Unbefristete EMRente in befristete umwandeln möglich? (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

harriboo

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Hallo!

Eine ähnliche Frage wurde bereits von einem Foristen mal gestellt.

Meine Beweggründe sind vollkommen andere, und es hat auch zu tun mit Bedingungen einer Wiedereinstellungszusage.

Meine Frage ist, ob so eine Umwandlung überhaupt möglich ist. Denn wenn zb eine Gesundheitsprüfung durch den Rententräger das Ergebnis einer positiven Prognose hätte, könnte man sich doch vorstellen, dass die unbefristete EMRente auf befristet umgestellt wird und eine Verlängerung dann abgelehnt wird.

Danke.
 

Muzel

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Harriboo!
Natürlich kann man so einen Antrag stellen. Die Umwandlung ist theoretisch möglich.
 

AsbachUralt

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Entweder man ist Erwerbsunfähig oder nicht.
Ob befristet oder unbefristet spielt dabei keine Rolle.

Ist man wieder Erwerbsfähig dann entfällt die Rente.
Einzige Alternative, es wird dann eine Teilrente gewährt.
 

harriboo

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Muzel!
Grau ist alle Theorie, und ich wär wohl der erste, der so einen Antrag stellt.....:biggrin:

Aber erst mal interessant, dass es nicht völlig abwegig ist.
 

harriboo

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Entweder man ist Erwerbsunfähig oder nicht.
Ob befristet oder unbefristet spielt dabei keine Rolle.
Der Zustand der Unbefristeten EMRente war ja nicht über Nacht Tatsache, und führte erst über die Phase Befristete EMR, in der sich erst was erweisen musste. Der Weg raus und hin zu idealerweise Vollzeit ist dagegen über Nacht ein unmittelbarer Zustandswechsel wie von Schwarz nach Weiß.

Ich bin mir nicht absolut sicher, dass ichs wieder schaffe mit Vollzeit. Vielleicht mach ich mir nur was vor, aber probieren muss man es. Im negativen Fall dürfte es wohl nahezu unmöglich sein, zur Unbefristeten EMR zurückzukehren. Schon aus dem Grund erscheint mir eine Befristet-Phase als notwendige Sicherung (wenn das so möglich ist).
Quasi als Einstiegstest kommt ein 450Euro-Job in Frage.

......ach mist, wie es mir grad wieder durch den Kopf schiesst, hats eh keinen Sinn, was will man mit runde Fünfzig noch anfangen. Nee, eigentlich, wenn man zu sich selber ehrlich ist, ist Ende mit dem Schauspiel. Ich wüsst auch nicht mehr für was. Na jetzt bin ich aber nackig....

Denke, meine Frage hat sich damit erledigt. Merci für die Antworten!
 
E

ExitUser

Gast
dass die unbefristete EMRente auf befristet umgestellt wird und eine Verlängerung dann abgelehnt wird.
Das gibt es nicht! Eine unbefristete EM-Rente kann nicht wieder in eine befristete geändert werden.

Allerdings kann die unbefristete auch wieder aberkannt werden z.B. wenn jemand der DRV Anhaltspunkte liefert welche die Schlussfolgerung zulässt das sich der Gesundheitszustand maßgeblich gebessert haben könnte.

Das wäre z.B. bei einer Tätigkeit neben der EM-Rente welche über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht und wo dann die DRV stutzig werden könnte der Fall.

Da hat sich schon mancher ins eigene Knie geschossen...

Denn in jedem Bescheid auch bei Gewährung von unbefristeten Renten steht das selbige jederzeit durch die DRV überprüft werden kann und alle paar Jahre (je nach Alter) kommt auch ein Schreiben wo gefragt wird ob sich der Gesundheitszustand gebessert hat und ob man einer Tätigkeit nachgeht.


liesa
 

AsbachUralt

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Der Zustand der Unbefristeten EMRente war ja nicht über Nacht Tatsache, und führte erst über die Phase Befristete EMR, in der sich erst was erweisen musste.
EMR werden generell befristet erteilt, mit wenigen Ausnahmen wie baldiges Erreichen der Regelaltersrente oder Fälle, in denen eine Heilung nach dem Stand der Medizin unwahrscheinlich ist.
In der Regel wird dann nach spätestens 9 Jahren eine Befristete EMR in eine Unbefristete EMR umgestellt.

Wer aber die erlaubten Zuverdienste überschreitet, kann auch eine Unbefristete EMR entzogen bekommen.
 

