Unageahnte Schwierigkeiten nur um wieder in die Arbeitswelt zu kommen

cmxy

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Hallo,

ich bin mir grad nicht sicher was ich mit diesen Thread erreichen möchte, sei es eure Meinungen/Gedanken und Ratschläge dazu zu lesen oder es mir einfach mal aus dem Kopf schreiben muß um wieder Luft zum atmen zu bekommen, ich weiß es nicht so recht.

Erstmal sry, wird ein langer Text, ich bemüh mich ;)

Bin nun leider seit 2005 "treuer" Kunde unserer ALG2 Behörde/Jobcenters, einige Jahre war klar das aufgrund meiner körperlichen Verfassung nicht wirklich eine Vermittlung in Arbeit oder eine Umschulung/Weiterbildung möglich war.

Doch dieser Umstand änderte sich mit einer weitreichender medizinischen Operation im Nov.2011, nach nun über 2 Jahren weiterer Genesung bin ich Fit und Willens genug um dem Jobcenter endlich den Rücken drehen zu wollen/können, doch leider gestellt sich das schwieriger als ich erwartet habe.

Mein Familienstand ist verh. mit 3 Kindern (davon 2 Schulpflichtig) bin nun mit meinen 37 Jahren auch vom Rentenalter noch weit entfernt.

Gelernt habe ich vor gefühlten Ewigkeiten damals Kfz-Mechaniker (zu lange raus, den ganzen Tag stehen -> fällt aus), war auch 3 Jahre als Kraftfahrer tätig (nun auch ewig raus, zudem kann ich Nachts nicht fahren - ärztlich belegbar wenn es sein muß - aber nein die Augen sind Top)

Da ich nun schon seit gut 9 Jahren aus dem Arbeitsleben raus bin (ja ich wünschte mir das auch anders) hab ich mir überlegt aufgrund meiner körperlichen Verfassung, Meines Schulabschlußen/Berufsabschluß, Bildungen, Fähigkeiten und Interessen was ich nun machen soll, zudem möchte ich auch wenn dann ganz vom Amt weg und nicht noch ständig mit denen zu tun haben wollen zwecks Aufstockung.

Übrig blieben erstmal nur irgendwelche kaufmännische Tätigkeiten (Automobilkaufmann/Immobilienkaufmann etc.), oder eben meine vor Jahren schon einmal aufgenommene Idee wieder aufleben zu lassen und Fahrlehrer werden.

Alles klar Infotag in einer Ausbildungsstätte für Fahrlehrer mit anschließenden ausführlichen pers. Gespräch aufgesucht und ja genau das liegt mir und das ist mein Ziel, ZulassungsVoraussetzungen erfülle ich alle bis auf den Motorradführerschein, wobei ich dachte das ist wohl das kleinere übel, habe ja schließlich dafür Kl. BE und CE komplett.

Termin mit meinem mittlerweile 4. oder 5. Sachbearbeiter, dem alle Unterlagen auf dem Tisch mit meinen Argumenten etc. - Antwort:" Da haben sie sich ja was ordentliches überlegt, aber was kostet das denn nun genau?"

Alles zusammengerechnet inkl. Kl.A Führerschein und Sicherheitskleidung für Motorrad insgesamt ca. 14000 euro. - Nun nicht gleich aufschreien wegen der Summe, denn der größere Teil davon, genaugenommen fast 60% ganz genau genommen 8000 euro davon kann ich selbst auf eigene Kosten mit Meister-Bafög abdecken, ein recht großer Posten bilden die Fahrtkosten da die Ausbildungsstätte in 82 KM Entfernung liegt und ich diese jeden Tag (also Mo.-Fr.) für 5 Monate aufsuchen muß, sind also grob gerechnet alleine 3500 euro Fahrkostenerstattung.

Da ich aber direkt die Meister-Bafög Sache auf den Tisch legte, hatte mein Sachbearbeiter erstmal nichts dran auszusetzen und meinte nur das könne er nicht entscheiden.

Nachdem ich nun 2 Monate vom Amt nichts hörte, hatte ich die Tage nun endlich einen Termin für ein Gespräch mit meinem Sachbearbeiter sowie dem Abteilungsleiter des Jobcenters hier vor Ort und da dachte ich wirklich ich spreche mit einer Maschine, einem Primaten (sry an die Tierwelt) oder schlimmeren, denn dieser .."Vorgesetze".. wusste im Prinzip von meinem Vorhaben nur eines -> nö is nicht :confused: , aber sie sollen ja nun auch endlich mal etwas von uns haben und uns ist ja auch dran gelegen sie in Arbeit zu bekommen, wir haben da ein Super Angebot für sie als Busfahrer bei einem Schwesterunternehmen der Stadtwerke, die bezahlen auch den Busschein/personenbeförderungsschein etc. inkl. Arbeitsplatzzusage :confused::icon_motz:

Öhm ja..erstmal muß ich gestehen war ich so gut 20s sprachlos und musste erstmal sortieren wo ich wann mit wem bin und was nu grad passierte.

Mit Verweis auf Informationen in meiner Akte aufgrund des Nachtfahrproblems kam dann von mir ein ebenso knappes - vergessen sie's!

