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Umzug überhaupt möglich???

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silvermoon

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#1
allo Leute,

wie Ihr hier ja ständig mitbekommt, ist bei uns die "Kacke am dampfen", wie man so schön sagt. Ich habe von der Gegend hier echt die Schnauze vorll - sei es nun die Arge, die Menschen oder generell die Jobsituation.

Da wir wirklich an einem festen Job inetressiert sind und jetzt auch mal so langsam einsehen, dass es hier in dieser Umgebung ganz sicherlich nie mehr eine Chance für uns gibt, ziehen wir in Erwägung wegzuziehen.

Nur, wie müsste man das Ganze denn mit der Arge regeln?

Die bestreiten ja weiterhin eine Wohngemeinschaft zwischen uns.
Wenn wir jetzt beispielsweise eine neue Bude in einem anderen Bezirk bekämen und würden dort einen Untermietvertrag machen, wie sähe das dann aus?
Bzw. "dürfen" wir momentan überhaupt hier weg? Wie wäre das dann in Sachen unserer laufenden Klage?

Zuerst ´nen Job weiter weg suchen, ist so gut wie unmöglich, denn welcher Arbeitgeber wartet auf uns, bis wir die Wohnung hier loshaben?

Habt Ihr Erfahrungen gemacht, in Sachen Umzug?
Bin für jeden Tipp dankbar.

Als Ort ziehen wir momentan Freiburg in Erwägung, da wir dort Bekannte und Verwandte haben, die uns evtl. unter die Arme greifen könnten in Sachen Wohnungs- und Jobsuche.
 
E

ExitUser

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#2
So einfach ist ein Umzug nicht. Wenn die Arge dir einen Bescheid aufdrückt, dass du umziehen mußt, dann schaut es gut aus.

Ansonsten kannst du vielleicht umziehen, aber dann zahlt die Arge weder den Umzug noch die Mietkautuion. Und die neue Bleibe muss angemessen sein.

Leider darf ein Arbeitsloser nicht mehr alleine entscheiden, wenn er sich eine neue Wohnung mieten möchte - er ist ja entmündigt worden. :|

Bedenke beim Umzug auch, dass du möglicher Weise auf alle Kosten hängen bleibst und die Arge dir die Mietübernahme Bescheinigung verweigern kann.
 

Martin Behrsing

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#3
Hallo muemmeline,

du hast nur dann eine Chance, wenn dich dein Mitbewohner aus der Wohnung rausschmeisst, weil er keinen Bock mehr auf den Stress hat. Indem Fall muss dir sogar sofort geholfen werden. Bei allen anderem würde Euch sofort eine Bedarfsgemeinschaft unterstellt.
 

silvermoon

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#4
ICH DACHTE, ES GÄBE GENÜGEND GERICHTSURTEILE, DASS MAN NICHT = EINE BG IST, NUR WEIL MAN DAS BETT TEILT???!!!

Also auf gut DEUTSCH gesagt:
entweder ich trenne mich von meinem Mitbewohner, damit ich in ein neues Bundesgebiet kann, oder wir bleiben ewig eine Bedarfsgemeinschaft und haben ewig Stress mit der Arge!?

Ich weiß echt nicht mehr, was in Deutschland los ist. Das sind A.H.-Methoden hoch 3! Schlimmer kann es unter dem auch nicht gewesen sein! Habe echt die Nase voll!

Wir haben unsere Einnahmen nie untereinander geteilt, hatten immer getrennte Kassen, aber die Arge macht sich nun ihre eigenen Gesetze und plötzlich sollen wir uns gegenseitig durchschleppen!

Aber wenn wir dann doch mal das Glück haben sollten und Arbeit finden, dann sind wir plötzlich wieder als LEDIG auf der Lohnsteuerkarte eingestuft! EINFACH WUNDERBAR dieses Land! SUPER! :motz: :motz: :motz:
 

Linchen0307

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#5
Lass dich rauswerfen...

HAllo Mümmelmine..
lass dich von deinem Freund oder wie immer man ihn bezeichnen soll, aus der WG entfernen, dann kannst du zu Freunden und Verwandten nach Freiburg ziehen. Du siehst zu , das du dort Arbeit findest und so du sie hast, dürfte es doch kein Probs sein, deinen Freund (nennen wir ihn so) nach zu holen. Das wäre doch eine Alternative :?:
 

silvermoon

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#6
Re: Lass dich rauswerfen...

Linchen0307 sagte :
HAllo Mümmelmine..
lass dich von deinem Freund oder wie immer man ihn bezeichnen soll, aus der WG entfernen, dann kannst du zu Freunden und Verwandten nach Freiburg ziehen. Du siehst zu , das du dort Arbeit findest und so du sie hast, dürfte es doch kein Probs sein, deinen Freund (nennen wir ihn so) nach zu holen. Das wäre doch eine Alternative :?:
Ja, aber wer zahlt derweil meinem Mitbewohner die Miete für die große Bude?
Wir haben kein Geld, um Mieten doppelt zu zahlen, auch keine Rücklagen. :oops: Und bei den Verwandten kann ich nicht wohnen, da kein Platz - habe ja auch noch meien Tiere unterzubringen, von denen ich mich in keinem Fall trennen würde!
 
E

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#7
kein Platz - habe ja auch noch meien Tiere unterzubringen
... kein Problem - die sind bei mir gut aufgehoben. (allerdings müßte ich dazu die Kühltruhe wieder anschmeissen)

:daumen:
 

Linchen0307

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#8
Re: Lass dich rauswerfen...

muemmelnine sagte :
Ja, aber wer zahlt derweil meinem Mitbewohner die Miete für die große Bude?
Wir haben kein Geld, um Mieten doppelt zu zahlen, auch keine Rücklagen. :oops: Und bei den Verwandten kann ich nicht wohnen, da kein Platz - habe ja auch noch meien Tiere unterzubringen, von denen ich mich in keinem Fall trennen würde!
Mümmelmine, dein Freund lebt auch von Hartz IV ??
Wenn nicht kann er sich auf die Schnelle, solang du noch da bist eine kleinere Bude suchen, die für ihn bezahlbar ist.
Deine Tiere kannst du doch sicher so lang bei deinem Freund lassen bis du eine geeignete Bude für dich und auch Arbeit gefunden hast.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch und Janchen hat dir ja zur Not auch seine Gefriertruhe angeboten. :knutsch:
 

vagabund

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#9
Hallo muemmeline,

ich hab vollstes Verständnis für deine Situation - mir geht es in vielen Punkten ja ähnlich!
ABER - vielleicht solltest du mal den Blickwinkel ändern und nicht jammern , was alles nicht geht, sondern überlegen, was geht!!!
;)
LG
vagabund
 

mbc

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#10
du hast nur dann eine Chance, wenn dich dein Mitbewohner aus der Wohnung rausschmeisst, weil er keinen Bock mehr auf den Stress hat. Indem Fall muss dir sogar sofort geholfen werden.
Ja klar ;) das einzige was es dann gibt ist ein "Entschuldigung wir haben nichts frei" und dann ein : Obdachlosenheim wäre möglich.

Ich habs mal drauf ankommen lassen, durch einen Umzug würde die Stadt kosten sparen, aber den Umzug will sie nicht bezahlen, andererseites: ne freie Wohnung gibt nicht, keine einzige, die die es frei gibt liegen alle über dem "angemessenen"-Niveau, das die Stadt selber festlegt (zumindest hier).

Ich würd mich auf die Hilfe nicht verlassen, mag sein das du etwas zum schlafen kriegst, aber z.B. auf Hausrat kann zumindest hier bei uns keine Rücksicht genommen werden. Findest du selber nichts wo du es solange unterbringst bleibt nur noch es in die Wildniss zu schmeissen.

Hartz4 Wohnungen zu kriegen (bzw. Als ALG2-Empfänger ohne Einkommen überhaupt) ist schon fast unmöglich.

Etwas was mir so theoretisch spontan einfällt:

ALG2 abmelden (nicht hilfebedürftig, da Schenkung erhalten) und dann in dem Monat ne neue Wohnung finden, mieten und dann ALG wieder beantragen (in der anderen Stadt).

Klingt und ist zwar Sch..ße, aber bedingt durch die ganzen Schikanen lassen die einen eiskalt ins Messer laufen.

Die neue Wohnung sollte natürlich angemessen sein (was schwierig sein dürfte, je nach Region), ansonsten hat man ja wieder 3 Monate Zeit sich eine neue zu suchen.

Das bringt nicht wirklich viel, da dadurch keine Kosten übernommen werden, aber einen richtigen Weg dürfte es kaum geben der auch Realisierbar ist und das nicht nur auf dem Papier.

Ich weis, blöde Idee, aber eventl. möglich.

Sinn des ganzen laut meiner Meinung: Da man in einem Monat nicht bedürftig war und kein ALG2 bezog, kann man als "freier Mensch" machen was man möchte, also auch umziehen.

Kosten werden dafür aber nicht übernommen (zumindest ohne vorherige Genehmigung).

Ob das ganze praktisch gesehen irgendeinen Vorteil hat müssen "Experten" klären ...

MFG
Marco
 

edy

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#11
Verwaltungsgericht Frankfurt am Main
Arbeitslosengeld II: Umzugskosten sind in angemessener Höhe vom Sozialamt zu übernehmen

(mitgeteilt von www.jurion.de)Alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, die auf Sozialhilfe (jetzt: Arbeitslosengeld II) angewiesen war, kann nicht ohne weiteres zum Umzug in eine billigere Wohnung veranlasst werden. Die Umzugskosten sind in angemessener Höhe vom Sozialamt zu übernehmen; eine allgemeine Lebenserfahrung, dass Freunde und Bekannte generell bereit seien, bei einem Umzug zu helfen, besteht nicht.

Mit Urteil vom 29.06.2005 gab das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main der Klage einer alleinerziehenden Mutter von zwei Kindern statt, die zuvor vergeblich vom Sozialamt die Übernahme von Kosten ihrer Unterkunft (Mietkosten) sowie der Umzugskosten verlangt hatte.

weiter gehts hier:

www.marktplatz-recht.de/nachrichten/20330.html

Geh mit diesem Text zum Rechtsanwalt!!
 
E

ExitUser

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#12
Re: Lass dich rauswerfen...

Linchen0307 sagte :
HAllo Mümmelmine..
lass dich von deinem Freund oder wie immer man ihn bezeichnen soll, aus der WG entfernen, dann kannst du zu Freunden und Verwandten nach Freiburg ziehen. Du siehst zu , das du dort Arbeit findest und so du sie hast, dürfte es doch kein Probs sein, deinen Freund (nennen wir ihn so) nach zu holen. Das wäre doch eine Alternative :?:
Richtig, so würd ich es auch machen...und dein freund wird dann ne Aufforderung zuUmzug bekommen, weil die Wohnung für ihn alleine ja dann zu groß ist...dann müssensie ihm auch alle entstehemdem Kosten beweilligen!

Wenn ihr umziehen wollt, ist das doch die ideale Möglichkeit... dann könnt ihr denen auch gleich sagen: ihr seid schuld, daß er ich rausschmeißt... und ihr nun die Kosten habt!

Gruß
 
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