umzugskosten übernahme????

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lörchen

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guten abend =)
ich habe da auch mal eine frage.
und zwar wohnt mein freund im allgäu unsd bezieht geld von der arge,jetzt möchte er zu mir nach NRW ziehen,kann er im allgäu kostenübernahme beantragen für den umzug zu mir???????
wäre toll wenn mir jemand helfen könnte.
danke schon mal =)
 

biddy

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Was sind denn das für Antworten an einen Erstposter?!! Suuuper! ^^
_______________________________________________


Herzlich willkommen lörchen!

Die Arbeitshilfe des MAIS NRW ist zwar bis jetzt nicht aktualisiert worden (ist aus 2010), sollte aber auch heute noch gelten. Du kannst Dir ja die euch betreffenden Abschnitte selbst heraussuchen; ich hab' mal Folgendes rausgekramt:

VII.2 Umzug eines Hilfeberechtigten über 25 Jahren
§ 22 Abs. 2 SGB II

[...]

Der kommunale Träger ist zur Erklärung der Zusicherung gem. § 22 Abs. 2 SGB II
verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft
im Sinne des § 22 Abs. 1 S. 1 SGB II angemessen (hierzu siehe II.3) sind161.

Ein Umzug ist erforderlich, wenn ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher
Grund
vorliegt, von dem sich auch ein Nichtleistungsempfänger
leiten lassen würde. Die „Erforderlichkeit“ im Sinne des § 22 Abs. 2 SGB II entspricht
dem Kriterium der „Notwendigkeit“ im Sinne des § 22 Abs. 3 SGB II163.

Als erforderlich ist ein Umzug beispielsweise anzusehen

• wenn dieser durch den kommunalen Träger veranlasst wurde,
• wegen der Annahme einer konkret benannten Arbeitsstelle an einem anderen
Ort unter Berücksichtigung der noch zumutbaren Pendelzeiten bis
2,5 Stunden täglich bei Vollzeit (nicht jedoch schon bei vager Aussicht auf
Verbesserung der Arbeitsmarktposition),
• bei unzureichender Deckung des Unterkunftsbedarfes (beispielsweise
bei unzureichenden sanitären Verhältnissen für die Versorgung eines
Kleinkindes, bei Familienzuwachs),
• bei ungünstiger Wohnflächenaufteilung und bevorstehender Geburt eines
Kindes,
• bei baulichen Mängeln nach erfolgloser Ausschöpfung der Selbsthilfeverpflichtung
(siehe hierzu unter II.3.2.2; beispielsweise bei Feuchtigkeit,
starkem Schimmelbefall),
• aus gesundheitlichen Gründen (beispielsweise Belastung durch die Ofenheizung, Eintritt einer Behinderung),
• bei sonstigen dringenden persönlichen und sozialen Gründen (beispielsweise bei Störung des Vertrauensverhältnisses in einer Wohngemeinschaft (bspw. dauerhafte Auseinandersetzungen über die entstehenden Nebenkosten), zur Herstellung einer ehelichen oder nichtehelichen Lebensgemeinschaft,
zur persönlichen Pflege eines nahen Angehörigen,
bei Trennung/Scheidung, bei Bedrohung durch den Partner, Ex-Partner
oder andere Personen, bei durch besondere medizinische Behandlung
gebotener Ortsgebundenheit),

Beispiel: Der Auszug einer 30-jährigen Frau aus dem mietfreien Elternhaus
wegen unterschiedlicher Kulturvorstellungen und dem Bedürfnis nach Selbständigkeit
und Unabhängigkeit ist erforderlich.

• bei Vorliegen eines rechtskräftigen Räumungsurteils,
• wenn der Antragsteller nach der Eheschließung einen gemeinsamen
Hausstand mit seinem Ehepartner begründen will, wie es dem Regelfall
und der gesetzlichen Vorgabe des § 1353 BGB entspricht177.

[...]

Die Übernahme von Kosten, die im Zusammenhang mit dem Wohnungswechsel entstehen
(Wohnungsbeschaffungs-/Umzugskosten und Mietkaution), liegt im Ermessen
des jeweiligen Leistungsträgers und setzt die Erteilung einer vorherigen Zusicherung
voraus. Das Zusicherungserteilungsermessen ist jedoch gem. § 22 Abs. 3 S. 2
SGB II eingeschränkt, wenn

• der Umzug durch den Leistungsträger veranlasst ist (beispielsweise wegen
auswärtiger Arbeitsaufnahme) oder
• sonst erforderlich ist (hierzu siehe oben VII.2).

Bei erforderlichen Umzügen können die o.g. Kosten also nicht versagt werden.

