dezentral vor Ort.
Das BMAS hat in seinem Förderaufruf hierzu keine besonderen Vorgaben gemacht. So wird es den JC als handelnden und verantwortlichen Akteuren vor Ort ermöglicht, von der ihnen im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages gegebenen Eigenständigkeit Gebrauch zu machen."
http://hartz******/index.php?topic=70150.msg686224#msg686224
 

Purzelina

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#59
Kann ja auch nicht, weil ein Teil des Links durch die hiesige Forensoftware mit Sternchen ersetzt wird. Goggle einfach ein Stück Text aus dem Zitat.
 

allforhim

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#60
Hallo zusammen,

zu meinem Thread wollte ich mich nochmal melden, um Euch zu berichten, wie die ganze Sache weitergegangen ist. Nach dem Erstgespräch habe ich ja meine zuständige FM angerufen (ich weiß, sollte man nicht tun) und erst mal gefragt, warum ich von jemand anderem im JC in die 50+ Maßnahme reingeschubst worden bin. Meine FM ist mächtig ins Stottern gekommen, die andere wäre dafür zuständig. Diese Zuständige hat dann auch nochmal angerufen und wollte mir vorschwärmen, wie toll die Maßnahme doch sei. Ich hab der erstmal gesagt, dass ich bei dem Info-Gespräch in den Räumen des Maßnahme-Trägers gewesen bin und ich den mir vom Maßnahme-Träger vorgelegten Knebelvertrag nicht zu unterschreiben gedenke.

Dann habe ich bei meiner zuständigen Gewerkschaft angerufen. Dort gab man mir die Telefonnummer des Vorsitzenden des Erwerbslosen-Ausschuss meiner Gewerkschaft hier vor Ort. Mit dem habe ich dann besprochen, dass sich ein Schreiben des Gewerkschaftsanwaltes an das JC doch gut machen würde. Ich bin dann zum Anwalt gegangen und dieser hat in knappen Worten mitgeteilt, dass ich an der Maßnahme nicht teilnehmen werde. Auch dem Vorsitzenden des Erwerbslosen-Ausschusses hab ich den Knebelvertrag des Maßnahme-Trägers zukomen lassen, damit er wenigstens etwas in der Hand hat, um in Zukunft effektiver gegen diese Maßnahmen vorzugehen.

Der Brief des Anwaltes ist Mitte November rausgegangen und bis heute ist nichts mehr passiert. Ich hoffe, das bleibt auch so.

Euch allen danke ich jetzt schonmal vorläufig für Eure Hilfe und wünsche uns allen eine möglichst friedliche Weihnachtszeit.

LG
allforhim
 

allforhim

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#61
Hallo zusammen,

zu früh gefreut: Heute kam ein Brief des Maßnahmeträgers, dass ich am 15.01.2014 eingeladen sei, die Maßnahme zu beginnen. Na prima! Hier anhängend der Schrieb vom Maßnahmeträger. Wie würdet Ihr jetzt weiter vorgehen?
 

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götzb

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#62
Einladung mit Rechtsfolgebelehrung vom Jobcenter dieser Maßnahme liegt vor ? EGV unterschrieben ?

Arbeitszeugnisse, Lebenslauf, Bewerbungsbemühungen brauchst du nicht mitzubringen; Datenschutz

Ansonsten dort alles was zur Unterschrift vorgelegt wird, mit Hinweis auf Prüfung mitnehmen und nicht unterschreiben.
 

allforhim

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#63
Hallo götzb,

bei der Info-Veranstaltung war ich schon (Anfang Nov 2013). Unmittelbar nach der "Info-Veranstaltung" hab ich meinen Rechtsanwalt aufgesucht. Der hat dem Jobcenter geschrieben, dass ich an der Maßnahme nicht teilnehmen werde (mit Begründungen). Ich hatte auch eine Woche später vom Maßnahmeträger einen Termin zum Maßnahmebeginn. Da bin ich nicht hingegangen, denn ich war krankgeschrieben.

