Und auch dieses Jahr wieder – Maßnahme statt Selbständigenberatung

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Mampti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Mai 2016
Beiträge
56
Bewertungen
10
Hallo Forenmitglieder. Auch in diesem Jahr muss ich nach einem ähnlich gelagerten Fall fragen, wie ich ihn bereits vor elf Monaten hatte.

Noch immer habe ich bei der Optionskommune keine EGV unterschrieben (wurde nichtmal eine aufgesetzt). Vor drei Wochen dann nach langer Zeit wieder mal ein Termin bei einem mir unbekannten SB. Er solle angeblich nur die Vorarbeit für meinen neuen zuständigen SB machen, der dann als Betreuer für Selbständige loslegen will. Ich werde seit über einem Jahr als Selbständiger geführt, weil ich mich selbständig machen möchte, aber der bisherige Selbständigen-SB bislang nichts getan hat. Der Termin mit der „Vorarbeit“ war Quatsch, alle Fragen hätte er aus meiner Akte beantworten können. Er meinte nur so gaaaanz nebenbei, dass trotzdem noch ein Termin zu einer Kompetenzanalyse kommen würde. Aber nur Formsache …

Nun kam diese Einladung, das Schreiben lade ich hoch. Wohlgemerkt, es geht um eine Selbständigkeit, wie mir im Gespräch vor meinem Beistand als Zeuge mehrmals versichert wurde. Der Inhalt dieser Maßnahme (bei einem bekannten Vertreter der hiesigen Maßnahmenindustrie) hat aber nun mal gar nichts mit der Vorbereitung auf eine Selbständigkeit zu tun. Gar nix. Und genau bei diesem war ich letztes Jahr auch schon. Damals habe ich bei Gesprächsbeginn darauf hingewiesen, dass ich keinen Vertrag unterschreiben würde, danach war das Thema erstmal erledigt. Ich sollte von meinem alten SB noch eine Meldung dazu bekommen, darauf warte ich bis heute.

Nun möchte ich zu diesem ersten Termin gehen und mir anhören, was die wollen. Und vor allem wissen, ob die nochmal so blöd sind und erwarten, dass ich den Vertrag unterschreibe. Ich bin vorgewarnt, weil ich absolut sicher bin, dass man mir nachträglich einen reinwürgen möchte. Ich möchte aber auch meinen guten Willen demonstrieren.

Die Vertragsunterschrift lehne ich ab, weil in D Vertragsfreiheit besteht und ich davon ausgehe, dass der Leistungsträger bereits alles rechtssicher geklärt hat. – Richtig?

Sollte ich dennoch ohne Vertragsunterschrift die Maßnahme antreten sollen und man erklärt mir die Inhalte so wie auf dem Papier … kann ich diese Maßnahme dann noch ablehnen? Die Inhalte widersprechen ja vollkommen dem, was bei mir als Zielsetzung (Selbständigkeit) ausgegeben wurde. Im Vorfeld könnte ich ja noch darauf verweisen, dass die Zuweisung nicht hinreichend bestimmt ist. Oder?

Es wäre nett, wenn ihr mir nur nochmal kurz auf die Sprünge helfen könntet, wie sich das mit den Inhalten der Maßnahme und der geplanten Selbständigkeit verhält.

Dankesehr!
 

Anhänge

  • Fot2.pdf
    9 MB · Aufrufe: 57
  • Fot3.pdf
    2 MB · Aufrufe: 44
  • Fot4.pdf
    2 MB · Aufrufe: 39

Mampti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Mai 2016
Beiträge
56
Bewertungen
10
Ich finde es ohnehin befremdlich, dass mir der Maßnahmenträger einen AVGS ausstellen soll. Eigentlich wird doch ein AVGS vom JC ausgestellt und dann dem Maßnahmenträger übergeben. Nicht umgekehrt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 61615