Dem Hilfebedürftigen ist im Rahmen des § 22 Abs. 1 SGB II in der Regel eine freie
Wohnortwahl
zuzubilligen (Ausnahme: außergewöhnlich hohe Unterschiede zwischen
den jeweiligen Angemessenheitsmaßstäben oder Missbrauch), die eine Prüfung
der Erforderlichkeit des Umzugs jedenfalls für die Angemessenheit der Unterkunfts-
und Heizungskosten anders als für die Wohnbeschaffungs- und Umzugskosten
(§ 22 Abs. 3 SGB II) nicht verlangt.

[...]

VIII.2 Wohnungsbeschaffungskosten
§ 22 Abs. 3 SGB II

Für die Zusicherung in Bezug auf die Wohnungsbeschaffungskosten ist der bisherige
Träger zuständig. Der Begriff Wohnungsbeschaffungskosten [...]
Weiter hier: https://broschueren.nordrheinwestfa...-unterkunft-und-heizung-gemaess-22-sgb-ii/837

Wie Du siehst: Der Umzug muss erforderlich sein, wozu auch die "Herstellung einer nichteheähnlichen Lebensgemeinschaft" zählt. In dem Fall ist der Umzug lt. Arbeithilfe des MAIS NRW erforderlich und somit müssen auch die Umzugskosten übernommen werden. Euch muss dann aber auch klar sein, dass ihr eine Einstehens- und Verantwortungsgemeinschaft bildet.
 

Speedport

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Halte ich gar nicht mal für so abwegig. Es liest sich nämlich so, als wolle er der Liebe wegen zu ihr ziehen. Alles schön und gut, aber dies auf Kosten der Allgemeinheit ? :icon_evil:

Gehört das "Liebesleben" nicht zu einem "menschenwürdigem Leben"?

Anderseits: warum wird dann nicht der regelmäßige Bordellbesuch erstattet?

Weil man das auch kostenlos regeln kann?
 

Kikaka

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-Zwei separate Wohnungen sind in der Regel wohl teurer als 1 Wohnung,
-bei gleicher angenommener Mietstufe 2
kostet 1 Wohnung je338,80 € Bruttokalt =677,60 € insgesamt
kostet 1 2-er Wohnung Bruttokalt =418 €
Ersparnis 259,60 €
Heizkosten 1,30 € ergibt für 1 Person x 50 qm = 65 € ,also für 2 Personen130 €
2-BG bekommt 65 qm X 1,30 € = 84,50 €
Ersparnis = 45,50 €

-Regelsatz für 1 Person 382 €, ergibt 764 € Regelsatzleistungen
-2 Personen erhalten je 345 €, ergibt 690 € Regelsatzleistungen
Ersparnis 74 €

Summe Ersparnis 379,10 € monatlich,
Summe Ersparnis jährlich 4549,20 €


-Also ich meine,wer so kooperativ beim Sparprogramm ist,dem gehört der rote Teppich ausgerollt, die Aufgeregtheiten wegen Zusicherung zum Umzug sind deplaziert....
 

lörchen

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guten morgen biddy
ich danke dir für diese antwort, und ja es is auch uns bewust das wir eine lebensgemeinschaft dann sind,was wir ja natürlich aquch so wollen. es geht uns nur um die umzugskosten,die anderen kosten sind so gedeckt das alles passt,allein durch mein job,.
manch anderer hätte sich seine antworten auch sparen können ,aber nun ja es gibt es immer zwischen durch =)
 

biddy

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Es liest sich nämlich so, als wolle er der Liebe wegen zu ihr ziehen.
Ja, wirklich unverschämt ... und so ganz und gar unnormal ^^



Alles schön und gut, aber dies auf Kosten der Allgemeinheit ? :icon_evil:

Hattest Du das hier überlesen?
MAIS NRW meinte:
Die Übernahme von Kosten, die im Zusammenhang mit dem Wohnungswechsel entstehen
(Wohnungsbeschaffungs-/Umzugskosten und Mietkaution), liegt im Ermessen
des jeweiligen Leistungsträgers und setzt die Erteilung einer vorherigen Zusicherung
voraus. Das Zusicherungserteilungsermessen ist jedoch gem. § 22 Abs. 3 S. 2
SGB II eingeschränkt, wenn

• der Umzug durch den Leistungsträger veranlasst ist (beispielsweise wegen
auswärtiger Arbeitsaufnahme) oder
• sonst erforderlich ist (hierzu siehe oben VII.2).

Bei erforderlichen Umzügen können die o.g. Kosten also nicht versagt werden.

...

Als erforderlich ist ein Umzug beispielsweise anzusehen

[...]
• bei sonstigen dringenden persönlichen und sozialen Gründen (beispielsweise bei Störung des Vertrauensverhältnisses in einer Wohngemeinschaft (bspw. dauerhafte Auseinandersetzungen über die entstehenden Nebenkosten), zur Herstellung einer ehelichen oder nichtehelichen Lebensgemeinschaft,
[...]
 
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