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Umzug(vllt ohne Genehmigung) Pauschalmiete/Warmmiete möglich?

wasnun91

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#1
Hallo,

ich habe vor umzuziehen aus der Stadt KI(Träger Jobcenter Stadt KI) in den Landkreis KI (Träger Jobcenter Kreis KI). Die Wohnung wird eine kleinere Wohnung sein und eine Einliegerwohnung, aber ich werde einen eigenen Eingang haben, eigene Küche und so. Die Vermieter (mein Schwager) wird mit seiner Familie im selben Haus, im Obergeschoss, wohnen. Das Problem ist, in dem Haus gibt es nur einen Gaszähler und Stromzähler, daher wissen wir nicht, wie wir es mit der Nebenkostenabrechnung/Betriebskostenabrechnung machen sollen. Das Jobcenter möchte ja jährlich diese sehen.
Ist das vielleicht möglich eine Pauschalmiete/Warmmiete festzulegen? Akzeptiert das Jobcenter so was?
Ich muss mit dem Jobcenter noch ein Jahr irgendwie leben, danach verdiene ich hoffentlich endlich Geld und bezahle die Miete selbst.
Falls die Pauschaulmiete/Gesamtmiete dieser Wohnung weniger ausfällt als die Gesamtmieter meiner jetzigen Wohnung, würde ich den Umzug genehmigt bekommen?

Ich würde mich sehr sehr über hilfreiche Antworten freuen.

Liebe Grüße

Wasnun
 
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#2
Grundlegend ist in einem derartigen Mietverhältnis auch die Vereinbarung einer pauschalen Warmmiete möglich ohne Einzelverbrauchserfassung, da es dort dann ja nur 2 Wohneinheiten im Haus gibt, wovon der Eigentümer bereits eine WE selbst bewohnt.

Ich würde in solch einem Ansinnen dann aber dennoch das künftige JC nicht vor vollendete Tatsachen stellen, sondern erst mal in einem Antragsverfahren auf Umzug einen entsprechenden Vorvertrag ( zunächst unverbindlich ) dort zur Prüfung vorlegen.

Eventuell fordert das Jobcenter von Deinem potenziellen Vermieter dann zwecks Plausiblitätsprüfung noch gewisse Verbrauchsabrechnungen und Verbrauchserfassungen des Objektes aus dem Vorjahr nebst Wohnungsbeschreibung zur Grösse und Energieträger für Heizung , sowie allgemeiner Liegenschaftskosten wie Steuern, Versicherungen, Abfallentsorgung etc. allgemein für das gesamte Objekt zur Prüfung.
 

Seepferdchen

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#3
@wasnun91

reiche ein Mietangebot beim JC mit Anschreiben ein, also kein Vorvertrag wie @Gescheitert1524 geschrieben hat.

§ 22 SGB II

(4) 1Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll die leistungsberechtigte Person die Zusicherung des für die neue Unterkunft örtlich zuständigen kommunalen Trägers zur Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. 2Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind.
Bleibt die Frage der Umzugskosten, natürlich kannst du auch ohne schriftliche Zustimmung umziehen, allerdings trägst du dann die Kosten selbst.

Die Wohnung wird eine kleinere Wohnung sein
Hast du eventuell einen gewichtigen Grund für den Umzug, meine Frage daher, wie oben bereits erwähnt, wegen der Umzugskosten.
 

wasnun91

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#4
Vielen lieben Dank für eure Beiträge:)
@Seepferchen für das Jobcenter ist es, glaub ich, kein wichtiger Grund, aber für mich. Die Wohnung ist extrem hellhörig und der untere Nachbar total rücksichtslos. Wenn er redet, denkt man, er steht in meiner Wohnung und redet/schreit, so laut ist es hier... es ist einfach nur psychisch seeehr belastend

Also, habe ich es richtig verstanden, ohne Genehmigung übernehmen sie trotzdem die Miete/Heizkosten, aber nicht die Umzugskosten?
 

Seepferdchen

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#5
Hallo @wasnun91

Also, habe ich es richtig verstanden, ohne Genehmigung übernehmen sie trotzdem die Miete/Heizkosten, aber nicht die Umzugskosten?
Richtig darum reiche auf jeden Fall ein Mietangebot beim zuständigen JC
ein mit Anschreiben.

Bitte beantrage dennoch die Umzugskosten und auch die Kaution für die neue Wohnung, wenn du die schriftliche Zustimmung hast, das die Kosten/Miete angemessen sind, weil:

Der Leistungsberechtigte muss den Leistungsträger nicht um Erlaubnis fragen, wenn er umziehen möchte. Will er jedoch sicher gehen, dass die Miet- und Umzugskosten übernommen werden, muss er nachfragen. Verabsäumt der Leistungsträger pflichtwidrig die Zustimmung besteht ein Anspruch auf Kostenübernahme auch ohne Zustimmung

Quelle:
BSG, Urteil vom 06.05.2010
 
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