Gast
Hallo, was steht denn über: Ich schlage Ihnen die Teilnahme an folgender Maßnahme zur beruflichen Eingliederung vor? (Fot1.pdf)
 

karuso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
960
Bewertungen
1.109
Das ist doch eine Sinnlosmaßnahme für Arbeitnehmer nicht für Selbstständige oder Zukünftige. Seit wann soll ein Selbständiger Unterstützung erhalten bei Bewerbungsgesprächen. Was für ein Unsinn.:icon_neutral:
 

karuso

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
960
Bewertungen
1.109
Da steht lediglich: 'Angebot der Maßnahme 'Kompetenzanalyse'

Die Kompetenzanalyse ist das gleiche wie die Potenzialanalyse. Hier werden Aufgaben an einem Maßnahmeträger abgegeben für die er nicht zuständig ist. Die Kompetenzanalyse (Potenzialanalyse)durchzuführen ist Aufgabe des JC oder BA. Ich wurde sofort Wiederspruch und danach eine Klage vor dem SG erheben.
 

Mampti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Mai 2016
Beiträge
56
Bewertungen
10
Da bereits morgen die "Maßnahme" stattfinden soll ... vl. hat ja noch jmd eine Erklärung. Und zwar verwirrt mich folgender Text (aus Datei Fot3):

"Am ersten Maßnahmentag (12.08.2019) erhalten Sie alle erforderlichen Unterlagen, wie z.B. den Erklärungsbogen zur Abrechnung Ihrer Fahrtkosten, ggf. den Erklärungsbogen zur Abrechnung von Kinderbetreuungskosten, den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein zur Abrechnung der Lehrgangskosten mit dem Bildungsträger."

Ist dies überhaupt möglich, dass ein Bildungsträger einen AVGS ausstellt? Oder diesen überhaupt besitzt? Das ist nach meiner bisherigen Kenntnis doch eine völlige Umkehr des Prinzips, dass das JC einen AVGS ausstellt, welchen der Bildungsträger später abrechnen kann.
 
E

ExitUser

Gast
Die Einzige Kompetenz die Ich einem JC als Betrag zu einer Selbständigkeit zuspreche ist Knete rüberwachsen zu lassen um das am Anfang einfacher zu machen
Kompetenzanalyse ich musste das damals auch von denen befürwortet haben wg. Übergangsgeld also Arbeitsamt und IHK
Also Penner ist noch geschmeichelt für den von der IHK, fesch im glatten Anzug aber sonst null Durchblick
Allerdings muss auch gesagt werden wer sich beim JC nicht sauber durchsetzen kann in der Phase der Abnabelung
sollte sich das mit der Selbständigkeit nochmal überlegen, wer zu wenig Biss zeigt wird schnell scheitern, das ist mit Biss schon schwierig genug und wird oft nichts
Hilfreich ist auch jemand zu haben der Schwächen kompensiert, es kann ja niemand alles, zumindest eine gute Supervision ist echt Gold wert
"Aber bitte nicht durch das Dsopzentner"
 

Mampti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Mai 2016
Beiträge
56
Bewertungen
10
So, liebe LeidensgenossenInnen.

Gerade hatte ich meine sogenannte „Potentialanalyse“-Maßnahme, die mir als „Angebot“ verkauft wurde und entsprechend zwar eine RFB mit Sanktionsandrohungen, nicht aber eine Widerspruchsbelehrung hatte. Der Mitarbeiter dieses Maßnahmenträgers hatte sogar im Gebäude des JC ein eigenes Büro, mit Türschild (ohne seinen Namen, aber mit „Potentialanalyse), welches aufgrund des Landskreisaufdruckes den Eindruck vermittelt, als ob das „höchstoffiziell“ wäre. Wie ich an einem anderen bestellten „Kunden“ bemerkt habe, erfüllte dieser Eindruck auch seinen Zweck. Nun denn ...