Jetzt versuchen die's, indem sie mir einfach einen neuen Termin für den Maßnahme-Beginn geben. Neuerliches Schreiben vom Jobcenter habe ich nicht bekommen.
 

götzb

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#64
Eine Einladung von Maßnahme Trägern habe keine sanktionsrelevante Relevanz; es sei denn es wurden schon Verträge unterschrieben.

So lange du zu dieser Maßnahme keine Einladung des Jobcenters mit Rechtsfolgebelehrung bekommst, so lange brauchst du da auch nicht hin zu gehen.

Bitte Vorsicht; ist meine Meinung.
Die Spezis werden sich hier noch melden.

Natürlich könnte es sein; das du das Schreiben nicht erhalten hast.
Auch eine Möglichkeit wenn auch keine elegante.
 

Greenhorn

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#65
Hast du denn auch kein Antwort / Bestätigung bekommen auf den Schreiben vom Anwalt, so etwas von wir haben ihren brief bla bla bla am XXXXX erhalten?.
sieht so aus ob das die das einfach ignorieren.

Das würde mich interessieren
 

Texter50

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#66
Eine Einladung von Maßnahme Trägern habe keine sanktionsrelevante Relevanz; es sei denn es wurden schon Verträge unterschrieben.
Das ist vom MT, der hat doch wohl nix zu sagen, es sei denn, Verträge sind abgeschlossen. Bis dahin gehörst Du erst mal zum JC?
Nur das JC kann einen irgendwo hin bestellen und muss dann auch das Fahrgeld zahlen? :icon_mrgreen:

So lange du zu dieser Maßnahme keine Einladung des Jobcenters mit Rechtsfolgebelehrung bekommst, so lange brauchst du da auch nicht hin zu gehen.
Das sehe ich auch so. Da das weder vom JC ausgehändigt noch verschickt wurde, sieht das für mich wie ein plumper Trick aus. Wenn wir den erst mal vor Ort haben, ja dann... :biggrin:

Ich würde da auch nicht hingehen. Wenn das so einfach wäre, würde ich Dich jetzt zu mir bestellen, weil da noch Fenster zu putzen sind. Son Briefkopp, den krich ich fix hin... :icon_mrgreen:
 

Greenhorn

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#67
habe das im netz gefunden über wie die z.b. tricksen,

Zitat Zitat von blaueTomate Beitrag anzeigen
Hallo,

mit dieser Problematik ärgern sich sehr viele Langzeitarbeitslose schon jahrelang rum!

Aus dem Klinikbereich kenne ich einige Betroffene, die in diesem Perspektive50plus Projekt sind...

Vorweg - ja, es ist wirklich entwürdigend!!

Der Clou ist, dass über 50-jährigen Langzeitarbeitslose von ihrem Sachbearbeiter im Jobcenter gesagt wird, dass die Teilnahme am Perspektive 50plus Projekt freiwillig ist...es wird lediglich die Mitwirkungspflicht angesprochen...
das Wort unwillig wird hier tunlichst vermieden...

Der Arbeitslose hört, dass er dann zu einem Sachbearbeiter kommt, der statt 250 nur 150 Kunden betreut - und sich entsprechend mehr kümmern kann... "vielleicht klappt es ja dann doch noch mit fester Arbeit??" denkt sich der
Klient.

Also unterschreibt er im Rahmen seiner Eingliederungsvereinbarung (=Vertrag), dass er Alles mitmacht, was dieses
Projekt beinhaltet.

-Einkaufstraining
-Ernährungstraining
-Mobilitätstraining
-Wie kleide ich mich - trotz wenig Kohle
-Gesundheitsförderung (die Informationsveranstaltung zum Rauchentwöhnungskurs fällt übrigens in diesen ..Bereich!)
-"Wir spielen Kaufmannsladen"
-Wir lernen, dass der PC keine Waschmaschine ist!

Sooooo!!!!
Die Falle ist zu - der 50plus-Langzeitarbeitslose sitzt drin!!!


Er MUSS nun alles mitmachen, wozu er aufgefordert wird...die Eingliederungsvereinbarung gilt, bei Verstößen drohen natürlich Sanktionen!

