Unbezahlte Einarbeitung zulässig?

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May28

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ich habe seit eingen wochen einen minijob und war bisher auch schon eiuinge male probearbeiten. also arbeiten. normal bezahlt. nun soll ich eingearbeitet werden allerdings unbezahlt. der chef sagt es würde schließlich mir zum lernen dienen und die firma kosten. ich könnte so oft kommen wie ich will um mir die dinge anzueignen. auch alleine. also ohne betreuung. und unabhängig von meiner ursprünglichen arbeitszeit. nur eben unbezahlt.

ich bin ziemlich platt und habe mit so etwas überhaupt nicht gerechnet. ist das überhaupt zulässig? ich verrichte während der "einarbeitung" arbeit, die nicht entlohnt wird? da bin ich doch auch gar nicht versichtert oder?
 

Texter50

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Es gibt keine Gratisarbeit, das ist Schwarzarbeit! :icon_stop:

Bissu im ALG II Bezug, darfste nur dann kostenlos und gratis arbeiten, wenn das in einer MAG verpackt ist.
Das muss der AG vorher beantragen. :icon_stop:

Natürlich freut sich son AG wie Bolle, wenn er nen Dummen findet, der firmenspezifisches Zeuchs ohne Bezahlung lernt.
Den AG kannste inne Tonne hauen, der taugt nix. :icon_stop:
 
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ich bin ziemlich platt und habe mit so etwas überhaupt nicht gerechnet. ist das überhaupt zulässig? ich verrichte während der "einarbeitung" arbeit, die nicht entlohnt wird? da bin ich doch auch gar nicht versichtert oder?

Das musst du den AG fragen, wie er sich das vorstellt. Ich weiß nicht, wie das genau mit Weiterbildungszeiten aussieht. Die müssten ja auch zur Arbeitszeit gerechnet werden.
 
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Du hast doch bestimmt schon mal was von der gesetzlichen Probezeit von bis zu 6 Monaten gehört. Da wird man auch angelernt und bezahlt. Die verrichtest doch in der Anlernpahse reguläre arbeiten die vergütet werden müssen.
 
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Zitat: von Kone

Oft ist nicht bekannt, dass kein Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung besteht, wenn ein Bewerber im Betrieb mitarbeitet, um einen Einblick zu erhalten. Grundlage für einen Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung ist der Status als in den Betrieb integrierter Arbeitnehmer, den ein Probearbeiter nach Einschätzung der Unfallversicherungsträger nicht erfüllt.

Da geht der Eiertanz dann los wenn du als ELO zur Probe arbeitest und etwas passiert, am Ende noch mit langfristigen Folgen.

Siehe auch: LAG-BREMEN – Aktenzeichen: 3 Sa 83/02, ähnlich zu LAG Schleswig-Holstein Az.: 4 Sa 11/05!


LAG-BREMEN - 25.07.2002, 3 Sa 83/02 - JuraForum.de
 

May28

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meine probezeit beträgt zwei wochen. aber das dürfte ja eigenltich keinen unterschied machen?
es wird halt so hingestellt dass die einarbeitung MIR dient und das unternehmen ja kosten dadurch hätte, da ich ja sozusagen in der zeit kein vollwertiger mitarbeiter bin.
 

May28

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Zitat:

Oft ist nicht bekannt, dass kein Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung besteht, wenn ein Bewerber im Betrieb mitarbeitet, um einen Einblick zu erhalten. Grundlage für einen Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung ist der Status als in den Betrieb integrierter Arbeitnehmer, den ein Probearbeiter nach Einschätzung der Unfallversicherungsträger nicht erfüllt.

Da geht der Eiertanz dann los wenn du als ELO zur Probe arbeitest und etwas passiert, am Ende noch mit langfristigen Folgen.

Siehe auch: LAG-BREMEN – Aktenzeichen: 3 Sa 83/02, ähnlich zu LAG Schleswig-Holstein Az.: 4 Sa 11/05!

LAG-BREMEN - 25.07.2002, 3 Sa 83/02 - JuraForum.de
könnte es im falle des falles dann nicht rückwirkend schnell vom AG so hingebogen werden dass ich doch ganz regulär gearbeitet habe?
 

Texter50

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meine probezeit beträgt zwei wochen. aber das dürfte ja eigenltich keinen unterschied machen?
es wird halt so hingestellt dass die einarbeitung MIR dient und das unternehmen ja kosten dadurch hätte, da ich ja sozusagen in der zeit kein vollwertiger mitarbeiter bin.

Und Probezeit wird bezahlt.
Die Einarbeitung dient dem AG und nicht Dir, denn der AG hat anschließend eine vollwertige, auf seinen Betreib zugeschnittene Arbeitskraft. :icon_stop:
 

May28

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Und Probezeit wird bezahlt.
Die Einarbeitung dient dem AG und nicht Dir, denn der AG hat anschließend eine vollwertige, auf seinen Betreib zugeschnittene Arbeitskraft. :icon_stop:
entschuldigung, meine probezeit beträgt natürlich nicht 2 wochen sondern 6 monate. meine kündigungsfrist beträgt 2 wochen. sorry.
 
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Vom schnell hinbiegen halte ich gar nichts. Warum muss das Kind erst in den Brunnen fallen ?

Entweder es läuft von Anfang an korrekt ab, oder gar nicht. Mauscheleien fliegen oft auf.
 

doppelhexe

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was willst DU denn?

willst du den job unbedingt und ohne wenn und aber? dann mach, was er will... und arbeite neben deiner regulären bezahlten zeit auch noch umsonst...

ansonsten würde ich dem chef mal die oben genannten sachen von Buddy u Terence ausgedruckt unter die nase halten... wozu neben regulärer bezahlter arbeit noch unbezahlte einarbeitung? mir erschliesst sich der sinn nicht, ausser das es ausbeutung ist.
da würde ich eher auf den job verzichten, aber sowas von...

wenn sich nicht immer wieder leute finden würden, die sowas mitmachen, dann gäbe es diese forderungen längst nicht mehr...
 

May28

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Vom schnell hinbiegen halte ich gar nichts. Warum muss das Kind erst in den Brunnen fallen ?

Entweder es läuft von Anfang an korrekt ab, oder gar nicht. Mauscheleien fliegen oft auf.

nein ich halte davon auch nichts. ich meinte nur dass es der AG ja so handhaben könnte. um sich da im falle des falles aus der affäre zu ziehen.
 

May28

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was willst DU denn?

willst du den job unbedingt und ohne wenn und aber? dann mach, was er will... und arbeite neben deiner regulären bezahlten zeit auch noch umsonst...

ansonsten würde ich dem chef mal die oben genannten sachen ausgedruckt unter die nase halten... wozu neben regulärer bezahlter arbeit noch unbezahlte einarbeitung? mir erschliesst sich der sinn nicht, ausser das es ausbeutung ist.
da würde ich eher auf den job verzichten, aber sowas von...

wenn sich nicht immer wieder leute finden würden, die sowas mitmachen, dann gäbe es diese forderungen längst nicht mehr...
nein ich will den job nicht ohne wenn und aber. erstrecht nicht unter solchen bedingungen. ich wollte nur einmal meinugen dazu hören um mir zu überlegen wie ich da weiter verfahren soll nun.
 

May28

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vielen dank.
irgendetwas einklagen will ich natürlich nicht. sollte ich dann am besten einfach sagen, dass ich die einarbeitung nicht unbezahlt machen werde und den dingen dann ihren lauf lassen? entweder bezahlung oder kündigung (also gekündigt werden)?
 

Imaginaer

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Ich habe da immer § 612 BGB im Hinterkopf.

(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.
(Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__612.html)

Da gibt es keine Diskussion mit wenn´s oder aber´s.

Gibt auch die Möglichkeit in einen Betrieb reinzuschauen und den Mitarbeitern bzw. zukünftigen Kollegen über die Schulter zu schauen. Aber OHNE dabei einen Finger zu rühren.

Die Personen die meinen man "muss" sich ja beweisen erst, und dann wird man bezahlt sind das eigentliche Problem. Diese suggerieren anderen Personen, das es "normal" sei umsonst zu arbeiten.
 

Surfing

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Für eine Einarbeitung gibt es die Probezeit die bis zu 6 Monaten dauern kann. Während der Einarbeitung befindet man sich in einem Arbeitsverhältnis. Der AN arbeitet und der AG muss dafür Lohn zahlen! Ortsüblicher Tarif ist einschlägig! Kostenloses Probearbeiten gibts nicht, ist illegal und strafbar.
Probearbeit nicht zum Nulltarif - Artikel von Fachanwalt Arbeitsrecht Weigelt

" Weil für ein Probearbeitsverhältnis grundsätzlich eine Vergütungspflicht besteht, ist der Arbeitgeber im Normalfall auch dazu verpflichtet, den zur Probe beschäftigten Arbeitnehmer per Sofortmeldung bei der Deutschen Rentenversicherung anzumelden. Kommt es nach der Probearbeit nicht zu einer Anstellung, kann diese Meldung kurzfristig wieder storniert werden."

Probearbeit | Rechtslexikon zur Probearbeit
 
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Ein AG der nicht bereit ist in den Arbeitnehmer zu investieren würde ich meiden. Den es dient sehr wohl den Arbeitgeber dich bezahlt einzuarbeiten. Es dient der Motivation und der rechtlichen Regelung.
Es nicht zu bezahlen ist ein Mangel an Wertschätzung des Mitarbeiters. Wer so anfängt mit neuen Mitarbeitern einen Arbeitsverhältnis auf zu bauen, der hat sicher noch andere "Züge" an schlechten Verhalten.
 

May28

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ich habe die sache mit meinem aebeitsvermittler beim jc besprochen und er hat mir auch ganz klar gesagt dass das nicht zulässig ist und ich außerdem nicht versichert wäre.
habe dann mit meinem AG gesprochen dass ich nicht unbezahlt arbeiten werde und der hat mir kurzerhand gekündigt. und mir noch einen haufen vorwurfe gemacht unter anderem, weil ich beim jc "gepetzt" hätte.
 

bender2177

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Nur mal so zum nachdenken:

Wo ist denn der Arbeitnehmer hin der vorher auf dem Arbeitsplatz war? Wenn der Prozess des anlernens tatsächlich so kostenintensiv ist für den Arbeitgeber, warum versucht dieser dann nicht den Arbeitnehmer langfristig an sein Unternehmen zu binden?
 

Lilastern

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@May28

So einen Arbeitgeber kannst du vergessen. Was ist wenn dir beim arbeiten etwas passiert, dann bist doch nicht einmal über die BG versichert.

Und petzen beim Jobcenter so ein Quatsch. Arbeitgeber nutzt Arbeitslose nach Strich und Faden aus.
 
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