Tica

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@Harriboo

Du scheinst in die "das kann doch nicht alles gewesen sein... ich will noch was erreichen... " - Falle getreten zu sein. :bigsmile:

Der Mensch braucht Beschäftigung und Bestätigung. Womit/worüber identifiziert man sich als EM-Rentner?

Jetzt im 17. Rentenjahr und mit ü50 habe ich diese Anwandlungen kaum noch. Am Anfang kamen öfters mal Gedanken daran, was man arbeiten könnte, was leicht ist usw.

Aber jetzt habe ich mich weitestgehend damit abgefunden. Es fällt mir mit mehr als der Durchschnittsrente sicher auch leichter als Grundsicherungsempfängern. Ich stelle mir das schrecklich vor. Aus dieser Lage (Armut) raus zu wollen, aber nicht zu können. Man ist mit der Krankheit schon genug bestraft.

Ansonsten, sobald Du über 3 Stunden und unter 6 Stunden täglich arbeitest, bekommst Du eben die halbe Rente. Ob das dann unbefristet oder befristet ist, habe ich keine Ahnung.
 
E

ExitUser

Gast
oder Fälle, in denen eine Heilung nach dem Stand der Medizin unwahrscheinlich ist.
Na da hätte ich wenn’s nach diesem Kriterium geht schon bei der Erstbewilligung die unbefristete bekommen sollen/müssen...:biggrin:

Seit 38 Jahren bestehende Erkrankung mittlerweile über Mitte 50, letzte OP 2001 ohne Erfolg, alle Befunde der Ärzte sehen keine Chance auf Verbesserung und dieser Einschätzung hat sich im vollem Umfang auch der Gutachter der DRV ohne wenn und aber angeschlossen mit seinem über 30 Seiten umfassendem Gutachten, deswegen auch die Rente ohne Reha bewilligt weil selbige lt. Befunden und Gutachten keinerlei Erfolg bringen würde...

Trotzdem befristet im sechsten Jahr! Mal sehen ob der sozialmedizinische Dienst (jaja ich weiß das selbiger das letzte Wort hat...) bei der nächsten Verlängerung welche 2019 ansteht mir noch eine Befristung mit dem nervigen warten auf den Weiterbewilligungsbescheid erspart...:wink:


liesa
 

Muzel

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Ich würde diesen Antrag des TE auch nicht stellen.
 

harriboo

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@Harriboo

Du scheinst in die "das kann doch nicht alles gewesen sein... ich will noch was erreichen... " - Falle getreten zu sein. :bigsmile:

Der Mensch braucht Beschäftigung und Bestätigung. Womit/worüber identifiziert man sich als EM-Rentner?

Jetzt im 17. Rentenjahr und mit ü50 habe ich diese Anwandlungen kaum noch. Am Anfang kamen öfters mal Gedanken daran, was man arbeiten könnte, was leicht ist usw.

Aber jetzt habe ich mich weitestgehend damit abgefunden. Es fällt mir mit mehr als der Durchschnittsrente sicher auch leichter als Grundsicherungsempfängern. Ich stelle mir das schrecklich vor. Aus dieser Lage (Armut) raus zu wollen, aber nicht zu können. Man ist mit der Krankheit schon genug bestraft.

Ansonsten, sobald Du über 3 Stunden und unter 6 Stunden täglich arbeitest, bekommst Du eben die halbe Rente. Ob das dann unbefristet oder befristet ist, habe ich keine Ahnung.

@Tica: Die grundsätzlichen Gründe für meine seinerzeit recht bald angeordnete Unbefristete EMR sind immer noch, wenn nicht sogar noch stärker (bewusster und offener wahrgenommen) vorhanden. Mir selber waren die nicht mal richtig bewusst, aber meine Aussenwirkung musste wohl entsprechend gewesen sein. Ich möchte nicht drumrumreden, dass es sich um psychische Aspekte handelt, und ich seinerzeit gleichzeitig das Problem mit Maglignem Melanom hatte. An drei Jahre hab ich kaum eine Erinnerung. Man würde mir den Verhau im Schädel und die tiefe Resignation nicht ansehen, da ich es gut verstehe, Masken in Form von äußerlichem sog. Gepflegtsein und Freundlichkeit zu verwenden. Manchmal keimt wieder die alte Energie auf, und dann denkt man zb an wieder arbeiten, wieder Freude am Schaffen zu haben. Das beinhaltet auch, wieder und viel mehr unter Leute zu kommen, und ich brauch den Kontakt mit Menschen. Aber eine dauerhafte Verbindungsmöglichkeit gibts nicht mehr. Nun kommt das ins Spiel mit den noch vorhandenen bwz. stärker gewordenen grundsätzlichen Berentungsgründen: Ich krieg die nicht raus, die bügeln alles an möglicher Zukunft stark nieder und man hangelt sich von einem Tag zum nächsten. Man verliert immer öfter die Selbstbeherrschung, wird immer reizbarer, und ohne bestimmte Tabletten wär schon sonst was passiert. Aber was soll ich machen: den jetzigen sinnlosen Zustand weiter ertragen, oder es einfach wieder probieren, obwohl ich weiß, das es nicht funktionieren wird weil mir auch dann die tief empfundene Sinnlosigkeit auf Dauer die Luft abdrücken wird. Ich wüsst nicht, was ich mir kaufen könnte oder was ich nettes machen könnte, um vielleicht daraus so was wie Freude oder Nachladen fürs Leben zu schöpfen.


