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fritzfischer

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#1
Ich bin noch mind. bis Ende Febr. krankgeschrieben.( nach Ende einer ber. Reha durch die Rentenvers.)

Bin 59 J.und sollte ich bis dahin keinen Job finden, stelle ich den Alg 2-Antrag.
Wohne derzeit in einer sehr kleinen sehr billigen sehr schlechten Wohnung und habe jetzt die Möglichkeit, einen Mietvertrag für eine etwas grössere Wohnung zu unterschreiben (Kosten aber immer noch im Rahmen der örtlichen KdU-Richtlinien).

Einzug wegen der üblichen Kündigungsfristen aber erst im April möglich.

D.h., sollte ich im März Alg 2 beantragen müssen, werde ich KdU für die jetzige Wohnung beantragen und gleichzeitig dem Amt mitteilen,dass ich ab April diese neue Wohnung habe.

Kündigung der alten, und Anmietung der neuen Wohnung passieren also jetzt, wo ich mit der Arge noch nichts zu tun habe.

Zudem habe ich ja zumindest theoretisch noch Chancen auf nen Arbeitsplatz.
Könnte da trotzdem Ärger geben?

Soviel " Freizügigkeit" müsste doch eigentlich sein!

Sollte die Arge tatsächlich was dagegen haben, könnte ich höchstwahrscheinlich auch ein Attest meines Arztes vorlegen, das , dass aus medizinischen Gründen ein solcher Umzug notwendig ist!

Und in diesem Fall könnte ich dann sogar Umzugskosten, Erstausstattung.. beantragen?!
 

redfly

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#2
Herzlich Willkommen im Erwerbslosenforum!

Wenn du alle nötigen Kosten jetzt noch selber tragen kannst, würde ich einfach umziehen. Da kommen aber schnell mehrere tausend Euro zusammen. Renovierung (evtl. auch noch die alte Wohnung), Doppelmieten, zumindest der April, da das alte Mietverhältnis noch bis April laufen würde, vorausgesetzt du kündigst jetzt die alte Wohnung. Mietkaution, Umzugswagen, Helfer und evtl. auch neue Einrichtungsgegenstände, z. B. eine neue Küche.
 

fritzfischer

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#3
Herzlich Willkommen im Erwerbslosenforum!

Wenn du alle nötigen Kosten jetzt noch selber tragen kannst, würde ich einfach umziehen. Da kommen aber schnell mehrere tausend Euro zusammen. Renovierung (evtl. auch noch die alte Wohnung), Doppelmieten, zumindest der April, da das alte Mietverhältnis noch bis April laufen würde, vorausgesetzt du kündigst jetzt die alte Wohnung. Mietkaution, Umzugswagen, Helfer und evtl. auch neue Einrichtungsgegenstände, z. B. eine neue Küche.
Die Kosten hab ich im Griff-aber was ist mit dem 2. Teil meiner Frage: hab ich ne Chance auf Erstattung, wenn ich den Umzug aerztlich/medizinisch begruenden kann?
 

redfly

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#4
Noch werden überhaupt keine Kosten übernommen. Du erhältst gegenwärtig keine Leistungen. Erstattung hört sich in meinen Ohren immer gefährlich an, da denke ich gleich ans vorstrecken. Das ist immer der falsche Weg!!! Alle Kosten sind schriftlich zu beantragen. Den Antrag dann am besten persönlich gegen eine Empfangsbestätigung bei der ARGE einreichen. Wenn der Umzug von der ARGE bezahlt werden soll, muss es dafür auch Gründe geben. Eine schwerwiegende chronische Krankheit oder eine Schwerbehinderung sollten in der Regel ausreichen.
 

verona

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#5
Von redfly: "Eine schwerwiegende chronische Krankheit oder eine Schwerbehinderung sollten in der Regel ausreichen."

Im Prinzip reicht das aus, aber es muss zuvor eine Notwendigkeit für einen Umzug vorliegen. Nur das eine Whg. "schäbbig" ist, reicht nicht als Begründung.
Ich würde versuchen, noch ein paar Tage, Wochen länger arbeitsunfähig geschrieben zu werden. Die neue Whg. beziehen und ALG II beantragen.
 

fritzfischer

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#6
Von redfly: "Eine schwerwiegende chronische Krankheit oder eine Schwerbehinderung sollten in der Regel ausreichen."

Im Prinzip reicht das aus, aber es muss zuvor eine Notwendigkeit für einen Umzug vorliegen. Nur das eine Whg. "schäbbig" ist, reicht nicht als Begründung.
Ich würde versuchen, noch ein paar Tage, Wochen länger arbeitsunfähig geschrieben zu werden. Die neue Whg. beziehen und ALG II beantragen.
Klar, muesste schon ne gute aerztliche/medizinische Begruendung sein.

Und das Beste waer sicher, wie du schreibst, bis zum Einzug krankgeschrieben zu bleiben.Koennte aber knapp werden.

Aber:Muss ich denn der Arge eine Notwendigkeit des Umzugs vorlegen, wenn ich bei der Anmietung noch gar keine Leistung beantragt habe?

Wie lange vor einem Antrag auf Alg 2 muss man sich denn all diesen Arge-Richtlinien unterwerfen?

Ich meine, was waere denn z.B., wenn ein neuer Mietvertrag waehrend des Bezugs von Alg 1 so ungefaehr 4 Monate vor Eintritt von Alg 2 unterschrieben wird?

Wo und wann faengt das denn an und hoerts auf?
 

redfly

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#7
Mit der Notwendigkeitbescheinigug am besten direkt ein angemessenes Wohnungsangebot vorlegen. Eine pauschale Genehmigung (Zusicherung/Zustimmung) wird die ARGE sonst nicht erteilen.
 

fritzfischer

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#8
Danke für deine Vorschläge!

Vielleicht versteh ich irgendwas nicht:
Also nochmal meine Fragen:
Muss ich denn der Arge eine Notwendigkeit des Umzugs vorlegen, wenn ich bei der Anmietung noch gar keine Leistung beantragt habe?

Wie lange vor einem Antrag auf Alg 2 muss man sich denn all diesen Arge-Richtlinien unterwerfen?

Ich meine, was waere denn z.B., wenn ein neuer Mietvertrag waehrend des Bezugs von Alg 1 so ungefaehr 4 Monate vor Eintritt von Alg 2 unterschrieben wird?

Wo und wann faengt das denn an und hoerts auf?
 

Kikaka

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#9
Kündigung der alten, und Anmietung der neuen Wohnung passieren also jetzt, wo ich mit der Arge noch nichts zu tun habe.
- Dann mach es doch so, wenn Du auf Kostenübernahme des Umzuges verzichten kannst.

Wo und wann faengt das denn an und hoerts auf?
- Je länger Du jetzt noch zögerst um so mehr läufst Du Gefahr in die Knochenmühle der Deckelungsartisten der Arge zu kommen. Lehnt die Arge z. Bsp. ärztliche Atteste sowie "schäbige Wohnung" als nicht ausreichende Begründung ab, dann gibt es Probleme.
-andererseits, da die neue Wohnung aber den KdU-Richtlinien entspricht, könnte die Arge lediglich die Kostenübernahme des Umzuges verweigern.
- Überprüfe nochmals intensiv, ob die neue Wohnung angemessen ist, da solltest Du Dir sicher sein.

- Der entscheidende Punkt ist doch , ob Du Umzugskostenübernahme willst oder nicht. Du hast 2 Möglichkeiten, entscheiden mußt Du das selbst.

Wie lange vor einem Antrag auf Alg 2 muss man sich denn all diesen Arge-Richtlinien unterwerfen?
- keine Minute
 
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