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Umzugskostenübernahme abgelehnt...

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J.D.

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Hallo

Ich weiss nicht genau, ob ich hier jetzt richtig bin, aber ich versuch´s einfach mal.
Mein Lebensgefährte und ich sind von der ArGe aufgefordert worden, in eine andere Wohnung zu ziehen, da unsere derzeitige Wohnung zu teuer ist.
Also haben wir uns um eine andere Unterkunft bemüht, die wir glücklicherweise auch endlich gefunden haben. Bei der ArGe sagte man uns, als wir fragten, wie das mit der Übernahme der Kosten funktioniert, dass wir 3 Kostenvoranschläge von Speditionen bringen sollen, von denen dann die günstigste ausgesucht wird.
Das haben wir auch getan. Aber nun wurde der Antrag auf Kostenübernahme eine Spedition abgelehnt, da wir nun schon lange genug in Mönchengladbach wohnen würden und somit über genügend soziale Kontakte verfügen, die wir um Hilfe bitten könnten.
Es ist nicht so, dass wir zu faul sind, den Umzug selbst zu schmeissen, garantiert nicht. Nur stellt sich die Situation folgend dar:
Ich bin im 5 Monat schwanger, und es ist eine Risikoschwangerschaft. Damit falle ich als Schlepper schonmal aus. Mein Lebensgefährte hat einen Bandscheibenvorfall und bereits ein Attest vom Arzt, dass er aufgrund dieser Tatsache nicht mehr als 10 Kilo heben/transportieren darf.
Darüberhinaus fällt auch der Bruder meines Lebensgefährten aus, mit dem immer alle Umzüge gemacht wurden, da er vor kurzem eine Nackenwirbel-OP hatte. Ja, und die anderen wenigen, die noch übrig bleiben, sind entweder ebenfalls unfähig, zu schleppen, oder ihnen fallen x andere Termine ein, wenn sie hören, dass wir von der 3.&4. Etage wieder in die 3. ziehen.
Wir können doch niemanden zwingen, uns zu helfen, oder?

Fazit: Wir wissen nicht, wie wir den Umzug bewältigen sollen und haben bereits zwei Ablehnungen bekommen. Trotz Information über die Situation und Vorlage des Attests.

Über Informationen, was wir tun können, wäre ich wirklich sehr dankbar.

Gruß

Judith
 

wolliohne

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#2
J.D.

hier ist eindeutig die ARGE i.d.Pflicht !
wer die Musk bestellt.

Ihr seid aufgefordert worden eine andere Bleibe zu suchen also muss auch die Behörde die Kosten und alles was damit zusammenhängt übernehmen.

Ich habe den § nicht parat,aber so etwa stehts im Gesetz.

Bleibt wohl nur die Klage vorm SG

Kostenlosen RA hier:0228-850 8025
 

wusel

Elo-User/in

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#3
nehm dir ein anwalt und gebe ihm dieses zur einsicht

Az.L9 AS 409/06 ER

das ist zwar kein urteil vom bundesszialgericht nur von ein landessozialgericht celle

damit kann der bei gericht schonmal drauf hinweisen und wenn du viel glück hast wirt das auch für dich berücksichtigt
ich hoffe noch das dieses landesurteil irgentwann in einbundes umgewandelt wird


genauer wortlaut vom urteil



echtsgrundlage für Renovierungsbeihilfen
im Fall eines vom Jobcenter veranlassten Umzugs
sei § 22 Absatz 2 SGB II und nicht Absatz 3, so
das Gericht in einem Beschluss vom 11.09.2006 (Az. L 9 AS 409/06 ER).
§ 22 Absatz 2 umfasse nur die Kosten für die Erlangung einer
neuen Unterkunft. Renovierungskosten in der alten und in der n
euen Wohnung seien - wenn sie mietvertraglich geschuldet sind -
zu übernehmen, da die Kosten der Unterkunft im Sinne der genannten
Vorschrift auch einmalige Aufwendungen umfassten, die mit Bezug,
Unterhaltung und Wechsel der Unterkunft zusammenhängen.
Eine einstweilige Anordnung komme auch in Betracht, wenn der
Hilfebedürftige den geltend gemachten Bedarf nach Antragstellung,
aber noch während eines laufenden Widerspruchs- oder Klageverfahrens deckt

und noch ein Landessozialgerichts urteil was interessant ist

Landessozialgericht Schleswig-Holstein:
Wenn die Behörde die Übernahme der
Unterkunftskosten für eine neue Wohnung zusichert,
ist die Behörde auch verpflichtet, dem Betreffenden eine
Beihilfe für den Umzug zu gewähren (Beschluss vom 19.01.2007 Az. L 11 B 479/06 AS PKH).


leider nur landes kein bundes aber dein jurist wirt schon wissen was der damit machen kann
 
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