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melissa1919

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#1
Hier ist das Arbeitszeugnis meiner Ex-Firma... wer sich mit der Deutung auskennt, kann ruhig seine Meinung dazu posten :icon_smile:.

Frau X, geboren am ....., war vom 14.04.2008 bis zum 13.03.2009 in unserem Unternehmen, in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, als Bürokauffrau beschäftigt.

Im Rahmen Ihres Beschäftigungsverhältnisses umfasste das Aufgabengebiet von Frau X folgende Bereiche:

- telefonische Kundenbetreuung von Bestandskunden und Neukundenakquise (telefonisch / per Internet) im Inland und in spanischsprachigen Ländern - Spanien, Latein- und Südamerika
- Betreuung und Neugewinnung von Auslands-Vertretungen - spanischsprachiger Markt
- Betreuung, Koordinierung, Terminierung und Tourenplanung von Außendienstmitarbeitern deutschlandweit
- Empfangs- und Telefondienst
- allgemeiner Schriftverkehr - deutsch/spanisch
- Datenerfassung im Warenwirtschaftssystem
- Pflege von Excellisten und Kundenstammdaten
- Bearbeitung von Anfragen, Angebotserstellung, Verkauf
- Bearbeiten von Kundenreklamationen
- Terminverfolgung und Überwachung (Aufträge und Versand In-/Ausland)

Frau X arbeitete sich schnell und umfassend in alle Aufgabengebiete ein und ging dabei methodisch und gründlich vor.
Sie arbeitete stets selbständig, zuverlässig, zügig, zielorientiert und verantwortungsbewusst. Sie hat alle ihr übertragenen Aufgaben gewissenhaft und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Ihr Arbeitstempo war dabei überdurchschnittlich hoch bei durchweg fehlerfreiem Ergebnis.
Frau X wurde von Vorgesetzten und Kollegen gleichermaßen als kompetente Ansprechpartnerin geschätzt.
Ihre Führung und ihr persönliches Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeiten und Kunden war stets höflich und einwandfrei.
Frau X verlässt unser Unternehmen zum 13.03.2009 auf eigenen Wunsch.

Wir danken Frau X für ihre engagierte und erfolgreiche Mitarbeit und wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute, viel Glück und weiterhin viel Erfolg.
 

Muzel

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#2
Mir fällt auf, dass der Betrieb die Bedauernsformel zum Schluss weglässt.
Man lässt auch die Beurteilung deiner fachlichen Fähigkeiten weg.
Dann wird der Umgang mit den Vorgesetzten und Mitarbeitern als "höflich" bezeichnet. Höflicher Umgang ist selbstverständlich und weist im Zeugnis auf ein Defizit hin.
 

melissa1919

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#3
Mir fällt auf, dass der Betrieb die Bedauernsformel zum Schluss weglässt.
Ist die denn so wichtig?

Frau X arbeitete sich schnell und umfassend in alle Aufgabengebiete ein und ging dabei methodisch und gründlich vor.
Sie arbeitete stets selbständig, zuverlässig, zügig, zielorientiert und verantwortungsbewusst. Sie hat alle ihr übertragenen Aufgaben gewissenhaft und stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Ihr Arbeitstempo war dabei überdurchschnittlich hoch bei durchweg fehlerfreiem Ergebnis.
Bezieht sich denn dieser Abschnitt nicht auf meine fachlichen Fähigkeiten?

Was den Umgang mit den Leuten betrifft: Mit EINER Vorgesetzten hatte ich massive Probleme. Sie hat mich bewusst schikaniert, ich habe mir nicht alles gefallen lassen und manchmal widersprochen. Sie hat keinen Widerspruch geduldet, auch wenn sie genau wusste dass sie im Unrecht war.
 

Muzel

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#5
Wenn die Bedauernsformel fehlt, erweckt es den Eindruck, dass der Betrieb froh ist, dich los geworden zu sein.
 
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ExitUser

Gast
#7
Ich denke auch, daß das Zeugnis grundsätzlich "sehr gut" ist.