Freiwillig ist hier blanker Hohn!

Schon beim ersten Gespräch mit dem Sachbearbeiter der Agentur werden über 50-Jährige rhetorisch
ausgetrickst, sie sind auf die Leistung der Agentur angewiesen, trauen sich idR nicht, etwas auch nur zu hinterfragen.

In der Folge wird diesen lebens- und berufserfahrenen Menschen dann beigebracht, wie man sich benimmt und wie man sich bewegt (Laufenlernen??).

Die Betroffenen können sich nicht wehren - es drohen tatsächlich Sanktionen!!


Ja, es ist entwürdigend...
Du sagst es.

Und es beginnt schon beim Profiling.... . (Zustand der Fingernägel etc.), dann werden teils Arbeitgeber befragt, weshalb jemand nicht genommen wurde. Die Fragebogen sind schon Richtungweisend. (Das betrifft allerdings nicht nur die mit 50Plus.)
Oder es wird in Stellen vermittelt, wo der Betreffende genau weiss, das geht schief. Er MUSS sich ggf. mobben lassen.
Ich habe einige Menschen kennengelernt, die wirklich nicht nur so gekränkt wurden, nein, krank gemacht wurden.
Für die gibt´s dann ja auch wieder eine Massnahme. - Solange bis sie am Ende der Spirale ganz unten sind, sich ggf. auch von der Arbeitssuche abmelden, weil sie sich dem nicht mehr gewachsen fühlen. Und denen, die Massnahmen anbieten bzw. das umsetzen, was sich andere am "grünen Tisch" ausgedacht haben, droht genau dasselbe Schicksal, wenn sie nicht spuren.
So wird auch Armut und Krankheit geschaffen!

 

gelibeh

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#68
sieht so aus ob das die das einfach ignorieren.
Der Maßnahmeträger weiß doch nicht, dass da ein Anwalt eingeschaltet wurde.

Ignoriere den Wisch.
 

verona

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#69
Maßnahmen müssen vom JC hinreichend bestimmt sein und eine Rechtsfolgebelehrung enthalten. Ein Maßnahmeträger darf nicht privat anschreiben und einladen. Außer dem wurde zugestimmt.

Hierzu würde ich das JC anschreiben und mal nachfragen, was das zu bedeuten hat. Als letzten Satz würde ich schreben. Der Rechtsweg wird vorbehalten.
 

allforhim

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#70
Danke Euch allen, die geantwortet haben.

Ich habe gestern noch meinen Anwalt angerufen, der das Schreiben ans Jobcenter geschrieben hat. Er war ganz verdutzt, dass ich nach einer einigermaßen langen Zeitspanne ein Schreiben vom Maßnahmeträger bekommen habe. Ich hatte ihm das eine halbe Stunde vorher per e-mail zukommen lassen.

Er meinte auch, dass ich da ja wohl nicht hingehen müsse. Ich solle der Maßnahme-Bude schreiben, dass ich nicht hinkomme und sein Schreiben ans Jobcenter anhängen. Damit sollte das dann erledigt sein, meinte er. Das hab ich dann auch so gemacht.

Nun wieder abwarten. Und wenns negativ kommt, wieder zum Anwalt.
 

Neudenkender

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#71
Ein Maßnahmeträger darf nicht privat anschreiben und einladen.
So? Hat die miese Klitsche aber offenbar gemacht. Folgen für die? Richtig, Null. Probieren die Schäfchenfänger einfach ohne Schaden für sich selbst. Jeden Tag stehen genug Schafe auf. Also werden die Arbeitslosenverwerter es weiter genau so probieren. Früher hätte man ggf. gegen so etwas klagen können ... Heute ist dieses Vorgehen Standardprogramm. Von oben abgesegnet bzw. mindestens geduldet. Eine Hand ...

ICH hätte hier gar nicht gemacht. Locker ausgesessen und abgewartet. Null Schreiben, null Auftauchen, null Anwalt.

Nur meine Meinung.
 
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