Erschienen war ich übrigens mit Beistand. Ich musste zu Beginn des Gesprächs erst einmal nachfragen, mit wem ich es genau zu tun habe. Auch von wem, also nicht vom Landkreis. Dann ging es direkt in Richtung RFB. Die deutete er erstmal und wollte mir sagen, was mit der RFB „gemeint“ wäre, bzw. was sie bedeuten soll. Wir einigten uns dann darauf, dass wir darüber reden, was da auch wirklich steht. Interessanterweise wollte er sodann eine Unterschrift unter seinen Ausdruck der RFB, was ich natürlich verweigerte. Er meinte zwar, ich „müsse“ das, ich war aber anderer Meinung - also nicht unterschrieben. Ebensowenig wie den Fahrtkostenantrag, den wollte ich zuhause erstmal durchlesen. Schonmal zwei Unterschriften, die ich zunächst nicht geleistet habe.
Er erklärte mir, dass er ja nicht für das Amt arbeite, aber das Amt die Durchführung der Maßnahme abgetreten und an seine Firma übertragen habe. Und daher bräuchte er die Unterschrift unter den Vertrag. Die Inhalte der Maßnahme waren aber nicht im Vertrag beschrieben, einen Ablaufplan gab es nicht, ich hätte also blanko zugestimmt wahrheitsgemäß zu antworten etc. etc.. Und das JC sowie den Träger der Schweigepflicht entbunden. Die Kosten sind mit 8 Stunden a 39,- angesetzt, zu zahlen vom JC.

Die Inhalte der Maßnahme waren nur in der Einladung beschrieben, nicht im Vertrag. Die Inhalte haben aber nichts mit dem gemein, was bisher Thema bzgl. meiner berufl. Zukunft war. Nämlich die Selbständigkeit. Stattdessen Schwerpunkt auf Bewerbungen, plus Details zu meiner Gesundheit.
Wenn ich nun aber nicht unterschriebe, müssten wir das Gespräch abbrechen. (froifroi) Ich zeigte mich enttäuscht, denn ich wollte die Maßnahme ja eigentlich machen, ich hatte ja große Hoffnungen in diesen Termin. Ich fragte also nach, ob er den Termin abbreche, da dämmerte es ihm wohl und er verneinte. Also schwiegen wir uns erstmal zwei Minuten an, bis er fragte, was wir denn nu machen sollten. ... Lange Rede, kurzer Sinn. Es wurde ihm zu lang, er versuchte immer wieder mich zum Abbruch des Termins zu drängen. Diesen Gefallen tat ich ihm natürlich nicht. Schlußendlich wurde der Termin durch ihn abgebrochen (auf seine Veranlassung hin, vor Zeuge), mein SB würde über den Gesprächsverlauf informiert. Er wollte noch mit mir einen neuen Termin ausmachen, wohl in der Hoffnung, dass ich den Vertrag doch unterschreiben würde. Aber ich wäre ja meinen Pflichten nachgekommen und müsste keine Schwierigkeiten befürchten. Is klar ..... Ein neuer Termin wurde übrigens nicht gemacht, weil ich darauf hingewiesen habe, dass dieser wohl vom JC kommen muss. Hier bin ich nicht sicher, ob dies richtig war. ???
 

Mampti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Mai 2016
Beiträge
56
Bewertungen
10
Kann mir bitte noch jemand einen Rat geben, wie ich nun weiterverfahren soll? Mittlerweile ist klar, dass diese Maßnahme eine der "eingekauften" Maßnahmen ist und inhaltlich absolut nichts mit dem zu tun hat, was mir bei der Planung der Selbständigkeit weiterhelfen könnte. Ist hier das Stichwort "nicht geeignet"?
Und wie verhalte ich mich? Lehne ich die Maßnahme daher ab? Oder weist man sie zurück?
 
E

ExitUser

Gast
Ein neuer Termin wurde übrigens nicht gemacht
ich würde das jetzt unter ist gelaufen verbuchen und nichts unternehmen
Du hast ja deinen Part erfüllt, wer nicht liefern kann ist ja die Gegenseite
Der will offenbar Geld für das Produkt Hoffnung, was unternehmerisch zwar nicht ethisch aber doch gern genommen wird, mangels sonstigem Können

Mehr könnte dir natürlich zur Planung deiner Selbständigkeit gesagt werden wenn bekannt wäre was du vorhast.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten