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Umzug wegen Arbeit

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tasmania69

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Hallo.Bingo ich darf Montag anfangen zu arbeiten.
Da ich mit meinem SB im Dauerclinch liege,brauche ich vorher Eure Hilfe damit alles reibungslos läuft und ich nichts vergesse oder übersehe.

Die Arbeitstelle ist knapp 30km von mir entfernt.Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu normalen Arbeitszeiten bin ich eine knappe Stunde unterwegs pro Strecke.Habe aber Schicht,WE und Feitags auch Dienst und teilweise bis 22 uhr.Am WE auch geteilte Schicht,d.h. zum Beispiel morgens 3 und abends nochmal 2 Stunden Arbeit.Hab aber auch eine garde 12 jährige Tochter zu Hause.Was muss ich beantragen,damit ein Umzug von der Arge schnellstmöglich übernommen wird?Wohnung ist in Aussicht und Kinderbetreuung dort ewher gesichert als hier.


Vielen Dank im vorraus und danke an allen die hier so toll weiter helfen

LG

Tasmania
 

redfly

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Ich denke bei einer Entfernung von 30 km wird die ARGE einen Umzug nicht genehmigen. Soll der Arbeitgeber zu Fuss zu erreichen sein, oder wie hast du dir das vorgestellt?
 

tasmania69

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Ich denke bei einer Entfernung von 30 km wird die ARGE einen Umzug nicht genehmigen. Soll der Arbeitgeber zu Fuss zu erreichen sein, oder wie hast du dir das vorgestellt?

Ich kann die Stelle nicht annehmen,wenn ich nicht in der Nähe wohne.Am Wochenende wäre ich pro Strecke je nach Schicht 2 Stunden unterwegs und das mal 4......oder wenn ich Spätschicht habe bis 22 uhr.....geschweige denn an Feiertagen...
 

redfly

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1,5 Std. für Hin- und Rückweg wären wohl angemssen. Der Kampf um eine Umzugsgenehmigung könnte sich hinziehen.
 

tasmania69

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1,5 Std. für Hin- und Rückweg wären wohl angemssen. Der Kampf um eine Umzugsgenehmigung könnte sich hinziehen.

Was bedeutet bei geteilter Schicht bin ich 6 Stunden unterwegs für 5 Stunden Arbeit???Da kommst am WE mit den Verbindungen aber früh morgens und Abends mit 1,5 Stunden nicht hin pro Strecke....
 

tasmania69

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Das hilft mir aber leider auch nicht weiter.
Hätte nur gerne gewusst auf welche Paragrafen ich mich berufen kann was die Umzugsgenehmigung bzw die Übernahme der Kosten von der ARGE angeht...
 

redfly

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Was hilft denn da nicht weiter?

Das ist eine Einzelfallentscheidung, eine generelle Genehmigung gibt es nicht. Wenn die Entfernung zumutbar ist, kannst du zwar umziehen, aber die Kosten dafür musst du dann selbst übernehmen. Erkundige dich mal bei der zuständigen ARGE am "Wunschort" nach den Angemessenheitskriterien für die Miete. Ich schreibe das nur deshalb, soltest du trotz Job "Aufstocker" bleiben, oder später evtl. wieder in den kompletten Leistungsbezug zurückfallen.
 

Emma13

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Was bedeutet bei geteilter Schicht bin ich 6 Stunden unterwegs für 5 Stunden Arbeit???Da kommst am WE mit den Verbindungen aber früh morgens und Abends mit 1,5 Stunden nicht hin pro Strecke....
So wie ich deine Posts verstehe, bist du mit öfftl. Verkehrsmitteln unterwegs - falls du einen Führerschein besitzt - aber kein Auto, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die ARGE hier Einstiegsgeld gewährt, damit du hier ein Fahrzeug finanzieren kannst !

Wie Redfly schon richtig sagt, ist der Arbeitsweg für dich durchaus zumutbar bei der geringen Entfernung -

Grüße - Emma
 

tasmania69

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So wie ich deine Posts verstehe, bist du mit öfftl. Verkehrsmitteln unterwegs - falls du einen Führerschein besitzt - aber kein Auto, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die ARGE hier Einstiegsgeld gewährt, damit du hier ein Fahrzeug finanzieren kannst !

Wie Redfly schon richtig sagt, ist der Arbeitsweg für dich durchaus zumutbar bei der geringen Entfernung -

Grüße - Emma

Also wenn ich das hier richtig verstehe,müsste die Arge bei den anfallenden Fahrtzeiten die Kosten für ewinen Umzug übernehmen.Zumal ich hier morgens um 4 Uhr losfahren muss wenn ich um &Uhr anfange und bei der Spätschicht wenn pünktlich Feierabend erst um 22.20 den Bus bekomme und erhebliche Wartezeiten auf nen Anschluss habe.Und das schon unter der Woche.Hiesse also am WE bei geteiltem Dienst kann ich mich direkt dort aufhalten weil ich quasi eh wieder zurück muss um pünktlich zu sein.
Sei so lieb und schau mal bitte nach

§ 121 SGB III - Sozialgesetzbuch Drittes Buch - Arbeitsförderung

Danke
 

redfly

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Nochmal,

ist der Fahrweg zumutbar, musst Du den Umzug selbst bezahlen. Das wird im schlimmsten Fall das Sozialgericht entscheiden müssen. Ich verstehe bloss folgendes nicht. Warum sucht man sich eine Arbeit zu der es keine vernüftige ÖPNV Anbindung gibt? Klar, besser als keine Arbeit zu haben, aber die Erreichbarkeit sollte man dabei schon berücksichtigen.