Nunja wir stritten uns dann noch ca. 30 min im Kreis, ja eine Diskussion oder Austausch von Argumenten war das nicht, wenn man behandelt wird wie ein kleines Kind das man eh nicht aussprechen lassen muß weil nichts kommt was mir gefällt, dem man ins Wort fallen kann und sich nicht mal die Unterlagen genau ansehen muß.

Gut war da wohl das ich schon ne gute Portion Kaffee intus hatte und somit recht klar denken und argumentieren konnte, im Gegensatz zu meinem eigentlichem Sachbearbeiter, dem auch gehörig übers Maul von seinem Vorgesetzten gefahren wurde, das nenn ich Personalführung :icon_neutral:

Nunja irgendwann gingen ihm halt alle "guten" *hust* Argumente aus und er musste sich wohl oder übel mit meiner Idee und Konzept befassen, das er nicht mal genaueres über Meister-Bafög etc. wusste bewies nur das er sich mit meiner Idee genau 0-garnichtbisüberhauptnicht beschäftigt hatte.

Also ich wieder von vorne alles erklärt, sprich 14K Gesamt, davon 8K Meister-Bafög blablabla.
Nun kam aber ein Problem womit ich in Angesicht von 3500 euro Fahrkostenerstattung nicht rechnete und zwar meinte mein Gegenüber dann das die keine Rechtsgrundlage hätten um den Kl.A Führerschein zu bezahlen, das würden die nicht machen. - Ja natürlich kam von mir dann das Beispiel mit jmd der gerne als Kraftfahrer losziehen würde, nur keinen Kl. CE hätte, das dieser doch dann sofort hier eine Bewilligung dafür bekommen würde - am sprachlosen Gegenüber zu urteilen muß ich da wohl ins schwarze getroffen haben.

Es kam dann seinerseits noch die Jokerkarte von wegen sowas wäre eine Kann-Leistung und wenn ER sagen würde Nein, dann hätte ich das hinzunehmen ...hmmm

Nunja ende war dann das er mir sagte, wenn ich den Kl.A Führerschein (ca. 1400 euro laut einer Fahrschule vor Ort) selbst bezahle, dann könne er mal über den Rest nachdenken und sich mit der Rechtsabteilung beraten ob es klappen würde.

Sprich nachdem ich eh schon fast 60% der Gesamtkosten, nämlich den ganzen Kurs und Prüfungsgebühren übernehme soll ich nun nochmal mir 1400 euro aus den Rippen schneiden, meine Frau anschaffen lassen oder sonstwas, über die 3500 Fahrtkosten, die ca. 1000 euro Sicherheitskleidung (jaja ich weiß die gibt es einiges billiger, hat mein SB so aufgeschrieben) und die ca. 300 euro Antragsgebühren und Auslagen etc. haben ihn nicht im geringsten gestört, nur dieser blöde Motorradführerschein, den wollen die partu nicht übernehmen.

Ich bin dann mit den Worten entlassen worden, ich hätte bis Freitag Zeit mir das zu überlegen ob ich den Motorradschein selbst bezahlen kann oder ich würde eine Ablehnung bekommen, dann könnte ich ja Einspruch einlegen wie mir lustig wäre, er würde schließlich Nein sagen und somit wär das so.

So, nun hab ich das mal so ganz grob alles niedergeschrieben und muß mir erstmal wieder nen Kaffee machen, der mir sonst nicht hochkommen kann, ich hoffe das ich nun evtl. die ein oder andere Meinung/Idee/Ratschläge von euch dazu bekomme.

Ich danke erstmal recht herzlich dafür das sich das überhaupt einer alles durchliest, ich weiß ist viel, wollte es aber so genau wie möglich machen.

mfg
Chris
 

bandscheibe

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Ich würd ja mal schön vorher schriftlich klären lassen wer was bezahlt oder nich bezahlt.

Wenn du dann z.b. 3000 Eier aus eigener Tasche hinlegen musst, fragst du einfach: Gibts denn bei euch noch Darlehen oder sowas? Früher ging das doch noch... lässt sich da was machen ?

Vielleicht haste ja Glück und kannst das Zinsfrei an-leiern
 

cmxy

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Hallo,

ja genau das abklären bin ich ja bei und wird sich seitens des Jobcenters mit Händen und Füßen gewehrt.

Ein Darlehn wegen dem Kl. A Schein, sprich die 1400 euro als Darlehn bei der Arge habe ich angefragt, da ja wohl klar sein sollte das ich den nicht eigen finanzieren kann, meine Bank gibt mir Langzeit ALG2 Geschädigten nämlich keinen Kredit, aber jetzt ratet mal welche Antwort ich von Außenstellenleiter des Jobcenters erhalten habe - Nein.

Es würde angeblich keine rechtliche Handhabe geben um mir dafür ein Darlehen zu gewähren..ich sag ja ich fühl mich voll verarscht, seit Jahren passiert seitens des JC überhaupt nichts und nun wo man eh schon das meiste eigen finanziert über Meister-Bafög, soll man am besten noch alles selbst bezahlen, wovon interessiert keinen, das kann es doch nicht sein, oder?

mfg
Chris
 
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