Überprüfen sollte man die Funktionsbeschreibung, ob alle wichtigen Aufgaben tatsächlich dort aufgeführt sind. Das kann natürlich nur der Zeugnisinhaber selbst tun.

Einzelheiten wie den fehlenden Dank sollte man nicht überbewerten, es gibt schließlich kein universell gültiges Schema, an das sich alle Arbeitgeber halten.

Allerdings fällt mir eine Sache auf: das Arbeitsverhältnis endet zum 13.03., also mitten im Monat. Das ist ein eher ungewöhnlicher Termin, normalerweise wird zum Monatsende gekündigt. Aufzuführen ist hier immer der Tag des Ausscheidens im rechtlichen Sinne, ganz gleich, ob einem noch Urlaub zugestanden hat usw. Es kann natürlich sein, daß jemand zum 15. gekündigt hat wie gesetzlich als Alternative möglich. Ein Zeugnisleser könnte sich dazu seine Gedanken machen und meinen, daß da "etwas war".
 

Couchhartzer

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#8
Allerdings fällt mir eine Sache auf: das Arbeitsverhältnis endet zum 13.03., also mitten im Monat. Das ist ein eher ungewöhnlicher Termin, normalerweise wird zum Monatsende gekündigt.
[...]
Ein Zeugnisleser könnte sich dazu seine Gedanken machen und meinen, daß da "etwas war".
Oder der Zeugnisleser könnte in den Kalender schauen und dann bemerken, dass der 14. und 15.03.2009 ein Samstag und ein Sonntag waren und es dann wahrscheinlich damit zusammenhängen dürfte. :icon_wink:
 
E

ExitUser

Gast
#9
Ja, das ist mir auch bewußt. Nur sollte man nicht unbedingt davon ausgehen, daß Zeugnisleser so weit denken, sondern denen mit einer eindeutigen Datierung "auf die Sprünge helfen" bzw. Fehlschlüsse vermeiden.
 

Muzel

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#10
Melissa hat eine sehr gute Gesamtbeurteilung bekommen. Aber das Zeugnis enthält Widersprüche: Mir gefällt nicht, dass man die Tätigkeiten nur ganz allgemein aufgezählt hat, so dass der Leser sich kein Bild von der Qualität der Arbeit machen kann.
Andere Defizite wurden schon genannt.
 

melissa1919

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#11
Ich wüsste nicht wie man die Tätigkeiten sonst noch beschreiben könnte. Mir ist aber noch was anderes aufgefallen:

- telefonische Kundenbetreuung von Bestandskunden und Neukundenakquise (telefonisch / per Internet) im Inland und in spanischsprachigen Ländern - Spanien, Latein- und Südamerika
Ich habe die Kunden telefonisch oder per E-Mail übers Outlook kontaktiert, aber niemals übers Internet. Wir durften das Internet zu geschäftlichen Zwecken jederzeit benutzen, aber privat nicht mal in der Pause. Da waren die ganz streng. Dummerweise hat mich die eine Vorgesetzte, mit der ich den Ärger hatte, kurz vor meiner Kündigung beim unerlaubten privaten Surfen während der Arbeitszeit erwischt (mein Rechner hatte sich aufgehängt als sie mal zu mir an den Platz kam). War damals sofort einsichtig und habe mich aufrichtig bei ihr entschuldigt. Sie hat es zwar nicht an den Chef weitergegeben, aber mich von dem Tag an wie Luft behandelt und die Kollegen gegen mich aufgebracht.
Kann das sein, dass die Erwähnung des Internets im Zeugnis eine späte Rache ihrerseits ist?
 

Couchhartzer

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#12
...h oder per E-Mail übers Outlook kontaktiert, aber niemals übers Internet.
[...]
Kann das sein, dass die Erwähnung des Internets im Zeugnis eine späte Rache ihrerseits ist?
Nein mit Sicherheit ist das keine angebliche Racheaktion, denn ein Kontakt per Emailversand läuft nunmal über das Internet. :icon_wink:
 
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