Ist der Job unbefristet? Droht danach evtl. wieder die Arbeitslosigkeit? Darauf könntest du ruhig mal antworten.
 

tasmania69

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Nochmal,

ist der Fahrweg zumutbar, musst Du den Umzug selbst bezahlen. Das wird im schlimmsten Fall das Sozialgericht entscheiden müssen. Ich verstehe bloss folgendes nicht. Warum sucht man sich eine Arbeit zu der es keine vernüftige ÖPNV Anbindung gibt? Klar, besser als keine Arbeit zu haben, aber die Erreichbarkeit sollte man dabei schon berücksichtigen.

Ist der Job unbefristet? Droht danach evtl. wieder die Arbeitslosigkeit? Darauf könntest du ruhig mal antworten.

Das ist ein Pflegebüro mit mehreren Aussenstellen.Und die konnte ich mir nun mal nicht aussuchen!!!Der Job ist unbefristet und gut bezahlt!Wenn die Gefaht bestünde,dass wieder ARbeitslosigkeit droht,dann würde ich deswegen auch nicht umziehen!!!
 

Emma13

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Ich gehe einmal davon aus, dass du hier als Pflegekraft eingestellt bist - du bist aber auch sehr zurückhaltend in deinen Infos :icon_smile:

Hier musst du sicher auch mit dem Fahrzeug unterwegs sein - also setze ich voraus, dass du einen Führerschein hast - :confused:

Warum setzt du dich nicht mit deiner ARGE in Verbindung und klärst die Angelegenheit dort ? Beschreibe dein Problem und versuche es mit deinem Sachbearbeiter zu lösen. Hätte man vielleicht im Vorfeld, bevor du diesen Job angenommen hast, lösen müssen !!?? Manche Dinge sind evtl. einfacher zu handhaben, als man denkt -

Grüße - Emma
 
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Was bedeutet bei geteilter Schicht bin ich 6 Stunden unterwegs für 5 Stunden Arbeit???Da kommst am WE mit den Verbindungen aber früh morgens und Abends mit 1,5 Stunden nicht hin pro Strecke....
Das hier ist das entscheidende Post. Du kannst davon ausgehen, daß die Fahrzeiten sehr wohl einen Umzug rechtfertigen.

Relevant ist hier §121 SGB III und zwar:

(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen.

Aber auch:

Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.

§ 121 SGB III - Sozialgesetzbuch Drittes Buch - Arbeitsförderung

Es wird also sogar ein Umzug verlangt, um eine Arbeit aufnehmen zu können, die außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist. Daher kann die ARGE einen freiwilligen Umzug nicht ablehnen.

Beantrage bei der ARGE die Übernahme der Umzugskosten. Unter den Umständen sollte die ARGE den Umzug genehmigen. Stellt sich die ARGE stur, so wäre wie immer der Weg zum Sozialgericht und ein Eilantrag auf Einstweilige Anordnung der richtige Weg.

Ich drücke Dir die Daumen für die neue Arbeit.
 

tasmania69

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Ich gehe einmal davon aus, dass du hier als Pflegekraft eingestellt bist - du bist aber auch sehr zurückhaltend in deinen Infos :icon_smile:

Hier musst du sicher auch mit dem Fahrzeug unterwegs sein - also setze ich voraus, dass du einen Führerschein hast - :confused:

Warum setzt du dich nicht mit deiner ARGE in Verbindung und klärst die Angelegenheit dort ? Beschreibe dein Problem und versuche es mit deinem Sachbearbeiter zu lösen. Hätte man vielleicht im Vorfeld, bevor du diesen Job angenommen hast, lösen müssen !!?? Manche Dinge sind evtl. einfacher zu handhaben, als man denkt -

Grüße - Emma
Liebe Emma,ja ich bin als Pflegekraft eingestellt und habe einen Führerschein.
Erstmal hat sich die Stelle mit Glück kurzfristig ergeben,und warum ich mit meinem Sachbearbeiter noch nicht gesprochen habe erkennst du vielleicht hier

http://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/31059-hilfe-leistung-11-eingestellt.html

Gestern hat er meinen Beistand und mich rausgeworfen,deswegen bin ich gleich beim Anwalt.Daher wollte ich vorher ganz genau wissen was machbar ist.

LG
 

tasmania69

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Das hier ist das entscheidende Post. Du kannst davon ausgehen, daß die Fahrzeiten sehr wohl einen Umzug rechtfertigen.

Relevant ist hier §121 SGB III und zwar:

(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen.

Aber auch:

Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.

§ 121 SGB III - Sozialgesetzbuch Drittes Buch - Arbeitsförderung

Es wird also sogar ein Umzug verlangt, um eine Arbeit aufnehmen zu können, die außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist. Daher kann die ARGE einen freiwilligen Umzug nicht ablehnen.

Beantrage bei der ARGE die Übernahme der Umzugskosten. Unter den Umständen sollte die ARGE den Umzug genehmigen. Stellt sich die ARGE stur, so wäre wie immer der Weg zum Sozialgericht und ein Eilantrag auf Einstweilige Anordnung der richtige Weg.

Ich drücke Dir die Daumen für die neue Arbeit.


Vielen lieben Dank Tom.......:icon_daumen:
 
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