Irgendwo häng ich fest und sehe keine Möglichkeit oder dauerhaften Weg, und das ist sozusagen irgendwann mal nicht mehr auszuhalten. Und das egal ob Rentner oder AN. Aus dem privaten Umfeld kommt kein Nachtanken, im Gegenteil, ein weiteres Aufgezehrtwerden.

Sich mit dem allen abfinden können, das kann halt nicht jeder, obwohls die lebenserhaltende beste Strategie ist.
 

Kerstin_K

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Und wenn D Dir ein Eherenamt oder eine Minijob suchst?
 

saurbier

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Hallo harriboo,

ja bitte, warum nutzt du denn nicht deinen eigenen Vorschlag.

Quasi als Einstiegstest kommt ein 450Euro-Job in Frage.
Da kannst du dann ja frei ausprobieren, ob du überhaupt in den Lage bist einer Arbeit nachzugehen.

Du müsstest allerdings in deinen Rentenbescheid nach schauen, ob man dir einen solchen Zusatzverdienst erlaubt, denn nicht immer ist dies der Fall.

Du könntest natürlich auch jederzeit den Versuch unternehmen, ein Ehrenamt auszuführen. Viele Kommunen suchen Ehrenamtliche die anderen Menschen helfen. Nur gibt es dafür lediglich eher einen kleinen Obulus.

Der Vorteil dabei wäre natürlich das du wieder unter Menschen wärst, womit du selbst auch wieder soziale Kontakte knüpfen könntest.


Grüße saurbier
 

Tica

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@harriboo

Für den Fall Du kommst wieder mal online .... es ist nicht einfach, mit der Krankheit und den damit verbundenen Beschwerden/Einschränkungen klar zu kommen.

Es gibt gute und weniger gute Tage. An den Guten wird man manchmal übermütig und bekommt Gedanken in Richtung"... vielleicht geht da doch noch was...."
An den weniger Guten ist man einfach nur mit überleben beschäftigt.

Lebst Du allein? Hast Du Familie in der Nähe?

Geht es Dir nach Deiner eigenen Einschätzung jeden Tag so gut, dass Du regelmäßig einem Minijob nachgehen könntest?

Bei mir wäre das gesundheitlich nicht machbar. Aber wenn ich der Meinung wäre, dass Projekt "wieder arbeiten" angehen zu wollen, würde ich im nächstgelegenen Tierheim o.ä. für 2-3 Monate regelmäßig die Hunde Gassi führen.
Spätestens in diesem Zeitraum stellt sich raus, ob ich das überhaupt schaffen würde.

Dies ist nur ein Beispiel. Wenn Du eher auf Katzen stehst, geh mit ihnen kuscheln. Man könnte auch alten Leuten vorlesen gehen. Was immer Dir einfällt.

Aber ich würde nichts nehmen, wo ich meinen Rentenbezug offen legen müsste. Würde dies somit unentgeltlich machen.
Das ist aber nur was ICH machen würde. Bei mir stellt sich die Frage aber sowieso nicht.

Was Du machst ist Deine Entscheidung. Und es gibt hier im Forum sicher Einige, die einem Minijob nachgehen und keine Probleme mit der Rentenversicherung bekommen haben.
 

Muzel

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Mach` ein Ehrenamt. Ich beziehe Dauer-EM. Mir macht das Spaß und es hilft mir sogar meine Krankheit besser bewältigen zu können. Behandeln will mich niemand. Das mache ich schon viele Jahre ohne Ärger mit der DRV. Lass die Finger von kirchlichen Einrichtungen.
 
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